"Die Entwicklung ist stabil rückläufig", sagte Peter Klimek, Komplexitätsforscher und Mitglied des Prognose-Konsortiums, am Montag im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. Und dieser Trend ist auch an der aktuellen Prognose, welche die Entwicklung zwischen 5. und 13. April abbildet, ablesbar. "Die Fallentwicklung ist nach wie vor in allen Altersgruppen rückläufig", schreiben die Fachleute in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Papier. Auch der Höhepunkt in den älteren Gruppen ist demnach überschritten.

Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 1431, in den kommenden Tagen dürfte diese weiter sinken, und zwar um fast 50 Prozent. So wird für den letzten Prognosetag eine Inzidenz zwischen 594 und 978 erwartet, der Mittelwert beträgt hier 741. In der Steiermark rechnet man mit Werten zwischen 370 und 609, in Kärnten sollte sich die Inzidenz zwischen 391 und 644 bewegen. Die geringste Inzidenz wird in Tirol und die höchste Inzidenz in Wien erwartet. Dass sich das Infektionsgeschehen beruhigt, ist auch an der Reproduktionszahl abzulesen, diese liegt stabil unter 1,0.

Entspannung in den Krankenhäusern

Der Trend der sinkenden Werte wird sich der Prognose nach auch in den Spitälern weiter fortsetzen. Während aktuell 226 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind, sollten es zum Ende des Berichtszeitraums weniger als 200 sein. Auf den Normalstationen, wo am Mittwoch 2624 Betten belegt waren, sollte sich die Lage ebenso weiter entspannen. 

Das Konsortium hält auch fest, dass sich das Infektionsgeschehen insgesamt beruhigt, und die Zahlen nicht nur sinken, weil weniger getestet wird: "Im Vergleich der Kalenderwochen 12 und 13 zeigt sich trotz Rückgängen in den Testzahlen einzelner Bundesländer in keinem Bundesland ein Anstieg der Positivitätsrate. Daher ist auszuschließen, dass diese Reduktion der Testungen für den aktuellen Rückgang im
gemeldeten Fallgeschehen ursächlich ist." Welche Faktoren in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen, haben wir hier erklärt