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"Impfdurchbruch"Bisher 20 Covid-Fälle bei Vollimmunisierten in Österreich

Knapp 850.000 haben in Österreich den vollen Impfschutz, lediglich 20 haben sich mit Covid-19 infiziert.

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Cleaning up patient´s arm for a vaccine
© (c) AntonioDiaz - stock.adobe.com (Antonio Diaz)
 

Bei 20 Personen in Österreich ist bisher trotz einer Vollimmunisierung mit einer Corona-Schutzimpfung eine Covid-19-Erkrankung mit Symptomen aufgetreten. Insgesamt sind zehn Prozent der österreichischen Bevölkerung vollimmunisiert. Sechs Betroffene eines solchen "Impfdurchbruchs" sind in der Folge verstorben, bei zwei weiteren wurde ein Krankenhausaufenthalt gemeldet, geht aus dem wöchentlichen Nebenwirkungsbericht des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) hervor. SARS-CoV-2-Infektionen ohne Erkrankungssymptome werden nicht mitgezählt.

Laut Impf-Dashboard des Gesundheitsministeriums hatten am 30. April 846.193 Menschen in Österreich eine zweite Dosis erhalten. Sieben Tage zuvor, am 23. April, waren es demnach 782.684. Dieser Zahl stehen in Relation die bisher 20 gemeldeten Fälle gegenüber, in denen die erhoffte Schutzwirkung ausgeblieben ist - in Prozent gemessen sind das übrigens 0,00236 Prozent.

Infektion trotz Impfung?

Die Impfung, und das betrifft alle in der EU zugelassenen Vakzine, schützt auch vor Infektion. Aber nicht zu hundert Prozent. Dass sich Menschen trotz Impfung anstecken, ist klar und erwartbar, das Risiko, sich nicht zu infizieren, liegt je nach Studie bei 67 bis 94 Prozent.

Das vorrangige Ziel der Impfung ist es, schwere Verläufe zu verhindern.

Ausbleiben der Impfwirkung melden

Das Ausbleiben einer Wirkung bei einer Impfung ist "besonders relevant und sollte in jedem Fall gemeldet werden", betont das BASG - das kann hier erfolgen. Die betroffene Person muss SARS-CoV-2 positiv getestet sein und zusätzlich Symptome wie z. B. Fieber, Kurzatmigkeit, Husten oder Geruchs- bzw. Geschmacksverlust haben. Eine Infektion ohne erkennbare Erkrankung wird laut BASG deshalb nicht als Impfdurchbruch eingestuft, da die aktuell zugelassenen Covid-19-Impfstoffe zur Verhinderung von Erkrankungen entwickelt wurden.

Im Fall von Covid-19-Impfstoffen sind für einen vollständigen Impfschutz herstellerabhängig ein bis zwei Dosen notwendig und danach muss eine gewisse Zeitspanne zur Entwicklung einer entsprechenden Immunantwort abgewartet werden. Eine auftretende Covid-19-Erkrankung wird dann als Impfdurchbruch gemeldet, wenn nach der zweiten Dosis ein Zeitraum von sieben Tagen bzw. nach der einzigen Dosis ein Zeitraum von 28 Tagen oder mehr verstrichen ist.

Alle gemeldeten Erkrankungsfälle von Geimpften betrafen bisher den Hersteller Biontech/Pfizer. Mit diesem Vakzin wurden allerdings auch die meisten Impfungen durchgeführt und mit AstraZeneca sind durch das längere Intervall bis zur zweiten Dosis erst vergleichsweise wenig Menschen in Österreich vollimmunisiert. Bis zum Ende des Berichtszeitraums am 30. April waren 3.132.230 Impfungen im E-Impfpass eingetragen. 2.168.070 Dosen des Biontech/Pfizer-Vakzins, 287.555 von Moderna und 676.580 Einheiten von AstraZeneca wurden bis dahin verabreicht, hält das BASG fest.

Kommentare (32)
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romagnolo
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Es hat auch nie jemand behauptet, dass die Impfung vor einer Infektion schützt,

sondern vor schweren Verläufen. Die 6 Verstorbenen dürften wohl eher betagte Menschen gewesen sein, aber da schweigt sich der Artikel natürlich wieder aus.

elloco1970
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Liebe Redaktion

Wie wärs mit Recherche nach dem Alter der Verstorbenen

KleineZeitung
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Schützt die Impfung vor einer Infektion?

Sehr geehrter romagnolo,
die Impfung schützt zu einem höheren Teil vor schweren Verläufen, zu einem etwas geringeren vor einer Infektion. Wie genau sich die Sach- und Studienlage darstellt haben wir hier zusammengefasst: www.kleinezeitung.at/lebensart/gesundheit/5973801/Immunschutz_Geimpft-oder-genesen-und-was-das-fuer-den-Gruenen-Pass
Zu dem Alter der Verstorbenen gab das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) leider keine Daten heraus.

romagnolo
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danke für die Info

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MK555
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Daten nachfordern!

Wenn wirklich 6 von 20 Impfdurchbruchereignissen tödlich verlaufen sind und es sich nicht um ältere und gleichzeitig mit Vorerkrankungen belastete Patienten gehandelt hat, wäre das schon eher beunruhigend! Daher sehr schade, dass unsere Gesundheitsbehörden sich dazu nicht äußern. 20 Impfdurchbrüche erscheinen jetzt zwar nicht viel, doch bei einer derzeitigen Prävalenz von unter 0,5 % an Coronaerkrankten und der ergo mäßigen Wahrscheinlichkeit sich (bei den empfohlenen Verhaltensregeln) anzustecken, wird zumindest mein naturwissenschaftlicher Geist hellhörig... Ich würde mich über Klärung durch die offiziellen Stellen freuen!

AloisSteindl
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Genaue Daten von der AGES?

Das ist leider ein frommer Wunsch. Wenn Sie Frau Schmid von der AGES nach Details fragen, wird sie Ihnen die Frage erst mal halb ins Lateinische übersetzen aber dann nicht darauf antworten. (So habe ich es in diversen Radiosendungen erlebt.)
Aber ich gebe Ihnen natürlich völlig recht: Es wäre äußerst wünschenswert, sich diese Fälle im Detail anzusehen.

MK555
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Daten aus Quatar...

In Qatar gab es scheinbar bei Impfdurchbrüchen, nur wenige schwere Verläufe...Aber jeder Mensch reagiert scheinbar anders auf sowohl das Virus , wie auch die Impfungen... Muss sicher jeder in der Nutzen/Risiko Abwägung selber überlegen.

https://www.nature.com/articles/d41586-021-01222-5

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