Markus Zeitlinger im Interview Vektorimpfstoffe: Worin sich Sputnik V und AstraZeneca unterscheiden

Landet Sputnik V demnächst in Österreich? Impfexperte Markus Zeitlinger erklärt, warum eine Zulassung durch die EU notwendig ist und worin die Stärken und Schwächen des russischen Vektorimpfstoffs liegen könnten.

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Wie wahrscheinlich ist es, dass wir in Österreich schon bald mit Sputnik V impfen?
MARKUS ZEITLINGER: Beim Impfstoff gibt es drei Aspekte: Man reserviert ihn, man kauft ihn, man verimpft ihn. Derzeit geht es in Richtung reservieren. Das halte ich grundsätzlich auch für gut. Kaufen ist eine politische Entscheidung: Will man das machen, bevor man eine Freigabe hat? Ich persönlich wäre da vorsichtig. Ich vergleiche das immer ein bisschen mit einem Autokauf. Wenn ich ein Auto kaufen will und der Verkäufer sagt mir, dass er eh noch ein Pickerl macht, aber ich das Fahrzeug jetzt schon kaufen soll, dann werde ich normalerweise sagen: „Machen Sie das Pickerl, dann unterschreibe ich den Kaufvertrag.“ Sonst sitze ich am Ende vielleicht mit einem Auto da, dass ich nicht fahren kann. Diese Situation könnte auch beim Impfstoff eintreten: Wir kaufen ihn, können ihn aber nicht impfen.

Kommentare (29)
informieren_ist_besser
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@feringo, ihr Motiv ist nobel, doch das Resultat sind einseitige Informationen ihrerseits.

Sprechen sie die ganze Wahrheit. Die Brasilienvariante infiziert zu 60% Menschen die bereits eine Corona Infektion mit dem Stammvirus hatten. Vektorimpfstoffe sind hier absolut im Nachteil und nach ersten Berichten wirken die mRNA- Impfstoffe.
Was glauben sie, warum erwartet wird, dass durch die mRNA-Technik ein jährliches Grippeimpfen in naher Zukunft nicht mehr erforderlich ist?
Wenn Europa hauptsächlich mit Vektorimpfstoffen impft, die gegen neue Mutationen unwirksam sind wünsche ich ihnen bei ihrer Herdenimmunität viel Glück. Dann beginnen wir von Neuem zu Impfen und diese Mutationen werden kommen!

umo10
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Ich verstehe ihre Intention

Aber Hirnvenentrombosen habe ich bisher nur mit jungen Frauen und AstraZeneca gelesen und gehört?! Alle anderen können ja mit AstraZeneca geimpft werden. Wo wäre das Problem?

feringo
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@umo10 : Ich verstehe ...

Das Problem ist, dass Sie Nachrichten lesen und übernehmen, aber diese nicht hinterfragen, sondern schwarm-artig weitertragen. Unter Paul-Ehrlich-Institut können Sie eine Aufstellung abfragen, wie häufig der Zusammenhang von Sinusthrombosen mit den jeweiligen Impfstoffen ist. Dann könnten Sie fragen, ob junge Frauen grundsätzlich durch eine Corona-Impfung gefährdeter sind?

umo10
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Es hilft im impfplan voranzukommen

Ich persönlich hoffe, dass ich einen mRNA Impfstoff von biontech bekomme. Ich bin begeistert von der neuen Technik, ohne ein ganzes genverändertes Virus gespritzt zu bekommen immun zu werden. Die Zukunft gehört ganz klar mRNA. Mir schauert fast, was mit diesem memorie-Effekt alles möglich sein wird. Unser Körper kann damit fast alles wieder herstellen, Wahnsinn. Fr. Katalin Karikó muss dafür den Nobelpreis bekommen! Alles andere wäre eine Enttäuschung

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