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Maske, Lüften, AbstandCovid-19-Simulator bestätigt Wirksamkeit der gängigen Schutzmaßnahmen

Ein computerbasiertes Aerosol- und Bewegungstool bekräftigt die Sinnhaftigkeit von Maske, Lüften und Abstand.

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© peterschreiber.media/stock.adobe.com
 

Forscher haben die Wirksamkeit der gängigen Schutzmaßnahmen gegen Corona in Österreich geprüft und kommen zum Schluss: Maske, Lüften, Abstandhalten sind sinnvoll. Besonders hohe Ansteckungsgefahr wurde hingegen in Räumen erkannt, in denen laut gesprochen und schlecht gelüftet wird, so die Zwischenergebnisse des Projekts.

Der Covid-19-Simulator, ein computerbasiertes Aerosol- und Bewegungstool von PwC (PricewaterhouseCoopers) Österreich, untersucht die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen in öffentlichen Räumen. Ein interdisziplinäres Forschungsteam berechnete u.a. das Infektionsrisiko in einem realen Unterrichtsraum des Samariterbundes in unterschiedlichen Situationen. Die ersten Ergebnisse lauten: In allen Szenarien, in denen Maßnahmen gesetzt wurden - Maske tragen, regelmäßig Lüften sowie Abstand halten -, wurde die Ansteckungsgefahr erheblich gesenkt.

Das Risiko sei von der konkreten Situation abhängig, wurde betont: "Lautes Sprechen in offenen Bereichen kann zu Ansteckungen in Entfernungen von über zwei Metern führen", so die Forscher. Bei schlechter Belüftung in offenen Bereichen, in denen viel und laut gesprochen wird (z.B. in einem Callcenter), sei die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass asymptomatische Personen andere infizieren - selbst, wenn diese bis zu sieben Meter entfernt von der infizierten Person sitzen. Kaum effektiv seien in diesem Fall Trennwände.

Masken hätten in gut belüfteten Räumen und bei stillem Arbeiten in bestimmten Konstellationen keinen signifikanten Einfluss auf das Infektionsgeschehen. Die Aufforderung hingegen, man möge die Stimme senken bzw. nur in einem separaten, belüfteten Raum laut sprechen, "konnte die Wahrscheinlichkeit, mindestens eine weitere Person zu infizieren, auf unter ein Prozent senken".

Aus den Simulationen würden sich auch für Freizeiteinrichtungen, wie Stadien oder Skigebiete, Empfehlungen ableiten lassen, sagte Gerald Dipplinger, Projektleiter und Partner bei PwC Österreich. "Nicht die Menge der Kontakte, sondern deren Qualität ist entscheidend. Während jene Situationen besonders kritisch sind, in denen die Luft nicht zirkulieren und kein Abstand eingehalten werden kann, sollte das Ansteckungsrisiko im Bereich von Skiliften deutlich geringer sein", meinte er.

Der von der Stadt Wien im Rahmen des Innovate4Vienna Projektes geförderte Covid-19-Simulator basiert auf Crowd-Simulationen. Nach der Erstellung eines virtuellen Raums wird das Modell mit animierten Akteuren, möglichst realitätsnahen Parametern und den zu testenden Maßnahmen befüllt. Die Berücksichtigung von Bewegung, der Zufälligkeit des menschlichen Verhaltens und der Wirkung verschiedener Innenraumgestaltungen sei ein entscheidender Unterschied zu rein mathematischen Modellen, wurde betont. In Zusammenarbeit mit dem Samariterbund und dem AIT Center for Technology Experience wird das Computermodell laufend weiterentwickelt.

Ein zentraler Kern der Forschungen ist die Frage, inwieweit sich detaillierte Visualisierungen des Ansteckungsrisikos auf das Verhalten der von den Maßnahmen Betroffenen auswirken. Eine Akzeptanzstudie des Projektpartners AIT Austrian Institute of Technology soll Aufschluss geben, ob sich nach Interaktion mit dem Computermodell das Verständnis für Schutzmaßnahmen erhöht.

"So lange es noch keinen flächendeckenden Impfstoff in Österreich gibt, müssen wir weiterhin greifende und vor allem individuell abgestimmte Schutzmaßnahmen identifizieren. Das gilt sowohl für Unternehmen wie auch für öffentliche Institutionen und Einrichtungen. Nur so können wir den Betrieb in Zeiten der Pandemie aufrechterhalten und zugleich einen weiteren Lockdown verhindern", sagte Dipplinger.

Kommentare (22)
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hutchi65
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Maske

und Abstand sind ja nicht mehr notwendig. Das hat ja der heilige Messias der Türkisen und sein VK Kogler sowie BPR VdB bei der Licht ins Dunkel-Spendengala bewiesen. Abstand und Maske sind nur fürs Volk notwendig - nicht für die Volksverbrecher!!!

Mein Graz
1
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@hutchi65

Ich habe mir nicht die gesamte Sendung angesehen sondern nur Ausschnitte.
Dabei habe ich festgestellt:
Masken wurden nicht verwendet, die Abstände sehr wohl (fast) immer eingehalten. Die Tische standen weit auseinander und waren sehr locker besetzt. Dass wenig Gäste vor Ort waren merkte man doch auch stets am leise klingenden Applaus.
Und es wurde Anfangs das Sicherheitskonzept erklärt, mit Abstand, einem sehr hohen Raum und guter Lüftung.

Natürlich hätte man die Veranstaltung auch absagen können. Dann hätte es wieder massenhaft Leute gegeben, die laut protestiert hätten, dass für die Bedürftigen in Österreich nichts getan wird.

Eine Video-Konferenz-Schaltung mit so vielen Personen ist wohl sehr schwer durchführbar. Außerdem würde eine solche unter Garantie das Ergebnis schmälern.

umo10
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Was gegen COVID hilft hilft auch gegen alle anderen Infektionskrankheiten

Grippe, Herpes, AIDS, Siphillis...

erstdenkendannsprechen
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nein, nur gegen jene, die gleiche übertragungswege nutzen.

und die überschneiden sich bei manchen, bei grippe sind sie wohl fast gleich.

dieRealität2020
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Ob die Zahlen stimmen oder nicht, entscheidend ist ganz einfach ob die Auflagen die vielversprechend sein dürften, auch eingehalten werden?

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Wem interessieren im Endeffekt die Zahlen, es muss aktiver Schutz betrieben werden, dass Infektionsrisiko und die Möglichkeit einer Infektion muss größtenteils eingedämmt sein.
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Die Auflagen von denen derzeit gesprochen wird dürften das versprechen und eine sehr gute Sache sein. Aber. Die Frage stellt sich jedoch seit Beginn der Pandemie bis dato, ob diese Auflagen auch eingehalten werden? denn wenn nicht, helfen keine Maßnahmen die zu einer Eindämmung und zum Schutz führen.
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Gesetze in einer Gesellschaft sind nur so gut und schlecht, wie sich die Menschen in dieser Gesellschaft auch an diese Gesetze halten. So einfach ist das.

dieRealität2020
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Genaugenommen ist das im Endeffekt mit dem Simulator Makulatur.

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Meine Meinung und Ansicht, die Maßnahmen können noch so gut sein, nur wenn sich die Menschen daran nicht halten, dann ist das wie die Simulation Makulatur.
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Die Praxis hat bis dato gezeigt, dass sich manche Gruppen und einzelne Menschen einen Dreck um die Nachhaltigkeiten der Pandemie und das Sterben ihrer Mitbüger kümmern noch beeindruckt sind Das ist bedauerllicherweise die Realität.

moderate
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Impfen gut und schön, aber: Wo bleiben die Medikamente?

Vernünftigerweise sollten gegen CoVid-19 zuerst wirksame und nebenwirkungsarme Medikamente entwickelt und produziert werden! Erst danach ist die Entwicklung geeigneter und sorgfältig getesteter Impfstoffe ein Schwerpunkt!
Wo bleibt also beispielsweise das ACE2-Medikament von Prof. Penninger und der Firma Apeiron, das SARS-CoV2-infizierten Personen den Weg durch eine möglicherweise lebensbedrohende Erkrankung ersparen können sollte!
Oh , habe ich ganz vergessen: Damit ist wohl kein so großes Geschäft zu machen, das Medikament brauchen ja nicht besonders viele Menschen! Aber der Impfstoff, da sieht es schon besser aus! Fragt sich nur: Für wen? Und um die Erholung an der frischen Luft geht es wohl auch bei der Öffnung der Lifte und Schigebiete!

lapinkultaIII
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Diese Frage müssen´s Penninger stellen

und nicht dem Forum der KLZ.

Wohl noch so ein kleiner Querdenker, der hier seinen Verschwörungstheorien frönt......

moderate
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Verschwörungstheorie?! Nicht verstanden!

Sie wissen schon, dass Franz Schellhorn zu Beginn der Coronakrise im TV-Interview mit Josef Penninger mit größtem Erstaunen festgestellt hat, dass die Finanzierung der Entwicklung des ACE2-Medikaments nicht gesichert war! Erst im weiteren Verlauf der Krise ist für diese Medikamentenentwicklung die nötige Finanzierung sichergestellt worden und konnte so weit getrieben werden, dass zur Zeit klinische Tests durchgeführt werden! Persönlich wäre mir im Falle einer ernsthaften CoVid-19-Erkrankung sehr recht, mit einem wirksamen Medikament behandelt zu werden. Ein Impfstoff wäre dann wohl schon zu spät gekommen! Ich empfehle Ihnen mit dem gewüschten Doppeleffekt die Lektüre des University of British Columbia-Artikels vom 13.10.2020 mit dem Titel "Drawing closer to COVID-19 treatment breakthrough" !

lapinkultaIII
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Ganz richtig: Verschwörungstheorie.

Zitat: "Damit ist wohl kein so großes Geschäft zu machen, das Medikament brauchen ja nicht besonders viele Menschen! Aber der Impfstoff, da sieht es schon besser aus! Fragt sich nur: Für wen?"

Die Finanzierung von Penninger ist - wie von Ihnen selbst geschrieben - mittlerweile ja gesichert. Aber was vermutet man? Damit ist zuwenig Geschäft zu machen......

Und glaubens mir, ich hätte jeden Grund, ins geschäftliche Horn zu stossen. Meine Kinder leiden an einem Gendefekt, wo die Chance zu erkranken bei 1:250.000 steht. Und dort ist´s wirklich kein Geschäft, daß sich die Pharmaindustrie in großem Maß darum kümmert. Ist aber auch verständlich, denn niemand verbrennt freiwillig Geld.

Im Gegensatz dazu ist ein Medikament zur Behandlung von CoVid19 eine Goldgrube - und daher besteht kein Anlaß, mangelnde Ertragschancen zu unterstellen.

frogschi
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Glauben Sie mir,

die Pharmaindustrie beschäftigt sich auch gerne mit so seltenen Erkrankungen, denn damit ist dickste Kohle zu machen. Der Versicherungsträger muss Ihnen die Therapie nämlich ermöglichen. Ich hoffe für Ihre Kinder kommt etwas Dementsprechendes auf den Markt, speziell wenn sie wirklich daran erkranken und Hilfe brauchen.

moderate
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Millionen versus Milliarden

Die Ertragsaussichten sind in jedem Fall sehr gut, bei Medikament wie auch Impfung, aber fragt sich nur, wo besser! Das überlasse ich Ihnen, abzuschätzen, was wirtschaftlich attraktiver ist! Nehmen Sie die Zahlen der Intensivpatienten in A, setzen Sie einen (hohen) Preis für die medikamentöse Behandlung an, und vergleichen Sie dieses Ergebnis mit den Kosten der Sars-CoV2-Impfung aller Österreicher!

Ein wirksames Medikament hat zumindestens zwei Vorteile:
1.) Es wird nur bei Bedarf eingesetzt, d.h. im Krankenhaus bei schweren Fällen, und
2.) es ermöglicht insgesamt einen entspannteren Umgang mit Personen, die die Impfung verweigern, weil sie wahrscheinlich die Intensivstationen nicht mehr belasten.
Dass beide Problemlösungen -Medikament und Impfung - absolute Priorität haben müssen, stelle ich nicht infrage!

X22
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Der Covid-19-Simulator, ein computerbasiertes Aerosol- und Bewegungstool von PwC (PricewaterhouseCoopers) Österreich,

Warum gibt ein weltweit agierende Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, mit den Geschäftsfeldern lt. Wikipedia (Die Geschäftsfelder des Unternehmens umfassen "Transaktionen, Finanzierung und Investition", "Sanierung, Restrukturierung und Forensic Services", "Strategie, Organisation, Prozesse und Systeme", "Rechnungslegung, Berichterstattung und Prüfung", "Steuern und wirtschaftsrechtliche Beratung", "Branchenregulierung", "Wissenstransfer" und "Rechtsberatung".
Auch im Staatssektor hat PwC durch Regierungsaufträge eine einflussreiche Rolle, so werden etwa alle Bürgschaftsanträge an den Wirtschaftsfonds Deutschland von PwC geprüft.[12]
Zudem tritt PwC seit einigen Jahren als Hersteller für Business-Software in Erscheinung, die im PwC Digital Store vermarktet wird[13]. So gehören etwa die Digital Fitness App oder der Data Protection Manager zum Software-Portfolio[14] des Beratungsunternehmens. )
ein solches Forschungsergebnis raus

stadtkater
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Sag mir, wer der Auftraggeber

eines Gutachtens ist, und ich sage dir, welches Ergebnis drinnen steht!

Mein Graz
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Erstaunlicher Zeitpunkt zur Veröffentlichung der Ergebnisse

Es wird mit unseren Nachbarländern heftigst diskutiert, wie die Tourismus-Saison gestaltet werden soll.
Die Zahlen sind hoch, viel höher als etwa in Deutschland, das verständlicher Weise mit Quarantäne-Maßnahmen auf eine Öffnung der Schigebiete reagiert.

Und jetzt kommt ganz so aus "heiterem Himmel" und völlig ohne Hintergedanken eine Studie daher, die bescheinigt, dass am Schilift eh keine Gefahr besteht?

Ein Schelm, wer Böses denkt.

Planck
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"It doesn't matter ...

... how beautiful your theory is, it doesn't matter how smart you are, or what your name is.
If it doesn't agree with experiment, it's wrong." (© Richard Phillips Feynman, Nobelpreis für Physik 1965)

scionescio
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" sollte das Ansteckungsrisiko im Bereich von Skiliften deutlich geringer sein"

Warum überrascht mich das jetzt nicht, dass die Haus- und Hofberater der türkisen Minister zufällig genau zu diesem Schluss kommen ..?
Aber während weltweit noch keine Einigkeit unter den Experten besteht, ab welcher Viruslast überhaupt erst infiziert werden kann, nehmen unsere Kapazunder einfach einmal einen lustigen Wert an und simulieren, was das Zeug hält ... kennt man ja schon von der anderen Koryphäe unter den Simulanten - leider haben die Modelle von Herrn 100.000 Tote in der Realität nie auch nur annähernd gehalten, was die Simulationen ergeben haben ...

willfurth
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Fehlt ja nur noch der irelevante Schritt,

die Simulation mit der Wirklichkeit zu vergleichen und sie dann in die Mülltonne zu kippen.
Schon interessant, dass die Simulatoren, nachdem sie mehrmals festgestellt haben, dass ihre Simulationsergebnisse alle meilenweit von der Wirklichkeit entfernt sind, als Ergebnis dieser Erkenntnis fröhlich weiter simulieren......und viele finden das "cool".
Wie wäre es, zur Abwechslung einmal damit, die Wirklichkeit zu vermessen statt zu simulieren? Das hätte den unbestreitbaren Vorteil, dass man mit Fakten statt mit unzureichenden Modellen arbeitet....

Den Ausdruck "komplexes System" können sie sicher alle nachplappern, nur die Bedeutung des Ausdrucks scheint sich ihnen nicht zu erschließen. Sollten sich vielleicht einmal mit Heisenberg näher beschäftigen, unsere Simulanten....

leli
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Richtige masken

Und ja vor allem richtige masken und die auch richtig getragen nicht irgendeun fetzen unter der nase wie so häufig.

dieRealität2020
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Zustimmung, so einfach ist das, dass ist des Rätsel Lösung

oder eigentlich nur ganz was Normales? einfach Selbstschutz betreiben, natürlich mit den richtigen Vorkehrungen. Diese Vorkehrungen sind eigentlich keine große Sache. Man muss sie nur ausführen.

RonaldMessics
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tolle...

..Simulation

Marmorkuchen1649
6
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Tolle...

Antwort... Alter