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ÜbergewichtMenschen am Land sind dicker als jene in der Stadt

Eine aktuelle Studie zeigt, dass weltweit und in Österreich die Fettleibigkeit am Land stärker zunimmt als in der Stadt.

Menschen am Land werden immer dicker
Menschen am Land werden immer dicker © APA/ZB/Sebastian Kahnert
 

Das Land hat ein "dickes" Problem: Eine aktuelle Studie zeigt, dass im ländlichen Raum die Zahl der fettleibigen Menschen in den vergangenen drei Jahrzehnten stärker anstieg als in Städten. Fettleibigkeit wird damit vermehrt zu einem ländlichen Problem, zeigt die Analyse von über 112 Millionen Daten weltweit.

Zwischen 1985 und 2017 erhöhte sich der durchschnittliche Body-Mass-Index (BMI) von Frauen und Männern weltweit um 2,1 Kilogramm pro Quadratmeter. Dies entspreche einer durchschnittlichen Gewichtszunahme von fünf bis sechs Kilo pro Person. Mehr als die Hälfte dieses weltweiten Anstiegs wurde dabei im ländlichen Raum verzeichnet.

Wie berechnet sich der BMI?

Der BMI berechnet sich aus dem Körpergewicht (in kg) dividiert durch das Quadrat der Körpergröße (in Metern).

Die Formel lautet: BMI = Körpergewicht : (Körpergröße in m)2. Die Einheit des BMI ist demnach kg/m2.

Dies bedeutet, eine Person mit einer Körpergröße von 160 cm und einem Körpergewicht von 60 kg hat einen BMI von 23,4. Berechnung: [60 : (1,6 m)2 = 23,4].

Quelle

In Ländern mit hohen Einkommen war laut Studie der durchschnittliche Anstieg des BMI zu über 50 Prozent auf die Gewichtsentwicklung im ländlichen Raum zurückzuführen, bei Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen sogar zu über 80 Prozent.

Der durchschnittliche Anstieg des BMI belief sich zwischen 1985 und 2017 bei Frauen auf zwei und bei Männern auf 2,2, wobei die Zunahme in Städten bei Frauen bei 1,3 und bei Männern bei 1,6 lag.

Besonders große Unterschiede in Österreich

"Österreich gehört neben Schweden, Tschechien, Irland, Australien und den USA zu jenen Industrieländern, die beim BMI eine besonders große Differenz zwischen ländlichen und städtischen Regionen aufweisen", erklärte Biostatistiker und Epidemiologe Hanno Ulmer von der Med-Uni Innsbruck.

Bei österreichischen Frauen mit Wohnort am Land stieg der durchschnittliche BMI von 1985 bis 2017 von 24,3 auf 24,5, bei Frauen in urbanen Gebieten von 23,3 auf 23,7. Bei Österreichs Männern zeigte sich hingegen eine wesentlich deutlichere Gewichtszunahme. So stieg der BMI von Männern am Land in den letzten drei Jahrzehnten von 24,7 auf 27 und in der Stadt von 24,2 auf 26,6.

Unterschiede kehrten sich um

Während in Österreich bereits 1985 der BMI am Land höher war als in der Stadt, wiesen weltweit gesehen damals Frauen und Männer noch in städtischen Gebieten einen höheren BMI auf als ihre Pendants im ländlichen Raum. Im Verlauf des Untersuchungszeitraums habe sich dieser Abstand zwischen Stadt und Land weltweit verringert und sogar umgekehrt.

Hintergrund

In der von Majid Ezzati vom Imperial College London geleiteten internationalen Studie wurden unter Mitarbeit von mehr als 1.000 Wissenschaftern aus aller Welt relevante Daten von über 112 Millionen Erwachsenen aus städtischen und ländlichen Gebieten in 200 Ländern im Zeitraum von 1985 bis 2017 untersucht. Die Studie wurde im Wissenschaftsjournal "Nature" publiziert.

Kommentare (3)

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stadtkater
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warum ist das so?

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erstdenkendannsprechen
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für österreich gilt da aber ein west-ost gefälle

dh in westösterreich sind die menschen weniger übergewichtig als im osten - unabhängig von stadt und land.

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stadtkater
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