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Winterurlaub Wo die größten Gefahren für Kinder lauern

Für 9700 Kinder endet der Spaß auf Eis und Schnee jedes Jahr im Krankenhaus. Wichtigstes Zubehör, um das zu verhindern ist ein Helm.

© Sergey Novikov/stock.adobe.com (Photographer:Sergey Novikov (Ser)
 

Gerade in den Semesterferien stehen Skifahren, Eislaufen und Rodeln bei Kindern hoch im Kurs. Damit der Spaß auf Schnee und Eis nicht – wie für rund 9700 Kinder pro Saison in Österreich – im Krankenhaus endet, sollte man einige Sicherheitstipps beherzigen.

Das gilt für alle Wintersportarten: „Die beste Schutzmaßnahme ist es, einen gut sitzenden Wintersporthelm zu tragen - auch beim Eislaufen und Rodeln. So kann man Kopf- und Gehirnverletzungen zu einem guten Teil verhindern“, betont Holger Till, Präsident des Vereins "Große schützen Kleine" und Vorstand der Grazer Uni-Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie. Eltern sollten ihren Kindern nicht zu viel zumuten, denn Übermüdung und Überforderung sind die häufigsten Unfallursachen. Deshalb öfters mal Pause machen, viel trinken und gesund jausnen.

Skifahren und Snowboarden: Häufigste Unfallursachen sind Einzelstürze aufgrund von Ermüdung, Überschätzung des eigenen Könnens, unkontrolliert hoher Geschwindigkeit, mangelnder körperlicher Fitness, falscher Skiauswahl und schlecht gewartetem Material. „Beim Skifahren sind besonders das Knie und der Kopf von Verletzungen betroffen. Bei Snowboard-Stürzen sind primär Kopf, Schulterbereich, Oberarme und Handgelenke gefährdet“, weiß Till.

  • Helmtragen ist in Österreich (außer in Tirol und Vorarlberg) bis 15 Jahre verpflichtend.
  • Eltern sollten ihre Kinder konditionell auf den Skiurlaub vorbereiten.
  • Besprechen Sie mit Ihrem Kind das richtige Verhalten auf der Piste.
  • Körper vor dem Losfahren, nach einer längeren Liftfahrt und nach einer Pause aufwärmen.
  • Bei der Wahl der Piste auf das eigene Können achten.
  • Beim Snowboarden Handschuhe mit Handgelenkschutz und Rückenprotektor tragen.
  • Die Schneebeschaffenheit kann sich schnell verändern (Kunstschnee, harter Schnee, weicher, firniger Schnee) – Eltern sollten ihre Kinder darauf aufmerksam machen.

Eislaufen und Eishockey: Bei Anfängern ist der Sturz auf den Hinterkopf die größte Gefahr. Bei Fortgeschrittenen sind Stürze nach vorne, auf Knie, Hände und Arme, häufiger.

  • Helmtragen ist beim Eislaufen zwar nicht gesetzlich verpflichtend, schützt aber vor schweren Verletzungen.
  • Für Anfänger empfiehlt sich, wie beim Inline Skaten, das Tragen von Handgelenk- und Knieschützern.
  • Handschuhe tragen – diese schützen nicht nur vor Kälte sondern auch vor Schnittverletzungen durch Kufen.
  • Auch das Transportieren der Eislaufschuhe mit Kufenschonern verhindert Schnittverletzungen.
  • Eishockeyspieler sollten einen Helm mit Visier, Finger- und Schienbeinschützer tragen.

Rodeln und Bob fahren: „Je eisiger und schneller die Rodelstrecke, desto schwieriger ist das Sportgerät zu lenken. Viele Kinder können nicht gleichzeitig lenken und bremsen. Hindernisse auf der Rodelstrecke, wie Bäume, Autos auf querenden Straßen etc., können schwere Verletzungen verursachen“, warnt Till.

  • Die perfekte Ausrüstung: Wintersporthelm, Handschuhe, hohe feste Schuhe
  • Für eine gute Pistenlage empfiehlt sich ein Bob mit tief liegendem Sitz. Vorsicht bei schwer steuerbaren Geräten, die sehr schnell werden können (Snowtube, Rutschteller etc.).
  • Die optimale Rodelstrecke ist breit, nicht zu steil, ohne Hindernisse (Bäume, Zäune, keine querende Straße) und hat ausreichend Auslauf.
  • Kleine/unerfahrene Kinder nicht alleine rodeln lassen.

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