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Meine FamiliengeschichteLou Lorenz-Dittlbacher über ihre Kindheit: Frieden als hohes Gut

„ZiB 2“-Moderatorin Lou Lorenz-Dittlbacher (44) über das Versöhnen und Verzeihen, ihren Opa, der im KZ war, und ihre Wünsche für ihre Tochter.

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Dass Bildung nichts Selbstverständliches ist, haben ihr ihre Eltern mitgegeben: ZiB 2-Moderatorin Lou Lorenz-Dittlbacher © Aleksandra Pawloff
 

Am Wochenende haben wir oft meine Großeltern besucht, jene väterlicherseits lebten in Leobersdorf, jene mütterlicherseits in Reichenau an der Rax. Politik war stets Diskussionsthema, wir waren eine sehr politische Familie. Mitgeschwungen ist immer die Geschichte meines Opas väterlicherseits, der ein politischer Gefangener in Dachau war. Meine Oma hat die Angst, die sie um ihn hatte, nie überwunden, das habe ich gespürt. Als der Opa aus dem Krieg beziehungsweise aus der russischen Gefangenschaft heimgekommen ist, konnte sie ihn heben – so dünn war er. Das konnte ich mir nicht vorstellen, weil er viel größer war als sie. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber so hat sie es erzählt. Sie hat nie mit mir über ihre Entbehrungen oder Kränkungen gesprochen. Als sie gestorben ist, habe ich erkannt, dass das stark nachhallte – in meinem Vater, meiner Mutter, in mir. Ich bin das einzige Kind und das einzige Enkelkind.

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