Zeitnot oder akuter Hunger auf Süßes – geht man nach dem Angebot, greifen manche Österreicherinnen und Österreicher gern auf Fertigprodukte aus dem Kuchen- und Torten-Segment zurück. Die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich testete deswegen acht fertig verpackte "Cremeschnitten" aus den Kuchentheken in Supermärkten. Fünf waren einwandfrei, bei drei hatten die Konsumentenschützer Mängel zu beanstanden.

Patisserie-Erzeugnisse mit Creme- oder Obersfüllung gelten allgemein als leicht verderblich. Die Konsumentenschützer wollten daher wissen, ob solche Produkte auch am Ende der Mindesthaltbarkeitsfrist noch in Ordnung sind. Dazu brachten sie die stichprobenartig ausgewählten Backwaren mit Obers-, Creme- oder Puddingfüllung zur Analyse ins Labor.

Zwei Proben – ein Stück Malakofftorte und eine Erdbeer-Ricotta-Kuchenschnitte – waren bereits am Ende der Mindesthaltbarkeit wertgemindert, eine weitere – eine Tiramisu-Schnitte – sogar für den menschlichen Verzehr ungeeignet. Die Torte und die Schnitte wiesen mikrobiologische Mängel auf, das Tiramisu roch und schmeckte schon nicht mehr gut. Gesundheitliche Gefahr ging von keiner der Süßwaren aus.

Krankmachende Bakterien können übertragen werden

Unter den Kostproben aus Supermärkten waren Cremeschnitten, Tiramisus, eine Erdbeer-Ricotta-Schnitte sowie Malakoff-Tortenstücke und ein Bienenstich. Ihr Preis lag zwischen einem und 2,08 Euro pro 100 Gramm.

Durch nicht durchgebackene creme- und obershaltige Füllungen können krankmachende Bakterien übertragen werden, erklärte die Interessenvertretung. Konditoreiwaren mit schnell verderblichen Zutaten wie Schlagobers oder Milch können nur kurze Zeit aufbewahrt werden, sind auch noch Früchte mitverarbeitet, neigen sie zu noch rascherem Verderb. Deshalb sollten solche Mehlspeisen im Kühlschrank lagern – egal ob selbst gebacken oder gekauft. Ob die Leckereien noch genießbar sind, erkennt man an Aussehen und Geruch.