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CoronavirusZahl der Infektionen hängt auch vom Klima ab

Studie zeigte, dass Fallzahlen mit zunehmender Nähe zum Äquator geringer werden. Einfluss von Virus-Varianten wurde aber nicht berücksichtigt.

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© (c) borislav15 - stock.adobe.com (BORIS KOZLOV)
 

Eine in der Fachzeitschrift "Nature" publizierte internationale Studie hat den Zusammenhang von klimatischen Bedingungen mit der Fallhäufigkeit von Covid-19-Infektionen untersucht. "Je näher ein Land am Äquator liegt, desto weniger bestätigte Fälle des Covid-19-Virus pro Million Einwohner/in treten auf", fasste Autor Klaus Prettner, Professor für Makroökonomie und Digitalisierung an der WU Wien, eine der Kernaussagen zusammen.

Saisonaler Effekt

Die indirekte Proportionalität der SARS-CoV-2-Fallhäufigkeit mit hoher Luftfeuchtigkeit und ebensolchen Temperaturen würde einen saisonalen Effekt nahelegen. Der Entspannung im Sommer folge dann jedoch ein Wiederaufflammen, sobald Temperaturen im Herbst und Winter erneut sinken. Impffortschritt, Eindämmungsmaßnahmen und Auftreten infektiöserer Virusvarianten müssen hierbei natürlich ebenfalls berücksichtigt werden.

Die internationale Studie, an der auch das IIASA in Laxenburg in Niederösterreich beteiligt war, bediente sich eines statistischen Schätzverfahrens, die Forscher regressierten den Logarithmus der bestätigten Covid-19-Fälle pro Million Einwohner in einem Land auf die Entfernung des Landes vom Äquator und kontrollieren dabei wichtige Einflüsse wie Bevölkerungsdichte, Flugreisen, Verkehrsdichte, Einkommen, Testintensität, Gesundheitsausgaben und Altersstruktur, hieß es in einer Aussendung der WU. So konnte aufgezeigt werden, mit welchem Prozentsatz die kumulierte Anzahl der Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie mit der Nähe zum Äquator abnehme.

Klima und Immunsystem

Demnach weist ein Land, das 1000 Kilometer näher am Äquator liegt, durchschnittlich 33 Prozent weniger Fälle pro Million Einwohner auf. Die Korrelation von Krankheit und Klima konnte bereits im April 2020 im Preprint der Studie gezeigt werden und wurde nun mit den Daten bis Jänner 2021 bestätigt. Der genaue zugrunde liegende Mechanismus könne mit den Daten der Autoren jedoch nicht eindeutig gezeigt werden. Denkbar seien unterschiedliche Wirkungskanäle, wie ein direkter klimatischer Effekt auf die Ausbreitung des Virus, oder ein indirekter Effekt, nachdem das Immunsystem im Winter anfälliger für Infektionen ist, oder auch ein indirekter Effekt über das Verhalten der Menschen, die im Sommer weniger Zeit in geschlossenen Innenräumen verbringen, in denen die Ansteckungswahrscheinlichkeit jedoch höher ist.

"Je näher am Äquator, desto höher sind tendenziell die Luftfeuchtigkeit, die Temperaturen und die Intensität der UV-Strahlung. Dies zu wissen ist wichtig, um entsprechende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Covid-19-Virus zeitlich optimal zu planen. Unsere Ergebnisse bedeuten insgesamt jedoch nicht, dass Länder, die näher am Äquator sind, gar nicht von der Pandemie betroffen sind oder das Virus im Sommer ganz verschwinden wird", hielt Prettner fest. Wie sich die Covid-19-Pandemie im Sommer entwickeln wird, hänge auch von weiteren Variablen ab, die in der Studie nicht miteinberechnet werden konnten, dazu zählen auch die neuen Varianten und Mutationen von SARS-CoV-2.

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Danke für Ihr Verständnis.

lombok
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Österreich lewgt 5200 km vom Äquator entfernt

Hm 🤨😄

Industriefreund
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Vergleich

... durchschnittlich 33 Prozent weniger Fälle pro Million Einwohner ...

... im Vergleich zu??? Norwegen, Europa, USA, Tadschikistan ???

Amadeus005
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USA alleine hat schon 3000 km im Land selbst

Naja…

AstridKrasser
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im Vergleich zu 1000km weiter weg....

das wird kaum Norwegen sein:)

Miraculix11
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Ich liebe solche Studien

"Je näher am Äquator, desto höher sind tendenziell die Luftfeuchtigkeit, die Temperaturen und die Intensität der UV-Strahlung".
Und niemandem fällt auf "desto geringer die Bevölkerungsdichte" denn wer will da schon gerne leben?

wirklichnicht
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Singapur liegt am Äquator

und die Bevölkerungsdichte ist viel höher als in Österreich. Und auch die brasilianische Millionenstadt Manaus liegt am Äquator und dort hatten sie die schlimmsten Corona-Problem überhaupt.

Church-Hill
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Und zu dieser Erkenntnis

braucht man Wissenschafter?

erstdenkendannsprechen
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sie können immer mal was behaupten oder meinen zu "erkennen"

das ist dann noch lange keine wahrheit, sondern eine beobachtung. und wissenschaftler versuchen der wahrheit nahe zu kommen: sie belegen beobachtungen mit daten und stellen eine these auf - und diese these wird dann einem wissenschaftlichen diskurs gestellt - und bestätigt oder widerlegt.
so funktioniert wissenschaft nun einmal. würde sie es nicht, würden wohl viele noch immer glauben, die erde ist eine scheibe. oh - wait....

AstridKrasser
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Aus Therorien

werden sichere Erkenntnisse oder die Theorien werden verworfen.
So gesehen; ja, dafür braucht man Wissenschafter..

e8560e709a6d235474316d52b35b61a5
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Offensichtlich

Ursprünglich weltweit anerkannte Fachleute sagen das schon lang

checker43
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Der

Huaber-Franz sagte das auch. Aber eine Behauptung ist noch keine wissenschaftliche Theorie.