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Nachhaltige ErnährungUnsere Zukunft wird sich am Fleischessen entscheiden

Der deutsche Sozialwissenschaftler und Buchautor Thilo Hagendorff erklärt, was Veganismus zur nachhaltigsten Form der Ernährung macht, was der Verzicht auf Fleisch mit dem Weltfrieden zu tun hat und wie uns die Tricks der Tierindustrie zu mitleidlosen Konsumenten machen.

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Mahlzeit! Menschenrechte, Umweltschutz und Tierschutz hängen essenziell zusammen, das muss man beim Fleischessen bedenken. © (c) puhhha - stock.adobe.com (Ihor Pukhnatyy)
 

Als Ethiker kommen Sie in Ihrem neuen Buch „Was sich am Fleisch entscheidet“ zur Erkenntnis, dass die nachhaltigste Form der Ernährung die vegane ist: ökologisch, sozial und politisch. Überspitzt formuliert: Ohne Veganismus kein Weltfriede?
Thilo Hagendorff: So würde ich es nicht sagen. Aber die empirische Forschung zeigt, dass jene psychologischen Mechanismen, die uns fähig machen, zu akzeptieren, dass Tieren in der Massentierhaltung Gewalt angetan wird – und zwar systematisch, industriell organisierte Gewalt –, auch dazu führen, dass zwischenmenschliche Formen von Diskriminierung und Herabwürdigung akzeptiert werden. Hier gibt es einen unmittelbaren Zusammenhang. Wenn wir es schaffen, zu einem anderen Verhältnis zu Tieren zu kommen, führt das automatisch dazu, dass wir zwischenmenschlich einen respektvolleren, friedlicheren Umgang pflegen können.

Kommentare (67)
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scionescio
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Dann werden wir auch nicht umhinkommen, einen neuen Typ Menschen zu konstruieren/erschaffen ...

... aktuell sind wir als Omnivoren gebaut und dazu gehört auch (eine geringe Menge Fleisch) - und daran wird sich auch die nächsten paar Tausend Jahre nicht viel ändern.

Wir sind keine Carnivoren wie viele Raubtiere oder zB unsere Katzen und können uns daher mit vorwiegend pflanzlicher Nahrung gesund und ausgewogen ernähren, aber bevor ich mir daheim aus dem Chemiebaukasten die Nahrungsmittelergänzungen zusammenmische, gönne ich mir lieber alle heiligen Zeiten ein herrliches Steak vom BIobauern meines Vertrauens - und das ganz ohne schlechtes Gewissen, weil ich akzeptiere, dass mich die Natur eben so geschaffen hat, wie ich bin - deshalb sind für mich auch angebliche Tierliebhaber, die ihren Katzen veganes Futter geben, schwachsinnige Tierquäler!

Dass Massentierhaltung, unnötige Tiertransporte, Tierquälerei bei den Schlachtungen, etc. verabscheuungswürdig und unangebracht sind, steht dabei natürlich völlig außer Frage!

Meinermeinung
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@scionescio, eigentlich wie immer bei ihnen, meine volle Zustimmung.

Mir kann niemand erzählen, dass er nicht lieber gesundes, natürlich gewachsenes Fleisch verwendet, als jenes aus Massentierhaltung unter Einsatz großer Mengen Antibiotika.
Warum kaufen dann Menschen Massentierhaltungsfleisch? Nur ein Prozent des verzehrten Fleisches weltweit kommt nicht aus Massentierhaltung. Der Beweggrund kann nur der Preis sein!
Das Problem ist dadurch nur durch den Preis regelbar. Fleisch aus Massentierhaltung muss genau gekennzeichnet sein und Fleisch, welches aus Bio-Landwirtschaft, unter artgerechter Haltung gewonnen wird gehört massiv gefördert um auch für Kleinstverdiener manchmal leistbar zu sein.
Dadurch würde sich die Massentierhaltung von selbst erledigen. Billigprodukte aus dem Ausland müssten höher besteuert werden.
Das alles ist aber Zukunftsmusik und müsste europaweit geschehen und so lange die Pharmakonzerne tausende Tonnen an Antibiotika an die Massentierhaltungsbetriebe und Tierärzte verkaufen wird sich nicht viel ändern und an die Vernunft der Menschen glaube ich nicht mehr. Den letzten Glauben daran hat mir Corona genommen, wenn ich sehe wie sich die Menschen verhalten.

Meinermeinung
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Fortsetzung:

Ich muss nichts selber schreiben.
Jedes Wort meine Zustimmung zu RWR:

Rot-Weiss-Rot
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@scionescio, eigentlich wie immer bei ihnen, meine volle Zustimmung.

Mir kann niemand erzählen, dass er nicht lieber gesundes, natürlich gewachsenes Fleisch verwendet, als jenes aus Massentierhaltung unter Einsatz großer Mengen Antibiotika.
Warum kaufen dann Menschen Massentierhaltungsfleisch? Nur ein Prozent des verzehrten Fleisches weltweit kommt nicht aus Massentierhaltung. Der Beweggrund kann nur der Preis sein!
Das Problem ist dadurch nur durch den Preis regelbar. Fleisch aus Massentierhaltung muss genau gekennzeichnet sein und Fleisch, welches aus Bio-Landwirtschaft, unter artgerechter Haltung gewonnen wird gehört massiv gefördert um auch für Kleinstverdiener manchmal leistbar zu sein.
Dadurch würde sich die Massentierhaltung von selbst erledigen. Billigprodukte aus dem Ausland müssten höher besteuert werden.
Das alles ist aber Zukunftsmusik und müsste europaweit geschehen und so lange die Pharmakonzerne tausende Tonnen an Antibiotika an die Massentierhaltungsbetriebe und Tierärzte verkaufen wird sich nicht viel ändern und an die Vernunft der Menschen glaube ich nicht mehr. Den letzten Glauben daran hat mir Corona genommen, wenn ich sehe wie sich die Menschen verhalten.

Wiener58
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Jedem das Seine,

für mich steht fest wen ich mir im Supermarkt die Zutatenliste der diversen Veganen Produkte ansehe bleib ich dann doch lieber beim Milchprodukt vom Tier.

Ulfi_Hautberget
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Zutatenliste

Stimmt, wenn man sich die Zutatenlisten von diesen neumodernen veganen Produkten wie Kartoffeln, Pilzen, Bohnen, Nüssen, Karotten etc. ansieht, kann man es wirklich mit dem Schrecken zu tun bekommen...

Rot-Weiss-Rot
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@Wiener58, das ist bei vegetarischen Lebensmitteln nicht anders wie beim Fleisch.

Fertigprodukte haben meist nicht jene Qualität. Die eingelegten Schnitzel vom Hof..... haben nicht jene Qualität wie ein Qualitätsschnitzel selbst gewürzt und zubereitet.
Allerdings habe ich vor ca. 3 Wochen im TV eine Sendung gesehen, da haben vegetarische, fertige Schnitzel gar nicht so schlecht abgeschnitten.
Ich bin kein Veganer, sondern Vegetarier und auch ich esse Milchprodukte, allerdings auch nur aus keiner Massenhaltung. Heumilch aus Bio-Landwirtschaft ist absolut gut!
Was allerdings in der Massenmilchwirtschaft mit den Kühen aufgeführt wird bringt mich zum Weinen. Frisch geborene MÄNNLICHE Kälber werden einfach geschreddert (auch manchmal lebend!) und der Tiernahrung zugeführt. Die Kühe haben so große Euter, dass sie nicht mehr gehen können und Sonnenlicht, oder Regen kennen die Tiere nicht. Das alles NUR wegen dem Konsumenten, da er nicht bereit ist ein wenig mehr zu bezahlen. Hauptsache ein Urlaub am Meer ist d'rinnen.

styriart
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Würden Sie

sich die Liste der Medikamente und des Futters ansehen, dass ihre Fleischprodukte erhalten, wären Sie sogleich wieder beim veganen Produkt ;) Da reden wir noch gar nicht vom ethischen Standpunkt der industriellen Massentierhaltung...

blauesbluat
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Energieverschwendung

Was würde sich die Welt an Energie sparen würden die Medien Ihre Server abdrehen.

GordonKelz
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Kann dem für die Zukunft viel abgewinnen...

Allein in den nächsten 100 Jahren wird sich
viel verändern!
Gordon Kelz

Civium
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Wie sich in Jahrhunderten vor uns auch

viel verändert hat!
Wie recht sie haben, zum Beispiel, Hildegard von Bingen legte eine tote Maus zwischen die Schulterblätter eines Fieberkranken um das Fieber zu senken!

ichbindermeinung
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klimaschädliches EU-Mercosurabkommen verbieten u. Palmöl

Österr. könnte das klimaschädiche EU-Mercosurabkommen und das regenwaldschädliche Palmöl für Österreich verbieten

Rot-Weiss-Rot
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@ichbindermeinung, ich bin auch deiner Meinung! 😊

Wir wären da aber wieder bei Verboten und viele Menschen, auch hier im Forum, sprechen sich gegen Verbote aus. Eine Möglichkeit wäre auch Palmöl als Produktzusatz explizit kennzeichnen zu müssen und nicht irgendwo im Kleingedruckten zu vermerken.
Soweit ich weiß, kauft jedoch DE massenhaft Palmöl und es dem Diesel beizumengen.
Das sind Zahlen, die können wir gar nicht "veressen."

Civium
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Wir sollten so essen wie die NATUR es für uns

vorgesehen hat ,am besten wie unsere Vorfahren in der Steinzeit nur zu moderneren Zeit abgeschliffen.

Das teuerste Lebensmittel in der Steinzeit war Fleisch , um es endlich am Spieß zu haben, streiften die Herren der Schöpfung tagelang durch die Wälder um einen Bock zu erlegen.
Der Fleischanteil in Ihrer Nahrung war bescheiden und trotzdem haben Sie es geschafft Ihre Art zu erhalten, sonst müssten wir uns heute nicht den Kopf darüber zerbrechen.

Wir sollten weniger Fleisch essen , aber nicht darauf verzichten und wenn dann nur gesundes im gesunden Umgang mit Tieren erzeugtes Fleisch, dass auch etwas teurer sein darf!

Rot-Weiss-Rot
2
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@Civium, sorry das Wort "erzeugen" schmerz mich in verbindung mit Fleisch und Tieren.

Genauso wie der Ausspruch "Nutztier". Das sind Bezeichnungen die, einem Lebewesen einen geringschätzigen Beigeschmack gibt und auch der Grund, dass Fleisch einfach nicht wertgeschätzt wird. Erst wenn der Mensch wiedererkennt, wie wertvoll Tiere für ihn sind und das Stück Fleisch auch wertschätzt, wird sich das Verhalten ändern. In Vietnam werden Hunde als "Nutztiere" bezeichnet, Wenn wir sehen wie dort Hunde brutal erschlagen werden, Schlangen lebendig die Haut abgezogen wird, sind wir erschüttert und sehen zu wie Schweine in Massentierhaltung über tote Artgenossen steigen und sich selbst auffressen.
Die Pensionistin in Wien gibt hunderte Euro für ihr Hunderl aus und kauft Massentierhaltungsfleisch beim Penny.
Das Verhalten der Menschen wird sich nicht ändern, da die Verbindung zum Fleisch fehlt. Vakuumiert und ausgelöst ist das auch schwer.
Ich glaube es geht nur über die Politik. Förderungen für Bio-Bauern und höhere Besteuerung für Massentierhaltungsproduckte.
Von selbst ändert sich der Mensch nicht. - Beispiel Corona!!!!

Civium
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Von Nutztieren hab ich nichts geschrieben und ich und

Sie war scheinlich auch gezeugt worden!
Wie sollten wir es dann nennen, erschaffen oder wie!

Wenn die Oma für ihr Hunderl ein Packer Faschiertes kauft , so sollten wir es ihr nicht verbieten.
Hunde zu einen Vegetarier zu erziehen, verbietet die Natur , auch das wäre Tierquälerei!

informieren_ist_besser
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@Civium, ich glaube sie haben den Kommentar von RWR nicht verstanden!

Zwischen "erzeugt" und gezeugt" ist wohl ein Unterschied.
RWR hat auch nicht geschrieben, dass sie "Nutztiere" verwendeten, sondern diesen Ausdruck als zusätzliches Beispiel angeführt.
Statt "erzeugen" würde ich "gewinnen" verwenden. Das würde auch zutreffender sein.
"Erzeugen" kommt noch aus der Zeit, wo das Tier als Ware bezeichnet wurde, doch das ist seit 2000 vorbei!
Bezüglich Hunderl war mit "Geld ausgeben" nicht das Fressen des Tieres gemeint, sondern Kosten für Tierarzt, Vitaminprodukte usw.. Das sollte ihnen aber bekannt sein, da es darüber Studien gibt.

Civium
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Sind wahrscheinlich!

Korrektur!

VH7F
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OMG, neue "Gutmenschen" vulgo Essenssektierer bekommen Platz in der Zeitung

Mit Verbotsexzessen werden wir nicht die Welt retten.

Rot-Weiss-Rot
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@VH7F, nachdem du kritisierst, bist du ein "Schlechtmensch"?

Lass' dir weiterhin dein Schnitzerl von gequälten Tieren aus Massentierhaltung schmecken. Es ist so wie bei Corona. Ohne Verbote und Verordnungen geht es nicht, da die Menschen einfach zu blöd sind die Wahrheit zu erkennen.
Wenn das so wäre, müssten wir hier nicht schreiben, da jeder die Bilder aus der Massentierhaltung kennt und munter weiter gegessen wird. Hauptsache billig und das A....-Gütesiegel. Das Gütesiegel der „bedenkenlos zu essenden“ Tiere aus Massentierhaltung.
Ich bin zwar Vegetarier, habe aber kein Problem, wenn Fleisch gegessen wird, wenn das Tier artgerecht gehalten und "human" getötet wurde. Von den grausamen Tiertransporten abgesehen.
Zusammengefasst: Gutes Fleisch aus artgerechter Tierhaltung ein klares "JA". Alles andere ist Tierquälerei und auch ungesund und schmeckt nicht. Weniger, dafür hochwertig, bedeutet gesünder und weniger Tierleid. Welche Argumente sind noch notwendig? Vielleicht das Problem der multiresistenten Keime? In Österr. werden 60 Tonnen Antibiotika jährlich benötigt und in DE sind es 700 Tonnen die die Pharmaindustrie an Tierärzte ausliefert. - MAHLZEIT!

Civium
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Gebe Ihnen recht, nicht verbieten!

Wir sollten aufhören wie Wölfe oder Löwen Fleisch zu fressen, nein ganz einfach reduzieren, das ist die Lösung!

melahide
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Natürlich

Leider ist das alles ein riesiger Wirtschaftszweig wo es auch nur darum geht, Gewinne zu maximieren. Das heißt: Die Tiere so eng wie möglich einsperren (und da gibt es Bauern die sich beschweren, dass der Tierschutz vorsitzt, dass proSchwein 1 qm Platz sein muss), billigst füttern (und das geht meist über Soja aus Argentinien), mit einem billigen Transporter zum billigsten Großschlachthof damit der Kunde sein Schnitzerl dann um 90 Cent kaufen kann und sich freut ... Und bei 90 Cent pro Schnitzel bleibt für Handel, Transport, Schlachthof, Aufzucht usw. auch noch was über ...

Das gehört dringend geändert. Der damalige "Sonntagsbraten" wäre schon wieder ein erstrebenswerter Zugang. Weniger Fleisch essen, das sollte dann dafür aber aus artgerechter und würdiger Haltung kommen ...

paul.lang
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Wie schräg ist das denn....!

Pflanzen essen für den Weltfrieden..ich denke, dazu braucht es viel mehr als solche abstruse Ansagen... diese paar Prozent Veganer mögen endlich aufhören, die restlichen 97 % der Bevölkerung mit immer komischeren Ansagen zu bekehren..... ich lade diese kleine Minderheit ein, dass sie im Sommer unsere Almen und Weiden abgrasen um unsere millionenfach geliebte Kulturlandschaft zu erhalten. Die Rindviehhaltung wird durch solche Typen ein rasches Ende finden....

freeman666
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Auch wenn man die Hälfte aller Menschen zu Veganern macht,

wird sich die Menschheit in wenigen Jahrzehnten verdoppeln.
Amüsante Rechnung, bei der Annahme, dass dann die Hälfte aller Menschen vegan lebt.
Der einzig aktive und wirksame Umweltschutz wäre den Zuwachs der Erdbevölkerung zu reduzieren.
Aber das ist genauso unwahrscheinlich, wie aus der Hälfte der Erdbevölkerung Veganer zu machen.
Und wenn wer glaubt, dass Massenanbau von Sojabohnen, Reis und Co. umweltfreundlich ist, der ist zu bedauern.
Das einzige was wirklich gleich machbar wäre ist den Lebendtiertransport massiv einzuschränken, dann haben wenigstens die Tiere was davon. (und minimal die Umwelt)

paulrandig
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Soja etc.

Wenn wir Pflanzen anbauen um sie zu essen brauchen wir nur ein Zehntel davon im Vergleich zum Anbau von Pflanzen um damit Tiere zu füttern, die wir dann essen.

VH7F
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Die Menschheit wird sich nicht mehr verdoppeln, bei 10-11 Mrd ist Schluss

Das kann man recht gut voraus berechnen. Die Landwirtschaft kann diese Menge auch ernähren.

freeman666
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@VH7F

Ja, das erkennt man am allerbesten bei den Kindern aber auch Erwachsenen die täglich verhungern!
Laut UNICEF: Alle 13 Sekunden stirbt ein Kind an Hunger.

beneathome
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Fleisch und Lebensmittelindustrie

War historisch schon immer ein korrumpierter Bereich. Die internationalen Diskonthandelsketten haben dies noch einmal verstärkt. Sie führen uns ewig an der Nase rum und verdienen sich dumm und dämlich. Und die Medien spielen schöne Werbeeinschaltungen ab mit ihrem lieben Schweinchen und dem Bauer und alles ist wieder gut und vergessen.
Die wachsende Wohlstandsgesellschaft wird es nicht schaffen die Last unsere Wohlstandes augeglichen zu verteilen

Wambacher
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Philosophieren = spekulieren?

"Ich bin kein Philosoph, ich spekuliere nicht...." . Philosophieren = spekulieren? Aber Hallo, Herr Hagendorff!

beatl
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Auf den Almen

weidet kein einziges Tier, wenn der Tierhalter keine Möglichkeit hat, Geld damit zu verdienen. Wobei ich teile absolut die Kritik an industriellen Großschlachthöfen wo jeder Arbeiter stundenlang die gleiche Tätigkeit verrichtet.
Mir sind dezentrale Fleischereien lieber, in denen das Tier von der gleichen Person geschlachtet und aufgearbeitet wird. Hier wird das Schlachten noch mit Respekt und Ehrfurcht vorgenommen.
Leider sind einige Falschbehauptungen im Interview vorhanden.
Schlachttiere werden in der Regel nicht tausende Kilometer weit transportiert, weil es sich auch nicht rentiert. Dies sind meist Masttiere, weil krankerweise die Aufzucht im Ausland billiger ist und sich der Konsument dadurch beim Schnitzelverzehr EUR 0,2 sparen kann. Got sei Dank gibt es hier mittlerweile Initiativen, die eine Mast im Inland auch für den Landwirt rentabel machen sollen.
Weiters ist den Landwirten der Tierschutz immens wichtig. Trotzdem ist es Realität, dass der Landwirt am Ende des Tages auch Geld verdienen will udn muss (interessanterweise wird den Landwirten das von den missionarischen Teilen der Fleischverweigerer als Vorwurf präsentiert). In Österreich herrscht weltweit der höchste Tierschutzstandart. Für Leute die dies nachlesen wollen, sei der Verein "Land schafft Leben" ans Herz gelegt.
Die Diskrepanz entsteht im Spannungsfeld Tierschutzstandarts (was halt leider auch Geld kostet) und Geiz-ist-Geil-Mentalität im Konsum.

Flogerl
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Was für ein gutgläubiger Schwachsinn !!!

Dann google mal "Österreich Kälber Libanon" und lies dir die Artikel gut durch. Und vor allem schau dir die Bilder und die Videos dazu an. Und die Landwirte, die der Tierschutz immens wichtig ist, kann ein Volksschüler zählen. Auch darüber gibt es genügend Material, welche das Gegenteil beweisen. Das einzige, wo ich dir Recht gebe, ist die oft strapazierde Phrase mit dem Geiz. Dabei wär der gar nicht nötig. Wenn die Menschen weniger Fleisch essen würden, was sowieso wesentlich gesünder wäre, könnten sie sich auch teureres Fleisch leisten, wodurch Geiz überflüssig wäre. Aber wie schon im Artikel wahrheitsgemäß angeführt: Dann kauf ich mir ein teures Fleisch vom heimischen Bauer, welches in Wahrheit den gleichen Industrieschlachtprozess durchläuft wie alle anderen. Findest den Fehler ?

beatl
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Sinnerfassend lesen

würde helfen. Die Transporte in den Libanon sind Gott sei Dank nicht die Regel, sondern die kranke Ausnahme, die mir durchaus bewusst ist. Trotzdem ist es nur ein kleiner (aber trotzdem zu großer) Prozentsatz auf den das zutrifft. Ursache siehe letzter Satz.
Tierschutz ist den Landwirten schon deshalb wichtig, weil es Fakt ist, dass Tiere die gequält und schlecht gehalten werden, keine Leistung erbringen (klingt grausig, ist aber so). Ein schlecht gehaltenes Masttier, hat massiv geringere Tageszunahmen, eine schlechtere Schlachtkörperqualitat (Bezahlungskriterium) und einen kleineren Anteil an hochwertigen Fleischstücken. Eine schlecht gehaltene Milchkuh hat bei gleicher Genetik massiv schlechtere Milchleistungen als eine gut Gehaltene.
Man muss nur insofern etwas Verständnis haben, weil gebaute Gebäude für die Tierhaltung natürlich große Kosten verursachen und in den letzten 25 Jahren das Bewusstsein im Tierschutz massiv gestiegen ist. Schauen Sie sich aktuelle Stallbauten an. Viel Luft, viel Platz, Liegeflächen die wirklich komfortabel sind. Aber natürlich verursacht das massive Mehrkosten. Trotzdem ist es so, dass ich keinen Landwirt kenne (und ich kenne sehr viele) dem der Tierschutz nicht am Herzen liegt.

Flogerl
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Sich erkundigen ...

würde helfen. Ich hab einige Male mit Leuten (Einheimische wie Urlauber) in Trget gesprochen. Die Lebentiertransporte (vor allem Kälber) mit dem Schiff sind dort die Regel. Je nach Windrichtung hört man tagelang das Schreien der Tiere. Vor Ort stellte ich viele Anliefer-LKW aus Österreich fest. Und das geht das ganze Jahr über. Abgesehen von den grausamen Transporten die über Bergheim nach Vic. Soviel zu Ausnahmen !!! (transportestoppen. vgt .at/). Und so ergeht es jährlich zehntausenden ÖSTERREICHISCHEN Tieren.

Damit eine Kuh wirtschaftlich gesehen genug Milch gibt, muss sie jedes Jahr ein Kalb zur Welt bringen. Was machen wir aber mit den männlichen unter ihnen ? Diese Kälber sind ein ungewolltes Nebenprodukt der Milch-, und Käseproduktion – dementsprechend ist auch der Umgang mit ihnen. Und jetzt fehlt nur noch die Ansage: Ja das haben die werten Bauern ja nicht gewußt ! Soviel zur tierliebe der Herrschaften !

Schönen Tag noch !

beatl
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Kälber

sind kein ungewolltes Nebenprodukt. Der überaus größte Teil wird in Österreich gezüchtet, aufgemästet und auch geschlachtet. Wie gesagt, der kleine Prozentsatz (in Absoluten Zahlen trotzdem eine Menge) auf den diese Exporte zutreffen sind trotzdem nicht zu akzeptieren und es gibt Initiativen dies zu ändern. Abgesehen davon sind auch auf den Schiffen die Tiere aus Österreich in der absoluten Minderheit (Erkennbar an den Ohrmarkennummer). Das heisst nicht, dass ich das gutheisse, sondern dass ich eine falsche Darstellung nicht akzeptiere.
In Österreich wird hauptsächlich Fleckvieh eingesetzt. Dies ist eine zweinutzungsrasse und gibt im ausgwogenen Verhältnis Milch und Fleich. Die Stierkälber werden in der Regel in Österreich an einen österreichischen Bauern weiterverkauft oder auf dem Geburtsbetrieb fertig gemästet.
Man kann das mangels besseren Wissens als Märchen abtun, oder einfach die Realität akzeptieren.

Ragnar Lodbrok
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Leider - stimmt es ...

25% aller Treibhausgase - entstehen bei der Fleisch"produktion" (wenn man es so nennen will) durch Methangase der Rinder...
Wenn man bedenkt, daß durch den Verkehr nur ca 13% entstehen dann merkt man die gigantischen Außmaße.
In diesem Fall wäre weniger sicher mehr...

loeffler93
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Bitte weiter denken!

Die Natur ist ein Kreislauf. Die Tiere können nur so viel CO2 bzw. Methan produzieren, als vorher über das Futter zugeführt wird. Dieses wurde vorher von den Pflanzen überwiegend aus der Luft assimiliert.
Circa die Hälfte der weltweiten landwirtschaftlichen Kulturfläche ist Grünland, größtenteils nicht ackerfähig. Wenn das Gras nicht als Futter genutzt wird, verrottet es und es entsteht auch CO2.
Wirklich klimaschädlich ist der Kohlenstoff, welcher nach Jahrmillionen aus der Tiefe geholt und zusätzlich zusätzlich in den Kreislauf eingebracht wird.
Nur der totale Verzicht auf fossile Energieträger kann das Klima retten.

beatl
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Zahlen

Zahlen für Österreich:
THG-Emissionen Landwirtschaft 10 %
THG-Emissionen Verkehr 30 %
Nachzlesen beim Umweltbundesamt
https://images.app.goo.gl/ts3VFiwbbKNJjFyy7

Entwicklung der Treibhausgasemisionen 1990 bis 2017
Verkehr +72 %
Landwirtschaft - 13,3 %

RonaldMessics
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Er hat....

....den Nagel auf den Kopf getroffen.

Flogerl
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Wie du....

.... an den Rotstrichlern erkennen kannst, sind halt viele "tierliebende" Landwirte hier !!!!

Raila
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Bauernhasser

Sie sind wohl ein bekennender Bauernhasser??
Die Lebensmittel kann man ja bei Billa kaufen und die Landschaft pflegt sich von selbst

RonaldMessics
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@Raila

Ne, bin ich nicht, aber gegen jede Form der Massentierhaltung und ein Befürworter der artgerechten Haltung.

RonaldMessics
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@Floperl

Ich glaube eher, dass sich sehr viele gegen Veränderungen sind, die sie selbst treffen würde. Es gibt zu viele, die das Ändern nur den Anderen zumuten wollen.

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