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Biogärtner Karl PlobergerCheckliste für den Start ins Gartenjahr

Es riecht nach Frühlingsbeginn. Die Checkliste soll helfen, dass der Start gelingt und das Gartenjahr einzigartig wird.

© (c) Alexander Raths - stock.adobe.com (Alexander Raths)
 

Die ersten milden Tage haben es gezeigt, die Natur ist bereit für ihren großen Auftritt. Wer die folgenden Regeln beachtet, ist nicht nur auf der sicheren Seite, sondern kann sich auch auf einen besonderen Gartenstart freuen.

Erde lockern.
Damit die Winterfeuchte im Boden bleibt, sollte nur die Oberfläche leicht gelockert werden. So wird die Verdunstung eingeschränkt. Das gilt sowohl in den Gemüsebeeten als auch in den Staudenbeeten. Beim Lockern vorsichtig sein, damit die kleinen Staudentriebe nicht verletzt werden. Danach gleich eine dünne Schicht Kompost auftragen.

Telefonstunde am 9. März

Tipps vom Biogärtner:
Alles, was Sie über das Garteln wissen möchten - Karl Ploberger hat die Antworten. Fotos und Videos von "Problempflanzen" bitte vorab an sonntag@kleinezeitung.at
Dienstag, 9. März, von 15 bis 16 Uhr.
Tel. 0815/200107


Laubmulch belassen.
In vielen Beeten liegt (hoffentlich) noch das Herbstlaub. Diese „Unordnung“ ist der Schlüssel für weniger Mühe im Garten, denn der Mulch hält die Feuchtigkeit im Boden und schafft Unterschlupf für viele Nützlinge. Laufkäfer als Schneckenjäger sind dort. Wird Kompost verteilt, dann nur dünn aufstreuen und nicht alles zudecken.

Gemüseanbau.
Viele Gemüsepflanzen, wie Salate, Kohlrabi oder Porree, können schon gepflanzt werden. Gesät werden Radieschen, Mairüben, Karotten. Mit den Steckzwiebeln noch ein wenig warten, ist es nämlich noch einmal sehr kalt, dann kann es sein, dass sich keine Zwiebeln, sondern Blüten bilden.

Kräuterbeete anlegen.
Viele der würzigen Pflanzen sind extrem robust. Die mediterranen Kräuter, wie Thymian, Salbei und Rosmarin sind weitgehend kältefest. Aber auch Schnittlauch und Petersilie (als vorgezogene Pflanzen) kommen schon ins Freie. Beim Säen von Petersilie noch zuwarten. Pflanzen bei Frost mit Vlies schützen, sie sind oft beim Kauf wenig abgehärtet.

Baumscheiben anlegen.
Bei Obstgehölzen sollte der engere Wurzelbereich immer frei von Rasenbewuchs sein. Dort lockert man die Erde, gibt Kompost und Dünger hin und mulcht mit Rasenschnitt oder einer Gartenfaser. So baut sich Humus auf und der Boden bleibt locker.
Kübelpflanzen ins Freie. Viele der robusten Kübelpflanzen wie Hanfpalmen, Oliven, Gewürzlorbeer und auch der Oleander kann man schon ins Freie holen. Allerdings beachten, dass sie bei extremer Kälte Schutz benötigen.
Krankheiten abwehren.
Damit Obstbäume gesund bleiben, sollte man die sogenannte Austriebspritzung durchführen. Es gibt sie fertig im Handel. Ich gebe noch etwas Netzschwefel und Mikroorganismen dazu. Tropfnass an einem sonnigen, trockenen Tag sprühen. Die Sprühflüssigkeit muss eintrocknen.

Rasen pflegen.
Vorweg, die richtige Pflege beginnt nicht mit dem Vertikutieren. Mit einem Laubbesen werden vertrocknete Teile sanft ausgerecht, dann gleich düngen und eventuell einen Bodenaktivator streuen. Erst wenn der Rasen mindestens einmal gemäht wurde, wird vertikutiert und nachgesät. Die Schnitthöhe: fünf Zentimeter. Das hilft bei Trockenheit und reduziert den Unkrautwuchs.


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