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HeringsschmausWorauf man beim Fisch-Einkauf achten sollte

Der Heringsschmaus am Aschermittwoch läutet traditionell die Fastenzeit ein. Doch wie ist der Fischgenuss mit gutem Gewissen möglich?

© (c) Lumixera - stock.adobe.com (HETIZIA_ChLesjak)
 

Ob mit Erdäpfeln oder Roter Beete - der Heringsschmaus läutet bei vielen die Fastenzeit ein. Doch, für welchen Fisch sollte man sich entscheiden, damit man ihn auch wirklich ohne schlechtes Gewissen genießen kann?

Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich empfiehlt Bio-Fisch aus heimischer Zucht: "Karpfen, Saibling oder Forelle aus Österreich sind hinsichtlich Frische, Qualität und kurzer Transportwege unschlagbar. Wer Meere und das Klima entlasten will, trifft damit die beste Wahl", erklärt WWF-Fischereiexperte Axel Hein.

Damit Konsumenten spielerisch ein Gefühl dafür bekommen, welche Auswirkungen ihre Kaufentscheidung beim Fisch auf das Klima hat, bietet die Organisation einen so genannten "Flossenabdruck"-Rechner.

Unter www.wwf-finprint.org wählt man Fisch-, Fang- und Transportarten – Informationen, die auf den Produktverpackungen verpflichtend anzugeben sind, dann werden die verursachten CO2-Emissionen werden automatisch berechnet.

Kaufempfehlung

Der WWF empfiehlt:

  1. Kaufen Sie Fisch aus Österreich.
  2. Kaufen Sie Bio, MSC oder ASC zertifizierten Fisch.
  3. Kaufen Sie Fisch, der im Fischratgeber empfohlen wird.

Garnelen oder Karpfen?

„Mit Grundschleppnetzen gefangene tropische Garnelen sind um ein Vielfaches klimaschädlicher als der Karpfen aus dem Waldviertel. Zudem sind 34 Prozent der weltweiten Meeresfischbestände überfischt und 60 Prozent bis an nachhaltige Grenzen befischt. Der Griff zu regionalen Produkten ist daher doppelt umweltfreundlich“, sagt Hein.

Wer trotzdem nicht auf Meeresfisch wie den traditionellen Hering verzichten will, entscheidet sich besser für zertifizierte Produkte als für konventionelle. Denn vor allem die 90 Prozent nicht zertifizierten Fischereien verursachen den größten Raubbau an den Weltmeeren.

MSC-, ASC-Siegel und Bio-Zertifikat

Für Wildfisch bietet das MSC-Siegel derzeit noch die beste Orientierungshilfe. Das ASC-Siegel kennzeichnet Fisch und Meeresfrüchte aus verantwortungsvoller Zucht. Den höchsten Umweltstandard garantieren Bio-zertifizierte Zuchtprodukte.

Fisch-Empfehlungen abseits von Gütesiegeln finden Konsumenten im beliebten WWF Fischratgeber. Das Online-Nachschlagewerk bewertet über 60 Arten nach dem einfachen Ampelsystem: „Grün steht für eine gute Wahl, Gelb eingestufte Fische sollten zweite Wahl sein und von Rot bewerteten Arten lässt man lieber die Finger“, erklärt Hein. Der Ratgeber ist für mobile Endgeräte optimiert und im Geschäft schnell bei der Hand. Fisch-Rezepte renommierter europäischer Köchinnen und Köche sowie unterhaltsame Geschichten über einzelne Arten runden das Web-Angebot ab.

 

 

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