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Assistenzhunde für psychisch Kranke"Lili hilft, wo die Schulmedizin versagt"

Assistenzhunde für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung sind noch immer eine Seltenheit. Lili ist so ein ganz besonderes Tier. Warum sie für ihr Frauchen Mirjam die beste Medizin ist und weshalb man sie bei ihrem Job nicht stören darf.

Wenn Lili ihre blaue Kenndecke trägt, ist sie im Dienst
Wenn Lili ihre blaue Kenndecke trägt, ist sie im Dienst © Privat
 

Oberflächlich betrachtet ist die 25-jährige Grazerin Mirjam eine normale junge Frau. „Ein blitzgescheites Mädel ohne körperliche Behinderung und gut in der Lage, ihren eigenen Haushalt zu führen“, wie ihre Mutter Barbara Gastgeber-Possert erzählt. Sie muss in dieser Geschichte für ihre Tochter sprechen, weil diese es nicht kann. Fremden gegenüber versagt Mirjam nämlich die Stimme. Mit Nähe, Kontakt, Berührung oder auch nur einem Foto von sich tut sie sich schwer. Im öffentlichen Raum fühlt sie sich schnell bedrängt, Bus und Straßenbahn hält sie nicht aus. Mirjam leidet seit ihrem 13. Lebensjahr an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) und an einer Sozialphobie - ein paar andere Plagegeister kommen noch hinzu. „Ein furchtbares Leben“, wie ihre Mutter mit Tränen in den Augen erzählt.

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