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Humor-Experte erklärt Internet-Scherze: Darf man über Corona lachen?

"Humor nimmt die negative Energie", sagt Humor-Experte und Mitbegründer der Cliniclowns Roman Szeliga.

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THAILAND-CHINA-HEALTH-VIRUS
© APA/AFP/MLADEN ANTONOV
 

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Rund um das Corona-Virus tauchen immer mehr Scherze auf. Darf man das?
Roman Szeliga: Humor ist ein Ventil, um ernstem Angelegenheiten die Schärfe zu nehmen. Corona ist ein gutes Beispiel dafür. Einerseits gibt es die Todesmeldungen undeine gewisse Panik, die allein schon hinterfragungswürdig ist. Andererseits entstehen auch sehr viele humorvolle Sachen, die der emotionalen Verarbeitung der Situation dienen. Humor verniedlicht die ernste Variante nicht, aber er nimmt die negative Energie.

Also sind Humor und Lachen eine Art Selbstschutz?
Roman Szeliga: Den meisten Humor gab es im und nach dem Krieg. Vor 60 Jahren haben wir drei Mal so viel gelacht als jetzt. Objektiv hätten wir aber heute mehr zu lachen, weil es uns besser geht und wir alles haben. Aber in dieser Zeit war der Humor die Methode, den Menschen zu zeigen: Denk positiv, lache drüber, dann kannst du es auch annehmen. Humor ist für mich wie ein Problem mit einem umgedrehten Fernglas zu betrachten – es wird kleiner.
Foto © Frank Helmreich

Zur Person

Roman Szeliga ist Arzt, Mitbegründer der Cliniclowns und Keynote-Speaker.
Neues Buch: Hirn mit Herz hat Hand und Fuß, Amalthea Verlag, 224 Seiten, 25 Euro.


Inwiefern kann schwarzer Humor helfen?
Roman Szeliga: Dieser Humor, den man vor allem den Briten zuspricht, ist eine verbale und soziale Methode, wenn man ihn wohldosiert und punktuell einsetzt. Er kann eine Anregung sein, über ein Problem von einem anderen Blickwinkel aus gesehen, nachzudenken. Ein Beispiel?
Roman Szeliga: Drei Wochen nach dem 11. September grassierte diese Frage im Internet: Wie nennt man einen Araber im Cockpit? Die unpreziöse Antwort war: Pilot. Hier erwischt man sich dann selbst bei anderen, negativen, unreflektierten Antwortmöglichkeiten. Darf man über den 11. September lachen? Ja, man muss sogar. Zwei Wochen nach dem großen Attentat in Paris gab es viele humorvolle Sprüche und Texte rund um den Vorfall. Und das nicht, um sich darüber lustig zu machen, sondern um es zu verarbeiten, den Schrecken und die Angst zu nehmen. Um rasch wieder in die Realität zu kommen. Humor ist die stärkste Macht, Kraft und Waffe gegen Schwäche.

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Danke für Ihr Verständnis.

Reipsi
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Derweil ich noch

Lachen kann, gehts mir gut.

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Ifrogmi
8
9
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mir fällt halt auf, dass ...

... mit zunehmendem Bildungsgrad der Humor abnimmt.
erzählen sie in einer städtischen mittelstandsrunde einen Witz ...

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judohaus
1
7
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Vielleicht

liegt es an ihren Witzen.......

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cockpit
1
4
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das stimmt sicher nicht

!

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