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Arbeiten mit BehinderungLeichterer Zugang zu Arbeitsassistenz

Mit der Überarbeitung der Richtlinie für "persönliche Assistenz am Arbeitsplatz" wurde jetzt laut Bundessozialministerium eine weitere Maßnahme des Inklusionspaketes umgesetzt. Was sich verändert hat.

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Die sogenannte "persönliche Assistenz" ist ein Instrument, das es Menschen Behinderung erleichtern soll, am Berufsleben teilzunehmen. Bisher war die Pflegestufe 5, 6 oder 7 die Voraussetzung, um davon profitieren zu können. Im Rahmen der neuen Richtlinien ist jetzt die Gewährung der persönlichen Assistenz am Arbeitsplatz grundsätzlich schon ab Pflegegeldstufe 3 möglich. Zusätzlich besteht, um Menschen mit Behinderungen den Erwerb eines Arbeitsplatzes bzw. Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern, ab sofort auch bei Ausübung einer geringfügigen Beschäftigung die Möglichkeit eine persönliche Assistenz am Arbeitsplatz in Anspruch zu nehmen. Um in weiterer Folge Nachteile im Rahmen der pensionsrechtlichen Ansprüche zu vermeiden, werden für die Dauer von bis zu einem Jahr die Beiträge der Selbstversicherung für die persönlichen Assistentinnen und Assistenten gemäß Paragraf 19a ASVG (Kranken- und Pensionsversicherung) vom Bund übernommen.

Kernaufgaben der Arbeitsassistenz

-) Begleitung am Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstelle bzw. Ausbildungsort einschließlich notwendiger Wege zur Kinderbetreuung
-) Begleitung bei dienstlichen Verpflichtungen außerhalb des Arbeitsplatzes (z. B. Besuch von Veranstaltungen, Dienstreisen)
-) Begleitung und Unterstützung zur Erlangung oder Erfüllung von Aufträgen im Rahmen
der selbständigen Tätigkeit
-) Unterstützungstätigkeiten manueller Art bei der Verrichtung der beruflichen Tätigkeit
oder während der Ausbildungszeit (z. B. Ablage von Unterlagen, Kopiertätigkeit)
-) Assistenz bei der Körperpflege während der Dienst- oder Ausbildungszeit
-) Sonstige behinderungsbedingt erforderliche Assistenzleistungen (z. B. Hilfe beim Ein- und
Aussteigen aus dem oder in das Kfz, An-/Ausziehen der Jacke, Hilfe beim Mittagessen)

Mit der Überarbeitung der Richtlinien wird eine weitere personenzentrierte Maßnahme des Inklusionspakets umgesetzt. „Die Richtlinie trat mit 15. Oktober 2019 in Kraft. "In Kombination mit den 2019 bereits umgesetzten Unterstützungen, wie der Inklusionsförderung oder dem Inklusionsbonus für Lehrlinge, setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einer verbesserten beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen,“ ist man beim Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz überzeugt.

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