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Graffiti gegen Langeweile Ungewöhnliche Tourismus-Strategie

Taiwans Jugend wandert in die Städte ab. Auf dem Land malt man jetzt die Wände an, gegen die Langeweile. So sieht das aus.

Graffiti gegen Langeweile

Weil sich Wu Tsun-hsien im kleinen Dorf Ruan Chiao am Fuß der Bergkette im Zentrum Taiwans nicht damit abfinden wollte, dass in seinem Dorf nur noch alte Leute leben, griff er zu Pinsel und Farbe.

(c) APA/AFP/SAM YEH (SAM YEH)

Selfie-Kulisse

Der 55-Jährige malt ländliche Szenen als Kulisse für Selfies und will so Touristen anlocken.

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Buntes Dorf

Früher arbeitete er als Gefängniswärter und Gärtner.

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Meterweise Wandgemälde

An der Hauptstraße von Ruan Chiao reiht sich ein Graffiti ans andere. Wus Strategie hat Nachahmer gefunden.

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Nicht wegen des Geldes

Man wolle "mit Menschen ins Gespräch kommen", sagt Wus Frau Fan Ai-hsiu. "Darum geht's bei den Graffitis, nicht ums Geldverdienen."

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Top oder Flop?

Anfangs stieß die Idee mit den Wandgemälden auf wenig Begeisterung bei den Dorfbewohnern.

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Mehr Leben

Als die ersten Bilder fertig waren, merkten die Leute, dass sich im Dorf wieder mehr tut. Bei den Gemälden im Dorf hält sich Wu an traditionelle Motive. Die Mauern an seinem eigenen Haus hingegen nutzt er für politische Statements

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Statements

Szenen von Umweltzerstörung mahnen, etwas gegen den Klimawandel zu tun. In manchen von Wus Wandgemälden geht es auch um die Korruption in der taiwanischen Gesellschaft.

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Übergeblieben

Die Jungen ziehen weg von Ruan Chiao in die Städte. Wu erlebte das in seiner eigenen Familie: Ein Kind lebt in Australien, das andere in einer nahegelegenen Stadt. Zurück blieben seine Frau, er sowie die 81 und 72 Jahre alten Schwiegereltern.

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