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Vorbeugen gegen sommerliche SchädlingeSo stärken Sie Ihre Pflanzen ganz natürlich

Schädlinge ohne Chemikalien loszuwerden ist ein langwieriger Prozess. Mit ein paar natürlichen Hilfsmitteln kann man dem Befall aber vorbeugen. Vier Rezepte gegen Erdfloh & Co.

Schädlinge können die Früchte harter Arbeit verderben. © (c) satin_111 - stock.adobe.com
 

Schädlinge und Krankheiten können einem die Gartenarbeit richtig vermiesen. Vor allem wer um biologischen und umweltfreundlichen Anbau bemüht ist, tut sich oft schwer, seine Pflanzen ohne Chemikalien zu schützen. “Effektive Mikroorganismen” (EM) scheinen laut vielen Herstellern nun die Lösung für das gängige Problem zu sein. Ihre Wirkung gegen Krankheiten und Schädlinge konnte bisher allerdings nicht wissenschaftlich bewiesen werden.

„Schädlinge befallen von Natur aus eher geschwächte Pflanzen. Mit Effektiven Mikroorganismen werden Pflanzen natürlich gestärkt und sind somit widerstandsfähiger gegenüber Schädlingen“, argumentiert hingegen Lukas Hader, Geschäftsführer von Multikraft, die Wirkung von EM. Hier gibt er Tipps, um mit selbstgemachten Mitteln Pflanzen zu stärken und somit Gartenschädlinge zu verhindern.

Pilzkrankheiten

Die Kombination aus Feuchte und Wärme kann für Pflanzen gefährlich werden, vor allem das jetzige Klima mit dem häufigen Wechsel von Regen und Sonnenschein kann Pilzkrankheiten hervorrufen.
Expertentipp: Ackerschachtelhalm beziehungsweise Zinnkraut.

Schachtelhalmjauche zum Selbermachen

1 kg frische, zerkleinerte Pflanzen oder 150 bis 200 g getrocknetes Kraut in ein Behältnis mit 10 Liter Wasser geben und circa zehn bis 20 Tage stehen lassen. Danach abseihen und anschließend 1:5 verdünnen. Alle 14 Tage die Schachtelhalmjauche verteilen, am besten machen Sie das vormittags. Wichtig ist zudem, die Schachtelhalmjauche vorbeugend einzusetzen: Also Setzlinge vor dem Auspflanzen zum Schutz vor Bodenpilzen mit den Wurzeln kurz in ein Wurzelbad tauchen.

Läuse- und Spinnmilben-Befall

Läuse gelten zu den häufigsten Schädlingen in Österreichs Gärten, es gibt hunderte verschiedene Arten der kleinen Sauger, die meist aber keinen großen Schaden verursachen. Schwieriger zu erkennen ist die Spinnmilbe, die man an frühzeitig vergilbten Blättern bemerkt. Hier können Brennessel Abhilfe schaffen: Sie enthalten Nesselgift und Ameisensäure, die Pflanzen stärken. Außerdem mögen Läuse ihren Wirkstoff Acetylcholin und Histamin nicht.

Brennnesseljauche zum Selbermachen

1 kg frisches Kraut in 10 Liter Regenwasser ansetzen. Eine Zerkleinerung der Brennnesselblätter ist sinnvoll, so sind die wertvollen Inhaltsstoffe besser nutzbar. Zwei bis drei Wochen an der Sonne gären lassen. Die Gärung erfolgt, sobald ein Schäumen an der Oberfläche entsteht. Nach ungefähr vier Tagen ist die Jauche am wirkungsvollsten. 1:50 mit Wasser verdünnt, vertreibe sie Blattläuse und Spinnmilben. 

Kartoffelkäfer

Der hungrige Kartoffelkäfer und seine Larven können ganze Kartoffelernten zerstören. Auch hier sollte man vorbeugend ansetzen - ein anderes Nachtschattengewächs, nämlich die Tomate, kann hierbei helfen. Tomaten bilden Tomatin - eine Substanz, die ihrer Verwandten, der Kartoffel, fehlt und die Entwicklung der Larven des Kartoffelkäfers hemmt.

Tomatenkrautjauche zum Selbermachen

Dazu Tomatenkraut in Wasser einlegen und 24 Stunden einweichen. Der Auszug wird abgesiebt und unverdünnt gegossen und versprüht.

Erdflöhe

Erdflöhe sind besonders für junge Pflanzen, Setzlinge und Samen bedrohlich. Der größte Schaden wird jedoch durch erwachsene Erdflöhe auf Laub, Keimblättern oder Stängeln verursacht. Kommt es zu einem Befall, kann auch Holunderblätterjauche verwendet werden, denn die Erdflöhe mögen den für uns angenehmen Geruch der Holunderpflanze nicht. 

Holunderblätterjauche zum Selbermachen

Dazu 1 kg frische Holunderblätter auf 10 L Wasser zur Jauchenherstellung verwenden. Die fertige Jauche über die Pflanzen unverdünnt gießen und zusätzlich mit Holunderblättern mulchen.

 

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