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Laut einer UmfrageÖsterreichs Jugend zeigt sich leistungsorientiert

Die österreichische Jugend will mehr und Besseres leisten. Um mit dem daraus resultierenden Druck klarzukommen, greift sie am liebsten zu Energydrinks.

Jugendliche sind motiviert mehr zu leisten - dafür greifen sie auf Hilfsmittel zurück © (c) New Africa - stock.adobe.com
 

Der Großteil der österreichischen Jugendlichen sind um die Verbesserung ihrer Leistungen - ob in der Schule oder im Job - bemüht, das ergibt eine Umfrage des Wiener Institut für Jugendkulturforschung. 69 Prozent hätten demnach bereits Erfahrungen mit “leistungsorientiertem Substanzkonsum”, um dem Druck standzuhalten - am liebsten greifen sie zu Energydrinks.

400 Österreicherinnen und Österreicher zwischen 14 und 18 Jahren wurden im Rahmen der Untersuchung “Motivation to Succeed: die Jugendstudie” befragt. Knapp zwei Drittel der Jugendlichen gaben an, ihre Leistung in Schule oder Ausbildung verbessern zu wollen. Vor allem junge Männer fühlen sich dabei in Wettbewerbssituationen wohl: 52 Prozent stimmten der Aussage "Ich liebe den Wettbewerb und den Sieg" zu. Bei den jungen Frauen waren es lediglich 36 Prozent. Rund die Hälfte aller Jugendlichen gab an, lieber im Team als alleine zu arbeiten.

Substanzen gegen Stress

Um mit dem Druck in der Schule oder am Arbeits- oder Ausbildungsplatz umzugehen, griffen rund zwei Drittel bereits auf Substanzen, von denen sie sich eine Leistungssteigerung erwarteten. “Hochdosierter Energydrink-Konsum” ist mit 53 Prozent das beliebteste Mittel dafür.

Weit abgeschlagen finden sich der Einsatz von Cannabis gegen den Stress und die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Je zehn Prozent gaben an, diese Strategien zumindest ein Mal verfolgt zu haben. Ähnlich die Zahlen bei homöopathischen Mitteln (neun Prozent) und Koffeintabletten (acht Prozent). Zwei bis sechs Personen unter 100 griffen auch auf rezeptpflichtige Substanzen zurück. Kokain, Amphetamine, mikrodosiertes LSD - nur ein bis zwei Prozent der Jugendlichen gab an, schon einmal harte Drogen gegen den Stress genommen zu haben.

Sehr empfänglich zeigten sich die Jugendlichen gegenüber qualifizierter Rückmeldung zu ihrer Lernleistung. "Diese starke Feedbackorientierung der Jugendlichen ist eine große Chance. Hier müssen wir ansetzen und fragwürdigen Trends wie Bulimie-Lernen (Anm.: kurzfristiges Auswendiglernen und rasches Vergessen nach der Prüfung) und leistungsorientiertem Substanzkonsum begegnen", so Studienautorin Beate Großegger vom Institut für Jugendkulturforschung.

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