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Gefahr für Biene & Co.So schlecht ist die Beratung zu "Gift" im Garten

Bei Test-Einkäufen in Gartencentern und Baumärkten zeigte sich: Nur in 31 Prozent der Fälle werden umweltschonende Mittel zum Pflanzenschutz angeboten.

Schlechte Beratung zu Pestiziden
Schlechte Beratung zu Pestiziden © Natallia Vintsik - Fotolia
 

Wer sich im Gartencenter oder im Baumarkt dazu beraten lässt, wie man Pflanzen vor Schädlingen schützt, ist laut den Umweltschützern von Global 2000 schlecht beraten: So lautet das Fazit nach 26 Testeinkäufen in Gartencentern, Baumärkten und Lagerhäusern mit Gartenabteilung. "In nur 31 Prozent aller Fälle wurden umweltschonende Pflanzenschutzmaßnahmen empfohlen."

In Zeiten des Bienen- und Insektensterbens kommt Haus- und Kleingärten eine wichtige Rolle als Lebensraum für Bestäuber sowie Insekten zu. "Insekten und insbesondere Bestäuber wie Bienen, Schmetterlinge und Hummeln nehmen eine zentrale Rolle in den natürlichen Ökosystemen, aber auch für uns Menschen ein", sagte Waltraud Novak, Biodiversitätsexpertin bei Global 2000. "Sie reagieren besonders sensibel auf Umweltgifte." Derzeit werden dem NGO jährlich noch etwa 700 Tonnen Pestizide in Österreichs Gärten versprüht.

Mehr Informationen

Den ausführlichen Testbericht finden Sie hier.

  • In 62 Prozent der Testeinkäufe wurde auch auf Nachfrage nicht auf Risiken für die Umwelt aufmerksam gemacht.
  • In 50 Prozent der Testeinkäufe wurde auch auf Nachfrage nicht auf die vorgeschriebenen Wartefristen zwischen dem Spritzen und dem Verzehr von Obst und Gemüse aufmerksam gemacht.
  • Biozide sind nach wie vor flächendeckend – positive Ausnahme bellaflora – in Selbstbedienung und ohne Beratung erhältlich. In den Mitteln zur Bekämpfung von vermeintlichem „Ungeziefer“ sind immer noch Wirkstoffe enthalten, die bei Pflanzenschutzmitteln für Privatpersonen nicht mehr zugelassen sind, wie z.B. das Neonicotinoid Imidacloprid oder Fipronil, beide Wirkstoffe sind sogar in der konventionellen Landwirtschaft verboten.
  • In 50 Prozent der Testeinkäufe wurde selbst auf Nachfrage nicht oder nur sehr lückenhaft auf Gesundheitsrisiken bzw. Schutzkleidung aufmerksam gemacht.

Auch auf Nachfrage keine Information

In 62 Prozent der Testeinkäufe von Global 2000 wurde auch auf Nachfrage nicht auf Risiken für die Umwelt aufmerksam gemacht, in 50 Prozent nicht auf die vorgeschriebenen Wartefristen zwischen Spritzen und Verzehr von Obst und Gemüse. In 50 Prozent der Testeinkäufe informierten die Mitarbeiter selbst auf Nachfrage nicht oder nur sehr lückenhaft auf Gesundheitsrisiken bzw. Schutzkleidung.

Biozide sind nach wie vor "flächendeckend in Selbstbedienung und ohne Beratung erhältlich", kritisierte Global 2000. Als positive Ausnahme wurde Bellaflora genannt.

In Mitteln zur Bekämpfung von vermeintlichem Ungeziefer seien immer noch Wirkstoffe enthalten, die bei Pflanzenschutzmitteln für Privatpersonen nicht mehr zugelassen sind, wie z. B. das Neonicotinoid Imidacloprid oder Fipronil, beide Wirkstoffe sind sogar in der konventionellen Landwirtschaft verboten.

Umweltgiftige Mittel

Die Gesamtbewertung der Testeinkäufe fiel in 15 Prozent negativ aus, da in den Regalen der Geschäfte umweltgiftige Mittel zu finden waren und die Beratung nicht ausreichte, um eine sichere Verwendung der Pestizide zu gewährleisten.

Bei 73 Prozent war die Beratung nicht sehr ausführlich, aber zumindest wurden die relevantesten Informationen gegeben. Bei zwölf Prozent wurden Beratung und Sortiment positiv bewertet.

Kaum noch Glyphosat

Nur bei vier Prozent wurden ausschließlich chemisch-synthetische Mittel angeboten. Bei 65 Prozent der Testeinkäufe wurden teilweise - in erster Linie für den Einsatz bei essbarem Obst und Gemüse - biologische Produkte empfohlen, jedoch auch chemisch-synthetische Mittel. Aber nur mehr zwei Unternehmen hatten noch glyphosathältige Produkte im Sortiment.

Kommentare (1)

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ratschi146
0
3
Lesenswert?

in Zeiten von Google und Co....

hat der Gartler von heute sowieso schon alles am WischiWischiHandy online gesucht und braucht den Centermitarbeiter nur mehr zum Aufsperren ...

und mehr als die erste Onlinezeile liest er eh net... und schon gar net die Warnhinweise

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