AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Endlich ZuhauseDie Österreicher sind nicht gerne allein daheim

Das Zuhause ist immer noch Rückzugsort Nummer eins. Die Österreicher sind allgemein nicht gerne allein daheim. Eine aktuelle Umfrage zeigt aber auch, dass Steirer und Kärntner Stubenhocker sind.

© photophonie - stock.adobe.com
 

Das Zuhause gilt den Österreicher vor allem als persönlicher Rückzugsort. Dort verbringen wir rund die Hälfte des Tages. Gefühlt verbringen wir mehr Zeit in den eigenen vier Wänden als noch vor fünf Jahren. Und das wünschen wir uns auch: Das Gros der Österreicher würde gern noch mehr Zeit im trauten Heim verbringen. Am liebsten wäre den Österreichern dabei ein Eigenheim. Das zeigt die Wohnstudie "Endlich Zuhause", von ImmobilienScout24.

Das Zuhause gilt vor allem als persönlicher Rückzugsort, der Geborgenheit gibt. Fast alle Österreicher teilen diese Ansicht (97 Prozent). Wie man wohnt, hat dementsprechend für die Österreicher einen hohen Stellenwert, für Frauen noch mehr als Männer. Der Mehrheit der Österreicher (75 Prozent) ist es wichtig, das Zuhause nicht nur zu bewohnen, sondern auch zu besitzen, für jeden Fünften ist das sogar sehr wichtig. Am stärksten ausgeprägt ist der Wunsch ein Eigenheim zu besitzen bei den 30 bis 39-Jährigen, aber auch die junge Generation steht hier kaum nach.

12 Stunden täglich daheim

Im Schnitt verbringen die 18-49jährigen Österreicher wochentags die Hälfte des Tages (12 Stunden) zuhause - wobei die Hälfte zwischen 11 und 15 Stunden in den eigenen vier Wänden anzutreffen ist.

Am Wochenende ist die 'Verweildauer' zuhause erwartungsgemäß höher: Im Schnitt werden dann zwei Drittel des Tages (16 Stunden) daheim verbracht.

Tendenziell wird (gefühlt) mehr Zeit in den trauten vier Wänden verbracht als noch vor fünf Jahren. Rund zwei Fünftel der Befragten sind dieser Ansicht. Demgegenüber steht rund ein Viertel, das der gegenteiligen Meinung ist.

Umfrage: Single-Haushalte

Wandfarbenbekenntnisse? Geschirrspülschlichtungen?
Schnarchinterventionen? Haushaltsalltag bei Pärchen. Singles müssen niemandem Rechenschaft ablegen. Genau dieses Faktum ist auch eines der Hauptargumente vieler selbst gewählter Alleinlebender. Eine Immobilienplattform hat dies zum Anlass genommen, das Wohnverhalten der solo Lebenden genauer zu analysieren, und hat festgestellt, dass mehr als die Hälfte der Alleinstehenden überaus glücklich mit ihrer Wohnsituation sind.

 

(c) Jeanette Dietl - Fotolia (Jeanette Dietl, Donaustauf)

Bei den Herren der Schöpfung ist es vor allem wichtig, in Fernsehdingen die Herrschaft über die Fernbedienung zu haben.

 

(c) rastlily - stock.adobe.com

Frauen bevorzugen die Solo-Aufführung, weil sie hinter niemandem herräumen und somit auch keine Abstriche in Sachen Hygiene und Ordnung machen müssen. Außerdem genießen es 81 Prozent der allein lebenden Frauen, auch in dekorativen Angelegenheiten zu Hause freie Hand zu haben - sprich kräftige Wandfarbe ohne ein Gegenüber, das ob der Intensität die Wände hochgeht.

(c) goodluz - Fotolia

Das bestätigt auch eine 22-jährige Leserin aus Leibnitz in einer Online-Umfrage der Kleinen Zeitung, die lieber anonym bleiben möchte. „Als ordentlicher Mensch muss man kein erwachsenes Gegenüber ermahnen und deutlich zu späte und unwirksame Erziehungsmaßnahmen anwenden. So umgeht man Stress und auch Konflikte. Man richtet den Haushalt einfach so ein, wie man möchte, und führt ihn nach den eigenen Vorstellungen.“

(c) Piotr Adamowicz - stock.adobe.com

Den weniger charmant klingenden Vorzug, dass man nicht jeden Tag neben derselben Person aufwachen müsse, hat nur ein Viertel der Befragten angegeben. Teddybären dürften wohl eine Ausnahme sein ...

(c) AEyZRiO - stock.adobe.com (AEyZRiO)

Neben dem finanziellen Aspekt ortet eine Leserin der Kleinen Zeitung auch von anderer Seite gewissen Druck von außen: „Manchmal habe ich das Gefühl, dass es andere mehr stört und beschäftigt, dass ich alleine lebe, als mich selbst. Obwohl ich gerne von Familie und Freunden umgeben bin, ist das ,Alleinesein' ein Bedürfnis, das ich schon immer habe.“

(c) poplasen - Fotolia (Ljubica Veselinovic)
1/6
Junge und Singles schätzen, dass sie nun weniger Zeit zuhause verbringen als früher. Die überwiegende Mehrheit der Befragten würde gerne noch mehr Zeit zuhause verbringen (79 Prozent). Überdurchschnittlich stark ist die Lust auf mehr Zeit im trauten Heim in den südlichen Bundesländern Steiermark und Kärnten ausgeprägt.

Nicht gern allein daheim

Einfluss auf die daheim verbrachte Zeit haben Beruf, Partnerschaft und Kinder: Nicht-Berufstätige verbringen im Schnitt am meisten Zeit zuhause (16 h wochentags/ 17,6 h am Wochenende).

Wer einen Job hat, verbringt deutlich weniger Zeit in seinem privaten Refugium (11,3 h wochentags/ 15,9 h am Wochenende). Allein zuhause, scheint es, ist keiner gern: Wer im selben Haushalt mit dem Partner lebt, verbringt mehr Zeit daheim. Auch mit der Haushaltsgröße steigt die zuhause verbrachte Zeit. Wer mit Kindern im Haushalt lebt, verbringt dort unter der Woche mehr Zeit als Personen ohne Kinder.

Am Wochenende sind alle mehr unterwegs, mit und ohne Anhang. Im Regionalvergleich verbringen die Oberösterreicher und die Salzburger wochentags die längste Zeit zuhause. Am Wochenende hingegen führen die südlichen Bundesländer, Steiermark und Kärnten, das Ranking an.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren