×

Wohnbauförderung in Kärnten 2020

Wohnbauförderung in Kärnten 2020

Klimafreundliche Wohnimpulse

Land Kärnten

Eigenheimbau

Gruppenwohnbau

Althaussanierung

Mehrgeschossigerwohnbau

Eigentumswohnungen

Eigenmittel-ersatzkredit

Inhaltsverzeichnis

Klicken Sie auf den gewünschten Artikel ...

Hier werden Wohnträume wahr

Die Kärntner Bauwirtschaft erfüllt Wohnträume – von der Planung bis zur schlüsselfertigen Ausführung. Häuslbauer können sich entspannt zurücklehnen!

Hier werden Wohnträume war
Foto: redpixel/stock.adobe.com

Viele Kärntnerinnen und Kärntner träumen vom eigenen Haus, einem barrierefreien Badezimmer oder vom Ausbau ihres Dachbodens zur Wohnraumschaffung. Für die Umsetzung sind sie bei Kärntens kompetenten Bau- und Technikunternehmen an der richtigen Adresse. Sie verfügen über langjährige Erfahrung und sorgen dafür, dass Bau- und Sanierungsprojekte so schnell als möglich umgesetzt werden. Auch bei Fragen zu Bauvorschriften oder Wohnbauförderung sind sie die ersten Ansprechpartner und nehmen Behördenwege ab.
Kunden profitieren vom umfassenden Know-how – vom ersten Planungsschritt bis zur Schlüsselübergabe. Die Profis in Sachen Bau haben immer ein offenes Ohr für Fragen und erarbeiten gemeinsam mit ihren Kunden die beste Lösung für jedes Projekt. Dazu gehört beispielsweise auch, dass Baumeister für einen Neubau oder eine Sanierung oder in der Haustechnik sowohl Antragstellung als auch Beratung in Sachen der Wohnbauförderung für ihre Kunden übernehmen.
Um Förderungen zu erhalten, gilt es die unterschiedlichsten Rahmenbedingungen einzuhalten – vom Niedrigenergiehaus-Standard im Wohnungsneubau bis zur Effizienz von Haustechnikanlagen. Hier ist es wichtig, einen kompetenten Partner an seiner Seite zu haben, der den Überblick behält. Die Kärntner Bauexperten bieten genau das – und informieren auch über die neuesten Entwicklungen.

Neu seit Jahresbeginn So setzt die Kärntner Wohnbauförderung 2020 einen Schwerpunkt auf das Thema Sanierung. Damit wurde eine langjährige Forderung von Landesinnung Bau und ARGE Bauwirtschaft erfüllt. Thermische Sanierungen werden nun ebenso gefördert wie der Fenstertausch oder die Dämmung der obersten Geschoßdecke und Dachschräge. Weitere Förderschwerpunkte betreffen den Heizungsaustausch auf energieeffiziente ökologische Haustechnikanlagen und die Schaffung einer Dach- und Fassadenbegrünung.
„Mit dieser Sanierungsoffensive wurde ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gemacht“, sind sich Gerhard Oswald, Obmann der Arge Bauwirtschaft, und Bau-Landesinnungsmeister Robert Rauter einig. Nun gehe es darum, weitere Meilensteine in der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Behörden umzusetzen. „Die wichtigsten Themen sind dabei die Entbürokratisierung sowie schnellere Behördenverfahren“, präzisieren die beiden Interessenvertreter. Erste Evaluierungsgespräche mit dem Land Kärnten sind bereits geplant.

„Alles aus einer Hand“ Übrigens: Wussten Sie, dass Bau- und Holzbaumeister die einzigen universell einsetzbaren Baufachkräfte sind? Ob Wohnungsumbauten, Wohnungssanierung oder Abbrucharbeiten – sie dürfen sowohl die Projektentwicklung als auch die Projektleitung und die Bauausführung übernehmen. Kunden profitieren davon, dass sie „alles aus einer Hand“ bekommen und sich auf die Erfahrung und das Know-how des Baumeisters in allen Baufragen verlassen können:

  •  Die Bauprojekte werden von Bau- und Holzbaumeistern qualitativ hochwertig, termingerecht und mit vorhersehbaren Kosten abgewickelt.
  • Es wird die komplette Arbeit – von der Planung über die Förderberatung bis hin zur Fertigstellung – übernommen.
  • Sie kennen die spezifischen regionalen Bedingungen. Das gilt für örtliche Bebauungsvorschriften ebenso wie für Förderrichtlinien.
  • Als Bauherr erhalten Sie die Bestätigung, die von Gemeinden als Baubehörden für die Erteilung der Benützungsbewilligung verlangt wird.
  • Sie vertreten den Bauherrn vor Behörden und haften für ihre Arbeitsleistung. Der Bauherr hat also Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüche.

Ihren Handwerker in Ihrer Nähe finden Sie auf WKO Firmen A–Z.

Weiterführende Informationen erhalten Sie auch im Innungshaus Bau und Technik, 9020 Klagenfurt, Koschutastrasse 4, oder unter wko.at/ktn

WKO Logos
Wohnen im Wandel

Wohnen im Wandel

Wohnbedürfnisse ändern sich im Laufe der Zeit ebenso wie Lebensverhältnisse. Beides geht oft Hand in Hand. Derartige Veränderungen finden seit jeher statt, eingebettet in gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Auf all diese Parameter geht die Kärntner Wohnbauförderung ein und hat die Förderrichtlinien erneut den sich ändernden Gegebenheiten angepasst. Den fortschreitenden Klimawandel im Blick, werden die neuen Fördermaßnahmen der zunehmenden Sensibilisierung der Menschen für ökologische Themen und Problembereiche gerecht. Beim Haus- und Wohnbau spiegelt sich das in einem nachhaltigen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen wider wie auch im CO2-neutralen Heizen. Bei allem Wandel gibt es aber auch Konstanten: Der Bedarf nach leistbarem Wohnraum zählt dazu. Die neuen Richtlinien der Kärntner Wohnbauförderung zielen darauf ab, diesen Bedarf zu decken.

Ihr Journal-Team

Grundsätzliches zur Wohnbauförderung

Grundsätzliches zur Kärntner Wohnbauförderung
Foto: o. böhmer/stock.adobe.com

Am 1. 1. 2020 ist das Kärntner Wohnbauförderungsgesetz – K-WBFG 2017 in Kraft getreten. Zeitgemäßes, qualitativ hochwertiges und leistbares Wohnen für die Kärntner Bevölkerung sicherzustellen, dies unter Berücksichtigung klimarelevanter, ökologischer Gesichtspunkte, ist eine der wichtigsten Zielsetzungen der neuen Wohnbauförderung.

Leistbares und zukunftsweisendes Wohnen steht im Fokus der neuen Wohnbauförderung. Die Anforderungen an das Wohnen haben sich verändert. Neue Haushaltsformen, neue Lebensstile und Arbeitswelten, wie beispielsweise Homeoffice, sowie die Digitalisierung prägen unsere Gesellschaft, die vielfältiger, flexibler und mobiler geworden ist. Aufgrund dieser neuen Herausforderungen mit unterschiedlichen Wohnbedürfnissen wurde die Wohnbauförderung angepasst, keyboard_arrow_right

keyboard_arrow_right weiterentwickelt und es wurden bedarfsgerecht verschiedenste Förderungsmodelle entwickelt. Erstmals gibt es in vielen Bereichen die Wahlmöglichkeit zwischen Direktzuschüssen und Förderungskrediten, sodass maßgeschneiderte Finanzierungsmodelle angeboten werden können. Kostengünstiges energiesparendes ökologisches Bauen und Sanieren, ein Angebot an preiswerten Mietwohnungen, die Belebung von Orts- und Stadtkernen, d. h. „Innen vor Außen“ durch Nachverdichtung des Bestandes, etwa durch Einbau einer Wohnung in ein Eigenheim, und altersgerechtes barrierefreies Wohnen sind zentrale Themen der Wohnbauförderung. Wesentlich ist, dass die energetischen Mindestanforderungen deutlich entschärft und an die Erfordernisse der Baubewilligung angepasst wurden, bürokratische Hemmnisse wurden beseitigt.

Was wird gefördert?

check Errichtung eines Eigenheimen in Siedlungsschwerpunkten

check Einbau, Zubau einer Wohnung in ein Eigenheim , z.B. Dachgeschoßausbau

check Kauf einer Eigentumswohnungen oder eines Eigenheims (direkt vom Errichter)

check Errichtung von kostengünstigen Mietwohnungen im gemeinnützigen sozialen Wohnbau durch Neubau oder Reconstructing in Anlehnung an den Leitfaden „Quartier & Wir – Entwicklung bestehender Wohnquartiere“

check Finanzierungsbeiträge von Mietern für Grund- und Baukostenanteilen geförderter gemeinnütziger Mietwohnungen

check Schaffung von Wohnraum durch Auf-, Zu-, Um- oder Einbau einer Wohnung in einer bestehenden alten Bausubstanz

check Erwerb von bestehenden z.B. leerstehenden alten Eigenheimen (Hauskauf) in Orts- und Siedlungsschwerpunkten

check Revitalisierung von Bestandsobjekten durch Errichtung von Mietwohnungen oder Wohnraum für den Eigenbedarf durch Umnutzung von leerstehenden Bestandsobjekten in Siedlungsschwerpunkten

check Barrierefreie Maßnahmen im Eigenheim (z.  B. Rampe im Eingangsbereich, Umbau Sanitärräume) und im mehrgeschoßigen Wohnbau (z.  B. nachträglicher Lifteinbau)

check Wohnhaussanierung – Förder­ung der thermisch-energetischen Sanierung von Gebäuden von der Einzelbauteilsanierung über Dämmung der Außenwände inkl. Fenstertausch bis zur Erhöhung des Wärmeschutzes, von der Umstellung des Heizsystems auf erneuerbare Energien mit dem Fokus auf „Raus aus fossilen Brennstoffen“, Errichtung von Solar- und Photovoltaikanlagen bis zur umfassenden energetischen Sanierung

check kostenlose Vor-Ort-Energieberatung

check Sanierungscoach – Sanierungsbegleitung bei der umfassenden energetischen Sanierung

check Beratungsprogramme bei der Entwicklung von Wohnquartieren, Reconstructing-Projekten, Aktivierung von Leerstand zur Wohnraumnutzung und bei Sanierungsmaßnahmen im mehrgeschoßigen Wohnbau.

check Beratungsscheck zur Analyse der Wohnsituation und Auslotung von Optimierungspotenzialen für eine Um- oder Nachnutzung von leerstehenden Häusern oder Räumlichkeiten durch einen Architekten, Steuerberater, Rechtsanwalt, Berater der Wohnbauförderung (Anmeldung bei der Gemeinde)

Auskünte und Informationen:

Abteilung 11 - Zukunftsentwicklung, Arbeitsmarkt und Wohnbau, Mießtaler Strasse 1, 9021 Klagenfurt

www.wohnbau.ktn.gv.at
E-Mail: abt11.wohnbau@ktn.gv.at
Sektretariat: 050536-31002, 31004



Wohnraum – kostengünstig & klimaschonend

Neue Richtlinien für das Kärntner Wohnbauförderungsgesetz: Wer jetzt baut, saniert oder nachrüstet, kann von der Erweiterung des Häuslbauerbonus oder der Förderung von Bauwerks-, Dach- und Fassadenbegrünungen profitieren.

Angelika Fritzl
"Leistbares Wohnen und Klimaschutz sind bei den Neuerungen ab 1. Jänner 2020 große und wichtige Themen."
Mag. Angelika FritzlUnterabteilungsleiterin Wohnbauförderung Land Kärnten
Grundsätzliches zur Kärntner Wohnbauförderung
Foto: littleartvector/stock.adobe.com

Die Förderrichtlinien der Kärntner Wohnbauförderung wurden erneut adaptiert. Mit welchem Ziel?
MAG. ANGELIKA FRITZL: Klima- freundliches Wohnen finanzierbar und leistbar zu machen, war eine wesentliche Zielsetzung. Verdichtetes Bauen, zukunftsfittes Wohnen in Bestandsobjekten, die thermische Sanierung von bestehenden Wohngebäuden, leistbare Mietwohnungen sind künftige Schwerpunkte der Wohnbauförderung.

Wie sehen die Neuerungen konkret aus?
Wer leerstehende oder nicht mehr bewohnbare Gebäude für Wohnzwecke saniert oder ein bestehendes, mindestens 20 Jahre altes Eigenheim kauft, erhält eine wesentlich höhere Förderung als bisher. Es gibt Bonusbeträge für Nachverdichtungsmaßnahmen im Neubau. In der Wohnhaussanierung wurden Förderungen erhöht und es gibt Förderungen für Maßnahmen zur Klimaanpassung, wie z. B. Dach- oder Fassadenbegrünung.

Leistbare Mietwohnungen sind ein heißes Thema. Wie reagiert die Kärntner Wohnbauförderung auf den steigenden Bedarf?
Aufgrund der stark steigenden Mietpreise auf dem privaten Wohnungsmarkt wird die Errichtung von smarten Zwei- und Dreizimmerwohnungen für Haushalte mit niedrigem Einkommen durch höhere Förderungen forciert.

Stichwort Klimaschutz: CO2- Reduzierung wird auch im Wohnbau immer wichtiger. Wie gehen die neuen Förderrichtlinien darauf ein?
Das ist ein zentrales Thema. Die Aktion „Raus aus fossilen Brennstoffen“ mit einem Zuschuss in Höhe von bis zu € 6.000 für den Tausch von Heizungsanlagen von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien wurde verlängert und erweitert. Künftig sind alle Wohngebäude auch über 200 m² Wohnnutzfläche förderbar.

keyboard_arrow_right

keyboard_arrow_right Wie sieht es im Sanierungsbereich aus?
Hier wurde eine Dämmoffensive gestartet, die Förderungen großzügig erhöht. Im Zuge der Dämmung der Außenwand wird auch der Fenstertausch wieder gefördert, Zuschüsse sind bis zu €  13.300 möglich.

Nachverdichtung ist ein aktuelles Schlagwort. Was gibt es in diesem Bereich Neues?
Die Förderung für die Nachverdichtung von Bestandsobjekten wurde wesentlich erhöht. So ist jetzt der Häuslbauerbonus auch bei Zu-, Auf-, Um- und Einbauten, z. B. für den Einbau einer Dachgeschoßwohnung in ein bestehendes Eigenheim möglich.

Wie kommt man in den Genuss der Förderungen? Muss man dazu selbst ein Rechtsexperte und Bauprofi sein?
Nein, man muss selbst kein Experte sein. Diesbezüglich wurde ein wichtiger Schritt gesetzt: Es werden verschiedenste Beratungsleistungen gefördert. Um die Durchführung von thermisch-energetischen Sanierungsmaßnahmen zu erleichtern, kann man sich einen Sanierungsbegleiter holen, der bis zu € 800 gefördert wird. Über die Förderungsmöglichkeiten, die Kombinierbarkeit von Förderungen und den optimalen Fördermix gibt das Team der Wohnbauförderung gerne Auskunft.

KONTAKT:
Abteilung 11 – Zukunftsentwicklung, Arbeitsmarkt und Wohnbau, Mießtaler Straße 1, 9021 Klagenfurt
www.wohnbau.ktn.gv.at
E-Mail: abt11.wohnbau@ktn.gv.at
Sekretariat: 050536-31002, 31004

Alle Neuerungen im Überblick
1.

Im Impulsprogramm für „Raus aus fossilen Brennstoffen“ mit einer Förderung bis zu € 6.000 gibt es keine Wohnnutzflächenbeschränkung mehr.

2.

Mit der Aktion „Dämmen statt Geld verschwenden“ wird die Dämmung der Außen­wände inkl. Fenster- bzw. Türentausch mit max. € 13.300 gefördert. Zusätzlicher Bonus von € 5.000 bei Verwendung nachwachsender Dämm­stoffe wie bspw. Zellulose.

3.

Häuslbauerbonus künftig auch bei Zu, Auf-, Um- und Einbauten in Höhe von € 12.000 bzw.€ 15.000 bei Erreichung maßgeblicher Energiekennzahlen möglich.

4.

Bonus für verdichtete Bauweise und Nachverdichtung wird zusätzlich zum Einmalzuschuss (Häuslbauerbonus) in Höhe bis max. € 7.000 gewährt.

5.

Erwerb von Bestandsobjekten bzw. Schaffung von Wohnraum in Bestandsobjekten wird mit € 400/m² tatsächlicher Nutzfläche bis 130 m² bzw. 150 m² verstärkt gefördert.

6.

Einmalzuschuss bis zu € 1.200 für Analysen des Bestandsobjektes vor Kaufentscheidung oder Sanierungsentscheidung.

7.

Begrünungsmaßnahmen wie Dachbegrünungen, Fassaden­begrünungen oder gezielte Be­pflanzungen des Außenraums werden künftig gefördert.

8.

Bonus für Elektromobilität (Anschaffung einer Wallbox) in Höhe von € 700.

9.

Erhöhung des Bonus bei Erreichen von klima:aktiv Silber von € 500/m² auf € 700/m² förderbarer Nutzfläche.

10.

Erstmaliger Lifteinbau wird im Rahmen barrierefreier Maß­nahmen bzw. vorbeugender Maß­nahmen verstärkt gefördert.

Verlässlicher Baustein für die Finanzierung

Die Kärntner Wohnbauförderung gilt seit Jahren als fixe Größe im Kärntner Wohnbau. Mit dem neuen Wohnbauförderungsgesetz, das am 1. 1. 2018 in Kraft getreten ist, wurden die Einkommensgrenzen angehoben und die energetischen Mindestanforderungen deutlich entschärft.

Verlässlicher Baustein für die Finanzierung
Fotos: Stockwerk-Fotodesign/stock.adobe.com (2)

Der Wunsch, sich ein Haus oder den Traum von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen, steht bei vielen Kärntnern nach wie vor ganz weit oben auf der Prioritätenliste. Auf derselben Stufe findet sich die Kärntner Wohnbauförderung, die über Jahre hinweg einen wichtigen Baustein des Finanzierungsinstrumentariums darstellt. Die rechtliche Grundlage für die Wohnbauförderung bildet das Kärntner Wohnbauförderungsgesetz 2017.

Leistbares und zukunftsweisendes Wohnen steht im Fokus der neuen Wohnbauförderung. Die Die Anforderungen an das Wohnen haben sich verändert. Neue Haushaltsformen, neue Lebensstile und Arbeitswelten, wie beispielsweise Homeoffice, die Digitalisierung prägen unsere Gesellschaft, die vielfältiger, flexibler und mobiler geworden ist. Aufgrund dieser neuen Herausforderungen mit unterschiedlichen Wohnbedürfnissen wurde die Wohnbauförderung angepasst, weiterentwickelt und bedarfsgerecht verschiedenste Förderungsmodelle entwickelt.

1. Wer wird gefördert?
Förderungsanträge können von begünstigten Personen gestellt werden, die Eigentümer (Miteigentümer) der Bauliegenschaft sind. Als begünstigt gelten Personen, die einen dringenden Wohnbedarf haben und das geförderte Objekt ganzjährig und regelmäßig als Hauptwohnsitz nutzen und folgende Voraussetzungen erfüllen:

check Volljährigkeit (Ausnahme nur in begründeten Ausnahmefällen)

check Nachweis des Bedarfs am geförderten Wohnraum

check Österreichischer Staatsbürger oder einem solchen gleichgestellt

check das Jahreseinkommen (Familieneinkommen) übersteigt nicht das höchstzulässige Jahreseinkommen.

2. Höchstzulässiges Jahreseinkommen
Das höchstzulässige Jahreseinkommen (Familieneinkommen) für die Gewährung einer Förderung beträgt bei einer Haushaltsgröße von

Normaleinkommensbezieher

Niedrigeinkommensbezieher

1 Person

€ 38.000

€ 25.333

2 Personen

€ 55.000

€ 36.667

3 Personen

€ 61.000

€ 40.667

4 Personen

€ 67.000

€ 44.667

für jede weitere Person

+ € 6.000

+ € 4.000

3. Was gilt als Jahreseinkommen?
Als Jahreseinkommen gilt das Bruttojahreseinkommen des der Antragstellung und dem Abschluss des Kaufvertrages (bei Erwerbsförderung) vorangegangenen Kalenderjahres (ohne Familienbeihilfe) und wird bei Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit – sofern nicht zur Einkommenssteuer veranlagt – wie folgt berechnet: Als Jahreseinkommen gilt das Bruttojahreseinkommen des der Antragstellung und dem Abschluss des Kaufvertrages (bei Erwerbsförderung) vorangegangenen Kalenderjahres (ohne Familienbeihilfe) und wird bei Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit – sofern nicht zur Einkommenssteuer veranlagt – wie folgt berechnet: Bruttobezüge gem. § 25 EStG 1988

Bruttobezüge gem. § 25 EStG 1988
- Werbungskosten gemäß § 16 EStG 1988
- gesetzliche Abfertigungen, Kapitalabfindungen und steuerlich begünstigte freiwillige Abfertigungen
- außergewöhnliche Belastungen gem. § 34 EStG 1988
- Freibeträge gem. §§ 35, 104, 105 und 106a EStG 1988
- Lohnsteuer

Weiters zählen zum Einkommen auch z. B. Überstundenzuschläge, Arbeitslosen-, Kinderbetreuungs- und Wochengeld, Studienbeihilfen, gesetzlich, gerichtlich oder vertraglich festgesetzte Unterhaltszahlungen sowie Lehrlingsentschädigungen im Ausmaß von 30 %, sofern die Bezieher mit Eltern oder Großeltern im gemeinsamen Haushalt leben.

Die Einkünfte sämtlicher haushaltsangehöriger Personen sind offenzulegen.

4. Was gilt als Wohnhaus?
Als Wohnhaus gilt ein Gebäude, das auch Wohnzwecken dient, wobei die Wohnungen den unten angeführten Bestimmungen zu entsprechen haben.

5. Was gilt als Wohnung?
Als Wohnung gilt eine zur ganzjährigen Bewohnung geeignete, baulich in sich abgeschlossene normal ausgestattete Wohnung, die mindestens aus Zimmer, Küche (Kochnische), WC und Bade- oder Dusch­gelegenheit besteht und deren Nutzfläche nicht weniger als 25 m² beträgt. Bei Wohngebäuden mit zwei Wohnungen müssen die geförderten Wohnungen baulich in sich abgeschlossen sein. Ausnahme: Bei bäuerlichen Wohngebäuden mit zwei Wohnungen muss nur die zweite Wohnung baulich in sich abgeschlossen sein

6. Was gilt als Eigenheim?
Ein Eigenheim ist ein Gebäude mit höchstens zwei Wohnungen, wo- von eine zur Benützung durch den Förderungswerber bestimmt ist.

7. Was gilt als sonstiges Gebäude?
Ein sonstiges Gebäude ist ein Gebäude, das nicht zu Wohnzwecken dient, jedoch nach Abschluss von Baumaßnahmen zur ganzjährigen Wohnnutzung geeigneten Wohnraum aufweist.

8. Was versteht man unter normaler Ausstattung?
Darunter versteht man, dass die zu fördernde Wohnung den zeitgemäßen Wohnbedürfnissen entsprechend in normaler Ausstattung nach dem jeweiligen Stand der Technik, insbesondere hinsichtlich des Schall-, Wärme-, Feuchtigkeits- und Abgasschutzes sowie der Anschlussmöglichkeit an Fernwärme in hierfür in Betracht kommenden Gebieten auszuführen ist. Es dürfen keine Baustoffe verwendet werden, die eine Beeinträchtigung der Gesundheit von Menschen bei der Bauausführung des Objektes bewirken; die Baustoffe dürfen im Verlauf des Lebenszyklus keine klimaschädigenden, halogenierten Gase in die Atmosphäre freisetzen.

9. Wie wird die Nutzfläche berechnet?
Die Nutzfläche umfasst die gesamte Bodenfläche einer Wohnung einschließlich Loggien und Wintergärten abzüglich der Wandstärken und der im Verlauf der Wände befindlichen Durchbrechungen (Ausnehmungen) abzgl. 2 % von der Nettogrundrissfläche bzw. bei verputzten oder verkleideten Wänden von der aus den Planmaßen (Rohbaumaße) errechneten Grundrissfläche. Keller- und Dachbodenräume, soweit sie für Wohnzwecke nicht geeignet sind, weiters Treppen, Balkone, Terrassen sowie für landwirtschaftliche Zwecke spezifisch ausgestattete Räume in Verbindung mit einer Wohnung werden bei der Berechnung der Nutzfläche nicht berücksichtigt.
Bei Eigenheimen ohne Unterkellerung zählen Räume für technische Zwecke (Heizung, Lüftung, Warmwasserspeicher) und Lagerzwecke (Holz-, Pelletslager) mit einer Fläche von insgesamt 10 m² nicht zur Nutzfläche.

10. Gibt es eine Nutzflächenobergrenze?
Bei Errichtung oder Erwerb von Wohnraum wird eine Förderung nur gewährt, wenn die Nutzfläche der Wohnung 130 m², bei mehr als fünf im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen 150 m² nicht übersteigt. In begründeten Ausnahmefällen (z. B. historisch wertvolle oder denkmalgeschützte Gebäude) ist nach Anhörung des Wohnbauförderungsbeirates eine Überschreitung der höchstzulässigen Wohnnutzfläche zulässig.

WICHTIG!

Bei einer Überschreitung der angeführten höchstzulässigen Nutzfläche von 130 bzw. 150 m² wird keine Förderung gewährt.

11. Was ist die förderbare Nutzfläche?
Bei der Förderung der Errichtung und des Erwerbs von Wohnraum im Eigentum bemisst sich das Ausmaß der Förderung nach der förderbaren Nutzfläche, die von der Haushaltsgröße abhängig ist.

Die förderbare Nutzfläche beträgt bei einer Haushaltsgröße von...

* Beim Erwerb von Bestandsobjekten bwz. Schaffung von Wohnraum durch Auf-, Zu-, Um- und Einbau in Bestandsobjekten gelten gesonderte Angaben der förderbaren Nutzfläche.

1 Person

50 m²

2 Personen

65 m²

3 Personen

75 m²

4 Personen

90 m²

5 Personen

105 m²

6 Personen

115 m²

mehr als 6 Personen

125 m²

12. Wann spricht man von einer Jungfamilie?
Als Jungfamilie gelten

check ein Ehepaar mit oder ohne Kinder oder eine eingetragene Partnerschaft, wenn beide Ehegatten oder eingetragenen Partner das 35. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht vollendet haben.

check Lebensgefährten, wenn beide das 35. Lebensjahr zum Zeit- punkt der Antragstellung nicht vollendet haben und zumindest einer ein oder mehrere eigene oder adoptierte, haushaltszugehörige Kinder, für welche Familienbeihilfe bezogen wird, aufweist;

check Alleinstehende, wenn sie das 35. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht vollendet haben und ein oder mehrere eigene oder adoptierte, haushaltszugehörige Kinder, für welche Familienbeihilfe bezogen wird, aufweisen;

13. Was versteht man unter nahestehenden Personen?
Unter nahestehenden Personen versteht man Verwandte in gerader Linie (Großeltern, Eltern, Kinder und Enkelkinder) einschließlich der Adoptiv- und Pflegekinder, Geschwister, Verschwägerte in gerader Linie (dies gilt für eingetragene Partner sinngemäß), eigene adoptierte Kinder und Pflegekinder.

14. Was ist ein Förderungskredit?
Ein Förderungskredit ist ein zinsbegünstigter Landeskredit, der erstrangig im Grundbuch sicherzustellen ist.

15. Was ist ein Annuitätenzuschuss?
Ein Teil der Förderungssumme wird neben dem Förderungskredit in Form von Annuitätenzuschüssen zu den Rückzahlungsraten (Zinsen- und Tilgungsraten) eines sonstigen zur Finanzierung der Wohnung aufgenommenen Hypothekarkredits gewährt.

Verlässlicher Baustein für die Finanzierung
Fotos: Stockwerk-Fotodesign/stock.adobe.com (2)

16. Was ist ein „Häuslbauer­bonus“?
Der „Häuslbauerbonus“ ist ein nicht rückzahlbarer Einmalzu­schuss, der auf eine Dauer von 20 Jahren erstrangig im Grundbuch sicherzustellen ist.

17. Was ist besonders zu beachten?
Das zu verbauende Grundstück muss vorrangig im Siedlungsschwerpunkt im örtlichen Entwicklungskonzept (OEK) der Standortgemeinde ausgewiesen sein. Die Finanzierung des Bauvorhabens muss nachweislich gesichert sein (Bankbestätigung).
Wer eine geförderte Wohnung bezieht, ist verpflichtet, seine Rechte an den bisher zur Befriedigung seines dringenden Wohnbedürfnisses regelmäßig verwendeten Wohnungen binnen sechs Monaten nach Bezug der geförderten Wohnung aufzugeben. Ausnahmen sind nur mit Zustimmung des Landes in bestimmten Fällen zulässig.

18. Antragstellung
Förderungsanträge können beim Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 11, Mießtaler Straße 1, 9021 Klagenfurt, eingebracht werden.
Die Formblätter stehen auch unter www.wohnbau.ktn.gv.at zum Download zur Verfügung.
Förderungsanträge, die den erforderlichen Nachweis über die elektronische Übermittlung des Energieausweises an die ZEUS Datenbank und die Baubewilligung nicht angeschlossen haben, gelten als nicht eingebracht.

19. Zusicherung
Bei positiver Erledigung erhält der Förderungswerber eine schriftliche Zusicherung samt Schuldschein und erwirbt damit Anspruch auf die Förderung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at

Verlässlicher Baustein für die Finanzierung
Anzeige
Anzeige

Schritt für Schritt zum Wohntraum

Der Weg zur Wohnbauförderung ist seit 1. 1. 2020 erheblich einfacher. Der Landesgesetzgeber hat neue Anreize geschaffen, das Lebensprojekt „Eigenheimbau“ anzupacken.

Schritt für Schritt zum Wohntraum
Fotos: Nishihama/stock.adobe.com (2)
Eigenheimbau  ist Individualität
„Gewährt wird eine sichere und günstige Finanzierung mit 0,7 % Zinsen. Zusätzlich gibt es erhöhte Förderungen für Familien und Kinder. “ Natascha Wagner, Expertin für Kleinbau und Ersterwerb

Die Wohnbauförderung unterstützt Interessenten dabei, den Traum vom Eigenheim zu realisieren. Der Wegfall der strengen energetischen Mindestanforderungen und eine Wahlmöglichkeit zwischen einem Häusl- bauerbonus (Direktzuschuss) oder einem Förderungskredit mit attraktiven Zinskonditionen erleichtern den Zugang zur Wohnbauförderung.

Bei Inanspruchnahme eines Förderungskredits für

check die Neuerrichtung eines Eigenheims oder

check die Schaffung von Wohnraum durch Zubau oder Einbau einer Wohnung in ein bestehendes Gebäude (z. B.: Dachgeschoßausbau, Aufstockung) wird eine Basisförderung von € 300/m² Nutzfläche g ewährt. Diese wird durch Bonusbeträge nochmals erhöht.


Besonders gefördert werden

check Jungfamilien mit einem Bonus von € 12.000

check Familien mit Kindern mit einem Bonus von € 1.000 je Kind

check Niedrigeinkommensbezieher mit einem Zuschlag von € 3.000


Bonusbeträge gibt es ferner bei:

check Nachverdichtungen inkl. Abbruchkosten und/oder verdichteter Bauweise

check Errichtung eines Niedrigstenergiehauses

check Verwendung von ökologischen Baustoffen

check Nutzung von Sonnenenergie (Solar- oder Photovoltaikanlagen)

check besonders platzsparenden Bauprojekten

check wenn das Wohnobjekt gewisse Lagequalitäten aufweist, z .B. Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, an Nahversorger

check das Wohnobjekt sich in einer strukturschwachen ländlichen Gemeinde befindet,

check bereits altersfit bzw. barrierefrei gebaut wird.

check Elektromobilität – Anschaffung einer Wallbox und

check Dachbegrünungen

1. Wer wird gefördert?
Der Förderungswerber muss

check eine begünstigte Person sein

check (Mit-)Eigentümer oder Wohnungseigentümer der zu verbauenden Liegenschaft sein.

2. Was wird gefördert?
Gefördert wird für den eigenen Wohnbedarf und hinsichtlich einer zweiten Wohnung auch des Wohnbedarfs einer dem Förderungswerber nahestehenden begünstigten Person (mit Ausnahme seines Ehegatten oder eingetragenen Partners oder Lebensgefährten) die

check Errichtung eines Eigenheims, von Gebäuden im Gruppenwohnbau oder eines Doppelhauses mit je maximal 2 Wohnungen,

check Errichtung einer Wohnung durch Auf-, Zu-, Um- oder Einbau in Wohnhäuser oder sonstige Gebäude.

3. Welche energetischen Anforderungen gibt es?

a) Anforderungen an Energie- kennzahlen Die Energiekennzahlen der Baubewilligung reichen aus.

Zu beachten ist jedoch, dass für die Wohnbauförderung

- keine fossilen Brennstoffe (Kohle, Heizöl)

- keine Elektroheizungen

- keine Infrarotheizungen

- Erdgasbrennwertanlagen nur in Ausnahmefällen und unter bestimmten Voraussetzungen zum Einsatz gelangen dürfen.

b) Anforderungen an die Heiz- ungs- und Warmwasserversorgung Im Fernwärmebereich ist verpflichtend an das Fernwärmenetz anzuschließen bzw. sind alternativ bei einem besonders hohen technischen oder wirtschaftlichen Aufwand „hocheffiziente alternative Energiesysteme“ einzusetzen.

4. Wie wird gefördert?
Die Förderung erfolgt durch Gewährung

check eines Förderungskredits (zinsbegünstigten Kredits) und

check von Annuitätenzuschüssen oder alternativ

check eines Einmalzuschusses (Häuslbauerbonus) – für die Errichtung von Eigenheimen, Eigenheimen im Gruppenwohnbau und Doppelhäusern.

Der Förderungskredit und Häuslbauerbonus sind erstrangig im Grundbuch sicherzustellen.

5. Wie hoch ist die Förderung?

a. Förderungskredit und Annuitätenzuschüsse
Bei Gewährung eines Förderungskredites und von Annuitätenzuschüssen wird die errechnete Förderungssumme im Ausmaß von 60 % als Förderungskredit und im Ausmaß von 40 % in Form von Annuitätenzuschüssen gewährt.
Der Förderungskredit hat eine Laufzeit von 30 Jahren, Verzin­sung 0,7 % p. a. in den ersten 20 Jahren und 1,5 % p. a. ab dem 21. Jahr bis zum Laufzeitende.
Die Annuitätenzuschüsse haben eine Laufzeit von maximal zehn Jahren und der Antrag auf Gewährung des Zuschusses für die ersten 5 Jahre wird gleichzeitig mit dem Förderungskredit gestellt.

b. Einmalzuschuss (Häuslbauer­bonus)
Dieser Zuschuss beträgt

check € 12.000 oder

check € 15.000 bei einem Niedrigstenergiegebäude – Standard 2020


Zum Einmalzuschuss (Häuslbauerbonus) wird ein Bonus für verdichtete Bauweise (in Abhängigkeit der Grundstücksgröße) und Nachverdichtung in Höhe zwischen € 3.000 und € 7.000 und für Abbruchkosten im Rahmen der Nachverdichtung in Höhe von € 5.000 gewährt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at

Berechnung der Förderung

für die Errichtung einer Wohnung in einem Eigenheim durch Nachverdichtung im Niedrigstenergiegebäude Standard:

  • Errichtung einer Wohnung durch Zubau
  • 95 m² Nutzfläche
  • Jungfamilie, 2 Kind
  • förderbare Nutzfläche für 3 Personen: 75 m²
Basisförderung: 75 m² x € 300
€ 22.500
Beantragte Bonusbeträge:
check Bonus Nachverdichtung 75 m² X € 150
€ 11.250
check Energieeffizienzbonus 75 m² X € 100
€ 7.500
check Umweltbonus Ökoindex < 120
€ 4.000
check Bonus für Sonnenenergie Photovoltaik – 2kWp – 2 kWp X € 1.000
€ 2.000
check Bonus für Elektromobilität
€ 700
check Bonus strukturschwacher ländlicher Raum
€ 7.000
check Bonus Jungfamilie
€ 12.000
check Kinderbonus (1.000 x 2)
€ 2.000
check Bonus Standortqualität
€ 5.000
check Förderungssumme
€ 73.950

Aufteilung in
check 60 % Förderungsdarlehen
€ 44.370
check 40 % Annuitätenzuschüsse
€ 29.580
Berechnung der Förderung

für ein freistehendes Eigenheim – Bauen mit Energiekennzahlen der Baubewilligung:

  • Errichtung eines Eigenheimes
  • 130 m² Nutzfläche, 50 m² zu begrünender Fläche
  • Jungfamilie, 1 Kind, Niedrigeinkommenbezieher
  • förderbare Nutzfläche für 3 Personen: 75 m²
Basisförderung: 75 m² x € 300
€ 22.500
Beantragte Bonusbeträge:
check Umweltbonus Ökoindex 160 - 120
€ 1.500
check Bonus für Sonnenenergie Photovoltaik – 4kWp – 4 kWp X € 1.000
€ 4.000
check Bonus für Elektromobilität
€ 700
check Bonus für Dachbegrünung 50 m² x 50
€ 2500
check Bonus barrierefreie Bauweise
€ 10.000
check Bonus strukturschwacher ländlicher Raum
€ 7.000
check Bonus Jungfamilie
€ 12.000
check Kinderbonus
€ 1.000
check Zuschlag bei niedrigem Einkommen
€ 3.000
check Förderungssumme
€ 64.200

Aufteilung in
check 60 % Förderungsdarlehen
€ 38.520
check 40 % Annuitätenzuschüsse
€ 25.680

Kürzere Fahrzeit zum Arbeitsplatz, mehr Lebens­qualität

Nach vielen Jahren des Pendelns von Slowenien nach Kärnten war für Familie Miler klar, dass eine räumliche Veränderung ansteht. Mit dem Bau eines freistehenden Einfamilienhauses hat sich ihr Lebenstraum erfüllt.

Kürzere Fahrzeit zum Arbeitsplatz, mehr Lebensqualität
Fotos: Traussnig

Mehr Freizeit. Schon seit zwölf Jahren arbeitet Nino Hinko Miler in Österreich. Täglich pendelt er von Slowenien über die Grenze, seit drei Jahren gemeinsam mit seiner Frau und seinen 11- und 17-jährigen Kindern, die eine Schule in Klagenfurt besuchen. „Da war für uns irgendwann klar, dass wir unseren Lebensmittelpunkt nach Kärnten verlegen wollen.“ Und so wurde die Eigentumswohnung in Slowenien verkauft und ein großer Traum wahr: „Abends auf der Terrasse sitzen zu können und den Feierabend im eigenen Garten zu genießen, das war schon ein Grund, warum wir uns für den Bau eines Hauses und gegen eine andere Wohnung entschieden haben.“ Gebaut wurde in Holzständerbauweise, der Einzug ist für Ende Februar geplant. Neben mehr Lebensqualität war auch die Vorsorge fürs Alter ausschlaggebend bei der Entscheidung zum Hausbau. Miler: „Unser Erdgeschoß können wir in Zukunft einfach adaptieren und so barrierefrei auf einem Stockwerk wohnen.“
Für den Häuselbauerbonus hat Familie Miler die Hilfe der Gemeinde in Anspruch genommen: „Das war ganz unproblematisch und wurde uns super erklärt. Besonders die Kinder freuen sich darauf, in Zukunft näher an ihren Schulen und Freunden wohnen zu können. Die Kinder haben für ihre Zimmer alles selbst ausgesucht und mitgestaltet. Das Wichtigste war aber der Internetanschluss.“


Errichtung eines Eigenheimes in St. Michael ob Bleiburg
Details der Förderung:
  • Einmalzuschuss / Häuselbauerbonus EUR 15.000,–
  • Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit einer Wohnnutzfläche von 126,95 Quadratmetern
  • Vier Personen im Haushalt, davon zwei Kinder
Kürzere Fahrzeit zum Arbeitsplatz, mehr Lebensqualität

„Im Erdgeschoß können wir später barrierefrei leben, falls wir nicht mehr so gut zu Fuß sind.“

Nino Hinko Miler


Der Traum vom Haus: Mehr Platz für die ganze Familie

Wenn man als Jungfamilie den Entschluss fasst, ein Haus zu bauen, ist der Förderkredit der Wohnbauförderung Kärnten eine willkommene finanzielle Erleichterung. Auch für Familie Truschner-Herzog aus Sittersdorf in Unterkärnten.

Der Traum vom Haus: Mehr Platz für die ganze Familie
Fotos: Weichselbraun

Lebenstraum. Ein Eigenheim im Grünen – welche Familie mit kleinen Kindern träumt nicht davon? Für Sandra Truschner-Herzog, ihren Mann Alexander und die beiden gemeinsamen Kinder soll dieser Traum noch dieses Jahr in Erfüllung gehen. „Unsere jetzige Mietwohnung ist einfach zu klein für uns vier. Zuerst haben wir uns einige Häuser zum Kauf angesehen, doch nichts hat so richtig gepasst. Da ist die Entscheidung gefallen, selbst zu bauen“, so Sandra Truschner-Herzog. Ein Grundstück neben den Großeltern war bereits vorhanden. „Das hat uns die Entscheidung auf jeden Fall erleichtert. Wir leben beide gern am Land, Schulen und Kindergärten sind zu Fuß erreichbar und auch Einkaufsmöglichkeiten gibt es in unmittelbarer Umgebung.“ 106 m² Wohnfläche plus einen Keller darf die junge Familie in Zukunft ihr Eigen nennen. Geheizt wird umweltfreundlich mit einer Luftwärmepumpe.
Den Antrag zur Wohnbauförderung hat die junge Familie als unkompliziert empfunden. Sandra Truschner-Herzog: „Bei einem Hausbau ist man immer mit enormen Kosten konfrontiert, da war der Förderkredit schon ein großer Vorteil. Die Erfüllung der Kriterien waren für uns kein Hindernis. Ich kann jedem nur empfehlen, sich zu informieren.“

Errichtung eines Eigenheimes in Sittersdorf
Details der Förderung:
  • Förderkredit AZ-Darlehen
  • Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit einer Wohnnutzfläche von 106,3 Quadratmetern
  • Vier Personen im Haushalt, davon zwei Kinder
  • Bonus für Jungfamilie
  • Bonus für zwei Kinder
  • Energieeffizienzbonus
  • Umweltbonus
  • Bonus für Standortqualität
  • ZusWchlag bei niedrigem Einkommen

„Schulen, Kindergärten und Einkaufs­möglichkeiten haben wir ganz in unserer Nähe.“

Sandra Truschner-Herzog

Kärntner Siedlungswerk: Wohnbau mit Weitblickk

Mit den Bauprojekten „Thomas-Schmid-Hof“ in Klagenfurt-Annabichl und „Postplatzl“ in Völkermarkt schafft das Kärntner Siedlungswerk leistbaren Wohnraum, der sowohl gegenwärtige als auch zukünftige Ansprüche erfüllt.

Wohnbau mit Weitblick
visualisierungen: ksw (2)

In Klagenfurt-Annabichl in der Kreuzwirtgasse entstehen zwölf smarte Reihenhäuser für Jungfamilien sowie für alleinerziehende Elternteile mit Kind. Zum idealen Wohnumfeld gehören für die zukünftigen Mieter im Thomas-Schmid-Hof ein angrenzender kleiner Park wie auch eine hervorragende Infrastruktur. Bushaltestellen, Schulen, Kindergärten sowie eine Apotheke, Lokale und etliche Nahversorger liegen in unmittelbarer Nähe und können fußläufig oder mit dem Fahrrad leicht erreicht werden.

Die Reihenhäuser für Jungfamilien bieten großzügigen Wohnraum für Paare mit ein bis zwei Kindern: Im Erdgeschoß befinden sich eine große Wohnküche, ein Abstellraum und WC sowie Terrasse und Garten, das Obergeschoß verfügt über ein Bad mit WC und zwei bis drei Zimmer.
Nach Süden ausgerichtete Terrassen und private Eigengärten tragen wesentlich zu einer angenehmen, freundlichen Wohnatmosphäre bei. Allgemeine Grünflächen bieten zusätzlichen Freiraum für die Gemeinschaft.
Die Energieversorgung erfolgt mit Wärmepumpen und hauseigenen Photovoltaik-Anlagen.

Besonderes Augenmerk haben Planer und Bauträger auf die einfache, bei Bedarf auch nachträgliche Adaptierbarkeit für behindertengerechtes Wohnen auf zwei Ebenen gelegt. So wurde der mögliche Einbau eines Plattformliftes für Rollstuhlfahrer in der Planung bereits berücksichtigt.

Mit einer Wohnnutzfläche von 60 bzw. 73 m² bieten die kleineren Reihenhäuser kostengünstigen Wohnraum für alleinerziehende Elternteile. Eine Wohnküche sowie ein behindertengerechetes Bad mit WC sowie Terrasse und Garten im Erdgeschoß, dazu zwei Schlafzimmer und ein zusätzliches WC im Obergeschoß decken die erforderlichen Wohnbedürfnisse perfekt ab.
Die Grundrisse der Wohneinheiten wurden speziell für diese Zielgruppe konzipiert und bilden mit den größeren Reihenhäusern für Jungfamilien einen stimmigen Wohnverbund, der Nachbarschaftshilfe wie beispielsweise gegenseitiges Babysitten ermöglicht, und wo es den Bewohnern leicht fallen sollte, freundschaftliche Kontakte zu knüpfen.

Wohnbau mit Weitblick
visualisierungen: ksw (2)

In Völkermarkt, in zentraler Lage, trifft preisgekrönte Architektur auf hochwertige Baumaterialien. Am „Postplatzl“ wird aktuell ein attraktives und vor allem – dank der großzügigen Wohnbauförderung des Landes Kärnten – leistbares Wohnbauprojekt der Drau Wohnbau Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft m. b. H., einem Unternehmen der Kärntner Siedlungswerk Gruppe, realisi

Tatkräftig unterstützt haben die Verwirklichung dieses Meilensteins der Stadtentwicklung sowohl das Land Kärnten als auch die Stadtgemeinde Völkermarkt. Realisiert werden beim Bauvorhaben „Draublick I“ insgesamt 54 Wohnungen. Der überwiegende Anteil ist als 2-Zimmer-Wohnungen mit einer Größe von ca. 50 Quadratmetern ausgestaltet. Zum Bauprojekt gehört auch eine mehrgeschoßige Tiefgarage mit insgesamt 91 Abstellplätzen. Zudem stehen den Bewohnern attraktive Außenanlagen als Erholungsraum zur Verfügung. Darüber hinaus entstehen insgesamt 15 Betreuungsplätze, die in Form von „betreutem Wohnen“ Menschen mit Benachteiligungen und/oder Behinderungen ein modernes Zuhause bieten sollen.

Der autArK-Wohnverbund ermöglicht den Bewohnerinnen und Bewohnern eine weitestgehend selbstbestimmte Lebensführung und Weiterentwicklung. Die Grundidee dabei ist, Wohnangebote zur Verfügung zu stellen, welche die individuellen Wünsche und Bedürfnisse jedes Einzelnen berücksichtigen und darüber hinaus gleichermaßen die Gemeinschaft und Selbstständigkeit der Bewohner fördern.
Der Baukörper ist terrassenartig ausgebildet. Damit wird den topographischen Gegebenheiten in Völkermarkt, mit der markanten Geländekante in Richtung Süden zur Drau, Rechnung getragen. Nochmals wesentlich gesteigert wird die Wohnqualität durch den traumhaften Ausblick. Der Vorteil der barrierefreien Ausgestaltung der Anlage und der Anpassbarkeit sämtlicher Wohnungen eröffnet auch Personen mit eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit, sich bei der Stadtgemeinde Völkermarkt als Interessentinnen und Interessenten vormerken zu lassen. Die Mieterinnen und Mieter dieser in vielerlei Hinsicht außergewöhnlichen Wohnanlage werden ihre neuen Wohnungen im Mai 2020 beziehen können.



Unterstützung fürs Eigenheim: AK vergibt Wohnbaudarlehen

Arbeitnehmer werden von der Arbeiterkammer Kärnten bei der Schaffung von Wohnraum mit zwei unterschiedlichen Förderungen unterstützt.

Wohnbau mit Weitblick
Fotos: AK/Jost&Bayer; AdobeStock/fizkes
AK-Wohnbaudarlehen: Hausbau, Wohnung anschaffen, Wohnraumsanierung, in Klimaschutz investieren

Aller Anfang ist bei der Schaffung von Wohnraum schwer – nicht mit dem zinsenlosen Wohnbaudarlehen der Arbeiterkammer! Mit dem Wohnbaudarlehen wird ein Hausbau, ein Wohnungskauf, eine Sanierung oder Investition in Alternativenergie gefördert. Der Förderungsbetrag des zinsenlosen AK-Wohnbaudarlehens reicht von 800 Euro bis zu einem Maximalbetrag von 6.000 Euro. Auf das zinsenlose Darlehen, mit einer monatlichen Rückzahlungsrate von 40 Euro bis 100 Euro, haben alle kammerumlagepflichtigen (mindestens ein Jahr) Arbeitnehmer einen mehrmaligen Anspruch.

Junges Wohnen Zusätzlich gibt es für junge Arbeitnehmer, die ein eigenes Zuhause gründen wollen, ein zinsenloses Wohnbaudarlehen in der Höhe von 3.000 Euro für eine Genossenschafts- oder Gemeindewohnung. Die Voraussetzungen für ein „Junges Wohnen“-Darlehen sind:

  • Sie haben das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet.
  • Sie müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung bei der Arbeiterkammer Kärnten mindestens sechs Monate umlagepflichtig gewesen sein.
  • Sie müssen, wenn Sie Lehrling sind, zum Zeitpunkt der Antragstellung das 18. Lebensjahr vollendet haben und in einem aufrechten Lehrverhältnis stehen. Bei Alleinverdienern und Alleinerziehern wird das Darlehen pro Kind um 500 Euro erhöht. Die monatliche Rückzahlungsrate beträgt 50 Euro.
Wohnbau mit Weitblick Wohnbau mit Weitblick

AK-Präsident Günther Goach: „Wohnen muss leistbar sein, die AK hilft.“

Mehr Infos:
ktn.ak.at/foerderungen
Telefon: 050 477-4002
E-Mail: foerderungen@akktn.at


Finanzplan unter Dach und Fach

Ob das Projekt „Hausbau“ oder „Wohnung“ heißt, die Herausforderungen, die sich bei der Umsetzung stellen, ähneln einander. Und sie sind in der Regel beträchtlich. Mithilfe der Kärntner Wohnbauförderung lassen sich zumindest die finanziellen Belastungen besser abfedern.

Finanzplan unter Dach und Fach

D ie Kärntner Wohnbauförderung schafft ein gutes Gefühl beim Hausbau oder Wohnungskauf. Dabei steht hinsichtlich der Planung eine solide finanzielle Basis für das Projekt an erster Stelle. Den Bedarf an Wohnraum zu sichern sowie allgemein Wohnen zeitgemäß zu gestalten und leistbar zu machen, sind wesentliche Ziele des Kärntner Wohnbauförderungsgesetzes 2017. Punkte wie die soziale, wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit sowie ein leichterer Zugang zu leistbarem Eigentum im städtischen und ländlichen Raum sind weitere Kernpunkte.

Gefördert wird der Erwerb von Eigenheimen oder Eigentumswohnungen direkt vom Bauträger. Besondere Berücksichtigung finden dabei Jungfamilien. Spezielle Bedeutung hat zudem eine klima- und energiesparende, ökologische und ressourcenschonende Bauweise sowie die Nähe etwa zu umweltfreundlicher Mobilität, zu Einrichtungen der täglichen Nahversorgung, der sozialen Infrastruktur (medizinische Versorgung, Apotheke, Schulen, Kindergarten, öffentliche Verwaltung, Dienstleistungsbetriebe u. a. m.) sowie zu Einrichtungen für Erholung und Freizeit. Diese Förderungsmaßnahme soll nachhaltiges qualitativ hochwertiges Bauen, den Einsatz erneuerbarer Energien oder Umstieg auf umweltfreundliche Mobilität forcieren und damit einen Beitrag zur Entlastung der Wohnkosten und Reduktion der CO2-Emissionen privater Haushalte leisten.

1. Wer wird gefördert?
Der Förderungswerber muss

check eine begünstigte Person sein

check (Mit-)Eigentümer oder Wohnungseigentümer der zu verbauenden Liegenschaft sein

2. Was wird gefördert?
Gefördert wird der Ersterwerb direkt vom Errichter

check einer Eigentumswohnung für den Eigenbedarf

check eines Eigenheimes, von Eigen- heimen im Gruppenwohnbau mit jeweils max. zwei Wohnungen für den eigenen Wohnbedarf und hinsichtlich einer zweiten Wohnung auch des Wohnbedarfs einer dem Förderungswerber nahestehenden begünstigten Person mit Ausnahme seines Ehegatten, eingetragenen Partners oder Lebensgefährten.

3. Welche energetischen Anforderungen gibt es? Anforderungen an Energiekennzahlen?*
Die Anforderungen an die Energiekennzahlen wurden entschärft, die Wohnbauförderung kann mit der Baubewilligung beantragt werden.

Zu beachten ist jedoch, dass für die Wohnbauförderung
- keine fossilen Brennstoffe (Kohle, Heizöl)
- keine Elektroheizungen
- keine Infrarotheizungen
- Erdgasbrennwertanlagen nur in Ausnahmefällen und unter be- stimmten Voraussetzungen zum Einsatz gelangen dürfen.

*Vom Bauträger sind Maßnahmen zur Vermeidung sommerlicher Überwärmung zu setzen (zB Bauwerksbegrünungen (Gründächer, begrünte Fassaden), gezielte Bepflanzungen im Außenraum oder Fensterorientierung etc.).

Anforderungen an die Heizungs- und Warmwasserversorgung
Die Heizungs- und Warmwasserversorgung hat gemäß der Art. 15a B-VG Vereinbarung durch „hocheffiziente alternative Energiesysteme“ zu erfolgen, sofern die zu fördernde Baulichkeit nicht in einem vorgegebenen Fernwärmebereich und der Anschluss an dieses Netz mit einem besonders hohen technischen oder wirtschaftlichen Aufwand verbunden ist.

4. Was sind die Förderungsvoraussetzungen?

check Bei Eigentumswohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau und Eigenheimen im Gruppen- wohnbau muss die Zusage der grundsätzlichen Förderungsbe- reitschaft vorliegen, die vom Errichter vor Baubeginn der zu fördernden Wohnung zu beantragen ist.

check Beim Ersterwerb von Eigenheimen darf die Baubewilligung ab Antragstellung nicht länger als 5 Jahre zurückliegen. Die Zusage einer grundsätzlichen Förde- rungsbereitschaft ist nicht erforderlich.

check Der Kauf muss zu Fixpreisen oder, wenn es sich um eine gemeinnützige Bauvereinigung handelt, maximal zu den nach dem Wohnungsgemeinnützig- keitsgesetz zulässigen Preisen erfolgen.

check Der höchstzulässige Kaufpreis einer Wohnung darf € 2.750/m² Nutzfläche bzw. für den Fall, dass ein Qualitätsstandard von mindestens Klima:aktiv Silber des BMLFuW (www.klimaaktiv. at) erreicht wird, € 3.000/m² Nutzfläche nicht übersteigen.

check Die jeweils angeführte Kaufpreisobergrenze umfasst den Kaufpreis je Wohnung samt Zubehör (Balkone, Terrassen, Kellerabteil), d. h. die darauf entfallenden anteiligen Grund- und Baukosten, inkl. der gesetzlichen Umsatzsteuer. Der Kaufpreis für Tiefgaragenplätze, oberirdische Pkw-Abstellplätze oder Carports wird in die maximal zulässige Kaufpreisobergrenze nicht eingerechnet, darf jedoch ein marktübliches Preisniveau nicht überschreiten. Für den Fall eines nicht gesonderten Ausweises von Tiefgaragenplätzen, oberirdischen Pkw-Abstellplätzen oder Carports im Gesamtkaufpreis gemäß Kaufvertrag werden folgende Pauschalsätze (inkl. USt) in Abzug gebracht:

Tiefgaragenplatz:
€ 17.000
Oberirdischer Pkw-Abstellplatz::
€ 5.000
Carport:
€ 8.000
WICHTIGER HINWEIS:
Eine Förderung erfolgt nur zum Ersterwerb von schlüsselfertigem Wohnraum.

5. Wie wird gefördert?
Die Förderung erfolgt durch Gewährung

check eines zinsbegünstigten Kredits (Förderungskredit) und

check von Annuitätenzuschüssen

6. Wie hoch ist die Förderung?
Die Förderungshöhe ergibt sich aus der Basisförderung und Bonusbeträgen und wird die Förderungssumme im Ausmaß von

check 60 % als Förderungskredit und im Ausmaß von

check 40 % in Form von Annuitätenzuschüssen gewährt.

Berechnung der Förderung

Erwerb einer Eigentumswohnung mit 65 m² Nutzfläche

Kaufpreisobergrenze: € 2.750 x 65 m², exkl. Tiefgarage

2 Personen förderbare Nutzfläche für 2 Personen: 65 m² Basisförderung: 65 m² x € 300
€ 19.500
Beantragte Bonusbeträge:
check Bonus Nachverdichtung 65 m² X € 100
€ 9.750
check Energieeffizienzbonus 65 m² X € 100
€ 6.500
check Umweltbonus Ökoindex <120
€ 3.250
check Bonus Standortqualität
€ 5.000
check Zuschlag bei niedrigem Einkommen
€ 3.000
Förderungssumme
€ 47.975

Aufteilung in
check 60 % Förderungsdarlehen
€ 28.785
check 40 % Annuitätenzuschüsse
€ 19.190
Finanzplan unter Dach und Fach
Foto: j. sturm/stock.adobe.com
Finanzplan unter Dach und Fach
„Leistbares Eigentum ist auch für Jungfamilien durch einen zinsgünstigen Förderkredit und zusätzliche Zuschüsse möglich.“ Elfriede Pirker, Expertin für Ersterwerb und mehrgeschoßigen Wohnbau


Ein Förderungskredit hat eine Laufzeit von 30 Jahren, Verzinsung 1 % p. a. in den ersten 20 Jahren und 1,5 % p. a. ab dem 21. Jahr bis zum Laufzeitende.



Der Annuitätenzuschuss, der eine Laufzeit von maximal zehn Jahren hat, wird gleichzeitig mit dem Förderungskredit beantragt.

Berechnung der Förderung:
Das Förderungsausmaß errechnet sich aus der Basisförderung in Höhe von € 300/m² förderbarer Nutzfläche und den jeweils zutreffenden Bonusbeträgen, wie:

check Bonus für verdichtete Bauweise
in Abhängigkeit der Grundstücksgröße (€ 50–100/m² förderbarer Nutzfläche) und Bonus für Nachverdichtung (€ 150/m² förderbarer Nutzfläche)

check Energieeffizienzbonus:
€ 100/m² förderbarer Nutzfläche

check Umweltbonus:
bis zu € 8.000 bei Eigenheimen und bis zu € 100/m² förderbarer Nutzfläche bei Eigentumswohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau

check Bonus für Sonnenenergie
I. Thermische Solaranlage:
bis max. € 6.000
II. Photovoltaikanlage: € 1.000/kWp bis € 4.000/kWp für Eigenheime bzw. € 2/m²förderbarer Nutzfläche (max. 4.000) für Eigentumswohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau

check Bonus barrierefreie Bauweise: (nur für Eigenheime): € 10.000

check Bonus strukturschwacher ländlicher Raum: € 7.000

check Bonus Jungfamilie (alle Familienmitglieder unter 35 Jahren zählen dazu): € 12.000

check Kinderbonus: € 1.000 je Kind

check Zuschlag bei niedrigem Einkommen: € 3.000

check Bonus für behindertengerechte bauliche Maßnahmen (für ein Haushaltsmitglied mit Behinderung):€ 15.000

check Bonus Standortqualität (z. B. ÖPNV-Haltestelle und zwei weitere Infrastruktureinrichtungen innerhalb von 1.000 Metern Luftlinie): € 5.000

check Bonus für Elektromobilität (Anschaffung einer Wallbox): € 700

check Bonus Begrünungsmaßnahmen:

  • € 50/m² förderbarer Nutzfläche bis max. € 5.000 (für Eigentumswohnungen im mehrgeschossigen Wohnbau)
  • € 15/m² förderbarer Nutzfläche für Dachbegrünungs- oder Fassadenbegrünungsmaßnahmen

check Bonus für Passivhaus-Standard: € 50/m² förderbarer Nutzfläche

check Bonus Niedertemperaturheizung (nur für Eigentumswohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau): € 10/m² förderbarer Nutzfläche

check Bonus Qualitätsstufen: klima:aktiv (nur für Eigentumswohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau): Bei der Errichtung eines Geschoßwohnbaues in der Qualitätsstufe:

klima:aktiv Silber: Bonusbetrag € 80/m² förderbarer Nutzfläche

klima:aktiv Gold: Bonusbetrag € 100/m² förderbarer Nutzfläche

Die detaillierten Förderungsvoraussetzungen sind der Richtlinie für die Förderung der Errichtung von Wohnraum im Eigentum zu entnehmen oder man informiert sich bei den Beratern der Kärntner Wohnbauförderung.

Mehr Informationen zur Deklarationsplattform - finden Sie hier...

Weitere Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at

Berechnung der Förderung

mit klima:aktiv Silber Standard:

Erwerb einer Eigentumswohnung mit 90 m² Nutzfläche
Kaufpreisobergrenze: € 3.000 X 90 m², exkl. Tiefgarage Jungfamilie, 2 Kind
förderbare Nutzfläche für 4 Personen: 90 m²

Basisförderung: 90 m² x € 300
€ 27.000
Beantragte Bonusbeträge:
check Bonus verdichtete Bauweise
€ 11.250
check Energieeffizienzbonus 90 m² X € 100
€ 9.000
check Umweltbonus Ökoindex <120
€ 3.750
check Bonus Jungfamilie
€ 12.000
check Kinderbonus (1.000 x 2)
€ 2.000
check Bonus Standortqualität
€ 7.000
check klima:aktiv Silber
€ 6.000
Förderungssumme
€ 78.000

Aufteilung in
check 60 % Förderungsdarlehen
€ 46.800
check 40 % Annuitätenzuschüsse
€ 31.200
Anzeige
Finanzplan unter Dach und Fach
Finanzplan unter Dach und Fach

Leistbares Wohnen als Ziel

Günstige Mieten, langfristige Mietverträge, hoher Wohnkomfort in attraktiven zentralen Lagen, barrierefreie und energieeffiziente Bauweise unter Berücksichtigung sozialer Aspekte mit den Bedürfnissen der Bewohner im Mittelpunkt, sind Qualitätsmerkmale des sozialen gemeinnützigen Wohnbaus.

Leistbares Wohnen als Ziel
Foto: j. sturm/stock.adobe.com

Leistbares Wohnen mit hoher Wohnqualität und -zufriedenheit zu ermöglichen, wird als vorrangiges Ziel der Kärntner Wohnbauförderung angesehen. Ein Beispiel dafür ist die Förderung von preisgünstigen Mietwohnungen gemeinnütziger Wohnbaugesellschaften. Die Mieten im gemeinnützigen Sektor sind bis zu 30 % günstiger als Mietwohnungen bei privaten Vermietern.

Den Ansprüchen der Bewohner gerecht zu werden, ist eine zentrale Herausforderung. Denn Wohnqualität und -zufriedenheit werden nicht nur durch eine energieeffiziente sowie hochwertige Bauweise mit funktionalen Grundrissen und privaten Freiraumflächen wie Balkonen bestimmt, sondern vor allem auch durch die Möglichkeit der Mitbestimmung bei der Gestaltung des eigenen Wohnumfeldes sowie durch gute soziale bzw. nachbarschaftliche Kontakte.

Daher liegt das Hauptaugenmerk auf sozialer Nachhaltigkeit, die einen gleich hohen Stellwert hat wie die Architektur und ökologische und wirtschaftliche Aspekte.
Zentrale Lagen mit viel Grünraum und kurze Wege mit fußläufiger Erreichbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel, Anbindung an Radwege, an zentrale Dienstleister des täglichen Bedarfs, wie Ärzte, Nahversorger, Frisör, Bäcker, Gas­tronomie, ein schulisches Umfeld, Betreuungseinrichtungen für Kinder, gute Freizeitmöglichkeiten und eine gut gelebte Nachbarschaft sind die heutigen Anforderungen der Bewohner.
Gemeinschaftsflächen und Begegnungszonen sowie der Einsatz von „Kümmerern“, also Ansprechpersonen vor Ort, die ein offenes Ohr für die Bedürfnisse der Bewohner haben, sollen dazu beitragen, die Wohnzufriedenheit zu steigern. Maßnahmen zur Vermeidung sommerlicher Überwärmung (z. B. Bauwerksbegrünungen wie Gründächer, begrünte Fassaden, gezielte Bepflanzungen im Außenraum oder Fensterorientierung etc.) spielen im Rahmen der Klimawandelanpassung eine wesentliche Rolle.
Für Haushalte mit Niedrigsteinkommen (bis 2/3 des höchstzulässigen Jahreseinkommens) soll künftig eine Errichtung leistbarer Kleinwohnungen von max. 50 m² ermöglicht werden.

1. Was und wer wird gefördert?
Gefördert wird die

check Errichtung von Mietwohnungen (einschließlich Reconstructing) im mehrgeschoßigen Wohnbau und Reihenhäusern durch gemeinnützige Bauvereinigungen oder Gemeinden sowie die

check Errichtung von Wohnheimen durch Institutionen, die ausschließlich und unmittelbar kirchlichen, gemeinnützigen oder mildtätigen Zwecken dienen.

Welche Wohnbauvorhaben gefördert werden, legt der Wohnbauförderungsbeirat in mehrjährigen Wohnbauprogrammen fest.


2. Was sind die Förderungsvoraussetzungen?

check Die Bauliegenschaft muss im Siedlungsschwerpunkt des örtlichen Entwicklungskonzeptes (OEK) der Standortgemeinde vorgesehen sein und das Bau- vorhaben muss den Erfordernissen einer sparsamen Verwendung von Grund und Boden entsprechen.

check Die Nutzfläche jeder Wohnung darf 130 m², bei mehr als fünf im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen 150 m² nicht übersteigen. Ausnahmen gibt es für Wohngemeinschaften oder Wohnverbundsysteme.

check Die angemessenen Gesamtbaukosten und die förderbaren Abbruch- und Entsorgungskosten dürfen nicht überschritten werden.

check Die städtebauliche und bau- künstlerische Qualität des Bau- vorhabens muss durch geeignete Maßnahmen, wie z. B. Durch- führung von städtebaulichen und baukünstlerischen Wett- bewerben gesichert sein.

3. Wie wird gefördert?
a. Die Förderung erfolgt durch die

check Gewährung eines zinsbegünstigten Kredits

4. Voraussetzungen für die Vermietung
Geförderte Mietwohnungen dürfen nur an begünstigte Personen vergeben werden. Dabei beträgt das höchstzulässige Jahresein- kommen (Familieneinkommen) bei einer Haushaltsgröße von

1 Person

€ 38.000

2 Personen

€ 55.000

3 Personen

€ 61.000

4 Personen

€ 67.000

für jede weitere Preson

+ € 6.000


Um eine geförderte Mietwohnung zu erhalten, sind folgende Kriterien zu erfüllen:

check Österreichischer Staatsbürger oder einem solchen gleichgestellt

check Volljährigkeit (Ausnahme nur in begründeten Ausnahmefällen)

check Nachweis des Bedarfs am geförderten Wohnraum (z. B. Wechsel von einer nicht geförderten in eine geförderte Wohnung, beruflich bedingter Ortswechsel…)

check Nutzung des geförderten Wohnobjektes ausschließlich für den eigenen Wohnbedarf als Hauptwohnsitz

check Verpflichtung zur Aufgabe der Rechte an den bisher regelmäßig als Hauptwohnsitz genutzten Wohnungen binnen sechs Monaten nach Bezug der geförderten Wohnung


5. Übertragung geförderter Wohnungen in das Wohnungs­eigentum
Geförderte Mietwohnungen dürfen in das Wohnungseigentum des Mieters unter bestimmten Voraussetzungen übertragen und können Förderungskredite übernommen werden.
Eine wesentliche Voraussetzung ist das Vorliegen einer begünstigten Person.

Das Formblatt „Ansuchen auf Übernahme des Wohnbauförderungskredites“, ist zusammen mit allen erforderlichen Nachweisen bei der Wohnbauförderungsstelle einzureichen.

6. Antragstellung für eine geförderte Mietwohnung
Anträge auf eine geförderte Mietwohnung sind bei der zuständigen Gemeinde oder der Wohnbaugesellschaft einzubringen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at



Würdevoll leben und wohnen im Alter

Die qualitätsvolle Betreuung und Pflege älterer Menschen zählt in unserer Gesellschaft zu den drängendsten Zukunftsfragen. Praktikable Antworten gibt ein soziales Projekt in St. Andrä im Lavanttal.

Würdevoll leben und wohnen im Alter
Foto: r. Kneschke/stock.adobe.com

I n der Gemeinde St. Andrä im Lavanttal wird auf einem zentrumsnahen Grundstück im Stadtteil Wölzing ein richtungsweisendes, soziales Projekt umgesetzt. Das Ziel: die umfassende und qualitätsvolle Versorgung wie auch Betreuung und Pflege älterer Menschen sicherzustellen.
Ausgeführt wird das Projekt durch die Landeswohnbau Kärnten  –  Neue Heimat in Zusammenarbeit mit der Arbeitsvereinigung der Sozialhilfe Kärntens. Die Umsetzung wird mit Hilfe des Landes Kärnten, durch Förderung und Unterstützung der Landeshauptmannstellvertreterinnen Wohnbaureferentin Dr.in Gaby Schaunig und Gesundheitsreferentin Dr.in Beate Prettner, ermöglicht.

In einer ersten Stufe wird ein Pflegeheim mit 75 Betten errichtet, daran angeschlossen wird es eine Tagesstätte mit einer Kapazität von 15 Plätzen für ältere pflegebedürftige Menschen geben.
In einem durch die Wohnbauförderung geförderten, barrierefreien Gebäudekomplex werden zusätzlich 20 betreubare Wohnungen zur Verfügung stehen. „Dieses Gebäude wird baulich mit dem Pflegeheim verbunden sein, wodurch es im Anlassfall auch möglich ist, dass eine Person in unmittelbarer Nähe des pflegebedürftig gewordenen Partners leben und diesen begleiten kann“, erklärt Wolfgang Ruschitzka, technischer Geschäftsführer der LWBK.
„Ein Stützpunkt für mobile Pflegedienste, von welchem aus die Hauskrankenpflege für St. Andrä organisiert wird und wo man über Pflege- und Betreuungsangebote informiert wird, rundet das Angebot ab“, so Dir. Klaus Harter, Geschäftsführer der AVS.

Durch die LWBK wurden kärntenweit bereits mehrere Pflegeheime errichtet. „Wir haben viel Erfahrung auf diesem Gebiet“, betont Mag. Harald Repar, kaufmännischer Geschäftsführer der LWBK. „Es ist uns eine große Freude, gemeinsam mit der AVS als langjährigem Partner sowie dem Land Kärnten den Betrieb des neuen Pflegeheimes samt Tagesstätte sicherstellen und zugleich ‚betreubares Wohnen‘ in der Gemeinde St. Andrä gewährleisten zu können.“
Der Bedarf ist laut Bürgermeister Ing. Peter Stauber groß, so lägen bereits zahlreiche Anmeldungen für die Betreuungsplätze vor.
Der Baustart soll im Frühjahr erfolgen, die Eröffnung ist im Sommer 2021 geplant.

Geeignetes Instrument zur Finanzierung

Der Eigenmittelersatzkredit des Landes eignet sich bestens dazu, die Finanzierung von Bau- und Grundkostenbeiträgen für geförderte Mietwohnungen im mehrgeschoßigen gemeinnützigen Wohnbau zu erleichtern.

Um den Kreis der Anwärter zu vergrößern, die für eine geförderte Mietwohnung infrage kommen, wurde im Kärntner Wohnbauförderungsgesetz 2017 die Richtlinie für die Gewährung ­eines Eigenmittelersatzkredites grundlegend erneuert. Denn Mieter geförderter Wohnungen haben mitunter anteilige Bau- oder Grundkosten zu tragen, die ihnen gemeinnützige Bauvereinigungen oder Gemeinden vorschreiben. Wo diese die Eigenmittel, die auf die angemessene Nutzfläche entfallen, nicht aufbringen können, bietet die Wohnbauförderung die Möglichkeit, einen Eigenmittelersatzkredit zu beantragen. Entscheidendes Kriterium: Die Aufbringung der Eigenmittel darf den Mietern aufgrund ihrer persönlichen Eigentumsverhältnisse nicht zumutbar sein.

Indem ein solcher Eigenmitteler- satzkredit gewährt und die anteiligen Grund- bzw. Baukosten gesichert werden, wird der Zugang zu geförderten leistbaren Mietwohnungen erleichtert. Diese Maßnahme soll, begleitend zu den Mietensenkungsprogrammen des Landes, auch das Wohnen in geförderten Altobjekten, insbesondere im ländlichen Raum, wieder attraktiver machen.

1. Was versteht man unter dem Eigenmittelersatzkredit?

Unter dem Eigenmittelersatzkredit versteht man einen Kredit zur Finanzierung eines vorgeschriebenen Finanzierungsbeitrages (Bau- und Grundkostenbeitrages) im geförderten mehrgeschoßigen gemeinnützigen Wohnbau.

WICHTIG!
Nicht gefördert werden die Kaution sowie Eigenmittelleistungen für Grundkostenanteile, die zur nachträglichen Übertragung der Wohnung in das Wohnungseigentum berechtigen.

2. Wer wird gefördert?
Gefördert werden Mieter bzw. Nutzungsberechtigte, die Eigenmittel für eine aus Mitteln der Wohnbauförderung geförderte Mietwohnung einer Gemeinde oder einer gemeinnützigen Bauvereinigung aufzubringen haben.

Die Antragstellung hat spätestens 3 Monate nach Wohnungszu- weisung bzw. Abschluss des Miet- oder Nutzungsvertrages durch die gemeinnützige Bauvereinigung oder Gemeinde zu erfolgen.


3. Persönliche Voraussetzungen
Der Mieter bzw. Nutzungsberechtigte muss eine

check begünstigte Person,

check Österreichischer Staatsbürger oder einem solchen gleich- gestellt sein und

check den Bedarf am geförderten Wohnraum nachweisen.

Dabei beträgt das höchstzulässige Familieneinkommen bei einer Haushaltsgröße von

1 Person

€ 25.333

2 Personen

€ 36.667

3 Personen

€ 40.667

4 Personen

€ 44.667

für jede weitere Preson

+ € 4.000


4. Was wird gefördert?
Gefördert werden vom Erst- oder Nachfolgemieter bzw. Nutzungsberechtigten aufzubringende

check Eigenmittelleistungen zur Finanzierung des Grundkosten-/Baukostenanteiles einer geförderten Mietwohnung einer Gemeinde oder einer gemeinnützigen Bauvereinigung


5. Wie wird gefördert?
Die Förderung erfolgt durch Gewährung eines Eigenmittelersatzkredites, Laufzeit 10 Jahre, Verzin­sung 0,5 % jährlich. Der Kredit ist vom Mieter bzw. Nutzungsberechtigten in monatlichen gleichbleibenden Zinsen und Tilgung umfassenden Annuitäten rückzuerstatten.

6. Wie hoch wird gefördert?
Gefördert wird

check zwischen 50–80 % des Finanzierungsbeitrages

Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at


Manuela Zlakitc
„Wichtig ist, den Antrag auf den Eigenmittelersatzkredit gleich bei der Wohnungs­zuweisung beim Vermieter abzugeben, um keine Fristen zu versäumen.“ Mag. Manuela Zlatkic, Expertin für Eigenmittelersatzkredit und mehrgeschoßigen Wohnbau
Berechnung der Förderung

Berechnung des Eigenmittelersatzkredits:

Bezug der Wohnung:
1. 2. 2018, 2 Personen
Wohnnutzfläche:
79,40 m²
Förderbare Nutzfläche:
75 m²
Grundkostenbeitrag gesamt:
€ 5.610
davon förderbar für 75 m²:
€ 5.300
Miete inkl. Betriebskosten:
€ 524,34
Berechnung in Abhängigkeit vom Einkommen:
Einkommen Mieter: € 35.000,00
€ 17.000,00
Förderung Grundkostenanteil / Eigenmittelersatzkredit Land:
€ 2.650,00 (50 %)
€ 3.180,00 (60 %)
Eigenmittelanteil Mieter:
€ 2.650,00
€ 2.430

Bedingungen Eigenmittelersatzkredit:
Laufzeit:
10 Jahre
Verzinsung:
0,5 % p.a.
Annuitäten (Zinsen+Tilgung):
monatlich

Höhe der monatlichen Belastung für den Mieter:
Variante 1
Variante 2
Miete inkl. Betriebskosten:
EUR 524,34
EUR 524,34
Rate Eigenmittelersatzkredit
EUR 22,67
EUR 27,20
Monatliche Belastung für den Mieter:
EUR 547,01
EUR 551,54

Auch bei niedrigem Einkommen: Leistbares Wohnen

Eine bezahlbare, barrierefreie und unbefristete Wohnung zu finden, war der Wunsch von Pensionist Leopold Lehner. Dank eines Eigenmittel- mittelersatzkredits für den Finanzierungsbeitrag wird er nun bald in eine neue Wohnung der Kärntner Heimstätte umziehen.

Auch bei niedrigem Einkommen: Leistbares Wohnen
Fotos: Weichselbraun

Sicherheit Nachdem Leopold Lehners jetzige Wohnung nur befristet vermietet wird, war dem Pensionisten schnell klar, dass er sich eine dauerhafte Lösung wünscht. Bei der Kärntner Heimstätte wurde er fündig: „Die Wohnanlage in Viktring wird gerade neu gebaut. Dank Aufzug ist die 56 m² große Wohnung barrierefrei, die Lage ist perfekt, da ich alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen kann. Und der Mietvertrag ist unbefristet. Das war mein Hauptkriterium. Wer möchte denn im Alter schon ständig umziehen?“ Und auch der Mietzins ist für Leopold Lehner trotz seiner geringen Pension bezahlbar. Möglich wurde der Abschluss des Mietvertrages dann vor allem aber durch den Eigenmittelersatzkredit des Landes Kärnten. „Dafür war ich sehr dankbar, da es mir sonst nicht möglich gewesen wäre, das Geld aufzubringen. So ist ein großer Teil des Finanzierungsbeitrags abgedeckt“, so Leopold Lehner. Dank der kleinen monatlichen Rückzahlungsraten von etwa 20 Euro ist so ein Kredit auch für Niedrigverdiener eine gute und vor allem realisierbare Lösung. Auch für die Abwicklung durch Mag.a Manuela Zlatkic findet Leopold Lehner nur Lob: „Unkompliziert, sehr hilfsbereit und freundlich. Ganz toll war auch, dass alle Stellen so gut ineinandergegriffen haben.“ Der Umzug ist im Sommer 2020 geplant.

Geförderte Mietwohnung in Viktring
Details der Förderung:
  • Finanzierungsbeitrag (Baukostenbeitrag) in der Höhe von EUR 3.393,12
  • Eigenmittelersatzkredit in der Höhe von EUR 2.400,09
  • Größe der Wohnung: 56,55 m², davon förderbar 50 m²
  • Niedrigeinkommensbezieher
  • Wohnbaugenossenschaft: Kärntner Heimstätte
  • Geplanter Einzug: Sommer 2020
Auch bei niedrigem Einkommen: Leistbares Wohnen
„Eine unbefristete Wohnung zu finden, die auch für mich bezahlbar ist, war mein großer Wunsch. Leopold Lehner

Impulsprogramm „Raus aus fossilen  Brennstoffen“

Die Wohnbauförderung des Landes Kärnten macht den Kärntnerinnen und Kärntnern den Umstieg auf erneuerbare Energieträger schmackhaft. Als Teil der Sanierungsoffensive bietet das Impulsprogramm „Raus aus den fossilen Brennstoffen“ einen finanziellen Zuschuss in der Höhe von maximal 6.000 Euro.

Impulsprogramm „Raus aus fossilen Brennstoffen“
Foto: exclusive-design/stock.adobe.com

Wer kann eine Förderung beantragen?

check (Mit)Eigentümer des Gebäudes

check Wohnungsinhaber – Mieter, Wohnungseigentümer oder (Mit)Eigentümer, der eine in seinem Haus gelegene Wohnung selbst benützt

check Bauberechtigter

check Bestellter Verwalter nach § 6 Abs. 2 MRG oder § 14c Abs. 2 WGG

Was wird gefördert?
Gefördert wird der Heizungsanlagentausch von Heizungssystemen auf Basis fossiler Brennstoffe (Kohle, Öl, Gas, Allesbrenner) auf erneuerbare Energien in

check Eigenheimen mit höchstens zwei Wohnungen

check sonstigen Gebäuden mit höchstens zwei Wohnungen, die nicht zu Wohnzwecken dienen und nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen zur ganzjährigen Wohnnutzung geeigneten Wohnraum aufweisen.

Bevor der Antrag gestellt wird, muss eine Vor-Ort-Energieberatung als Teil der Förderung durchgeführt werden. Ausnahme: Die Gebäudehülle ist bereits gedämmt. Die Beratung wird von Energieberatern aus dem Energieberaternetzwerk Kärnten (netEB) durchgeführt. Zu ihren Leistungen zählen:

check Begutachtung des Gebäudes (Rundgang um das Gebäude, Heizraum etc.)

check Analyse von Problemstellungen (Feuchte, Zugerscheinungen etc.)

check Beurteilung des Energieverbrauchs und Empfehlung von Maßnahmen, die den Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser nachhaltig reduzieren (thermische Sanierung, Heizungsumstellung etc.)

check U-Wert-Berechnungen

check Hinweis auf Energiebuch­haltung

check Sommertauglichkeit

Anmeldung zur Vor-Ort-Beratung: www.wohnbau.ktn.gv.at oder Energieservicestelle, Tel. 050 536 DW 18808, www.neteb-kärnten.at

Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

check Die Bauvollendung muss mindestens fünf Jahre vor Antragstellung erfolgt sein, außer beim Anschluss an Fernwärme

check Ganzjährige Nutzung der geförderten Wohnung (für juristische Personen als Förderungswerber gibt es Ausnahmen) bzw. beider Wohnungen in einem Zweifamilienwohnhaus

check Die Mindestinvestition beträgt € 2.000 exklusive Umsatzsteuer

check fachgerechte Entsorgung der alten Heizungsanlage

WICHTIG
Die Anträge sind vor Beginn der Sanierungsarbeiten zu stellen.

Wie und wie hoch wird gefördert?
Die Sanierungsförderung für energieeffiziente Heizungssysteme erfolgt in Form eines Einmalzuschusses im Ausmaß von

check 35% der förderbaren Sanierungskosten (max. € 36.000 je Gebäude), höchstens in Höhe von

check 6.000 je Gebäude

Petra Rassi
„Gefördert wird die Umstellung von fossilen Brennstoffen auf energieeffiziente, erneuerbare Energien mit bis zu € 6.000, auch bei einer Wohnnutzfläche von über 200 m2“ Ing. Helmut Pompenig,
Technische Beratung Wohnbauförderung und -sanierung


Altersgerecht wohnen? Jetzt handeln!

Altersgerecht wohnen? Jetzt handeln!
Foto: J. Lantelme/stock.adobe.com

Wer sein Eigenheim altersfit machen möchte, sollte nicht darauf warten, bis körperliche Einschränkungen ein solches Vorhaben erschweren. Die Kärntner Wohnbauförderung unterstützt Menschen, die vorausblickend die eigenen vier Wände an die Bedürfnisse des Alters anpassen oder behindertengerecht gestalten möchten und fördert Maßnahmen für barrierefreies und altersgerechtes Wohnen und Maßnahmen für Menschen mit Behinderung im Ein- oder Zweifamilienwohnhaus, im Erschließungsbereich oder innerhalb einer Wohnung im mehrgeschoßigen Wohnbau und vorbeugende altersgerechte Maßnahmen. Vorrangige Ziele: Wohnkomfort erhöhen und älteren Menschen bzw. Menschen mit Behinderung einen möglichst langen Verbleib in ihrer gewohnten Umgebung ermöglichen.

1. Wer wird gefördert?
a. (Mit-)Eigentümer des Gebäudes
b. Bestellter Verwalter des Gebäudes
c. Wohnungsinhaber – Mieter, Wohnungseigentümer oder (Mit-)Eigentümer, der eine in seinem Haus gelegene Wohnung selbst benützt

2. Was wird gefördert?
a. Maßnahmen für barrierefreies oder altersgerechtes Wohnen und Maßnahmen für Menschen mit Behinderung im Ein- oder Zweifamilienwohnhaus (Eigenheim mit maximal 2 Wohnungen) und im mehrgeschossigen Wohnbau (Wohngebäude mit mindestens 3 Wohnungen) durch Vorlage einer fachärztlichen Bestätigung oder des Nachweises über den Bezug des Pflegegeldes zumindest ab Pflegestufe 3

check Barrierefreie äußere Erschließung zum Hauseingang (z. B. Einbau einer Rampe, Türverbreiterung)

check Bauliche Maßnahmen zur Barrierereduzierung innerhalb der Wohnung (z. B. Türverbreiterung, automatische Schließtüren, Treppenlift …).

check Behindertengerechter Umbau der Sanitärräume bei Vorliegen einer fachärztlichen Bestätigung oder eines Nachweises über den Bezug des Pflegegeldes zumindest ab Stufe 3 (z. B. Einbau einer Dusche, Einbau eines behindertengerechten WCs)

check Bauliche Maßnahmen durch Zubau barrierefreier Räume im Ausmaß von insgesamt max. 25 m² Nutzfläche, um auf einer Ebene barrierefrei wohnen zu können.

b. Barrierefreie Maßnahmen außerhalb der Wohnung im mehrgeschossigen Wohnbau:
Darunter fallen

check äußere Erschließung zum Eingangsbereich / Parkplatz / Tiefgarage

check erstmaliger Einbau von Aufzügen, mit zumindest vier Geschoßeinstiegstationen in Wohn­häusern mit mindestens sechs Wohnungen

c. vorbeugende altersgerechte Maßnahmen

check Barrierefreie äußere Erschließung zum Hauseingang (z. B. Einbau einer Rampe, Türverbreiterung)

check Bauliche Maßnahmen zur Barrierereduzierung innerhalb der Wohnung (z. B. Türverbreiterung, automatische Schließtüren, Treppenlift…)

check Altersgerechter Badumbau

check Bauliche Maßnahmen durch Zubau barrierefreier Räume im Ausmaß von insgesamt max. 25 m² Nutzfläche, um auf einer Ebene barrierefrei wohnen zu können.

3. Was sind die Förderungsvoraussetzungen?
Die Förderungsvoraussetzungen sind u. a.:

check Die Bauvollendung muss mind. fünf Jahre vor Antragstellung erfolgt sein, außer es liegt eine fachärztliche Bestätigung oder Nachweis über den Bezug des Pflegegeldes zumindest ab Stufe 3 vor.

check Hauptwohnsitzliche Nutzung der geförderte(n) Wohnung(en)

check max. Nutzfläche 200m²

4. Wie und wie hoch wird gefördert?
a. vorbeugende Maßnahmen und barrierefreie Maßnahmen für Menschen mit Behinderung im Ein- oder Zweifamilienhaus

check Gewährung eines Einmalzu­schusses in Höhe von 30 % der förderbaren Gesamtkosten von max. € 39.000 je Wohnung für

check Maßnahmen zur barrierefreien äußeren Erschließung und Barrierereduzierung innerhalb der Wohnung – max. € 3.600

check altersgerechten und/oder behindertengerechten Badumbau – max. € 3.600

check bauliche Maßnahmen/Zubau zur Schaffung von barrierefreien Räumen – max. € 4.500

b. Barrierefreie Maßnahmen im mehrgeschoßigen Wohnbau

check vom (Mit-)Eigentümer oder bestellten Verwalter beantragte Förderungen erfolgen durch Gewährung eines nicht rückzahlbaren Zuschusses, zahlbar auf die Dauer von 10 Jahren.

check Von Mietern, Wohnungsinhabern oder (Mit-)Eigentümern, die eine im mehrgeschoßigen Wohnbau gelegene Wohnung selbst nutzen.

Beantragte Förderungen erfolgen durch

check Gewährung eines Einmalzu- schusses im Ausmaß von 30 % der förderbaren Gesamtkosten in Höhe von max. € 20.000.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at

Petra Rassi
„Gefördert werden sowohl der vorausschauende altersgerechte Umbau als auch notwendige barrierefreie Maßnahmen bei gesundheitlicher Beeinträchtigung, zum Beispiel Einbau eines Treppenlifts, Badumbau . . .“ Petra Rassi, Expertin für Wohnhaussanierung



Sicherheit und Komfort
Weiterhin daheim leben

Auch im Alter möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben zu können – diesen Wunsch hatte auch die Mutter von Raimund Hochegger. Ein erster, wichtiger Schritt: der barrierefreie Umbau des Badezimmers.

Sicherheit und Komfort Weiterhin daheim leben
FOTO: TRASSNIG

Für viele Jahre vorgesorgt. Die tägliche Routine im Badezimmer wurde für die Mutter von Raimund Hochegger immer beschwerlicher. Daher entschied sich die Familie für einen großzüigen Um- und Ausbau des Badezimmers. Raimung Hochegger: „Es war uns absolut wichtig, dass die Mutter möglichst lange zuhause in den eigenen vier Wänden leben kann. Da im Badezimmer vor dem Umbau keine Dusche, sondern nur eine Badewanne verbaut war, mussten wir barrierefreie Umbaumaßnahmen treffen, um ihr den Alltag um ein Vielfaches zu erleichtern.“ Durch den Abbruch einer Zwischenwand wurde das Badezimmer vergrößert und somit Platz geschaffen für eine ebene, barrierefreie Dusche sowie Waschmaschine und Wäschetrockner. „Für sie ist der Alltag so viel leichter zu bewerkstelligen. Neben einem Duschsitz haben wir auch Haltegriffe anbringen lassen, um ein Maximum an Sicherheit zu gewährleisten.“ Bekannte haben Raimund Hochegger von der Förderungsmöglichkeit des Landes Kärnten erzählt. „Daraufhin habe ich mich selbst erkundigt und war sehr zufrieden mit der Abwicklung. Natürlich ist ein Zuschuss in dieser Höhe auch eine Motivation, sich für einen Umbau zu entscheiden.“
Mit der Durchführung der Sanierung hat Raimund Hochegger nur Firmen aus der Region beauftragt: „Es war mir besonders wichtig, Ansprechpartner vor Ort zu haben.“

„Es war der Wunsch meiner Mutter, so lange wie nur irgendwie möglich zuhause bleiben zu können. “ Raimund Hochegger
arrierefreie maß­nahmen im wohnhaus in Reichenfels
Details der Förderung:
  • Barrierefreie Maßnahmen für die im Zweifamilienhaus lebende Mutter
  • Wohnnutzfläche: Wohnung 1: 130 m², Wohnung 2: 170 m²
  • Wohnung 1: Einbau einer barrierefreien Dusche inkl. Fußbodenheizung und Beseitigung einer Zwischenwand inkl. Estrich, Fliesen­legerarbeiten etc.
  • Förderungsfähige Gesamtkosten: EUR 12.000
  • Gewährung eines Einmal­zuschusses in Höhe von EUR 3.600


Sanieren leicht gemacht

Bereits in der Startphase unterstützt die Wohnbauförderung Haus- und Wohnungseigentümer sowie Mieter dabei, Bestandsflächen thermisch-energetisch zu sanieren. Ein besonderes Serviceangebot ist die kostenlose Vor-Ort-Energieberatung.

Sanieren leicht gemacht
Foto: sdecoret/stock.adobe.com

Wenn vom Sanieren die Rede ist, ist immer auch Energieeffizienz ein Thema. Wer energiebewusst handelt, stößt weniger CO2 aus. Dabei schont ein bewusster sparsamer Umgang mit Energie nicht nur die Umwelt, sondern auch die eigene Geldbörse. Entsprechend den Klimaschutzzielen und Zielsetzungen des Energiemasterplans Kärnten werden gezielte Förderungen zur deutlichen Reduzierung von CO2-Treibhausgasemissionen angeboten. Besonders gefördert wird die Ökologisierung, z. B. die Verwendung von Dämmmaterial aus nachwachsenden Rohstoffen. Motive für die Durchführung von Sanierungsmaßnahmen gibt es viele. Sie reichen vom Wunsch, umweltbewusst zu handeln, einen höheren Wohnkomfort und mehr Behaglichkeit zu erzielen bis zum Bestreben, die Wohnkostenbelastung zu reduzieren, indem man Energiekosten einspart.

Der erste Schritt und Voraussetzung für die Gewährung einer Sanierungsförderung ist eine kostenlose geförderte Vor-Ort-Energieberatung, im Rahmen derer ein geschulter Energieberater aus dem Energienetzwerk Kärnten zum Antragsteller ins Haus kommt. Er verschafft sich einen Überblick über den Energieverbrauch des Gebäudes, die Warmwasser-, Heizungsanlage etc. und erklärt, wie die Energieeffizienz des Gebäudes optimiert werden kann. Gleichzeitig berechnet der Energieberater auf Basis von empfohlenen thermisch-energetischen Sanierungsmaßnahmen das Einsparungspotenzial, damit man weiß, wie viel an Energiekosten jährlich gespart werden können und wann sich die Investitionsmaßnahmen amortisieren.

Steiner Helmut
„Im Zuge der Dämmung der Außenwände wird auch der Fenstertausch wieder gefördert.“ Helmut Steiner, Experte Wohnhaussanierung

Ist die Entscheidung für eine umfassende energetische Sanierung einmal getroffen, besteht die Möglichkeit, eine geförderte fachkundige Sanierungsbegleitung – einen so genannten Sanierungscoach – für organisatorische Belange im Zusammenhang mit der Abwicklung der Sanierungsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen. Der Sanierungscoach unterstützt beim Förderungsansuchen, bei der Angebotseinholung, bei energetischen Fragen während der Bauausführung, bei der Kontrolle und Abrechnung von Bauleistungen etc. Die Leistungen können individuell gewählt werden.

Umfassende Beratung bietet Ihnen die Energieserviecestelle des Landes unter www.neteb-kärnten.at.

1. Wer kann Förderungswerber sein?

check (Mit-)Eigentümer des Gebäudes, Wohnungsinhaber – Mieter, Wohnungseigentümer oder

check (Mit-)Eigentümer, der eine in seinem Haus gelegene Wohnung selbst nutzt,

check Bauberechtigter oder

check bestellter Verwalter des Gebäudes ist.


2. Was wird gefördert
Gefördert wird die thermischenergetische Sanierung von

check Eigenheimen mit höchstens zwei Wohnungen,

check sonstigen Gebäuden, die nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen ganzjährig bewohnt werden,

check Miet- und Eigentumswohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau und Wohnheimen (außer Wohnhäuser im (Mit-)Eigentum von gemeinnützigen Bauvereinigungen und Gemeinden).

Folgende Sanierungsmaßnahmen werden gefördert:
I. Beratungsleistungen
a. Vor-Ort-Energieberatung Gefördert werden Leistungen von Energieberatern aus dem Energieberaternetzwerk Kärnten, wie z. B.:

check Begutachtung des Gebäudes (Rundgang außen, Heizraum …)

check Beurteilung des Energieverbrauchs und Empfehlung von Maßnahmen, welche den Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser nachhaltig reduzieren (thermische Sanierung, Heizungsumstellung …)

check Kostenschätzung der empfohlenen Sanierungsmaßnahmen und Förderberatung

check Zusammenfassung der Beratung (inkl. Kostenvergleich von Einzelmaßnahmen und umfassender Sanierung)

check Sommertauglichkeit

b. Sanierungscoach – Sanierungsbegleitung Gefördert werden bei einer umfassenden energetischen Sanierung je nach Bedarf folgende Leistungen:

check Analyse von Problemstellungen (Feuchte, Zugerscheinungen…)

check Unterstützung beim Förderansuchen

check Unterstützung bei der Angebotseinholung

check Beratung bei energetischen Fragen während der Bauausfüh­rung

check Unterstützung bei der Kontrolle und Abrechnung von Bauleistungen

check Unterstützung bei der Zusammenstellung von Unterlagen für die Förderstelle

Zusatzleistung: Erstellung des Energieausweises bzw. eines Sanierungskonzeptes
Befugte Unternehmer sind unter www.neteb-kaernten.at zu finden.

II. Maßnahmen zur Erhöhung des Wärmeschutzes einzelner Bau­teile
Gefördert werden folgende Maßnahmen zur Erhöhung des Wärmeschutzes:

Dämmung Außenwand = 14 cm
Dämmung oberste Geschoßdecke = 24 cm
Dämmung unterste Geschoßdecke = 10 cm

III. Energieeffiziente ökologische Haustechnikanlagen

check Neuerrichtung und Erweiterung von Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und/oder Wärmeerzeugung

check Heizungsanlagentausch auf erneuerbare Energie, z. B Anschluss an Fernwärme, Pelletskessel, Scheitholzkessel, Hackgutkessel

check Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

check Erstmalige Errichtung von Photovoltaikanlagen

check Wärmepumpenheizung

IV. Umfassende energetische Sanierung
Umfassende energetische Sanierungsmaßnahmen sind zeitlich zusammenhängende Renovierungsarbeiten an der Gebäudehülle und/oder den haustechnischen Anlagen eines Gebäudes.

HINWEIS:
Förderungen für die umfassende energetische Sanierung werden nur gewährt, wenn keine Heizsysteme auf fossiler Basis (Kohle, Öl, Elektroheizung) verwendet werden, die älter als 15 Jahre sind (Nachweis: Typeschein) und bei Elektro- oder Infrarotheizungen der im Energieausweis ausgewiesene CO2SK-Wert nicht größer als 30 kg/m²a ist. keyboard_arrow_right

keyboard_arrow_rightEs sind entweder

check drei thermische Maßnahmen oder

check zwei thermische Maßnahmen in Kombination mit der Erneuerung des Heizsystems aus dem folgenden Katalog vorzunehmen:

Fenster, Dach (Dachdämmung) oder oberste Geschoßdecke, Fassadenfläche, Kellerdecke, energetisch relevantes Haustechniksystem

Als relevantes Haustechniksystem gelten: Solaranlagen zur Warm- wasserbereitung, Solaranlagen zur Heizungseinbindung, Photo- voltaikanlagen, Anschluss Fern- wärme, Holzvergaserheizung mit Pufferspeicher, Hackschnitzelheizung, Pelletsheizung, Heizungs- anlage mit Biomasse, Wärmepumpenheizung, Kontrollierte Wohnraumlüftung.

3. Wie lauten die Förderungsvoraussetzungen?
Wesentliche Voraussetzungen sind unter anderem:

check zum Zeitpunkt der Antragstellung muss das Gebäude (Gebäudeteile) mindestens 20 Jahre alt sein, außer es handelt sich um

check Maßnahmen zur Nutzung alternativer erneuerbarer Energien (5 Jahre Bauvollendung), oder

check den Anschluss an Fernwärme.

check Nachweis über die kostenlose Vor-Ort Energieberatung

check Hauptwohnsitzliche Nutzung der geförderte(n) Wohnung(en) nach Durchführung der Sanierungsmaßnahme(n) (außer bei Wohnheimen).

check Zulässige Nutzfläche der geförderten Wohnung von max 200 m².

check Die Durchführung der Sanierungsmaßnahmen hat durch befugte Unternehmer zu erfolgen.

check Die Mindestkosten der Sanierung müssen € 2.000 exkl. USt. (außer Heizungsoptimierung) betra­gen.

check Vorlage eines Energieausweises (Plan- und Fertigstellungsenergieausweis) bei der umfassenden energetischen Sanierung digital im Wege der ZEUS- Datenbank.

HINWEIS:
Mit der Durchführung der Sanierungsmaßnahmen darf ab dem Zeitpunkt der Antragstellung begonnen werden. Arbeiten und Investitionen, die vor Antragstellung getätigt wurden, werden bei der Förderung nicht berücksichtigt.

4. Wie und wie hoch wird gefördert?
Die Förderung für Eigenheime und sonstige Gebäude mit höchstens zwei Wohnungen erfolgt

check in Form eines Einmalzuschusses oder alternativ

check in Form eines Förderungskredites.

(1) Eigenheime und sonstige Gebäude mit höchstens zwei Wohnungen Die Sanierungsförderung erfolgt wahlweise in Form eines Einmalzuschusses oder alternativ in Form eines Förderungskredites.

a. Einmalzuschuss im Ausmaß von max. 30 % bzw. 40 % der förderbaren Sanierungskosten

a) Beratungsleistungen

Vor-Ort-Energieberatung kostenlos Sanierungscoach bei umfassender Sanierung: max. 80 % der Kosten € 800

Energieausweis (Plan- und Fertigstellungsenergieausweis) bei umfassender Sanierung € 300

b) Einzelbauteilmaßnahmen

Dämmung Dach und oberste Geschoßdecke € 2.500

Dämmung Kellerdecke € 1.500

Fenstertausch im Zuge der Dämmung der Außenwand € 3.300

c) Vollwärmeschutz

Dämmung der Außenwände € 10.000

c) Haustechnikanlagen

Austausch alter Heizungsanlagen gegen Heizungsanlagen für biogene Brennstoffe, Fernwärme oder Wärmepumpenheizungen € 3.000

Kontrollierte Wohnraumlüftung € 1.200

Solaranlage je m² Aperturfläche € 250 – € 3.750 max.

Photovoltaik-Anlage € 480 – je kWp max. € 2.400

d) Umfassende energetische Sanierung € 15.000

Zuschlag für 2. Wohnung max. € 5.000


Sanieren leicht gemacht
Foto: malp/stock.adobe.com

e) Bonus bei Verwendung von Dämmmaterial aus nachwachsen- den Rohstoffen (Hanf, Zellulose, Holzfaser, etc.)

Zuschlag von 50 % auf Förderungen der Bauteile gemäß lit. b

b. Förderungskredit im Ausmaß von max. 60 % der förderbaren Sanierungskosten
Der Förderungskredit hat eine Laufzeit von 15 Jahren, mit einer Verzinsung von 0.7 % jährlich.

(2) Wohnhäuser, sonstige Gebäu- de mit mehr als zwei Wohnungen und Wohnheime (mehrgeschoßiger Wohnbau)
Die Sanierungsförderung erfolgt durch Gewährung eines

nicht rückzahlbaren Zuschusses auf die Dauer von 10 Jahren. keyboard_arrow_right

keyboard_arrow_right I. Das Ausmaß der Förderung beträgt je Wohnung:

check 25 % der förderbaren Sanierungskosten für Dach- und Fassadenbegrünungen

  • Extensive Dachbegrünung € 50/m²begrünter Fläche
  • Intensive Dachbegrünung € 100/m² begrünter Fläche
  • Fassadenbegrünung max. € 20.000

check 30 % der förderbaren Sanierungskosten zur Erhöhung des Wärmeschutzes einzelner Bauteile Zuschuss max: € 10.800

check 35 % der förderbaren Sanierungskosten für energieeffiziente Haustechnikanlagen Zuschuss max: € 12.600

check 50 % der förderbaren Sanierungskosten bei Umstellung von Heizsystemen auf Basis fossiler Brennstoffe auf Heizungsanlagen für biogene Brennstoffe, Fernwärme oder Wärmepumpenheizung Zuschuss max: € 18.000

check 50 % der förderbaren Sanierungskosten für eine umfassende energetische Sanierung Zuschuss max: € 24.000

bei Erreichen der Qualitätsstufe klima:aktiv Silber Zuschuss max: € 42.000

check bei Verwendung von Dämm- material aus nachwachsenden Rohstoffen werden die förderbaren Kosten des Dämmmaterials um 40 % erhöht

check Zusätzliche Gewährung eines Einmalzuschusses bei der umfassenden energetischen Sanierung für den Sanierungscoach iHv max. € 800 und für den Energieausweis (Plan- und Fertigstellungsenergieausweis) iHv max: € 300

Weitere Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at



Neue Heizung als
Beitrag zum Klimaschutz

Aus Umweltschutzgründen dachte Siegried Srienz aus Villach schon länger über eine neue Heizungsanlage nach. Jetzt, einige Monate nach der Umrüstung, ist er noch immer mehr als glücklich mit seiner Entscheidung für eine neue Pelletsheizung.

Beitrag zum Klimaschutz
FOTOS: WEICHSELBRAUN

Aus Alt mach Neu. 33 Jahre heizte Siegfried Srienz aus Villach mit Öl. Als er dann von den Förderungsmöglichkeiten des Landes Kärnten erfuhr, war die Entscheidung für eine neue Heizung schnell klar: „Die Förderung war für mich sicher ausschlaggebend. Irgendwann hätten wir so oder so eine neue Heizung gebraucht und Umweltschutz ist ja mittlerweile auch in aller Munde. Bei der Gelegenheit wurden dann auch gleich unsere Fenster saniert. Jetzt haben wir erstmal Ruhe.“ Da überall im Haus Radiatoren verbaut sind, stand die Entscheidung für Pellets als neue Heizform schnell fest. „Und das war im Nachhinein betrachtet eine super Entscheidung. Kein Dreck und keine großen Umbauten, da die Räume schon vorhanden waren“, so Srienz. Die Pelletszufuhr kam in den Raum der ehemaligen Öltanks. In nur drei Wochen Bauzeit war der Heizungstausch erledigt. Im Vorfeld der Sanierung wurde auch die Energieberatung in Anspruch genommen. „Das war überhaupt Spitze. Da hat man gespürt, dass es nicht darum geht, uns etwas zu verkaufen, sondern wirklich die beste Lösung herauszuarbeiten.“ Und auch die Abwicklung der Förderung verlief absolut reibungslos. Siegfried Srienz: „Das Geld wurde innerhalb kürzester Zeit überwiesen. Besser geht es eigentlich gar nicht.“

„Wir hatten so gut wie keine Umbauten für die neue Heizungsanlage.“ Siegfried Srienz
heizungsanlagen­tausch im Wohnhaus in Villach
Details der Förderung:
  • Aktion „Raus aus fossilen Brennstoffen“
  • Austausch der Ölheizungs­anlage gegen Pelletsheizung im Einfamilienhaus
  • Wohnnutzfläche: 113,84 m²
  • Gesamtkosten inkl. fachgerechter Entsorgung der alten Heizungsanlage: EUR 17.650,63
  • Gewährung eines Einmal­zuschusses in Höhe von EUR 6.000,–
Beitrag zum Klimaschutz


Doppelte Heizkraft für kalte Tage

Dank der neuen Heizungsanalage kann Walter Unterköfler jetzt mit Scheitholz oder Pellets heizen. Für ihn ist die Umrüstung ein großer Gewinn an Lebensqualität.

Doppelte Heizkraft für kalte Tage
FOTO: WEICHSELBRAUN

Arriach.Wenn eine neue Heizung, dann eine kombinierte Holzvergaserheizungsanlage. Das war der Wunsch von Walter Unterköfler aus Arriach. Bisher wurde in seinem Einfamilienhaus mit Öl und Holz geheizt, doch nachdem der alte Holzofen seinen Dienst verweigert hat, war klar, dass es eine neue, umweltfreundlichere Anlage werden soll. „Ich wohne direkt am Wald, daher war mir wichtig, mit Holz heizen zu können. Gleichzeitig wollte ich aber die Option haben, den Ofen auch mit Pellets betreiben zu können.“ So fiel die Entscheidung für eine kombinierte Holzvergaserheizungsanlage. Für das Pelletslager wurde der alte Öltank ausgebaut, in nur vier Tagen waren alle Umbauarbeiten abgeschlossen. Und die Lebensqualität ist für Walter Unterköfler schon jetzt merklich besser: „In den neuen Ofen passen größere Holzscheite, da muss ich nur noch einmal schneiden. Und auch die Asche muss nur einmal im Monat entsorgt werden.“ Begeistert ist der Arriacher auch von der Heizleistung des neuen Ofens: „Ich muss nicht mehr so oft Holz nachlegen und trotzdem sind Haus und Wasser warm.“ Auch bei ihm hat die Landesförderung zur Entscheidung für eine neue Heizung beigetragen: „Der reibungslose Ablauf hat mich besonders begeistert.“

„Vor dem Tausch der alten Öl­hei- z­ung war mir klar: Es soll eine um­welt­­freund­- liche Alternative werden.“ Walter Unterköfler
Energetische Sanierung eines Wohnhauses in Arnoldstein
Details der Förderung:
  • Aktion „Raus aus fossilen Brennstoffen“
  • Austausch der Ölheizungs­anlage auf Holzvergaser­heizungsanlage
  • Förderfähige Gesamtkosten inkl. fachgerechter Entsorgung der alten Heizungsan­lage: EUR 29.799,06
  • Gewährung eines Einmal­zuschusses in Höhe von EUR 6.000,–

Zeitgemäßes Wohnen in Altobjekten

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz haben im neuen Wohnbauförderungsgesetz einen besonders hohen Stellenwert. Auf Basis einer ganzheitlichen Betrachtung wurde eine Strategie entwickelt, um die Wohnqualität in Alt- und Bestandsobjekten zu heben.

Zeitgemäßes Wohnen in Altobjekten
Foto: Mediaparts/stock.adobe.com

Wesentliche Zielsetzung des Kärntner Wohnbauförderungsgesetzes 2017 ist die Sicherung einer zeit- gemäßen und leistbaren Wohnversorgung der Kärntner Bevölkerung. Der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Nachhaltigkeit sowie raumordnungsrechtlichen Aspekten wird dabei besonderes Augenmerk geschenkt. Im Sinne dieser Intention sollen Förderanreize zur deutlichen Hebung des Wohnkomforts in Bestandsobjekten gemeinnütziger Wohnbauträger und Gemeinden geschaffen werden.
Maßnahmen wie die Anpassung von Grundrissen an geänderte Lebensformen und Wohn­stile, die Schaffung von Grün- und Freiräumen oder ein Anbringen von Balkonen sollen zu einer Erhöhung der Wohn- bzw. Aufenthaltsqualität in Wohnanlagen beitragen.

1. Wer wird gefördert?
Gefördert werden Sanierungsmaßnahmen gemeinnütziger Bauver­einigungen und Gemeinden bei in ihren im (Mit-)Eigentum stehen­den

check mehrgeschoßigen Wohnhäusern

check Wohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau

check Wohnheimen

check sonstigen Gebäuden

check Reihenhäusern und Eigenheimen mit jeweils höchstens 2 Wohnungen

2. Was wird gefördert?
I. Erhaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen
Wesentliche Voraussetzung: Die Sanierungsmaßnahmen stehen bei gleichzeitiger energetischer Sanierung des Bestandes (sofern nicht bereits energetisch saniert) in einer wirtschaftlich vertretbaren Relation zum Aufwand, und gehen über die gewöhnliche Instandhaltung hinaus.

Gefördert werden insbesondere:

check die Errichtung oder die Ausgestaltung von der gemeinsamen Benützung der Bewohner dienenden, einer zeitgemäßen Wohnkultur entsprechenden Anlagen in normaler Ausstattung, wie zentrale Waschküchen, Gemeinschaftsräume und Grün- und Freiraumgestaltung (z. B. Anbringen von Balkonen)

check Infrastruktureinrichtungen für alternative Mobilitätsformen

check die Errichtung oder Umgestaltung von Wasser- und Stromleitungen sowie Sanitäranlagen

check Maßnahmen zur Erhöhung des Schallschutzes

check die Vereinigung von Wohnungen oder von sonstigen Räumen zu Wohnungen

check Passive Maßnahmen zur Vermeidung sommerlicher Überwärmung

check Maßnahmen zur Digitalisierung

check die Teilung von Wohnungen

check die Änderung der Grundrissgestaltung

check Sanierungsmaßnahmen am Dachstuhl, nur in Verbindung mit der Errichtung eines Kaltdaches

Nicht gerfördert werden reine Verschönerungsmaßnahmen.

II. Maßnahmen zur Erhöhung des Wärmeschutzes einzelner Bauteile
Gefördert werden Einzelbauteilmaßnahmen zur Erhöhung des Wärmeschutzes, wie Dämmung der Außenwand, obersten und untersten Geschoß­­decke

HINWEIS: Fenster als Einzelbauteilmaßnahme werden nur gefördert, wenn der Bestand bereits energetisch saniert wurde und folgende Wärmedurchgangskoeffizienten eingehalten werden:
Dämmung Außenwand = 0,40 W/m²K
Dämmung oberste Geschoßdecke = 0,25 W/m²K
Dämmung unterste Geschoßdecke = 0,40 W/m²K

III. Energieeffiziente ökologische Haustechnikanlagen

check Neuerrichtung und Erweiterung von Solaranlagen zur Warmwasserbereitung

check Heizungsanlagentausch auf erneuerbare Energie, z. B Anschluss an Fernwärme, Pelletskessel, Scheitholzkessel, Hackgutkessel

check Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

check Erstmalige Errichtung von Photovoltaikanlagen

check Erstmaliger Einbau von Solarstromspeicher

check Wärmepumpenheizung keyboard_arrow_right

keyboard_arrow_right IV. Umfassende energetische Sanierung
Umfassende energetische Sanierungsmaßnahmen sind zeitlich zusammenhängende Renovierungsarbeiten an der Gebäudehülle und/oder den haustechnischen Anlagen eines Gebäudes

HINWEIS: Förderungen für die umfassende energetische Sanierung werden nur gewährt, wenn keine Heizsysteme auf fossiler Basis (Kohle, Öl, Gas) verwendet werden oder im Rahmen der Sanierung ausgetauscht werden.

Es sind entweder

check drei thermische Maßnahmen oder

check zwei thermische Maßnahmen in Kombination mit der Erneu- erung des Heizsystems aus dem folgenden Katalog vorzunehmen:
Fenster, Dach (Dachdämmung) oder oberste Geschoßdecke, Fassadenfläche, Kellerdecke, energetisch relevantes Haustechniksystem.

Als relevantes Haustechniksystem gelten: Solaranlage zur Warmwasserbereitung, Solaranlagen zur Heizungseinbindung, Photovoltaikanlage, Anschluss Fernwärme, Holzvergaserheizung mit Pufferspeicher, Hackschnitzelheizung, Pelletsheizung, Heizungsanlage mit Biomasse, Wärmepumpenheizung, Kontrollierte Wohnraumlüftung.

3. Was ist zu beachten?
Für die Gewährung eines Zuschusses für Sanierungsmaßnahmen nach dieser Richtlinie ist ein mittelfristiges Gesamtkonzept bzw. -strategiekonzept (zumindest für die nächsten fünf Jahre), versehen mit einem Finanzierungsplan samt Wirtschaftlichkeitsberechnung (unter Darlegung der Mieten­entwicklung), aus dem der (energetische) Status des Gebäudes und die geplanten Maßnahmen hervorgehen, samt Zeitplan der Umsetzung vorzulegen.

4. Wie lauten die Förderungsvoraussetzungen?
Wesentliche Voraussetzungen sind unter anderem:

check zum Zeitpunkt der Antrag- stellung muss das Gebäude (Gebäudeteile) mindestens 20 Jahre alt sein, außer es handelt sich um

check Maßnahmen zur Nutzung alternativer erneuerbarer Energien (5 Jahre Bauvollendung), oder

check den Anschluss an Fernwärme.

check Nachweis über die kostenlose Vor-Ort-Energieberatung

check Hauptwohnsitzliche Nutzung der geförderte(n) Wohnung(en) nach Durchführung der Sanierungsmaßnahme(n) (außer bei Wohnheimen).

check Durchführung der Sanierungsmaßnahmen durch befugte Unternehmer.

check Einhaltung der Vergabevorschriften der Wohnbauförderung.

check Vorlage eines Energieausweises (Plan- und Fertigstellungsenergieausweis) bei der umfassenden energetischen Sanierung digital im Wege der ZEUS- Datenbank.

5. Wie und wie hoch wird gefördert?
Die Sanierungsförderung erfolgt durch Gewährung eines nicht rück- zahlbaren Zuschusses auf die Dauer von 10 Jahren.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at



Bestandsobjekte neu gedacht

Stadt- und Ortszentren wieder zu beleben, kann nur gelingen, wenn diese auch bewohnt sind. Hier setzt die Kärntner Wohnbauförderung an, indem sie die Schaffung von leistbarem Wohnraum in bestehenden Objekten finanziell unterstützt.

Bestandsobjekte neu gedacht
Foto: hanohiki/stock.adobe.com

Stehen Immobilien in zentralen Lagen längere Zeit leer, hat das Auswirkungen auf das Umfeld und die Entwicklung von Orts- und Stadtkernen. Sanieren statt Leerstand lautet daher der Leitsatz, mit dem die Wohnbauförderung die Schaffung von leistbarem Wohnraum forciert. Ziel ist es, die Potenziale von bestehenden Objekten zu nutzen und diese einer wirtschaftlich sinnvollen Wohnnutzung zuzuführen. Das stärkt Orts- und Stadtkerne.
Für die Nutzung zu Wohnzwecken bieten sich nicht (mehr) bewohnbare Wohnhäuser oder leerstehende sanierungsfähige Gebäude bzw. Geschäfts- oder ehemals gewerblich genutzte Flächen an. Neben zusätzlichem Wohnraum, etwa durch Dachausbauten, bietet die Nutzung bestehender Flächen auch den Vorteil, dass das Objekt in seinem Wert steigt. Das gilt insbesondere, wenn das Gebäude gleichzeitig energetisch optimal saniert wird. Dank der vielen Möglichkeiten, die sich beim Aus- und Umbau eröffnen, können neue Wohnmodelle und barrierefreie Wohnungen entstehen. Das Beispiel auf Seite 35 zeigt, dass Förderungen für energetische Sanierungsmaßnahmen und Ausbaumaßnahmen kombinierbar sind. Für einen optimalen Förderungsmix wird eine Beratung in der Wohnbauförderung empfohlen.

1. Was wird gefördert?
Gefördert werden:

a. die Errichtung von Wohnungen bzw. Schaffung von Wohnraum durch Zu-, Um- oder Einbau im direkten baulichen Verbund mit einem (nicht mehr) bewohnbaren Altbestand oder in sonstigen Gebäuden, insbesondere in Siedlungsschwerpunkten

check für den eigenen Wohnbedarf bzw. für nahestehende Personen oder

check für Zwecke der Vermietung des sanierten Wohnraums bzw. der Wohnungen.

Die förderbaren Kosten umfassen die (anteilig) der geförderten Wohnungen zuordenbaren Gesamtbaukosten, das sind

check Planungskosten (z. B. Architekt, Bauleitung und Baukoordinator, Bauverwaltungskosten),

check Baukosten (z. B. Baumeisterarbeiten einschließlich Abbrucharbeiten),

check Baunebenkosten (z. B. An- schlussgebühren für Kanal, Fern- wärme, Wasser, Strom) und

check Kosten der Haustechnik.

b. der Erwerb von Bestandsobjekten (z. B. Eigenheim mit höchstens 2 Wohnungen), die in Siedlungsschwerpunkten liegen und der Mindestanforderung an die Energiekennzahlen entsprechen, durch begünstigte Personen für den eigenen Wohnbedarf und hinsichtlich einer zweiten Wohnung auch des Wohnbedarfs einer dem Förderungswerber nahestehenden begünstigten Person.

Eine Förderung ist nur zulässig, wenn:

check kein Kauf im Nahebereich des Förderungswerbers vorliegt

check der Erwerb der Liegenschaft bzw. des Förderobjektes zu ei- nem angemessenen Kaufpreis (ortsüblicher Preis) erfolgt

check der Kaufvertrag maximal 1 Jahr vor Antragstellung rechtswirksam abgeschlossen wurde

check das Bestandsobjekt zum Zeitpunkt der Antragstellung den Energiekennzahlen gemäß der OIB-Richtlinie 6, Energieeinsparung und Wärmeschutz, Ausgabe März 2015, entspricht oder binnen einem Jahr ab Beantragung des Förderungskredites eine energetische Sanierung des Bestandsobjektes auf diesen Energiestandard erfolgt.

2. Allgemeine Förderungsvoraussetzungen, u. a.

check Das Gebäude (Gebäudeteile) muss zum Zeitpunkt der Antragstellung älter als 20 Jahre sein.

check Hauptwohnsitzliche Nutzung der geförderten Wohnungen nach Durchführung der Sanierungsmaßnahme(n)

check Die Nutzfläche der durch Zu-, Um- oder Einbau oder durch Erwerb geförderten Wohnung(en) darf 200 m² nicht übersteigen. keyboard_arrow_right

keyboard_arrow_right

check Die Durchführung der Sanierungsmaßnahmen hat durch befugte Unternehmer und in einer wirtschaftlich und technisch kostenoptimalen Ausführung zu erfolgen.

check Die Kosten der Sanierungsmaßnahmen haben insgesamt nachweislich mindestens € 2.000 exklusive Umsatzsteuer (USt.) zu betragen.

check Die Finanzierung des Bauvorhabens muss gesichert sein.

check Im Falle der Vermietung des sanierten Wohnraumes darf auf die Laufzeit der Förderung die Richtwertmiete nicht überschritten werden

3. Wie wird gefördert?
Die Förderung erfolgt durch die Gewährung eines Förderungskredites mit einer Laufzeit von 20 Jahren, Verzinsung 0.7 % jährlich, mit einer Zinsen und Tilgung umfassenden jährlichen Annuität von 5,36 %, die in monatlichen Teilbeträgen tilgungsplankonform zu entrichten ist.

3.1. Erwerb von Bestandsobjekten
Die förderbare Nutzfläche beträgt bei einer Haushaltsgröße

bis 5 Personen - 130 m²
mehr als 5 Personen - 150 m²

Die Förderungshöhe beträgt

a. bei Gewährung eines Förderungskredites € 400/ m² tatsächlicher Nutzfläche, höchstens € 400/m² förderbarer Nutzfläche in Abhängigkeit der Haushaltsgröße bzw. max. 50 % des Kaufpreises lt. Kaufvertrag (Grund und Gebäude) z. B.: Jungfamilie mit 1 Kind: bei einer Haushaltsgröße von 3 Personen sind 130 m² förderbar, der Förderungskredit beträgt höchstens € 52.500.

b. beim Erwerb von Bestandsobjekten in Orts- und Stadtkernen besteht die Wahlmöglichkeit zwischen einem Förderungskredit wie unter lit. a angeführt oder einem Direktzuschuss in Höhe von € 15.000.

3.2. Schaffung von Wohnraum durch Zu-, Um- und Einbau in Bestandsobjekten
Der Förderungskredit beträgt

check für den Eigenbedarf bzw. Wohnbedarf nahestehender Personen € 400/m² tatsächlicher Nutzfläche, höchstens € 400/m² förderbarer Nutzfläche. Gefördert wird der Differenzbetrag von der bestehenden Wohnnutzfläche zur erneuerbaren Wohnnutzfläche in Abhängigkeit der Haushaltsgröße, zB in einem 3-Personen Haushalt

Fläche Altbestand 70 m², Fläche Zubau Neu 100 m² Berechnung Förderhöhe: 130 m²–70 m² = 60 m² x € 400 = € 24.000

check für Zwecke der Vermietung € 400/m² tatsächlicher Nutzfläche, höchstens € 400/m² förderbarer Nutzfläche. Die durchschnittliche Wohnnutzfläche aller neuen bzw. sanierten Wohnungen darf 75 m² nicht übersteigen

3.2. Projektentwicklung
Sowohl beim Erwerb von Bestandsobjekten als auch bei der Schaffung von Wohnraum durch Um-, Zu- und Einbauten werden Projektentwicklungsleistungen (Analysieren der Grundlagen, Ortsbesichtigung, Bestandsaufnahme, Machbarkeitsstudie etc.) mit einem Einmalzuschuss bis höchstens € 1.200 gefördert.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at


Bestandsobjekte neu gedacht
Foto: photo 5000/stock.adobe.com
Berechnung der Förderung

von Bau- und thermisch-energetischer Sanierungsmaßnahmen für den Einbau einer Wohnung in ein leerstehenden Geschäftshauses:

Objekt: Geschäftshaus
Wohnnutzfläche: 140 m²
Anzahl der Personen: 3
Förderbare Nutzfläche (für Baumaßnahmen): 130 m²
Sanierungsmaßnahmen: umfassende Sanierung (Wärmedämmung an den Außenmauern mit nachwachsenden Dämmstoffen (Hanf), Heizungstausch und Isolierung der Kellerdecke)

Sanierungskosten
€ 45.000
Baumaßnahmen: Umbauarbeiten (Grundrissänderung, Einbau Bad/WC etc.)
Baukosten:
€ 96.000

Förderung der Sanierungsmaßnahmen Förderung durch Einmalzuschüsse kostenlose Energieberatung (im Wert von € 200)

Bestands- und Planungsenergieausweis
€ 300
Sanierungscoach
€ 800
Umfassende Sanierung
€ 15.000
Bonus nachwachsender Dämmstoff VWS
€ 5.000
Umfassende Sanierung Einmalzuschuss
€ 21.100
Förderungskredit Umbau 130 m² x € 400
€ 52.000

 Planen und Bauen im Bestand

Bauen im Bestand bietet große Chancen. Anpassungen an aktuelle Bedürfnisse der NutzerInnen sind meist leichter umzusetzen, als gedacht. Mit der sorgsamen Planung und unabhängigen Expertise von ZiviltechnikerInnen lässt sich der Wert von Gebäuden erhalten und steigern.

Planen und Bauen im Bestand
Foto: pattilabelle/stock.adobe.com
Bauvorhaben im Bestand: ArchitektInnen und ZivilingenieurInnen unterstützen bei der maßgeschneiderten Planung und Umsetzung

Planen und Bauen im Bestand wird immer wichtiger – unter anderem, weil zur Verfügung stehende Flächen immer knapper werden. Notwendige Klimaschutzziele und die demografische Entwicklung des Landes verlangen nach Energieeffizienz, Barrierefreiheit und einer zukunftsorientierten Nutzung von Bestandsbauten. Durch gekonntes Planen und Bauen lassen sich gewachsene Strukturen an heutige Bedürfnisse von Wohnformen anpassen, Leerstände in Ortskernen beheben und Siedlungsgebiete schonend nachverdichten.

Für Gebäudesanierungen steht interessierten BauherrInnen ein umfangreiches Paket an Fördermaßnahmen des Landes Kärnten zur Verfügung. Bei der maßgeschneiderten Planung und Umsetzung ihrer Bauvorhaben im Bestand erhalten BauherInnen professionelle Unterstützung durch ArchitektInnen und ZivilingenieurInnen. Die unabhängigen Fachleute wissen, wie sich durch Umbaumaßnahmen, Modernisierung und Instandsetzung der Wert eines Gebäudes erhalten oder steigern lässt, ohne dass es zu Einschränkungen für die NutzerInnen kommt. ZiviltechnikerInnen erkennen, welche Möglichkeiten der Bestand unter neuzeitlichen Anforderungen bietet. Sie können die vorhandene Substanz bewerten, moderne Technik in alte Strukturen integrieren und dadurch die Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes verbessern.

Um die besten Lösungen entwickeln zu können, ist es für PlanerInnen wichtig, frühzeitig die Erwartungen, Wünsche und Vorstellungen der BauherrInnen zu kennen. Sind die Fragen der Finanzierung, der aktuellen und zukünftigen Nutzung sowie des Realisierungszeitraums geklärt, können ZiviltechnikerInnen die Wünsche der BauherrInnen mit den Anforderungen des Miet- und Baurechts in Einklang bringen. Und sie ermöglichen eine ebenso hochwertige wie wirtschaftliche Bauausführung – dank ihres Know-hows über die baukonstruktiven Grundlagen aus der Entstehungszeit von Gebäuden, die Verträglichkeit von alten und neuen Baustoffen und dank ihrer Kenntnis der technischen Abläufe. keyboard_arrow_right

keyboard_arrow_right In den meisten Fällen bietet die umfassende Sanierung von Bestandsbauten große Chancen. In einzelnen Fällen ist es aber wirtschaftlicher, neu zu bauen: Das Wohnbaumodell „Reconstructing“ bietet hier die Möglichkeit, auf vorhandenem Baugrund alte Gebäude durch neue zu ersetzen und dem Bedürfnis nach leistbarem Wohnen in den Ballungszentren Rechnung zu tragen. In Kärnten wird diese Option vor allem für Wohnbauten der Nachkriegszeit eingesetzt. Der überwiegende Teil dieser Gebäude wurde in den 1950er-Jahren errichtet und ist von qualitativ minderwertiger Bausubstanz, sodass eine Generalsanierung aus wirtschaftlichen Gründen ausgeschlossen werden muss.

DI Barbara Frediani-Gasser
„Baumaßnahmen im Bestand zu planen, setzt fundierte Kenntnisse und spezielles Wissen voraus. Mithilfe unabhängiger ArchitektInnen und ZivilingenieurInnen lassen sich maßgeschneiderte Lösungen qualitätsvoll umsetzen.“ Arch. DI Barbara Frediani-gasser, Vizepräsidentin der Kammer der ZiviltechnikerInnen für Steiermark und Kärnten
Planen und Bauen im Bestand

Weitere Informationen: www.ztkammer.at

Ortskerne wieder beleben

Um das Wohnen in alten Siedlungs- und Ortskernen wieder lebenswert zu gestalten, bietet die Kärntner Wohnbauförderung attraktive Förderanreize und umfangreiche Beratungsmöglichkeiten.

Ortskerne wieder beleben
Foto: Celli07/stock.adobe.com

Die Revitalisierung von Be- standsobjekten stellt eine äußerst effektive Maßnahme zur Belebung alter Stadt- und Ortskerne dar. Die Kärntner Wohn- bauförderung bietet attraktive Förderanreize für Maßnahmen, die zu einer Schaffung von Wohnräumen durch Um- bzw. Nachnutzung von Bestandsobjekten führen sowie Unterstützung bei einer Veränderung der Wohnsituation. Damit sollen Siedlungs- und Ortskerne sowie Stadtteile im Sinne der Nachhaltigkeit neu belebt werden. Um zeitgemäßes Wohnen im Zeichen von Wohnqualität und Energieeffizienz zu ermöglichen, werden ferner thermisch-energetische Sanierungsmaßnahmen gefördert. Grundlage ist das Gesetz über den Wohn- und Siedlungsfonds für das Land Kärnten.
Für Eigentümer bzw. Projektträger besteht zudem die Möglichkeit, einen Beratungsscheck zur Beiziehung von Fachexperten über die jeweilige Standortgemeinde zu beantragen.

1. Wer wird gefördert?
Gefördert werden natürliche Personen und juristische Personen, die

check (Mit-)Eigentümer des Gebäudes

check bestellte Verwalter

check Projektträger sind.

2. Förderbare Maßnahmen

check Quartiersentwicklung und Quartiersmanagement

Wesentliche Zielsetzung ist die Schaffung von leistbarem Wohnraum bei gleichzeitig hoher Wohn- und Lebensqualität für die Bewohner. Neben der Architektur, ökonomischen und ökologischen Faktoren ist dabei die soziale Nachhaltigkeit ein bedeutender Aspekt. Bei der Planung ist auf unterschiedliche Wohnformen mit vielfältigen Grundrissen, auf eine soziale Infrastruktur mit Begegnungszonen, Gemeinschaftsräume, Freiraumgestaltung, Urban gardening, etc. Bedacht zu nehmen.
Eine soziale Durchmischung, partizipative Mitbestimmungskonzepte und dgl. sollen gemeinschaftliches Wohnen ermöglichen. Damit sich nachhaltige soziale Strukturen in einem Wohnquartier entwickeln können, bedarf es einer professionellen Begleitung, durch einen Quartiersmanager als soziales Bindeglied zwischen den Bewohnern.

Förderbar sind:
a. Personal- und Sachkosten in direktem Zusammenhang mit sozialraumorientierten Maßnahmen zur Förderung der sozialen Nachhaltigkeit, in bestehenden mindestens 50 Wohnungen umfassenden Wohnquartieren bzw. neu zu entwickelnden Stadtteil- bzw. Wohnquartieren gemeinnütziger Bauvereinigungen oder Gemeinden, wie z. B.

check Einrichtung einer Koordinations- bzw. Anlaufstelle/Informations- drehscheibe („Kümmerer“), u. a. zur

check bedarfsgerechten Beratung der Bewohner zu unterschiedlichen Fragestellungen und Themen

check Ermittlung von Angeboten, Ressourcen, Themen, Bedarf im Wohnquartier zur Förderung des Miteinanders durch gemein schaftliche nachbarschaftliche Aktivitäten, Veranstaltungen,

b. Beratungsleistungen zur Durchführung bewusstseinsbildender Maßnahmen im Zusammenhang mit Reconstructing-Projekten gemeinnütziger Bauvereinigungen oder Gemeinden, insbesondere Durchführung von Informationsveranstaltungen

check Reconstructing – Entwicklung bestehender Wohnquartiere
Dabei sind insbesondere die Erhaltung wertvoller Bausubstanz, die Prüfung möglicher Nachverdichtung bei gleichzeitiger Erhaltung und Verbesserung der Freiraumqualitäten und die Berücksichtigung von bedarfsoffener Nutzungsmischung (Wohnen, Arbeiten, Kleingewerbe, …) für eine positive Quartierentwicklung zu beachten. In einem integrierten Prozess auf Basis des Leitfadens mit dem Titel „Quartier & Wir – Nachhaltige Weiterentwicklung von Bestandsquartieren“ sollen künftig die bisher nebeneinander wirkenden Prozesse und Akteure in einem umfassend integrierenden Prozess zusammengeführt werden um bestmögliche nachhaltige Weiterentwicklung von Bestandsquartieren im Rahmen von Reconstructing-Projekten für alle Prozessbeteiligten zu sichern.

Förderbar sind:
Beratungsleistungen und Begleitmaßnahmen befugter externer Unternehmen oder Dienstleister – der sog. „Potential-Lotsen“ (Architekt, Fachhochschule etc.) – im Rahmen von Reconstructing-Projekten bzw. Erneuerung von Bestandsobjekten/Quartieren auf Basis bzw. in Anlehnung an den Leitfaden „Quartier & Wir“.

check Aktivierung von Leerstand in Bestandsobjekten zur Schaffung von Wohnräumen durch Nachnutzung von Bestandsobjekten
Zur Aktivierung von leerstehenden bzw. nur noch zum Teil be- wohnten und damit wirtschaftlich nicht zweckmäßig genutzten Bestandsobjekten zur Schaffung von Wohnraum durch Umnutzung, Errichtung von Ein- bzw. Zubauten und Umbau von Objekten in Siedlungsschwerpunkten besteht die Möglichkeit, in der jeweiligen Standortgemeinde einen Beratungstisch zur Durchführung einer Erstberatung der Eigentümer bzw. Projektträger mit Fachexperten aus dem Kreis der Architekten, Steuerberater, Rechtsanwälte und Wohnbauförderung zur Auslotung möglicher Verwendungspotenziale der Objekte und zur Information über steuerliche, rechtliche und förderungsrelevante Themenstellungen einzurichten. keyboard_arrow_right

keyboard_arrow_right
check Förderbar sind:
Beratungsleistungen befugter externer Unternehmer (z. B. Ar- chitekten bzw. Ziviltechniker, Wirtschaftstreuhänder, Rechts- anwälte) zur gezielten Informati- on der Eigentümer bzw. Projekt- träger im Rahmen eines von der jeweiligen Standortgemeinde einzurichtenden Beratungstisches, der die Teilnahme von mindestens drei Interessenten von zu sanierenden Objekten zu umfassen hat, wovon nur in begründeten Ausnahmefällen abgewichen werden kann.

check Beratung bei thermisch-energetischen Sanierungsmaßnahmen
m mehrgeschoßigen Wohnbau (Wohnhaus mit mindestens drei Wohnungen) soll im Zuge von Kommunikationsprozessen Mie- tern bzw. Eigentümern auf Basis des Sanierungskonzeptes die Vorteilhaftigkeit thermisch- energetisch sanierter Gebäudesubstanz vermittelt werden, um Entscheidungsfindungsprozesse zur Erzielung der für die Durchführung von Sanierungsmaßnahmen erforderlichen Mehrheiten zu unterstützen bzw. zu verkürzen und einen Anreiz zur Durchführung von Sanierungsmaßnahmen zu schaffen

check Förderbar sind:
Beratungsleistungen befugter externer Unternehmer (Architekten, Soziologen, etc.) – die nicht schon Auftragnehmer für die Erstellung des Sanierungskonzeptes bzw. der Planung der Sanierungsmaßnahme sind/waren – zur gezielten Information der Mieter bzw. Eigentümer im Rahmen von Mieter- bzw. Eigentümerversammlungen über die zu erwartenden Auswirkungen der Sanierungsmaßnahmen*

3. Wie und wie hoch wird gefördert?

check Quartiersentwicklung und Quartiersmanagement

  • Maßnahmen der sozialraumori- entierten Quartiersentwicklung durch Gewährung eines nicht rückzahlbaren Zuschusses im Ausmaß von max. 100 % der förderbaren Personal- und Sachkosten, max. € 70.000/Jahr, auf eine Projektdauer von max. 2 Jahren.
  • Beratungsleistungen externer Fachexperten im Zusammenhang mit Reconstructing-Projekten durch Gewährung eines nicht rückzahlbaren Zuschusses im Ausmaß von max. 100 % der förderbaren Kosten, max. für 20 Beratertage je Projekt bzw. Baustufe zu einem Tagessatz von max. € 1.200, exkl. USt., einschließlich Nebenkosten, wie z. B. Reisekosten, Diäten, Barauslagen.

check Reconstructing – Entwicklung bestehender Quartiere
Die Förderung erfolgt für Beratungsleistungen und Begleitmaßnahmen externer Berater an den gemeinnützigen Wohnbauträger oder Gemeinde in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses für max. 350 Stunden je Projekt zu einem Stundensatz von max. € 100 exkl. USt, exkl. Nebenkosten, wie Fahrtkosten, Diäten, Barauslagen für einen Beratungstisch und ist von jedem teilnehmenden Interessenten (Eigentümer/Projektträger) ein Selbstbehalt in Höhe von € 50 zu leisten.

Die Förderung erfolgt durch Gewährung eines nicht rückzahlbaren Zuschusses im Ausmaß von max. 90 % der förderbaren Kosten von max. € 3.000, exkl. Ust., einschließlich Nebenkosten, wie Fahrtkosten, Diäten, Barauslagen, für einen Beratungstisch, von jedem teilnehmenden Interessenten (Eigentümer/Projektträger) ist ein Kostenbeitrag in Höhe von € 50 zu leisten.

check Begleitende Beratung bei thermisch-energetischen Sanierungsmaßnahmen

check Die Förderung erfolgt durch
Gewährung eines nicht rückzahlbaren Zuschusses im Ausmaß von von max. € 3.000, exkl. Ust., der förderbaren Beratungskosten, einschließlich Nebenkosten für einen Beratungstisch. Von jedem Teilnehmer ist ein Kostenbeitrag von € 50 zu leisten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at

Ortskerne wieder beleben
Foto: W. Ihlenfeld/stock.adobe.com
Anzeige
Anzeige
Anzeige