Bitte benutzen Sie einen aktuelleren Browser.
Der Browser "Internet Explorer" wird nicht mehr weiterentwickelt.
Nutzen Sie entweder "Microsoft Edge" welcher vorinstalliert ist oder einen der gängigeren Browser wie "Google Chrome" oder "Mozilla Firefox".

Wohnbauförderung in Kärnten 2021

Wohnbauförderung in Kärnten 2021

Zukunftsfittes Wohnprogramm

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
Land Kärnten

Eigenheimbau

Gruppenwohnbau

Althaussanierung

Mehrgeschossigerwohnbau

Eigentumswohnungen

Eigenmittel-ersatzkredit

>

Besser auf Erfahrung bauen

Von der Planung bis zur schlüsselfertigen Ausführung: Der sicherste Weg bei Neu- oder Umbau führt über die Kärntner Bauwirtschaft. Darauf können Häuslbauer vertrauen!

Besser auf Erfahrung bauen
Foto: pitiphat/adobe stock
Besser auf Erfahrung bauen
Foto: Wirtschaftsbund
format_quote

Die Wohnbauförderung 2021 für Häuslbauer und Sanierer ist attraktiver denn je und sichert wichtige regionale Arbeitsplätze!

Dr. Gerhard Oswald, Obmann ARGE Bauwirtschaft
format_quote

Viele Kärntnerinnen und Kärntner träumen vom eigenen Haus, einem barrierefreien Badezimmer oder vom Ausbau ihres Dachbodens zur Wohnraumschaffung. Für die Umsetzung sind sie bei Kärntens kompetenten Bau- und Technikunternehmen an der richtigen Adresse. Diese verfügen über langjährige Erfahrung und sorgen dafür, dass Bau- und Sanierungsprojekte so schnell als möglich umgesetzt werden. Auch bei Fragen zu Bauvorschriften oder Wohnbauförderung sind sie die ersten Ansprechpartner und nehmen Behördenwege ab. Kunden profitieren vom umfassenden Know-how – vom ersten Planungsschritt bis zur Schlüsselübergabe. Die Profis in Sachen Bau haben immer ein offenes Ohr für Fragen und erarbeiten gemeinsam mit ihren Kunden die beste Lösung für jedes Projekt. Dazu gehört beispielsweise auch, dass Fachleute für einen Neubau oder eine Sanierung oder in der Haustechnik sowohl Antragstellung als auch Beratung in Sachen der Wohnbauförderung für ihre Kunden übernehmen. Um Förderungen zu erhalten, gilt es die unterschiedlichsten Rahmenbedingungen einzuhalten – vom Niedrigenergiehaus-Standard im Wohnungsneubau bis zur Effizienz von Haustechnikanlagen. Hier ist es wichtig, einen kompetenten Partner an seiner Seite zu haben, der den Überblick behält. Die Kärntner Baufachleute bieten genau das, ob es nun darum geht, ein Eigenheim zu errichten oder die eigenen vier Wände zu sanieren, und informieren auch über die neuesten Entwicklungen.

Punktgenau gefördertIm vergangenen Jahr haben zahlreiche Kärntnerinnen und Kärntner die ab 1. 7. 2020 seitens der Kärntner Wohnbauförderung angebotenen Zusatzförderungen im Bereich der Wohnhaussanierung in Anspruch genommen und Bäder saniert oder Außenbeschattungen installiert. Die gute Nachricht für 2021: Die mit 1. Jänner in Kraft getretenen überarbeiteten Förderrichtlinien sehen auch in diesem Jahr die Förderung für den barrierefreien Umbau von Sanitärräumen im Ein- oder Zweifamilienhaus sowie im mehrgeschoßigen Wohnbau vor. Im Bereich der Sanierung wird auch die Anbringung einer Außendämmung inklusive Fenstertausch gefördert. Und für die Errichtung einer Photovoltaikanlage wurde die Fördersumme für 2021 erhöht. Ergänzt wird der Maßnahmenmix durch Impulsprogramme wie „Raus aus fossilen Brennstoffen“ sowie für die nachträgliche Montage von Außenbeschattungen (Rollläden oder Raffstores).

Wichtig für Sie: Als Bauherr erhalten Sie die Bestätigung, die von Gemeinden als Baubehörden für die Erteilung der Benützungsbewilligung verlangt wird. Die Unternehmer stehen zu ihrer Verantwortung. Der Bauherr kann sich auf die Erfüllung seiner Gewährleistungsansprüche verlassen.

Ihren Handwerker in Ihrer Nähe finden Sie auf WKO Firmen A–Z.

Weiterführende Informationen erhalten Sie auch im Innungshaus Bau und Technik, 9020 Klagenfurt, Koschutastrasse 4, oder unter wko.at/ktn

WKO Logos
Wohnen im Wandel

Wohnen neu gedacht

Oftmals ändern sich die Dinge rasch: Noch vor einem Jahr, bei Drucklegung des Wohnbauförderungsjournals 2020, haben die meisten von uns den Begriff Wohnraum anders definiert als heute. Eine Pandemie hat dazu geführt, dass wir umdenken mussten. Nicht zuletzt weil der berufliche Alltag ungefragt ins traute Heim eingezogen ist, weil Ess- und Wohnzimmer zu Unterrichtsräumen für den Nachwuchs umfunktioniert werden mussten. Viele Kärntnerinnen und Kärntner haben in den vergangenen Monaten erkannt: Es fehlt an Quadratmetern, es fehlt an Arbeitsräumen und Rückzugsmöglichkeiten. Heute ist der Bedarf an leistbarem Wohnraum größer denn je. Um diesen Bedarf decken zu können, hat das Land Kärnten die Wohnbauförderungsrichtlinien adaptiert und die Fördermöglichkeiten erweitert. Im vorliegenden Journal haben wir diese zusammengefasst und übersichtlich aufbereitet.

Ihr Journal-Team

Grundsätzliches zur Wohnbauförderung

Grundsätzliches zur Kärntner Wohnbauförderung
Foto: HAVE A NICE DAY/Adobe Stock

Mit 1. 1. 2021 sind die neuen Richtlinien zum Kärntner Wohnbauförderungsgesetz – K-WBFG 2017 in Kraft getreten. Zeitgemäßes, qualitativ hochwertiges und leistbares Wohnen für die Kärntner Bevölkerung sicherzustellen, dies unter Berücksichtigung klimarelevanter, ökologischer Gesichtspunkte, ist eine der wichtigsten Zielsetzungen der Wohnbauförderung.

Leistbares, klimafreundliches und zukunftsweisendes Wohnen steht im Fokus der neuen Wohnbauförderung. Die Anforderungen an das Wohnen haben sich verändert. Nicht zuletzt hat die Covid-19- Pandemie die gewohnten Raumkonzepte verändert. Neue Haushaltsformen, neue Lebensstile und Arbeitswelten, wie beispielsweise Homeoffice, sowie die Digitalisierung prägen unsere Gesellschaft, die vielfältiger, flexibler und mobiler geworden ist. Aufgrund dieser neuen Herausforderungen mit unterschiedlichen Wohnbedürfnissen wird die Wohnbauförderung laufend angepasst, weiterentwickelt und es wurden bedarfsgerecht verschiedenste Förderungsmodelle entwickelt. Die Förderungswerber haben die Wahlmöglichkeit zwischen Direktzuschüssen und Förderungskrediten, sodass maßgeschneiderte Finanzierungsmodelle angeboten werden können. Einerseits wurde beim Förderkredit die Basisförderung erhöht und andererseits wurden die Zinsen reduziert. Auch kann der Häuslbauerbonus infolge der Einführung zusätzlicher Bonusbeträge, allen voran für klimafreundliches Bauen, deutlich höher ausfallen.

Kostengünstiges energiesparendes ökologisches Bauen und Sanieren, ein Angebot an preiswerten Mietwohnungen, die Belebung von Orts- und Stadtkernen, d. h. „Innen vor Außen“ durch Nachverdichtung des Bestandes, etwa durch Einbau einer Wohnung in ein Eigenheim, und altersgerechtes barrierefreies Wohnen sind zentrale Themen der Wohnbauförderung.
Hervorgehoben wird, dass die energetischen Mindestanforderungen deutlich entschärft und an die Erfordernisse der Baubewilligung angepasst wurden, bürokratische Hemmnisse wurden beseitigt.

Was wird gefördert?

check Errichtung von Eigenheimen vorrangig in Siedlungsschwerpunkten

check Einbau, Zubau einer Wohnung in ein Eigenheim, z. B. Dachgeschoßausbau

check Kauf einer Eigentumswohnung oder eines Eigenheims (direkt vom Errichter)

check Errichtung von kostengünstigen Mietwohnungen im gemeinnützigen sozialen Wohnbau durch Neubau oder Reconstructing in Anlehnung an den Leitfaden „Quartier & Wir – Entwicklung bestehender Wohnquartiere“

check Finanzierungsbeiträge von Mietern für Grund- und Baukostenanteile geförderter gemeinnütziger Mietwohnungen

check Schaffung von Wohnraum durch Auf-, Zu-, Um- oder Einbau einer Wohnung in einer bestehenden alten Bausubstanz

check Erwerb von bestehenden, z. B. leerstehenden, alten Eigenheimen (Hauskauf) in Orts- und Siedlungsschwerpunkten

check Revitalisierung von Bestandsobjekten durch Errichtung von Mietwohnungen oder Wohnraum für den Eigenbedarf durch Umnutzung von leerstehenden Bestandsobjekten in Siedlungsschwerpunkten

check Barrierefreie Maßnahmen im Eigenheim (z. B. Rampe im Eingangsbereich, Umbau Sanitärräume) und im mehrgeschoßigen Wohnbau (z. B. nachträglicher Lifteinbau); Badsanierung als Einzelmaßnahme in Ge- bäuden älter als 20 Jahre möglich keyboard_arrow_right

keyboard_arrow_rightcheck Wohnhaussanierung – Förder­ung der thermisch-energetischen Sanierung von Gebäuden von der Einzelbauteilsanierung über Dämmung der Außenwände inkl. Fenstertausch bis zur Erhöhung des Wärmeschutzes, von der Umstellung des Heizsystems auf erneuerbare Energien mit dem Fokus auf „Raus aus fossilen Brennstoffen“, Errichtung von Solar- und Photovoltaikanlagen bis zur umfassenden energetischen Sanierung sowie nachträgliche Montage von Aussenbeschattungen (Rollläden oder Raffstores)

check Kostenlose Vor-Ort-Energie­beratung

check Sanierungscoach – Sanierungsbegleitung bei der energetischen Sanierung

check Beratungsprogramme bei der Entwicklung von Wohnquartieren, Reconstructing-Projekten, Aktivierung von Leerstand zur Wohnraumnutzung und bei Sanierungsmaßnahmen im mehrgeschoßigen Wohnbau

check Beratungsscheck zur Analyse der Wohnsituation und Auslotung von Optimierungspotenzialen für eine Um- oder Nachnutzung von leerstehenden Häusern oder Räumlichkeiten durch einen Architekten, Steuerberater, Rechtsanwalt, Berater der Wohnbauförderung (Anmeldung bei derGemeinde)

Auskünte und Informationen:

Abteilung 11 - Zukunftsentwicklung, Arbeitsmarkt und Wohnbau, Mießtaler Strasse 1, 9021 Klagenfurt

www.wohnbau.ktn.gv.at
E-Mail: abt11.wohnbau@ktn.gv.at
Sektretariat: 050536-31002, 31004



Wohnen 2021 - leistbar & klimafreundlich

Die Kärntner Wohnbauförderung wird 2021 höher, günstiger und grüner: Wer jetzt baut, saniert oder nachrüstet, kann von attraktiven Bonusbeträgen profitieren.

format_quote

Leistbares Wohnen und Klimaschutz stehen bei den Neuerungen ab 1. 1. 2021 weiterhin im Mittelpunkt.

Mag.a Ivana Rajkovaca, Unterabteilungsleiterin Wohnbauförderung
format_quote
Wohnen 2021
Grundsätzliches zur Kärntner Wohnbauförderung
Foto: HAVE A NICE DAY/Adobe Stock

Die Förderrichtlinien der Kärntner Wohnbauförderung wurden erneut adaptiert. Mit welchem Ziel?
Mag.a Ivana Rajkovaca: Klima- freundliches Wohnen finanzierbar und leistbar zu machen, ist und bleibt eine wesentliche Zielsetzung. Die thermische Sanierung von bestehenden Bestandsobjekten, die verdichtete oder barrierefreie Bauweise, leistbare Mietwohnungen, Außenbeschattungen und Begrünungen sowie der Ausstieg aus dem Öl sind künftige Schwerpunkte der Wohnbauförderung.

Welche Neuerungen gibt es?
Ab 1. 1. 2021 wird die Wohnbauförderung noch grüner und günstiger: Neben der grundlegenden Zinssenkung der Förderungskredite gibt es zahlreiche Bonusbeträge für umweltfreundliche Maßnahmen. Im Eigenheimbereich wurde der Häuslbauerbonus erhöht und für klimafreundliche Bauweise gibt es zusätzliche attraktive Zusatzförderungen wie z. B. für ökologische Baustoffe, thermische Solaranlagen, Photovoltaik und Dachbegrünung.

Welche Rolle spielt die Wohnbauförderung für leistbare Mietwohnungen?
Leistbares Wohnen ist ein Grundbedürfnis und in Anbetracht der stark steigenden Mietpreise auf dem privaten Wohnungsmarkt ist die Wohnbauförderung wichtiger denn je. Mithilfe der neuen Richtlinien soll der gemeinnützige Wohnbau leistbar bleiben, grüner werden und leistbares Wohnen mit Zukunftscharakter gewährleistet werden.

Klimawandel. Wie gehen die neuen Richtlinien auf diese Herausforderung ein?
Dieses Thema ist wichtiger denn je und die Wohnbauförderung 2021 setzt auch hier wieder einen umweltfreundlichen Schwerpunkt. Der Tausch von Heizungsanlagen von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien wird mit einem Zuschuss von bis zu € 6.000 gefördert und für Personen mit besonders geringem Einkommen gibt es zusätzlich einen Bonus von €  1.000. Verlängert wurde die nachträgliche Montage von Außenbeschattungen bis 30. 6. 2021, sie wird mit max. € 1.000 gefördert und leistet damit einen Beitrag gegen den Klimawandel. keyboard_arrow_right

keyboard_arrow_right Wie sieht es im Bereich der Sanierung aus, gibt es den Umbau der Sanitäreinrichtungen als Einzelmaßnahme noch?
Ja, bis 31. 12. 2021 läuft diese Aktion noch. Für Gebäude, die älter als 20 Jahre alt sind, wird ein entsprechender Umbau mit bis zu € 9.000 gefördert (inkl. ökologischer Maßnahmen bis zu € 10.000). Ein Nachweis einer Behinderung bzw. Pflegebedürftigkeit müssen nicht vorliegen, auch die Koppelung an den barrierefreien Umbau des Eingangsbereichs entfällt.

Gibt es für den Bereich der Sanierung eine fachliche Unterstützungsmöglichkeit?
Ja, auch weiterhin werden die Vor-Ort-Energieberatung sowie bei Durchführung von thermisch- energetischen Sanierungsmaßnahmen ein Sanierungsbegleiter (bis zu max. € 800) gefördert. Das Team der Wohnbauförderung steht für die Anliegen der Förderungswerber und Förderungswerberinnen, sowie um die passenden Förderungsmöglichkeiten zu finden, gerne mit kompetenter Beratung zur Seite. Deshalb ist es wichtig, die Vielzahl an Fördermöglichkeiten, die die Kärntner Wohnbauförderung eröffnet, zu nutzen.

KONTAKT:
Abteilung 11 – Zukunftsentwicklung, Arbeitsmarkt und Wohnbau, Mießtaler Straße 1, 9021 Klagenfurt
www.wohnbau.ktn.gv.at
E-Mail: abt11.wohnbau@ktn.gv.at
Sekretariat: 050536-31002, 31004

Alle Neuerungen im Überblick
1.

Impulsprogramm Raus aus fossilen Brennstoffen“ mit einer Förderung von bis zu € 6.000 um zusätzlichen Bonus in Höhe von € 1.000 bei niedrigem Einkommen erweitert

2.

Basisförderung beim Förderkredit auf € 400/m² förderbarer Nutzfläche erhöht – gilt für Neuerrichtung von Eigenheimen wie für Zu-/Einbau einer Wohnung in bestehenden Gebäuden

3.

Sichere und günstige Finanzierung für die Schaffung von Wohnraum durch Senkung der Zinsen beim Förderkredit auf 0,5 % p. a.

4.

Häuslbauerbonus wurde auf € 15.000 erhöht und kann künftig durch weitere Bonusbeträge (z. B. für klimafreundliches Bauen) nochmals deutlich höher ausfallen

5.

Barrierefreier Badumbau als Einzelmaßnahme in Gebäuden (älter als 20 Jahre) mit einem Einmalzuschuss von bis zu € 9.000 bis 31. 12. 2021 noch möglich; zusätzlicher Zuschuss von € 1.000 für einen WW-PV-E-Speicher in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage

6.

Verlängerung des Impulsprogrammes für nachträgliche Montage von Außen- beschattungen (Rollläden oder Raffstores) bis 30. 6. 2021 mit einem Zuschuss von bis zu € 1.000

7.

Bonus für Photovoltaik im Neubau auf 8 kWp und max. € 8.000 verdoppelt

8.

Bonus für Passivhaus-Standard auf € 100/m² förderbarer Nutzfläche erhöht

9.

Erhöhung des Bonus bei Erreichen von klima:aktiv Silber von € 500/m² auf € 700/m² förderbarer Nutzfläche.

10.

Erhöhung des Bonus bei Erreichen der Qualitätsstufe klimaaktiv Silber oder klimaaktiv Gold im mehr- geschoßigen Neubau

Finanzplan  auf solider Basis

Die Kärntner Wohnbauförderung ist ein wichtiger Faktor im Kärntner Wohnbau. Mit der laufenden Anpassung der Förderungsrichtlinien auf Basis des Wohnbauförderungsgesetzes 2017 werden die Voraussetzungen für leistbares Wohnen im Zeichen des Umwelt- und Klimaschutzes geschaffen.

Finanzplan auf solider Basis
Foto: GAJUS/AdobeStock

Der Wunsch, sich ein Haus oder den Traum von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen, steht bei vielen Kärntnerinnen und Kärntnern nach wie vor ganz weit oben auf der Prioritätenliste. Auf derselben Stufe findet sich die Kärntner Wohnbauförderung, die über Jahre hinweg einen wichtigen Baustein eines krisensicheren und günstigen Finanzierungsinstrumentariums darstellt.

1. Wer wird gefördert?
Förderungsanträge können von begünstigten Personen gestellt werden, die Eigentümer (Miteigentümer) der Bauliegenschaft sind. Als begünstigt gelten Personen, die einen dringenden Wohnbedarf haben und das geförderte Objekt ganzjährig und regelmäßig als Hauptwohnsitz nutzen und folgende Voraussetzungen erfüllen:

check Volljährigkeit (Ausnahme nur in begründeten Ausnahmefällen)

check Nachweis des Bedarfs am geförderten Wohnraum

check österreichischer Staatsbürger oder einem solchen gleichgestellt

check das Jahreseinkommen (Fami- lieneinkommen) übersteigt nicht das höchstzulässige Jahreseinkommen.

2. Höchstzulässiges Jahreseinkommen
Das höchstzulässige Jahreseinkommen (Familieneinkommen) für die Gewährung einer Förderung beträgt bei einer Haushaltsgröße von

1 Person

€ 38.000

2 Personen

€ 55.000

3 Personen

€ 61.000

4 Personen

€ 67.000

für jede weitere Person

+ € 6.000


3. Was gilt als Jahreseinkommen?
Als Jahreseinkommen gilt das Nettojahreseinkommen des der Antragstellung und dem Abschluss des Kaufvertrages (bei Erwerbsförderung) vorangegangenen Kalenderjahres (ohne Familienbeihilfe) und wird bei Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit – sofern nicht zur Einkommenssteuer veranlagt – wie folgt berechnet:

Bruttobezüge gem. § 25 EStG 1988
- Werbungskosten gemäß § 16 EStG 1988
- gesetzliche Abfertigungen, Kapitalabfindungen und steuerlich begünstigte freiwillige Abfertigungen
- außergewöhnliche Belastungen gem. § 34 EStG 1988
- Freibeträge gem. §§ 35, 104, 105 und 106a EStG 1988
- Lohnsteuer

Weiters zählen zum Einkommen auch z. B. Überstundenzuschläge, Arbeitslosen-, Kinderbetreuungs- und Wochengeld, Studienbeihilfen, gesetzlich, gerichtlich oder vertraglich festgesetzte Unterhaltszahlungen sowie Lehrlingsentschädigungen im Ausmaß von 30 %, sofern die Bezieher mit Eltern oder Großeltern im gemeinsamen Haushalt leben.

Die Einkünfte sämtlicher haushaltsangehöriger Personen sind offenzulegen.

4. Was gilt als Wohnhaus?
Als Wohnhaus gilt ein Gebäude, das auch Wohnzwecken dient, wobei die Wohnungen den unten angeführten Bestimmungen zu entsprechen haben.

5. Was gilt als Wohnung?
Als Wohnung gilt eine zur ganzjährigen Bewohnung geeignete, baulich in sich abgeschlossene normal ausgestattete Wohnung, die mindestens aus Zimmer, Küche (Kochnische), WC und Bade- oder Dusch­gelegenheit besteht und deren Nutzfläche nicht weniger als 25m² beträgt.

6. Was gilt als Eigenheim?
Ein Eigenheim ist ein Gebäude mit höchstens zwei Wohnungen, wo- von eine zur Benützung durch den Förderungswerber bestimmt ist.

7. Was gilt als sonstiges Gebäude?
Ein sonstiges Gebäude ist ein Gebäude, das nicht zu Wohnzwecken dient, jedoch nach Abschluss von Baumaßnahmen zur ganzjährigen Wohnnutzung geeigneten Wohnraum aufweist.

8. Was versteht man unter normaler Ausstattung?
Darunter versteht man, dass die zu fördernde Wohnung den zeitgemäßen Wohnbedürfnissen entsprechend in normaler Ausstattung nach dem jeweiligen Stand der Technik, insbesondere hinsichtlich des Schall-, Wärme-, Feuchtigkeits- und Abgasschutzes sowie der Anschlussmöglichkeit an Fernwärme in hierfür in Betracht kommenden Gebieten auszuführen ist. Es dürfen keine Bau- stoffe verwendet werden, die eine Beeinträchtigung der Gesundheit von Menschen bei der Bauausführung des Objektes bewirken; die Baustoffe dürfen im Verlauf des Lebenszyklus keine klimaschädigenden, halogenierten Gase in die Atmosphäre freisetzen.

9. Wie wird die Nutzfläche berechnet?
Die Nutzfläche umfasst die gesamte Bodenfläche einer Wohnung einschließlich Loggien und Wintergärten abzüglich der Wandstärken und der im Verlauf der Wände befindlichen Durchbrechungen (Ausnehmungen) abzgl. 2  % von der Nettogrundrissfläche bzw. bei verputzten oder verkleideten Wänden von der aus den Planmaßen (Rohbaumaße) errechneten Grundrissfläche. Keller- und Dachbodenräume, soweit sie für Wohnzwecke nicht geeignet sind, weiters Treppen, Balkone, Terrassen sowie für landwirtschaftliche Zwecke spezifisch ausgestattete Räume in Verbindung mit einer Wohnung werden bei der Berechnung der Nutzfläche nicht berücksichtigt.
Bei Eigenheimen ohne Unterkellerung zählen Räume für technische Zwecke (Heizung, Lüftung, Warmwasserspeicher) und Lagerzwecke (Holz-, Pelletslager) mit einer Fläche von insgesamt 10 m² nicht zur Nutzfläche.

10. Gibt es eine Nutzflächenobergrenze?
Bei Errichtung oder Erwerb von Wohnraum wird eine Förderung nur gewährt, wenn die Nutzfläche der Wohnung 130 m², bei mehr als fünf im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen 150  m² nicht übersteigt. In begründeten Ausnahmefällen (z. B. historisch wertvolle oder denkmalgeschützte Gebäude) ist nach Anhörung des Wohnbauförderungsbeirates eine Überschreitung der höchstzulässigen Wohnnutzfläche zulässig.

11. Was ist die förderbare Nutzfläche?
Bei der Förderung der Errichtung und des Erwerbs von Wohnraum im Eigentum bemisst sich das Ausmaß der Förderung nach der förderbaren Nutzfläche, die von der Haushaltsgröße abhängig ist.

* Beim Erwerb von Bestandsobjekten bwz. Schaffung von Wohnraum durch Auf-, Zu-, Um- und Einbau in Bestandsobjekten gelten gesonderte Angaben der förderbaren Nutzfläche.

Die förderbare Nutzfläche* beträgt bei einer Haushaltsgröße von

1 Person

50 m²

2 Personen

65 m²

3 Personen

75 m²

4 Personen

90 m²

5 Personen

105 m²

6 Personen

115 m²

mehr als 6 Personen

125 m²

12. Wann spricht man von einer Jungfamilie?
Als Jungfamilie gelten

check ein Ehepaar mit oder ohne Kinder oder eine eingetragene Partnerschaft, wenn beide Ehegatten oder eingetragenen Partner das 35. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht vollendet haben;

check Lebensgefährten, wenn beide das 35. Lebensjahr zum Zeit- punkt der Antragstellung nicht vollendet haben und zumindest einer ein oder mehrere eigene oder adoptierte, haushaltszugehörige Kinder, für welche Familienbeihilfe bezogen wird, aufweist;

check Alleinstehende, wenn sie das 35. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht vollendet haben und ein oder mehrere eigene oder adoptierte, haushaltszugehörige Kinder, für welche Familienbeihilfe bezogen wird, aufweisen.

13. Was versteht man unter nahestehenden Personen?
Unter nahestehenden Personen versteht man Verwandte in gerader Linie (Großeltern, Eltern, Kinder und Enkelkinder) einschließlich der Adoptiv- und Pflegekinder, Geschwister, Verschwägerte in gerader Linie (dies gilt für eingetragene Partner sinngemäß), eigene adoptierte Kinder und Pflegekinder.

14. Was ist ein Förderungskredit?
Ein Förderungskredit ist ein zins- begünstigter Landeskredit, der erstrangig im Grundbuch sicherzustellen ist.

15. Was ist ein Annuitätenzuschuss?
Ein Teil der Förderungssumme wird neben dem Förderungskredit in Form von Annuitätenzuschüssen zu den Rückzahlungsraten (Zinsen- und Tilgungsraten) eines sonstigen zur Finanzierung der Wohnung aufgenommenen Hypothekarkredits gewährt.

16. Was ist ein „Häuslbauerbonus“?
Der „Häuslbauerbonus“ ist ein nicht rückzahlbarer Einmalzuschuss.

17. Was ist besonders zu beachten?
Das zu verbauende Grundstück muss vorrangig im Siedlungsschwerpunkt im örtlichen Entwicklungskonzept (OEK) der Standortgemeinde ausgewiesen sein. Die Finanzierung des Bauvorhabens muss nachweislich gesichert sein (Bankbestätigung).
Wer eine geförderte Wohnung bezieht, ist verpflichtet, seine Rechte an den bisher zur Befriedigung seines dringenden Wohnbedürfnisses regelmäßig verwendeten Wohnungen binnen sechs Monaten nach Bezug der geförderten Wohnung aufzugeben. Ausnahmen sind nur mit Zustimmung des Landes in bestimmten Fällen zulässig.

18. Antragstellung
Förderungsanträge können beim Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 11, Mießtaler Straße 1, 9021 Klagenfurt, eingebracht werden.
Die Formblätter stehen auch unter www.wohnbau.ktn.gv.at zum Download zur Verfügung.
Förderungsanträge, die den erforderlichen Nachweis über die elektronische Übermittlung des Energieausweises an die ZEUS Datenbank und die Baubewilligung nicht angeschlossen haben, gelten als nicht eingebracht.

19. Zusicherung
Bei positiver Erledigung erhält der Förderungswerber eine schriftliche Zusicherung samt Schuldschein und erwirbt damit Anspruch auf die Förderung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at

Stufe für Stufe zum Eigenheim

Die Kärntner Wohnbauförderung bietet eine ganze Reihe von Anreizen, um das Lebens- projekt „Eigenheimbau“ zu realisieren.

Stufe für Stufe zum Eigenheim
Foto: GAJUS/AdobeStock

Die Wohnbauförderung unterstützt Interessenten dabei, den Traum vom Eigenheim zu realisieren. Der Wegfall der strengen energetischen Mindestanforderungen und eine Wahlmöglichkeit zwischen einem Häusl- bauerbonus (Direktzuschuss) oder einem Förderungskredit mit attraktiven Zinskonditionen erleichtern den Zugang zur Wohnbauförderung.

Bei Inanspruchnahme eines Förderungskredits für

check die Neuerrichtung eines Eigenheims oder

check die Schaffung von Wohnraum durch Zubau oder Einbau einer Wohnung in ein bestehendes Gebäude (z. B. Dachgeschoßausbau, Aufstockung) wird eine Basisförderung von € 400/m² Nutzfläche gewährt. Diese wird durch Bonusbeträge nochmals erhöht.


Besonders gefördert werden

check Jungfamilien mit einem Bonus von € 12.000

check Familien mit Kindern mit einem Bonus von € 1.000 je Kind

check Niedrigeinkommensbezieher mit einem Zuschlag von € 3.000


Bonusbeträge gibt es ferner bei:

check Nachverdichtungen inkl. Abbruchkosten und/oder verdichteter Bauweise wischen € 50 und € 150/m² förderbarer Nutzfläche

check Verwendung von ökologischen Baustoffen bis zu € 8.000

check Nutzung von Sonnenenergie (Solar- oder Photovoltaikanlagen) bis zu € 8.000

check Dachbegrünungen bis zu € 5.000

check wenn das Wohnobjekt gewisse Lagequalitäten aufweist, z. B. Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, an Nahversorger, mit € 5.000,

check das Wohnobjekt sich in einer strukturschwachen ländlichen Gemeinde befindet, mit € 7.000,

check bereits altersfit bzw. barrierefrei gebaut wird, mit € 15.000.

check Elektromobilität – Anschaffung einer Wallbox mit € 700 und

check Passivhaus mit € 100/m² förderbarer Nutzfläche

1. Wer wird gefördert?
Der Förderungswerber muss

check eine begünstigte Person sein

check (Mit-)Eigentümer oder Wohnungseigentümer der zu verbauenden Liegenschaft sein.

2. Was wird gefördert?
Gefördert wird für den eigenen Wohnbedarf und hinsichtlich einer zweiten Wohnung auch für den Wohnbedarf einer dem Förderungswerber nahestehenden begünstigten Person (mit Ausnahme seines Ehegatten oder eingetragenen Partners oder Lebensgefährten) die

check Errichtung eines Eigenheims, von Gebäuden im Gruppenwohnbau oder eines Doppelhauses mit je maximal 2 Wohnungen,

check Errichtung einer Wohnung durch Auf-, Zu-, Um- oder Einbau in Wohnhäusern oder sonstigen Gebäuden.

3. Welche energetischen Anforderungen gibt es?

a) Anforderungen an Energiekennzahlen

check Die Energiekennzahlen der Baubewilligung reichen aus.

Zu beachten ist jedoch, dass für die Wohnbauförderung

- keine fossilen Brennstoffe (Kohle, Gas, Heizöl)

- keine Elektroheizungen

- keine Infrarotheizungen

zum Einsatz gelangen dürfen.

b) Anforderungen an die Heizungs- und Warmwasserversorgung
Im Fernwärmebereich ist verpflichtend an das Fernwärmenetz anzuschließen bzw. sind alternativ bei einem besonders hohen technischen oder wirtschaftlichen Aufwand „hocheffiziente alternative Energiesysteme“ einzusetzen.

4. Wie wird gefördert?
Die Förderung erfolgt durch Gewährung

check eines Förderungskredits (zinsbegünstigten Kredits) und

check von Annuitätenzuschüssen oder alternativ

check eines Einmalzuschusses (Häuslbauerbonus) – für die Errichtung von Eigenheimen, Eigenheimen im Gruppenwohnbau und Doppelhäusern.

Der Förderungskredit ist erstrangig im Grundbuch sicherzustellen. Beim Einmalzuschuss dürfen am geförderten Objekt innerhalb von 20 Jahren keine wesentlichen Änderungen vorgenommen werden.

5. Wie hoch ist die Förderung?

a. Förderungskredit und Annuitätenzuschüsse
Bei Gewährung eines Förderungskredites und von Annuitätenzuschüssen wird die errechnete Förderungssumme im Ausmaß von 60 % als Förderungskredit und im Ausmaß von 40 % in Form von Annuitätenzuschüssen gewährt.
Der Förderungskredit hat eine Laufzeit von 30 Jahren, Verzinsung 0,5 % p. a. in den ersten 20 Jahren und 1,5 % p. a. ab dem 21. Jahr bis zum Laufzeitende.
Die Annuitätenzuschüsse haben eine Laufzeit von maximal zehn Jahren und der Antrag auf Gewährung des Zuschusses für die ersten 5 Jahre wird gleichzeitig mit dem Förderungskredit gestellt.

b. Einmalzuschuss (Häuslbauer­bonus)
Zur Basisförderung von € 15.000 werden zusätzlich alternative Förderanreize in Form von nachstehenden Bonusbeträgen gewährt:

check Bonus für verdichtete Bauweise und Nachverdichtung zwischen € 3.000 und € 7.000

check Umweltbonus bis zu € 3.200

check Bonus für Sonnenenergie je Gebäude bis zu € 3.840

check Bonus für Elektromobilität von € 300

check Bonus Dachbegrünung bis zu € 1.500

check Bonus Standortqualität von € 2.000

check Bonus Passivhaus von € 3.000

Weitere Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at

Natascha Wagner
format_quote

Gewährt wird eine sichere und günstige Finanzierung mit 0,5 % Zinsen. Zusätzlich gibt es erhöhte Förderungen für Familien und klimafreundliches Bauen.

Natascha Wagner, Expertin für Kleinbau und Ersterwerb
format_quote
Berechnung der Förderung

für die Errichtung einer Wohnung in einem Eigenheim durch Nachverdichtung:

  • Errichtung einer Wohnung durch Zubau
  • 95 m² Nutzfläche
  • Jungfamilie, 2 Kind
  • förderbare Nutzfläche für 4 Personen: 90 m²
Basisförderung: 90 m² x € 400
€ 36.000
Beantragte Bonusbeträge:
check Bonus Nachverdichtung 90 m² X € 150
€ 13.500
check Umweltbonus Ökoindex < 120
€ 4.000
check Bonus für Sonnenenergie Photovoltaik – (max. 8 kWp) – 4 kWp X € 1.000
€ 4.000
check Bonus für Elektromobilität
€ 700
check Bonus strukturschwacher ländlicher Raum
€ 7.000
check Bonus Jungfamilie
€ 12.000
check Kinderbonus (1.000 x 2)
€ 2.000
check Bonus Standortqualität
€ 5.000
check Förderungssumme
€ 84.200

Aufteilung in
check 60 % Förderungsdarlehen
€ 50.520
check 40 % Annuitätenzuschüsse
€ 33.680
Berechnung der Förderung

für ein freistehendes Eigenheim mit Dachbegrünung, Bauen mit Energiekennzahlen der Baubewilligung:

  • Errichtung eines Eigenheimes
  • 130 m² Nutzfläche, 50 m² zu begrünender Fläche
  • Jungfamilie, 1 Kind, Niedrigeinkommenbezieher
  • förderbare Nutzfläche für 3 Personen: 75 m²
Basisförderung: 75 m² x € 400
€ 30.000
Beantragte Bonusbeträge:
check Umweltbonus Ökoindex 160 - 120
€ 1.500
check Bonus für Sonnenenergie Photovoltaik – (max. 8 kWp) – 4 kWp X € 1.000
€ 4.000
check Bonus für Elektromobilität
€ 700
check Bonus für Dachbegrünung 50 m² x 50
€ 2.500
check Bonus barrierefreie Bauweise
€ 10.000
check Bonus strukturschwacher ländlicher Raum
€ 7.000
check Bonus Jungfamilie
€ 12.000
check Kinderbonus
€ 1.000
check Zuschlag bei niedrigem Einkommen
€ 3.000
check Förderungssumme
€ 71.700

Aufteilung in
check 60 % Förderungsdarlehen
€ 43.020
check 40 % Annuitätenzuschüsse
€ 28.680


Der Traum vom Haus im Grünen

Seit letztem Sommer wohnt Jacquelin Griesser mit ihrem Lebensgefährten Dominik Hecher im neu gebauten Traumhaus am Millstätter See.

Der Traum vom Haus im Grünen
Fotos: obweger haus, weichselbraun

Mit der eigenen Schwester Tür an Tür wohnen muss man mögen. Im Fall von Jacquelin und Christin Griesser ist genau dieser Plan perfekt aufgegangen. „Ich habe in Graz studiert und bin dann wieder nach Kärnten gezogen. Der Wunsch, in der Nähe meiner Familie zu sein, wurde immer größer und so entwickelte sich die Idee zum Doppelhaus.“ Gemeinsam haben die Schwestern mit ihren Familien auf einem Grundstück in Döbriach zwei Häuser gebaut. „Wir verstehen uns total gut, daher war es für uns klar, dass wir es wagen wollen, gemeinsam den Traum vom Eigenheim zu erfüllen.“ Wie die Häuser aussehen sollen, war schnell geklärt und auch, dass beim Bau ökologische Aspekte im Vordergrund stehen. Jacquelin Griesser: „In einer Baufirma direkt vor Ort haben wir den perfekten Ansprechpartner gefunden. So konnten wir Regionalität mit einem ökologischen Haus und dem Baustoff Holz vereinen.“ Die Baufirma hat den jungen Bauherren auch bei der Antragstellung zur Wohnbauförderung unter die Arme gegriffen. „Das war super. Wir waren sehr dankbar für die professionelle Hilfe, da der Antrag wegen der Selbstständigkeit meines Lebensgefährten nicht ganz so einfach war.“ Insgesamt war die Bauzeit für Jacquelin Griesser eine tolle Erfahrung, auch dank der Wahl des Bauunternehmens. Ihr Fazit: „Ich würde es immer wieder ganz genauso machen!“


Errichtung eines Eigenheimes in Döbriach
Details der Förderung:
  • Förderkredit EUR 25.950,–
  • AZ-Zuschuss EUR 17.300,–
  • Bonus verdichtete Bauweise
  • Bonus Standortqualität
  • Energie- und Umweltbonus
  • Zuschlag bei niedrigem Einkommen
Der Traum vom Haus im Grünen
format_quote

Wir hatten beim Antrag für die Wohnbauförderung Hilfe vom Bauunternehmen. Das war super!

Jacquelin Griesser
format_quote


Ein Zuhause für die ganze Familie

Tür an Tür mit ihrer Schwester hat Christin Griesser mit Lebensgefährten Manuel Schmidhofer und Töchterchen Moana ein Haus in Holzständerbauweise gebaut. Ein halbes Jahr nach dem Einzug fällt das Fazit rundum positiv aus.

Ein Zuhause für die ganze Familie
Fotos: obweger haus, weichselbraun
format_quote

Wir waren von der Höhe der Wohnbauförderung positiv überrascht.

Christin Griesser
format_quote

Mit Kindern ändert sich vieles. Auch die Bedürfnisse der Eltern. So kam bei Christin Griesser und ihrem Lebensgefährten Manuel Schmidhofer mit Tochter Moana der Wunsch nach mehr Platz und einem eigenen Garten. „Wir haben vorher in Villach mitten in der Stadt gewohnt. Solange wir keine Kinder hatten, war das perfekt, aber mit der Geburt unserer Tochter haben wir von einem eigenen Haus geträumt“, so Christin Griesser. Dass das passende Grundstück in der Nähe zur Familie und zum Millstätter See so schnell gefunden wurde und dann auch Schwester Jacquelin von einem gemeinsamen Bauvorhaben begeistert war, bestärkte die junge Familie in ihrem Traum. „Wir haben uns für eine Baufirma vor Ort entschieden. Uns hat die nachhaltige Umsetzung gefallen und auch, dass unsere Häuser grundverschieden aussehen, aber trotzdem zusammenpassen. Außerdem war das Vertrauen sofort da, sich zu hundert Prozent auf die Firma verlassen zu können.“ Das angenehme Wohnklima gibt der jungen Familie in ihrer Entscheidung recht: „Wir würden immer wieder genauso entscheiden. Planung und Umsetzung waren perfekt. Und das Wohnerlebnis macht uns täglich Freude.“ Auch die Höhe der Wohnbauförderung hat das junge Paar positiv überrascht: „Mit so einer hohen Summe hatten wir nicht gerechnet. Das war für uns finanziell schon eine sehr große Hilfe.“

Ein Zuhause für die ganze Familie
Errichtung eines Eigenheimes in Döbriach
Details der Förderung:
  • Förderkredit EUR 38.700,–
  • AZ-Zuschuss EUR 25.800,–
  • Bonus verdichtete Bauweise
  • Bonus Standortqualität
  • Energie- und Umweltbonus
  • Bonus Jungfamilie
  • Kinderbonus und Zuschlag bei niedrigem Einkommen

 Finanziell auf der sicheren Seite

Ob das Projekt „Hausbau“ oder „Wohnung“ heißt, die Herausforderungen, die sich bei der Umsetzung stellen, ähneln einander. Und sie sind in der Regel beträchtlich. Mithilfe der Kärntner Wohnbauförderung lassen sich zumindest die finanziellen Belastungen besser abfedern.

Finanziell auf der sicheren Seite
Foto: PANTHESJA/Adobe Stock

D ie Kärntner Wohnbauförderung schafft ein gutes Gefühl beim Hausbau oder Wohnungskauf. Dabei steht hinsichtlich der Planung eine solide finanzielle Basis für das Projekt an erster Stelle. Den Bedarf an Wohnraum zu sichern sowie allgemein Wohnen zeitgemäß zu gestalten und leistbar zu machen, sind wesentliche Ziele des Kärntner Wohnbauförderungsgesetzes 2017. Punkte wie die soziale, wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit sowie ein leichterer Zugang zu leistbarem Eigentum im städtischen und ländlichen Raum sind weitere Kernpunkte.

Gefördert wird der Erwerb von Eigenheimen oder Eigentumswohnungen direkt vom Bauträger. Besondere Berücksichtigung finden dabei Jungfamilien. Spezielle Bedeutung hat zudem eine klima- und energiesparende, ökologische und ressourcenschonende Bauweise sowie die Nähe etwa zu umweltfreundlicher Mobilität, zu Einrichtungen der täglichen Nahversorgung, der sozialen Infrastruktur (medizinische Versorgung, Apotheke, Schulen, Kindergarten, öffentliche Verwaltung, Dienstleistungsbetriebe u. a. m.) sowie zu Einrichtungen für Erholung und Freizeit. Diese Förderungsmaßnahme soll nachhaltiges qualitativ hochwertiges Bauen, den Einsatz erneuerbarer Energien oder Umstieg auf umweltfreundliche Mobilität forcieren und damit einen Beitrag zur Entlastung der Wohnkosten und Reduktion der CO2-Emissionen privater Haushalte leisten.

1. Wer wird gefördert?
Der Förderungswerber muss

check eine begünstigte Person sein

check (Mit-)Eigentümer oder Wohnungseigentümer der zu verbauenden Liegenschaft sein

2. Was wird gefördert?
Gefördert wird der Ersterwerb direkt vom Errichter

check einer Eigentumswohnung für den Eigenbedarf

check eines Eigenheimes, von Eigen- heimen im Gruppenwohnbau mit jeweils max. zwei Wohnungen für den eigenen Wohnbedarf und hinsichtlich einer zweiten Wohnung auch des Wohnbedarfs einer dem Förderungswerber nahestehenden begünstigten Person mit Ausnahme seines Ehegatten, eingetragenen Partners oder Lebensgefährten.

3. Wer wird gefördert?
Anforderungen an Energiekennzahlen*
Die Wohnbauförderung kann mit der Baubewilligung beantragt werden.

*Vom Bauträger sind Maßnahmen zur Vermeidung sommerlicher Überwärmung zu setzen (z. B. Bauwerksbegrünungen (Gründächer, begrünte Fassaden), gezielte Bepflanzungen im Außenraum oder Fensterorientierung etc.).

Zu beachten ist jedoch, dass für die Wohnbauförderung

- keine fossilen Brennstoffe (Kohle, Gas, Heizöl)

– keine Elektroheizungen

– keine Infrarotheizungen
   zum Einsatz gelangen dürfen.

Anforderungen an die Heizungs- und Warmwasserversorgung Die Heizungs- und Warmwasserversorgung hat gemäß des Art. 15a B-VG Vereinbarung durch „hocheffiziente alternative Energiesysteme“ zu erfolgen, sofern die zu fördernde Baulichkeit nicht in einem vorgegebenen Fernwärmebereich und der Anschluss an dieses Netz mit einem besonders hohen technischen oder wirtschaftlichen Aufwand verbunden ist.

4. Was sind die Förderungsvoraussetzungen?

check Bei Eigentumswohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau und Eigenheimen im Gruppenwohnbau muss die Zusage der grundsätzlichen Förderungsbereitschaft vorliegen, die vom Errichter vor Baubeginn der zu fördernden Wohnung zu beantragen ist.

check Beim Ersterwerb von Eigenheimen darf die Baubewilligung ab Antragstellung nicht länger als 5 Jahre zurückliegen. Die Zusage einer grundsätzlichen Förderungsbereitschaft ist nicht erforderlich.

check Der Kauf muss zu Fixpreisen oder, wenn es sich um eine gemeinnützige Bauvereinigung handelt, maximal zu den nach dem Wohnungsgemeinnützig- keitsgesetz zulässigen Preisen erfolgen.

check Der höchstzulässige Kaufpreis einer Wohnung darf € 2.750/m² Nutzfläche bzw. für den Fall, dass ein Qualitätsstandard von mindestens klimaaktiv Silber des BMLFuW (www.klimaaktiv. at) erreicht wird, € 3.000/m² Nutzfläche nicht übersteigen.

check Die jeweils angeführte Kaufpreisobergrenze umfasst den Kaufpreis je Wohnung samt Zubehör (Balkone, Terrassen, Kellerabteil), d. h. die darauf entfallenden anteiligen Grund- und Baukosten, inkl. der gesetzlichen Umsatzsteuer. Der Kaufpreis für Tiefgaragenplätze, oberirdische Pkw-Abstellplätze oder Carports wird in die maximal zulässige Kaufpreisobergrenze nicht eingerechnet, darf jedoch ein marktübliches Preisniveau nicht überschreiten. Für den Fall eines nicht gesonderten Ausweises von Tiefgaragenplätzen, oberirdischen Pkw-Abstellplätzen oder Carports im Gesamtkaufpreis gemäß Kaufvertrag werden folgende Pauschalsätze (inkl. USt) in Abzug gebracht:

Tiefgaragenplatz: € 17.000
Oberirdischer Pkw-Abstellplatz: € 5.000
Carport: € 8.000

Wichtiger Hinweis:

Eine Förderung erfolgt nur zum Ersterwerb von schlüsselfertigem Wohnraum.

5. Wie wird gefördert?
Die Förderung erfolgt durch Gewährung

check eines zinsbegünstigten Kredits (Förderungskredit) und

check von Annuitätenzuschüssen

6. Wie hoch ist die Förderung?

check Die Förderungshöhe ergibt sich aus der Basisförderung und Bonusbeträgen und wird die Förderungssumme im Ausmaß von

check 60 % als Förderungskredit und im Ausmaß von

check 40 % in Form von Annuitätenzuschüssen gewährt.

Elfriede Pirker
format_quote

Leistbares Eigentum – zeitgemäß & nachhaltig errichtet – ist auch für Jungfamilien durch einen zinsgünstigen Förderkredit und zusätzliche Zuschüsse möglich.

Elfriede Pirker, Expertin für Ersterwerb und mehrgeschoßigen Wohnbau
format_quote
Finanziell auf der sicheren Seite
Foto: WATCHARA/Adobe Stock

Ein Förderungskredit hat eine Laufzeit von 30 Jahren, Verzinsung 0,5 %  p.  a. in den ersten 20  Jahren und 1,5  % p. a. ab dem 21.  Jahr bis zum Laufzeitende.

Der Annuitätenzuschuss, der eine Laufzeit von maximal zehn Jahren hat, wird gleichzeitig mit dem Förderungskredit beantragt.

Berechnung der Förderung: Das Förderungsausmaß errechnet sich aus der Basisförderung in Höhe von € 400/m² förderbarer Nutzfläche und den jeweils zutreffenden max. Bonusbeträgen, wie:

check Bonus für verdichtete Bauweise in Abhängigkeit der Grundstücksgröße (€ 50–100/m² förderbarer Nutzfläche) und Bonus für Nachverdichtung (€ 150/m² förderbarer Nutzfläche)

check Umweltbonus: bis zu € 8.000 bei Eigenheimen und bis zu € 100/m² förderbarer Nutzfläche bei Eigentumswohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau

check Bonus für Sonnenenergie: Thermische Solaranlage: bis max. € 6.000

check hotovoltaikanlage: € 1.000/kWp bis max. € 8.000 für Eigenheime bzw. € 3/m² förderbarer Nutzfläche (max. € 8.000) für Eigentumswohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau

check Bonus barrierefreie Bauweise: (nur für Eigenheime): € 10.000

check Bonus strukturschwacher ländlicher Raum: € 7.000

check Bonus Jungfamilie (alle Familienmitglieder unter 35 Jahren zählen dazu): € 12.000

check Kinderbonus: € 1.000 je Kind

check Zuschlag bei niedrigem Einkommen: € 3.000

check Bonus für behindertengerechte bauliche Maßnahmen (für ein Haushaltsmitglied mit Behinderung): € 15.000

check Bonus Standortqualität (z.  B. ÖPNV-Haltestelle und zwei weitere Infrastruktureinrichtungen innerhalb von 1.000 Metern Luftlinie): € 5.000

check Bonus für Elektromobilität (Anschaffung einer Wallbox): € 700

check Bonus Begrünungsmaß­nahmen:
•  € 50/m² förderbarer Nutzfläche bis max. € 5.000 (für Eigentumswohnungen im mehrgeschossigen Wohnbau)
•  € 15/m² förderbarer Nutzfläche für Dachbegrünungs- oder Fassadenbegrünungsmaßnahmen

check Bonus für Passivhaus-Standard: € 100/m² förderbarer Nutzfläche

check Bonus Niedertemperaturheizung (nur für Eigentumswohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau): € 10/m² förderbarer Nutzfläche

check Bonus Qualitätsstufen: klimaaktiv (nur für Eigentumswohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau) Bei der Errichtung eines Geschoßwohnbaues in der Qualitätsstufe:

check klimaaktiv Silber: Bonusbetrag € 180/m² förderbarer Nutzfläche

klimaaktiv Silber: Bonusbetrag € 180/m² förderbarer Nutzfläche

klimaaktiv Gold: Bonusbetrag € 200/m² förderbarer Nutzfläche

Deklarationsplattform: klimaaktiv.baudock.at

Die detaillierten Förderungsvoraussetzungen sind der Richtlinie für die Förderung der Errichtung von Wohnraum im Eigentum zu entnehmen oder man informiert sich bei den Mitarbeitern der Kärntner Wohnbauförderung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at



mit klimaaktiv Silber Standard:
  • Erwerb einer Eigentumswohnung mit 90 m² Nutzfläche
  • Kaufpreisobergrenze: € 3.000 x 90 m², exkl. Tiefgarage
  • Jungfamilie, 2 Kinder
  • förderbare Nutzfläche für 4 Personen: 90 m²
Basisförderung: 90 m² x € 400
€ 36.000
Beantragte Bonusbeträge:
check Bonus verdichtete Bauweise
€ 11.250
check Umweltbonus Ökoindex < 120 (€ 50 x 90 m²)
€ 4.500
check Bonus Jungfamilie
€ 12.000
check Kinderbonus (1.000 x 2)
€ 2.000
check Bonus Standortqualität
€ 5.000
check Bonus Standortqualität
€ 5.000
check klimaaktiv Silber (€ 180 x 90 m²)
€ 16.200
check Förderungssumme
€ 86.950

Aufteilung in
check 60 % Förderungsdarlehen
€ 52.170
check 40 % Annuitätenzuschüsse
€ 34.780
Anzeige
Finanziell auf der sicheren Seite


AK-Wohnbaudarlehen: Der erste Schritt zu Ihrem eigenen Zuhause

Die Arbeiterkammer Kärnten vergibt zwei unterschiedliche zinsfreie Förderdarlehen, um den Traum des Eigenheims in greifbare Nähe zu rücken.

Wohnbau mit Weitblick
fotos: Yakobchuk Olena/stock.adobe.com, ak

Aller Anfang beim Haus- oder Wohnungskauf ist schwer. Denn die Schaffung von Wohnraum kostet Geld. Die AK Kärnten bietet daher ein zinsenloses Wohnbaudarlehen, um den ersten finanziellen Schritt in Richtung Eigenheim zu setzen. Das Wohnbaudarlehen fördert mit einem max. Darlehensbetrag von 6.000 Euro einen geplanten Hausbau, einen Wohnungskauf sowie einen Zu- oder Ausbau des be­stehenden Eigenheims, eine Sanierung, eine Investition in Alter­nativ-Energie oder eine Mietwohnung (Genossenschaft/Gemeinde). Auf das zinsenlose Darlehen, mit einer monatlichen Rückzahlungsrate von 40 Euro bis 100 Euro, haben alle kammerumlagepflichtigen (mindestens ein Jahr) Arbeitnehmer einen mehrmaligen Anspruch.

Junges Wohnen-Darlehen Zusätzlich gibt es für junge Arbeitnehmer, die ein eigenes Zuhause gründen wollen, ein zinsenloses Wohnbaudarlehen in der Höhe von 3.000 Euro für eine Genossenschafts- oder Gemeindewohnung.

Voraussetzungen für das „Junges Wohnen“ -Darlehen

  1. Sie haben das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet.
  2. Sie müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung bei der Arbeiterkammer Kärnten mindestens sechs Monate umlagepflichtig gewesen sein.
  3. Sie müssen, wenn Sie Lehrling sind, zum Zeitpunkt der Antragstellung das 18. Lebensjahr vollendet haben und in einem aufrechten Lehrverhältnis stehen.
  4. ! Bei Alleinverdienern und Alleinerziehern wird das Darlehen pro Kind um 500 Euro erhöht. Die monatliche Rückzahlungsrate beträgt 50 Euro.
Wohnbau mit Weitblick Wohnbau mit Weitblick

AK-Präsident Günther Goach: „Wohnen muss leistbar sein.“

Mehr Infos:
Telefon: 050 477-4002
E-Mail: foerderungen@akktn.at
Web: ktn.ak.at/foerderungen


>

Wohnen muss leistbar bleiben

Günstige Mieten, langfristige Mietverträge, hoher Wohnkomfort in attraktiven zentralen Lagen, barrierefreie und energieeffiziente Bauweise unter Berücksichtigung sozialer Aspekte mit den Bedürfnissen der Bewohner im Mittelpunkt sind Qualitätsmerkmale des gemeinnützigen Wohnbaus.

Wohnen muss leistbar bleiben
Foto: fritz-press

L eistbares Wohnen mit hoher Wohnqualität und -zufriedenheit zu ermöglichen, wird als vorrangiges Ziel der Kärntner Wohnbauförderung angesehen. Ein Beispiel dafür ist die Förderung von preisgünstigen Mietwohnungen gemeinnütziger Wohnbaugesellschaften.
Die Mieten im gemeinnützigen Sektor sind bis zu 30 % günstiger als Mietwohnungen bei privaten Vermietern. Nicht zuletzt die Covid-19 Pandemie hat uns vor Augen geführt, wie wichtig das eigene Zuhause ist. Den Ansprüchen der Bewohner gerecht zu werden, ist eine zentrale Herausforderung. Denn Wohnqualität und -zufriedenheit werden nicht nur durch eine energieeffiziente sowie hochwertige Bauweise mit funktionalen Grundrissen und privaten Freiraumflächen wie Balkonen bestimmt, sondern vor allem auch durch die Möglichkeit der Mitbestimmung bei der Gestaltung des eigenen Wohnumfeldes sowie durch gute soziale bzw. nachbarschaftliche Kontakte. Daher liegt das Hauptaugenmerk auf sozialer Nachhaltigkeit, die einen gleich hohen Stellwert hat wie die Architektur und ökologische und wirtschaftliche Aspekte.
Zentrale Lagen mit viel Grünraum und kurze Wege mit fußläufiger Erreichbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel, Anbindung an Radwege, an zentrale Dienstleister des täglichen Bedarfs, wie Ärzte, Nahversorger, Frisör, Bäcker, Gas­tronomie, ein schulisches Umfeld, Betreuungseinrichtungen für Kinder, gute Freizeitmöglichkeiten und eine gut gelebte Nachbarschaft sind die heutigen Anforderungen der Bewohner.
Gemeinschaftsflächen und Begegnungszonen sowie der Einsatz von „Kümmerern“, also Ansprechpersonen vor Ort, die ein offenes Ohr für die Bedürfnisse der Bewohner haben, sollen dazu beitragen, die Wohnzufriedenheit zu steigern. Maßnahmen zur Vermeidung sommerlicher Überwärmung (z. B. Bauwerksbegrünungen wie Gründächer, begrünte Fassaden, gezielte Bepflanzungen im Außenraum oder Fensterorientierung etc.) spielen im Rahmen der Klimawandelanpassung eine wesentliche Rolle.
Für Haushalte mit Niedrigsteinkommen (bis 2/3 des höchstzulässigen Jahreseinkommens) wird die Errichtung leistbarer Kleinwohnungen von max. 50 m² ermöglicht.

1. Wer wird gefördert?
Gefördert wird die

check Errichtung von Mietwohnungen (einschließlich Reconstructing) im mehrgeschossigen Wohnbau und Reihenhäusern durch

check gemeinnützige Bauvereinigungen oder Gemeinden sowie die

check Errichtung von Wohnheimen durch Institutionen, die ausschließlich und unmittelbar kirchlichen, gemeinnützigen oder mildtätigen Zwecken dienen.

Welche Wohnbauvorhaben ge- fördert werden, legt der Wohnbauförderungsbeirat in mehrjährigen Wohnbauprogrammen fest.

2. Was sind die Förderungsvor- aussetzungen?
Die Bauliegenschaft muss vorrangig im Siedlungsschwerpunkt des örtlichen Entwicklungskonzeptes (OEK) der Standortgemeinde vorgesehen sein. Das Bauorhaben muss den Erfordernissen einer sparsamen Verwendung von Grund und Boden entsprechen.

check Die Nutzfläche jeder Wohnung darf 130 m², bei mehr als fünf im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen 150 m² nicht übersteigen. Ausnahmen gibt es für Wohngemeinschaften oder Wohnverbundsysteme.

check Die angemessenen Gesamtbau- kosten und die förderbaren Abbruch- und Entsorgungskosten dürfen nicht überschritten werden.

check Die städtebauliche und bau- künstlerische Qualität des Bau- vorhabens muss durch geeignete Maßnahmen, wie z. B. Durch- führung von städtebaulichen und baukünstlerischen Wett- bewerben gesichert sein.

3. Wie wird gefördert?
a. Die Förderung erfolgt durch die

check Gewährung eines zinsbegünstigten Kredits

4. Voraussetzungen für die Vermietun

Geförderte Mietwohnungen dür- fen nur an begünstigte Personen vergeben werden. Dabei beträgt das höchstzulässige Jahresein- kommen (Familieneinkommen) bei einer Haushaltsgröße von

1 Person

€ 38.000

2 Personen

€ 55.000

3 Personen

€ 61.000

4 Personen

€ 67.000

für jede weitere Person

+ € 6.000


Um eine geförderte Mietwohnung zu erhalten, sind folgende Kriterien zu erfüllen:

check österreichischer Staatsbürger oder einem solchen gleichgestellt

check Volljährigkeit (Ausnahme nur in begründeten Ausnahmefällen)

check Nachweis des Bedarfs am geförderten Wohnraum (z. B. Wechsel von einer nicht geförderten in eine geförderte Wohnung, beruflich bedingter Ortswechsel …)

check Nutzung des geförderten Wohnobjektes ausschließlich für den eigenen Wohnbedarf als Hauptwohnsitz

check Verpflichtung zur Aufgabe der Rechte an den bisher regelmäßig als Hauptwohnsitz genutzten Wohnungen binnen sechs Monaten nach Bezug der geförderten Wohnung

5. Übertragung geförderter Wohnungen in das Wohnungs­eigentum
Geförderte Mietwohnungen dürfen in das Wohnungseigentum des Mieters unter bestimmten Voraussetzungen übertragen und können Förderungskredite übernommen werden. Eine wesentliche Voraussetzung ist das Vorliegen einer begünstigten Person. Das Formblatt „Ansuchen auf Übernahme des Wohnbauförderungskredites“ ist zusammen mit allen erforderlichen Nachweisen bei der Wohnbauförderungsstelle einzureichen.

6. Antragstellung für eine geförderte Mietwohnung
Anträge auf eine geförderte Mietwohnung sind bei der zuständigen Gemeinde oder der Wohnbaugesellschaft einzubringen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at

Anzeige
Wohnen muss leistbar bleiben
>

Hilfreicher Plan B zur Überbrückung

Der Eigenmittelersatzkredit des Landes eignet sich bestens dazu, die Finanzierung von Bau- und Grundkostenbeiträgen für geförderte Mietwohnungen im mehrgeschoßigen gemeinnützigen Wohnbau zu erleichtern.

Manuela Zlatkic
format_quote

Wichtig ist, den Antrag auf den Eigenmittelersatzkredit gleich bei der Wohnungs­zuweisung beim Vermieter abzugeben, um keine Fristen zu versäumen.

Mag. Manuela Zlatkic, Expertin für Eigenmittelersatzkredit und mehrgeschoßigen Wohnbau
format_quote

U m den Kreis der Anwärter zu vergrößern, die für eine geförderte Mietwohnung infrage kommen, wurde im Kärntner Wohnbauförderungsgesetz 2017 die Richtlinie für die Gewährung ­eines Eigenmittelersatzkredites grundlegend erneuert. Denn Mieter geförderter Wohnungen haben mitunter anteilige Bau- oder Grundkosten zu tragen, die ihnen gemeinnützige Bauvereinigungen oder Gemeinden vorschreiben. Sofern die Eigenmittel von den Mietern nicht aufgebracht werden können, bietet die Wohnbauförderung die Möglichkeit, einen Eigenmittelersatzkredit zu beantragen. Entscheidendes Kriterium: Die Aufbringung der Eigenmittel ist aufgrund der persönlichen Eigentumsverhältnisse nicht zumutbar.
Mit Hilfe von Eigenmittelersatzkrediten können die anteiligen Grund- bzw. Baukosten gesichert werden, wird der Zugang zu geförderten leistbaren Mietwohnungen erleichtert. Diese Maßnahme soll, begleitend zu den Mietensenkungsprogrammen des Landes, auch das Wohnen in geförderten Altobjekten, insbesondere im ländlichen Raum, wieder attraktiver machen.

1. Was versteht man unter dem Eigenmittelersatzkredit?
Unter dem Eigenmittelersatzkredit versteht man einen Kredit zur Finanzierung eines vorgeschriebenen Finanzierungsbeitrages (Bau- und Grundkostenbeitrages) im geförderten mehrgeschoßigen gemeinnützigen Wohnbau.

WICHTIGNicht gefördert werden die Kaution sowie Eigenmittelleis- tungen für Grundkostenanteile, die zur nachträglichen Über- tragung der Wohnung in das Wohnungseigentum berech- tigen.

2. Wer wird gefördert?
Gefördert werden Mieter bzw. Nutzungsberechtigte, die Eigenmittel für eine aus Mitteln der Wohnbauförderung geförderte Mietwohnung einer Gemeinde oder einer gemeinnützigen Bauvereinigung aufzubringen haben. Die Antragstellung hat spätestens 3 Monate nach Wohnungszuweis­ung bzw. Abschluss des Miet- oder Nutzungsvertrages durch die gemeinnützige Bauvereinigung oder Gemeinde zu erfolgen.

3. Persönliche Voraussetzungen
Der Mieter bzw. Nutzungsberechtigte muss eine

check begünstigte Person,

check österreichischer Staatsbürger oder einem solchen gleichgestellt sein und

check den Bedarf am geförderten Wohnraum nachweisen.

Dabei beträgt das höchstzulässige Familieneinkommen bei einer Haushaltsgröße von

1 Person

€ 25.333

2 Personen

€ 36.667

3 Personen

€ 40.667

4 Personen

€ 44.667

für jede weitere Person

+ € 4.000


4. Was wird gefördert?
Gefördert werden vom Erst- oder Nachfolgemieter bzw. Nutzungsberechtigten aufzubringende

check Eigenmittelleistungen zur Finanzierung des Grundkosten-/Baukostenanteiles einer geförderten Mietwohnung einer Gemeinde oder einer gemeinnützigen Bauvereinigung.

5. Wie wird gefördert?
Die Förderung erfolgt durch Gewährung eines Eigenmittelersatzkredites, Laufzeit 10 Jahre, Verzin­sung 0,5  % jährlich. Der Kredit ist vom Mieter bzw. Nutzungsberechtigten in monatlichen gleichbleibenden Zinsen und Tilgung umfassenden Annuitäten rückzuerstatten.

6. Wie hoch wird gefördert?
Gefördert wird

check zwischen 50–80  % des Finanzierungsbeitrages

Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at



Berechnung der Förderung

Berechnung des Eigenmittelersatzkredits:

Bezug der Wohnung:
1. 2. 2018,
3 Personen
Wohnnutzfläche:
79,40 m²
Förderbare Nutzfläche:
75 m²
Grundkostenbeitrag gesamt:
€ 5.610
davon förderbar für 75 m²:
€ 5.300
Miete inkl. Betriebskosten:
€ 524,34
Berechnung in Abhängigkeit vom Einkommen:
Einkommen Mieter: € 35.000,00
€ 17.000,00
Förderung Grundkostenanteil / Eigenmittelersatzkredit Land:
€ 2.650,00 (50 %)
€ 3.180,00 (60 %)
Eigenmittelanteil Mieter:
€ 2.650,00
€ 2.430,00

Bedingungen Eigenmittelersatzkredit:
Laufzeit:
10 Jahre
Verzinsung:
0,5 % p.a.
Annuitäten (Zinsen+Tilgung):
monatlich

Höhe der monatlichen Belastung für den Mieter:
Variante 1
Variante 2
Miete inkl. Betriebskosten:
EUR 524,34
EUR 524,34
Rate Eigenmittelersatzkredit
EUR 22,67
EUR 27,20
Monatliche Belastung für den Mieter:
EUR 547,01
EUR 551,54

3 Fragen an: LWBK-Geschäftsführer Mag. Harald Repar

Wofür steht die LWBK?
„Als gemeinnützige Wohnbaugesellschaft hat die LWBK einen klaren Auftrag: faires, soziales und zugleich modernes Wohnen für alle Kärntnerinnen und Kärntner zu gewährleisten. Die Wohnbauförderung hilft und unterstützt bei der Umsetzung von Projekten, sowohl bei Instandsetzungsmaßnahmen als auch bei innovativen Neubauten.“

Was macht die neue Wohnanlage am Ilyrerweg in Viktring aus?
„Im Stadtteil Viktring, Illyrerweg/Josef-Nischelwitzer-Straße, wurden jüngst die Schlüssel für eine Wohnanlage mit 154 Wohneinheiten samt einer Tiefgaragenanlage übergeben. Die moderne Architektur dieser zugleich barrierefreien Anlage ist von reichlich begrünten Außenanlagen umgeben, die für ein komfortables Wohngefühl sorgen. Im Zentrum liegt eine Begegnungszone, die auch mit Spielgeräten ausgestattet ist und alle Bewohnerinnen und Bewohner zum Verweilen einlädt.“

Wie wird dort das Projekt der Sozialraumorientierung umgesetzt?
„Eine absolute Besonderheit dieser neuen Anlage ist das kärntenweit erstmals umgesetzte Sozialraumkonzept. In Kooperation mit der Diakonie de La Tour und der Vorstädtischen Kleinsiedlung soll das Zusammenleben gefördert und begleitet werden, mit dem Ziel einer gut funktionierenden und lebendigen Nachbarschaft. Mieterinnen und Mieter sind eingeladen, ihre Ideen einzubringen, und zeigen dafür großes Interesse. Für die Sozialraumkoordination wurden zweckmäßige Gemeinschaftsflächen geschaffen, auch ein eingerichteter und vielseitig nutzbarer Gemeinschaftsraum steht für dieses herausragende Projekt zur Verfügung. Als Serviceleistung für einen noch besseren Kommunikationsaustausch wurden an zentralen Stellen zudem digitale Infoboards installiert“.

Umzug in eine glückliche Zukunft

Gemeinsam mit ihrem Kind lebt Julia Pabst, BA (FH), seit Kurzem in einer LWBK-Wohnanlage in Viktring. Dank einer Sozialraum- koordinatorin wird hier besonders viel Wert auf Gemeinsamkeit gelegt.

Umzug in eine glückliche Zukunft
Foto: traussnig

Für Julia Pabst war die Wohnung im Ilyrerweg in Viktring ein richtiger Glücksgriff: „Aus unserer alten Wohnung wollte ich ausziehen, da sich neue Nachbarn als drogensüchtig herausgestellt haben. Außerdem kam noch die Trennung vom Vater meines Kindes hinzu und so war ich mehr als glücklich, so schnell eine neue, schöne Wohnung gefunden zu haben.“ Die Wohnung der LWBK passt von der Lage, vom Umfeld und der Ausstattung perfekt zu einer Jungfamilie. Julia Pabst: „Wir haben hier viele Familien mit Kindern, einen Spielplatz, umliegende Felder und kurze Wege zum Supermarkt, etc.“ Die Zusage für den Eigenmittelersatzkredit war für Julia Pabst eine große Erleichterung: „Nach der Trennung habe ich viele Möbel neu kaufen müssen, da hilft jeder Euro sehr.“ Und auch die Betreuung durch eine Sozialraumkoordinatorin findet sie gut gelöst: „Sie hat ihr Büro sehr zentral in der Anlage. Aktuell passiert wegen Corona natürlich nicht viel, aber geplant sind gemeinsame Veranstaltungen wie Lesungen, gemeinsames Sporteln, Eltern-Kind-Treffen, Konflikt­lösungen innerhalb der Gemeinschaft, etc. Allerdings sind alle Nachbarn, die ich bis jetzt kennengelernt habe, sehr nett.“

Umzug in eine Mietwohnung in Klagenfurt Viktring
Details der Förderung:
  • Finanzierungsbeitrag (Baukostenbeitrag) in Höhe von EUR 3.393,12
  • Eigenmittelersatzkredit in Höhe von EUR 2.083,39
  • Größe der Wohnung: 56,62 m² für 2 Personen
  • Niedrigeinkommensbezieher
  • Wohnbaugenossenschaft: Kärntner Heimstätte
  • Grund für den Umzug: problematisches Umfeld
>

Impulsprogramm für nachträgliche Montage von Außenbeschattungen (Rollläden oder Raffstores)

Als eine schelle und effektive Maßnahme zur Klimawandel­anpassung gewährt die Kärntner Wohnbauförderung noch bis 30. 6. 2021 einen Einmalzuschuss in Höhe von max. € 1.000 je Wohnung für die nachträgliche Montage von Außenbeschattungen (Rollläden oder Raffstores).

(Rollläden oder Raffstores)
Foto: FOTTOO/Adobe Stock

Wer kann eine Förderung beantragen?

check (Mit-)Eigentümer des Gebäudes

check Wohnungsinhaber – Mieter, Wohnungseigentümer oder (Mit-)Eigentümer, der eine in seinem Haus gelegene Wohnung selbst benützt

check Bauberechtigter

check Bestellter Verwalter nach § 6 Abs. 2 MRG oder § 14c Abs. 2 WGG

Was wird gefördert?
Gefördert wird die nachträgliche Montage von Außenbeschattungen (Rollläden oder Raffstores) in

check Eigenheimen und

check Wohnungen im mehrgeschoßigen Wohbau

Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

check Die Bauvollendung muss mindestens 20 Jahre vor Antragstellung erfolgt sein.

check Ganzjährige Nutzung der geförderten Wohnung (für juristische Personen als Förderungswerber gibt es Ausnahmen) bzw. beider Wohnungen in einem Zweifamilienwohnhaus.

check Die Durchführung der Sanierungsmaßnahmen (Lieferung und Montage) hat durch befugte Unternehmer im Zeitraum 1. 7. 2020 bis 30. 6. 2021 zu erfolgen.

check Bei Antragstellung durch den Mieter/die Mieterin selbst ist am Antragsformular eine Genehmigung des Gebäudeeigentümers oder der Hausverwaltung in Bezug auf die Durchführung der Sanierungsmaßnahme einzuholen.

check Mit der Sanierungsmaßnahme darf vor Antragstellung begonnen werden.

Wie und wie hoch wird gefördert?
Die Förderung erfolgt in Form eines Einmalzuschusses im Ausmaß von

check 50% der förderbaren Sanierungskosten (Material inkl. Montage), höchstens in Höhe von € 1.000 je Wohnung

>

Impulsprogramm „Raus aus fossilen Brennstoffen“

Die Wohnbauförderung des Landes Kärnten erleichtert den Kärntnerinnen und Kärntnern den Umstieg auf erneuerbare Energieträger. Als Teil der Sanierungsoffensive bietet das Impulsprogramm „Raus aus fossilen Brennstoffen“ einen finanziellen Zuschuss in der Höhe von maximal 6.000 Euro. Für Niedrigeinkommensbezieher gibt es zusätzlich einen Bonus von 1.000 Euro.

Raus aus fossilen Brennstoffen
Foto: MAHO/Adobe Stock
Ing. Helmut Pompenig
format_quote

Gefördert wird die Umstellung von fossilen Brennstoffen auf energieeffiziente erneuerbare Energien mit bis zu € 6.000, auch bei Wohn­nutzfläche über 200 m².

Ing. Helmut Pompenig, Technische Beratung Wohnbauförderung und -sanierung
format_quote

Wer kann eine Förderung beantragen?

check (Mit-)Eigentümer des Gebäudes

check Wohnungsinhaber – Mieter, Wohnungseigentümer oder (Mit-)Eigentümer, der eine in seinem Haus gelegene Wohnung selbst benützt

check Bauberechtigter

check Bestellter Verwalter nach § 6 Abs. 2 MRG oder § 14c Abs. 2 WGG

Was wird gefördert?
Gefördert wird der Heizungsanlagentausch von Heizungssystemen auf Basis fossiler Brennstoffe (Kohle, Öl, Gas, Allesbrenner) auf erneuerbare Energien in

check Eigenheimen mit höchstens zwei Wohnungen,

check sonstigen Gebäuden mit höchstens zwei Wohnungen, die nicht zu Wohnzwecken dienen und nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen zur ganzjährigen Wohnnutzung geeigneten Wohnraum aufweisen.

check Vor Durchführung der Sanierungsmaßnahme muss eine Vor-Ort-Energieberatung als Teil der Förderung durchgeführt werden. Ausnahme: Die Gebäudehülle ist bereits gedämmt.

check Bestellter Verwalter nach § 6 Abs. 2 MRG oder § 14c Abs. 2 WGG

Die Beratung wird von Energieberatern aus dem Energieberaternetzwerk Kärnten (netEB) durchgeführt.

Zu ihren Leistungen zählen:

check Begutachtung des Gebäudes (Rundgang um das Gebäude, Heizraum etc.)

check Analyse von Problemstellungen (Feuchte, Zugerscheinungen etc.)

check Beurteilung des Energieverbrauchs und Empfehlung von Maßnahmen, die den Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser nachhaltig reduzieren (thermische Sanierung, Heizungsumstellung etc.)

check U-Wert-Berechnungen

Hinweis zur Vor-Ort-Energieberatung

Anmeldung zur Vor-Ort-Energieberatung: www.wohnbau.ktn.gv.at oder Energieservicestelle, Tel. 050 536 DW 18808, // www.neteb-kärnten.at

Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

check Die Bauvollendung muss mindestens fünf Jahre vor Antragstellung erfolgt sein, außer beim Anschluss an Fernwärme

check Ganzjährige Nutzung der geförderten Wohnung (für juristische Personen als Förderungswerber gibt es Ausnahmen) bzw. beider Wohnungen in einem Zweifamilienwohnhaus

check Die Durchführung der Sanierungsmaßnahmen (Lieferung und Montage) hat im Zeitraum von 1. 1. 2021 bis 31. 12. 2021 durch befugte Unternehmer zu erfolgen

check Die Mindestinvestition beträgt € 2.000 exklusive Umsatzsteuer

check fachgerechte Entsorgung der alten Heizungsanlage und Erbringung eines Nachweises zum Zeitpunkt der Antragstellung

WICHTIGDie Anträge sind nach Durch- führung der Sanierungsmaß- nahme (Lieferung und Montage) und erfolgter Endabrechnung (Rechnungslegung) im Zeitraum zwischen 1. 1. 2021 und 31. 12. 2021 zu stellen.

Wie und wie hoch wird gefördert?
Die Sanierungsförderung für energieeffiziente Heizungssysteme erfolgt in Form eines Einmal- zuschusses im Ausmaß von

check 35  % der förderbaren Sanierungskosten (max. € 36.000 je Gebäude), höchstens in Höhe von € 6.000 je Gebäude

(Mit-)Eigentümer oder Mieter, deren monatliches Nettoeinkommen (Familieneinkommen) die höchstzulässige monatliche Einkommensgrenze bei

1 Person € 1.140

2 Person € 1.570

für jede weitere Person € 150

nicht übersteigt, erhalten einen zusätzlichen Bonus in Höhe von € 1.000 je Gebäude



Komfort und Nachhaltigkeit: In jeder Hinsicht die richtige Wahl

Für eine hochmoderne vollautomatische Pelletsheizanlage hat sich Familie Rauter aus Afritz im Gegendtal entschieden. Geruchsfrei, sauber, praktisch und höchst effizient – im Vergleich zur alten Ölheizung sind das nur einige der zahlreichen Vorzüge.

Komfort und Nachhaltigkeit: In jeder Hinsicht die richtige Wahl
Foto: weichselbraun

„Mit der mehr als 20 Jahre alten Ölheizung gab es öfters Probleme“, sagt Christoph Rauter rückblickend. Ein Gerspräch mit dem lokalen Installateurmeister, der auf die großzügigen Fördermöglichkeiten durch Land und Bund hinwies, gab schließlich den Ausschlag: Eine neue Heizung musste her! Die Wahl fiel auf eine zeitgemäße, vollautomatische Pelletsheizanlage. Ein Energieberater griff beim Einreichen des Förderansuchens, das von den ExpertInnen der Abteilung für Wohnbauförderung des Landes Kärnten rasch bewilligt wurde, unter die Arme und erstellte gleich auch den Energieausweis.

Im Juli wurden innerhalb weniger Tage der alte Ölkessel abgebaut und der frühere Tankraum in den neuen Speicherraum umfunktioniert. Dort werden die Pellets in einen Bigbag eingeblasen. „Aufwendige Umbauarbeiten sind uns so erspart geblieben“, so Rauter. „Meine Frau, meine Tochter und ich sind begeistert. Die neue Heizanlage ist so gut wie wartungsfrei, kann auf die persönlichen Bedürfnisse programmiert werden und weist einen enorm hohen Wirkungsgrad auf.“ Lediglich alle zwei Wochen sei ein wenig Asche zu entfernen. Rauter: „Alles funktioniert perfekt. Wir würden uns jederzeit wieder so entscheiden!“

format_quote

Etwas Praktischeres und Nachhaltigeres als eine Pellets­heizanlage gibt’s wohl kaum.

Christoph Rauter
format_quote
Heizungsanlagentausch im Wohnhaus in Afritz/See
Details der Förderung:
  • Aktion „Raus aus fossilen Brennstoffen“
  • Austausch der Ölheizungs­anlage gegen eine Pelletsheizungsanlage im Einfamilienhaus
  • Gewährung eines Einmal­zuschusses in Höhe von EUR 6.000,–


Förderung erleichtert Investitionen in den Klimaschutz

Werner Mannsberger hat mit seiner Gattin eine zukunftweisende Ent- scheidung getroffen. Im gemeinsamen Eigenheim im Lavanttal sorgt jetzt eine neue Luftwärmepumpe für umweltfreundliche Heizenergie.

Förderung erleichtert Investitionen in den Klimaschutz
Foto: traussnig

Mit erneuerbaren Energieträgern hat Werner Mannsberger aus Oberpichling in der Marktgemeinde St. Andrä im Lavanttal schon lange geliebäugelt. Letztlich waren die großzügigen Fördermöglichkeiten durch die Wohnbauförderung des Landes Kärnten für ihn ausschlaggebend, zur Tat zu schreiten. Im August vergangenen Jahres wurde innerhalb einer Woche die 17 Jahre alte Ölheizung durch eine neue Luftwärmepumpe- Heizanlage ersetzt.

„Diese Lösung hat sich angeboten, da unser Haus dank der Fußbodenheizung bereits auf eine Niedrigtemperatur-Heizungsanlage ausgerichtet war“, erklärt Mannsberger. „Wir sind begeistert! Die neue Art zu heizen ist sehr effizient.“ Rund 2500 Liter Heizöl seien in einer durchschnittlichen Heizperiode nötig gewesen, so der Hausherr, der bereits nach- und mittels Smartmeter den Energieverbrauch hochgerechnet hat: „Mit der neuen Luftwärmepumpe werden sich die Stromkosten bei einem Verbrauch von 10.000 bis 11.000 kWh/Jahr auf etwa 2000 Euro belaufen. Das würde eine Ersparnis von 500 bis 600 Euro bedeuten.“ Um das Klima noch besser zu schützen, plane er eine Photovoltaikanlage zu errichten. „Für mich der nächste logische Schritt“, so Mannsberger. „Auch weil die Förderung so unkompliziert war. Da kommt man auf gute neue Ideen, die auch der Umwelt nützen!“

format_quote

Weniger Heizkosten und ein Plus für den Klimaschutz – der Schritt hat sich ausgezahlt!

Werner Mannsberger
format_quote
Heizungsanlagentausch im Wohnhaus in St. Andrä / Lavantal
Details der Förderung:
  • Aktion „Raus aus fossilen Brennstoffen“
  • Austausch der Ölheizungsanlage gegen eine Luftwärmepumpe-Heizanlage
  • Gewährung eines Einmal­zuschusses in Höhe von EUR 6.000,–
>


Altersgerecht wohnen? Jetzt handeln!

Wer sein Eigenheim altersfit machen möchte, sollte nicht darauf warten, bis körperliche Einschränkungen ein solches Vorhaben erschweren. Die Kärntner Wohnbauförderung unterstützt Menschen, die vorausblickend die eigenen vier Wände an die Bedürfnisse des Alters anpassen oder behindertengerecht gestalten möchten und fördert Maßnahmen für barrierefreies und altersgerechtes Wohnen und Maßnahmen für Menschen mit Behinderung im Ein- oder Zweifamilienwohnhaus, im Erschließungsbereich oder innerhalb einer Wohnung im mehrgeschoßigen Wohnbau und vorbeugende altersgerechte Maßnahmen. Vorrangige Ziele: Wohnkomfort erhöhen und älteren Menschen bzw. Menschen mit Behinderung einen möglichst langen Verbleib in ihrer gewohnten Umgebung ermöglichen.

Petra Rassi
format_quote

Der vorausschauende altersgerechte Badumbau wird bei Gebäuden, die älter als 20 Jahre sind, auch als Einzelmaßnahme mit bis zu € 9.000 gefördert.

Petra Rassi, Expertin für Wohnhaussanierung
format_quote

1. Wer wird gefördert?
a. (Mit-)Eigentümer des Gebäudes
b. Bestellter Verwalter gem. § 6 Abs. 2 MRG oder § 14c Abs. 2 WGG
c. Wohnungsinhaber – Mieter, Wohnungseigentümer oder (Mit-)Eigentümer, der eine in seinem Haus gelegene Wohnung selbst benützt

2. Was wird gefördert?
a.a. Maßnahmen für barrierefreies oder altersgerechtes Wohnen (unabhängig vom Alter oder Behinderung) im Ein- oder Zweifamilienwohnhaus (Eigenheim mit maximal 2 Wohnungen)

check Barrierefreie äußere Erschließung zum Hauseingang (z. B. Einbau einer Rampe, Türverbreiterung)

check auliche Maßnahmen zur Barrierereduzierung innerhalb der Wohnung (z. B. Türverbreiterung, automatische Schließtüren, Treppenlift …).

check Barrierefreier Umbau der Sanitärräume (z. B. Einbau einer Dusche), unter der Voraussetzung der barrierefreien äußeren Erschließung und Barrierefreiheit innerhalb der Wohnung, außer es liegt eine fachärztliche Bestätigung oder Nachweis über den Bezug des Pflegegeldes zumindest ab Stufe 3 vor

check Bauliche Maßnahmen durch Zubau barrierefreier Räume

b. Barrierefreie Maßnahmen im mehrgeschoßigen Wohnbau
Darunter fallen u. a.:

check äußere Erschließung zum Eingangsbereich / Parkplatz / Tiefgarage

check erstmaliger Einbau von Aufzügen, mit zumindest vier Geschoßeinstiegstationen Wohn­­häusern mit mindestens sechs Wohnungen

checkbarrierefreier Umbau der Sanitärräume.

c. Maßnahmen für Menschen mit Behinderung im Ein- oder Zweifamilienwohnhaus (Eigenheim mit maximal 2 Wohnungen) und im mehrgeschoßigen Wohnbau

check Bauliche Maßnahmen in Abhängigkeit der Behinderung

WICHTIG Barrierefreier Badumbau der Sanitärräume als Einzelmaß- nahme wird in Gebäuden, die älter als 20 Jahre sind, gefördert.
Im Zuge des Umbaus der Sanitärräume werden auch zusätzliche ökologische Maß- nahmen für einen WW-PV-E- Speicher inkl. Photovoltaik- anlage gefördert.

3. Was sind die Förderungs­voraussetzungen?
Die Förderungsvoraussetzungen sind u. a.:

check Die Bauvollendung muss mind. fünf Jahre vor Antragstellung erfolgt sein, außer es liegt eine fachärztliche Bestätigung oder Nachweis über den Bezug des Pflegegeldes zumindest ab Stufe 3 vor. Beim barrierefreien Umbau der Sanitärräume als Einzelmaßnahme muss die Bauvollendung mind. 20 Jahre zurückliegen.

check Hauptwohnsitzliche Nutzung der geförderte(n) Wohnung(en)

check max. Nutzfläche 200 m²

4. Wie und wie hoch wird gefördert?
a. vorbeugende altersgerechte Maßnahmen und barrierefreie Maßnahmen für Menschen mit Behinderung im Ein- oder Zweifamilienhaus

check Gewährung eines Einmalzu­schusses je nach Maßnahme in Höhe von 30 % bzw. 50 % der förderbaren Gesamtkosten von max. € 47.000 je Wohnung für
• Maßnahmen zur barrierefreien äußeren Erschließung und Barrierereduzierung innerhalb der Wohnung – max. € 3.600
• barrierefreier bzw. behindertengerechter Umbau der Sanitärräume – max. € 9.000
• zusätzliche ökologische Maßnahmen für einen WW-PV-E-Speicher inkl. PV-Anlage im Zuge des Umbaus von Sanitärräumen – max. € 1.000
• bauliche Maßnahmen/Zubau zur Schaffung von barrierefreien Räumen – max. € 4.500

b. Barrierefreie Maßnahmen im mehrgeschoßigen Wohnbau
Vom (Mit-)Eigentümer oder bestellten Verwalter beantragte Förderungen erfolgen durch

check Gewährung eines nicht rückzahlbaren Zuschusses, zahlbar auf die Dauer von 10 Jahren, oder eines Einmalzuschusses (Umbau von Sanitärräumen)
Von Mietern, Wohnungsinhabern oder (Mit-)Eigentümern, die eine im mehrgeschoßigen Wohnbau gelegene Wohnung selbst nutzen, beantragte Förderungen erfolgen durch

check Gewährung eines Einmalzu- schusses je nach Maßnahme im Ausmaß von 30 % bzw. 50 % der förderbaren Gesamtkosten in Höhe von max. € 48.000.

Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at



 Lockdown-Baustelle für mehr Barrierefreiheit

Nach einem schweren Autounfall der Eltern mussten Bad und Zugang zum Haus in Windeseile umgebaut werden. Regionale Firmen, Familie, Wohnbauförderung, Nachbarn und Freunde waren Teil des Projekterfolgs.

Förderung erleichtert Investitionen in den Klimaschutz
Förderung erleichtert Investitionen in den Klimaschutz
FotoS: Obernosterer, PREFA/Croce & wir, Weichselbraun

Als jüngstes von fünf Kindern war Ursula Obernosterer nach einem Autounfall der Eltern die treibende Kraft für einen barrierefreien Umbau des Badezimmers und des Eingangsbereichs: „Nachdem klar war, dass meine knapp 80-jährige Mutter nach ihrem langen Krankenhausaufenthalt wieder nach Hause kommt, musste der Umbau schnell geplant und umgesetzt werden. Mitten im ersten Corona- Lockdown wurde daher unter Hochdruck mit regionalen Firmen alles in die Wege geleitet.“

Umbau für mehr Barriefreiheit eines Einfamilienhauses in Hermagor
Details der Förderung:
  • Barrierefreie Erschließung und barrierefreie Badsa­nierung
  • Gewährung eines Einmalzu­schusses in Höhe von EUR 3.600 für die barrierefreie Erschließung und in der Höhe von EUR 3.600 für die barrierefreie Badsanierung

Drei Monate lebte der Vater auf einer Baustelle, der laut Ursula Obernosterer „über sich hinausgewachsen ist“. Eine Stütze in dieser herausfordernden Zeit waren neben den Geschwistern auch die hilfsbereiten Nachbarn und Freunde, die Firmen aus der Umgebung, auf die sich Familie Obernosterer zu hundert Prozent verlassen konnte, aber auch die Mitarbeiter der Landesregierung, die beim Antrag zur Wohnbauförderung unbürokratisch und schnell geholfen haben: „Es war ein ziemlicher Stress und ich war sehr dankbar für die freundliche Hilfe beim Antrag der Wohnbauförderung.“ Dass die Hürde der Barrierefreiheit jetzt genommen ist, ist für Familie Obernosterer eine große Erleichterung: „Das Jahr 2020 war diesbezüglich eigentlich ein gutes Jahr. Diese Welle der Unterstützung und Hilfsbereitschaft werden wir sicher nie vergessen.“

Urusula Obernosterer
format_quote

Danke an alle, die den Umbau in dieser schwierigen Zeit ermöglicht haben!

DI Ursula Obernosterer, MSc.
format_quote
>

Sanieren lautet die Devise

Bereits in der Startphase unterstützt die Wohnbauförderung Haus- und Wohnungseigentümer sowie Mieter dabei, Bestandsflächen thermisch-energetisch zu sanieren. Ein besonderes Serviceangebot ist die kostenlose Vor-Ort-Energieberatung.

Sanieren lautet die Devise
Foto: JÜRGEN FÄLCHLE/Adobe Stock

Wenn vom Sanieren die Rede ist, ist immer auch Energieeffizienz ein Thema. Wer energiebewusst handelt, stößt weniger CO2 aus. Dabei schont ein bewusster sparsamer Umgang mit Energie nicht nur die Umwelt, sondern auch die eigene Geldbörse. Entsprechend den Klimaschutzzielen und Zielsetzungen des Energiemasterplans Kärnten werden gezielte Förderungen zur deutlichen Reduzierung von CO2-Treibhausgasemissionen angeboten.
Besonders gefördert wird die Ökologisierung, z. B. die Verwendung von Dämmmaterial aus nachwachsenden Rohstoffen, Maßnahmen zur Vermeidung sommerlicher Überwärmung (z. B. Bauwerksbegrünungen oder Bepflanzungen im Außenraum), dämmende Maßnahmen unter dem Motto „Dämmen statt Geld verschwenden“, aber auch die Prüfung der Sommertauglichkeit. Motive für die Durchführung von Sanierungsmaßnahmen gibt es viele. Sie reichen vom Wunsch, umweltbewusst zu handeln, einen höheren Wohnkomfort und mehr Behaglichkeit zu erzielen bis zum Bestreben, die Wohnkostenbelastung zu reduzieren, indem man Energiekosten einspart.
Der erste Schritt und Voraussetzung für die Gewährung einer Sanierungsförderung ist eine kostenlose geförderte Vor-Ort-Energieberatung, im Rahmen derer ein geschulter Energieberater aus dem Energienetzwerk Kärnten zum Antragsteller ins Haus kommt. Eine Vor-Ort-Energieberatung ist bei bereits gedämmten Gebäuden nicht erforderlich.
Der Energienberater verschafft sich einen Überblick über den Energieverbrauch des Gebäudes, die Warmwasser-, Heizungsanlage etc. und erklärt, wie die Energieeffizienz des Gebäudes optimiert werden kann. Gleichzeitig berechnet er auf Basis von empfohlenen thermisch-energetischen Sanierungsmaßnahmen das Einsparungspotenzial, damit man weiß, wie viel an Energiekosten jährlich gespart werden kann und wann sich die Investitionsmaßnahmen amortisieren.
Ist die Entscheidung für eine umfassende energetische Sanierung einmal getroffen, besteht die Möglichkeit, eine geförderte fachkundige Sanierungsbegleitung – einen so genannten Sanierungscoach – für organisatorische Belange im Zusammenhang mit der Abwicklung der Sanierungsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen. Der Sanierungscoach unterstützt beim Förderungsansuchen, bei der Angebotseinholung, bei energetischen Fragen während der Bauausführung, bei der Kontrolle und Abrechnung von Bauleistungen etc. Die Leistungen können individuell gewählt werden.

Umfassende Beratung rund um das Thema der Energie bietet Ihnen die Energieserviecestelle des Landes unter www.neteb-krnten-mcb.at

Woflgang Priess
format_quote

Im Zuge der Dämmung der Außenwände wird auch der Fenstertausch wieder gefördert.

Wolfgang Priess, Experte Technik
format_quote

1. Wer kann Förderungswerber sein?

check (Mit-)Eigentümer des Gebäudes, Wohnungsinhaber – Mieter, Wohnungseigentümer oder

check (Mit-)Eigentümer, der eine in seinem Haus gelegene Wohnung selbst nutzt,

check Bauberechtigter oder

check bestellter Verwalter des Gebäudes ist.


2. Was wird gefördert
Gefördert wird die thermischenergetische Sanierung von

check Eigenheimen mit höchstens zwei Wohnungen,

check sonstigen Gebäuden, die nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen ganzjährig bewohnt werden,

check Miet- und Eigentumswohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau und Wohnheimen (außer Wohnhäuser im (Mit-)Eigentum von gemeinnützigen Bauvereinigungen und Gemeinden).

Folgende Sanierungsmaßnahmen werden gefördert:
I. Beratungsleistungen

a. Vor-Ort-Energieberatung
Gefördert werden Leistungen von Energieberatern aus dem Energieberaternetzwerk Kärnten, wie zum Beispiel:

check Begutachtung des Gebäudes (Rundgang außen, Heizraum …)

check Beurteilung des Energieverbrauchs und Empfehlung von Maßnahmen, welche den Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser nachhaltig reduzieren (thermische Sanierung, Heizungsumstellung …)

check Kostenschätzung der empfohlenen Sanierungsmaßnahmen und Förderberatung

check Zusammenfassung der Beratung (inkl. Kostenvergleich von Einzelmaßnahmen und umfassender Sanierung)

check Sommertauglichkeit

b. Sanierungscoach – Sanierungsbegleitung
Gefördert werden bei einer umfassenden energetischen Sanierung je nach Bedarf folgende Leistungen:

check Analyse von Problemstellungen (Feuchte, Zugerscheinungen…)

check Unterstützung beim Förderansuchen

check Unterstützung bei der Angebotseinholung

check Beratung bei energetischen Fragen während der Bauausfüh­rung

check Unterstützung bei der Kontrolle und Abrechnung von Bauleistungen

check Unterstützung bei der Zusammenstellung von Unterlagen für die Förderstelle

Zusatzleistung: Erstellung des Energieausweises bzw. eines Sanierungskonzeptes
Befugte Unternehmer sind unter www.neteb-kaernten.at zu finden.

II. Maßnahmen zur Erhöhung des Wärmeschutzes einzelner Bau­teile
Gefördert werden folgende Maßnahmen zur Erhöhung des Wärmeschutzes:

Dämmung Außenwand = 14 cm
enstertausch bzw. Tausch von Außentüren im Zuge der Dämmung der Außenwand – Vollwärmeschutz Dämmung oberste Geschoßdecke = 26 cm
Dämmung unterste Geschoßdecke = 12 cm

III. Energieeffiziente ökologische Haustechnikanlagen

check Neuerrichtung und Erweiterung von Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und/oder Wärmeerzeugung

check Heizungsanlagentausch auf erneuerbare Energie, z. B Anschluss an Fernwärme, Pelletskessel, Scheitholzkessel, Hackgutkessel

check Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

check Erstmalige Errichtung von Photovoltaikanlagen

check WW-PV-E-Speicher in Kombination mit der erstmaligen Errichtung einer Photovoltaikanlage

check Wärmepumpenheizung

IV. Umfassende energetische Sanierung
Umfassende energetische Sanierungsmaßnahmen sind zeitlich zusammenhängende Renovierungsarbeiten an der Gebäudehülle und/oder den haustechnischen Anlagen eines Gebäudes.

HINWEIS: Förderungen für die umfassende energetische Sanierung werden nur gewährt, wenn keine Heizsysteme auf fossiler Basis (Kohle, Öl, Gas, Allesbrenner (Altanlagen)) verwendet werden, und bei Elektro- oder Infrarotheizungen der im Energieausweis ausgewiesene CO2SK-Wert nicht größer als 30 kg/m² ist oder diese im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen ausgetauscht werden. keyboard_arrow_right

keyboard_arrow_rightEs sind entweder

check drei thermische Maßnahmen oder

check zwei thermische Maßnahmen in Kombination mit der Erneuerung des Heizsystems aus dem folgenden Katalog vorzunehmen:

Fenster, Dach (Dachdämmung) oder oberste Geschoßdecke, Fassadenfläche, Kellerdecke, energetisch relevantes Haustechniksystem

Als relevantes Haustechniksystem gelten: Solaranlagen zur Warm- wasserbereitung, Solaranlagen zur Heizungseinbindung, Photo- voltaikanlagen, Anschluss Fern- wärme, Holzvergaserheizung mit Pufferspeicher, Hackschnitzelheizung, Pelletsheizung, Heizungs- anlage mit Biomasse, Wärmepumpenheizung, Kontrollierte Wohnraumlüftung.

3. Wie lauten die Förderungsvoraussetzungen?
Wesentliche Voraussetzungen sind unter anderem:

check zum Zeitpunkt der Antragstellung muss das Gebäude (Gebäudeteile) mindestens 20 Jahre alt sein, außer es handelt sich um
• Maßnahmen zur Nutzung alternativer erneuerbarer Energien (5 Jahre Bauvollendung), oder
• den Anschluss an Fernwärme.

check Nachweis über die kostenlose Vor-Ort Energieberatung

check Hauptwohnsitzliche Nutzung der geförderte(n) Wohnung(en) nach Durchführung der Sanierungsmaßnahme(n) (außer bei Wohnheimen).

check Zulässige Nutzfläche der geförderten Wohnung von max 200 m².

check Die Durchführung der Sanierungsmaßnahmen hat durch befugte Unternehmer zu erfolgen.

check Die Mindestkosten der Sanierung müssen € 2.000 exkl. USt. (außer bei thermischen Solaranlagen, PV-Anlagen und Solarstromspeicher, PV-Anlagen und WW-PV-E Speichern in Kombination mit der Ersterrichtung einer PV-Anlage) betragen.

check Vorlage eines Energieausweises (Bestands- und Planungsenergieausweis) bei der umfassenden energetischen Sanierung oder eines Renovierungsausweises bei der Dämmung der Außenwände digital im Wege der ZEUS-Datenbank.

HINWEIS: Mit der Durchführung der Sanierungsmaßnahmen darf ab dem Zeitpunkt der Antragstellung begonnen werden. In begründeten Ausnahmefällen kann die Entsorgung des Heizkessels vor Antragstellung erfolgen, die Entsorgung wird in der Förderung nicht mit berücksichtigt.

4. Wie und wie hoch wird gefördert?
Die Förderung für Eigenheime und sonstige Gebäude mit höchstens zwei Wohnungen erfolgt

check in Form eines Einmalzuschusses oder alternativ

check in Form eines Förderungskredites.

(1) Eigenheime und sonstige Gebäude mit höchstens zwei Wohnungen Die Sanierungsförderung erfolgt wahlweise in Form eines Einmalzuschusses oder alternativ in Form eines Förderungskredites.

a. Einmalzuschuss im Ausmaß von max. 30 % bzw. 40 % der förderbaren Sanierungskosten

a) Beratungsleistungen

Vor-Ort-Energieberatung kostenlos Sanierungscoach bei umfassender Sanierung: max. 80 % der Kosten € 800

Energieausweis (Plan- und Fertigstellungsenergieausweis) bei umfassender Sanierung € 300

b) Einzelbauteilmaßnahmen

Dämmung Dach und oberste Geschoßdecke € 2.500

Dämmung Kellerdecke € 1.500

Fenstertausch im Zuge der Dämmung der Außenwand € 3.300

c) Vollwärmeschutz

Dämmung der Außenwände € 10.000

d) Haustechnikanlagen

Austausch alter Heizungsanlagen gegen Heizungsanlagen für biogene Brennstoffe, Fernwärme oder Wärmepumpenheizungen € 3.000

Kontrollierte Wohnraumlüftung € 1.200

Solaranlage je m² Aperturfläche € 250 – € 3.750 max.

Photovoltaik-Anlage € 480 – je kWp max. € 3.840

WW-PV-E-Speicher in Kombination mit einer PV-Anlage max. € 500

e) Umfassende energetische Sanierung € 15.000

Zuschlag für 2. Wohnung max. € 5.000


Sanieren lautet die Devise
Foto: JÜRGEN FÄLCHLE/Adobe Stock

Bonus bei Verwendung von Dämmmaterial aus nachwachsenden Rohstoffen mind. 90% (Hanf, Zellulose, Holzfaser, etc.)

Zuschlag von 50 % auf Förderungen der Bauteile gemäß lit. b

b. Förderungskredit im Ausmaß von max. 60 % der förderbaren Sanierungskosten
Der Förderungskredit hat eine Laufzeit von 15 Jahren, mit einer Verzinsung von 0,5 % jährlich.

(2) Wohnhäuser, sonstige Gebäu- de mit mehr als zwei Wohnungen und Wohnheime (mehrgeschoßiger Wohnbau)
Die Sanierungsförderung erfolgt durch Gewährung eines

check nicht rückzahlbaren Zuschusses auf die Dauer von 10 Jahren.

I. Das Ausmaß der Förderung beträgt je Wohnung:

check 30 % der förderbaren Sanierungskosten für Dach- und Fassadenbegrünungen

  • Extensive Dachbegrünung € 50/m²begrünter Fläche
  • Intensive Dachbegrünung € 100/m² begrünter Fläche
  • Fassadenbegrünung max. € 20.000 keyboard_arrow_right

keyboard_arrow_right check 30 % der förderbaren Sanierungskosten zur Erhöhung des Wärmeschutzes einzelner Bauteile Zuschuss max: € 10.800

check 35 % der förderbaren Sanierungskosten für energieeffiziente Haustechnikanlagen Zuschuss max: € 12.600

check 50 % der förderbaren Sanierungskosten für eine umfassende energetische Sanierung Zuschuss max: € 24.000

bei Erreichen der Qualitätsstufe klima:aktiv Silber Zuschuss max: € 42.000

check bei Verwendung von Dämm- material aus nachwachsenden Rohstoffen werden die förderbaren Kosten des Dämmmaterials um 40 % erhöht

check Zusätzliche Gewährung eines Einmalzuschusses bei der umfassenden energetischen Sanierung für den Sanierungscoach iHv max. € 800 und für den Energieausweis (Plan- und Fertigstellungsenergieausweis) iHv max: € 300


Weitere Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at



Wohlüberlegte Schritte zu mehr Lebensqualität

Kein Ölgeruch mehr im Keller! Für Familie Pernstich aus Villach hat sich die Sanierung ihres Wohnhauses in mehrfacher Hinsicht bezahlt gemacht. Jetzt wird mit Holzpellets geheizt, das schafft ein angenehmes Raumklima, entlastet das Familienbudget und die Umwelt.

Wohlüberlegte Schritte zu mehr Lebensqualität
Foto: traussnig

Die erneuerbare Energiequelle Holz zu nutzen, war eines der Leitmotive für Hannes Pernstich, als er daranging, das Eigenheim umfassend energetisch zu sanieren. „Seit April vergangenen Jahres sind wir glückliche Hauseigentümer“, erzählt der Villacher, der selbst einiges an Erfahrung aus der Baubranche mitbringt. „Mir war rasch klar, dass ich beim Haus das eine oder andere erneuern wollte.“ Ein selbstständiger Energieberater übernahm die professionelle Abwicklung des Förderansuchens beim Land Kärnten. In der Folge lief von der Antragstellung bis zur Auszahlung des Einmalzuschusses durch die Abteilung der Wohnbauförderung, der bereits zum Jahreswechsel erfolgte, alles wie am Schnürchen.

Baulich konnten in nur drei Wochen der alte Ölkessel durch eine vollautomatische Pelletsheizung ersetzt, die oberste Geschoßdecke gedämmt und die Fenster samt Rollläden erneuert werden. „Dass wir den Kachelofen, den wir als zusätzlichen Wärmespender nutzen wollten, trotz eisiger Temperaturen in diesem Winter kein einziges Mail beheizen mussten, zeigt, wie sehr sich die Energie- effizienz des Hauses dank der Sanierungsmaßnahmen verbessert hat“, so Pernstich. „Das macht sich erfreulicherweise auch positiv in der Geldbörse bermerkbar!“

format_quote

Unsere neue Pelletsheizanlage lässt sich bequem steuern – sogar über eine Smartphone-App!

Hannes Pernstich
format_quote
Energetische Sanierung eines Wohnhauses in Villach
Details der Förderung:
  • Umfassende energetische Sanierung
  • Gewährung eines Einmalzuschusses in der Höhe von EUR 15.656,05
>

Wohnkomfort ist keine Frage des Alters

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz haben im Kärntner Wohnbauförderungsgesetz 2017 einen besonders hohen Stellenwert. Auf Basis einer ganzheitlichen Betrachtung wurde eine Strategie entwickelt, um die Wohnqualität in Alt- und Bestandsobjekten zu heben. Erhöhte Förderung gibt es für nachträgliche Anbringung von Balkonen oder Terrassen zur Steigerung der Lebensqualität.

Wohnkomfort ist keine Frage des Alters
Foto: FOTOSCHLICK/Adobe Stock

Wesentliche Zielsetzung des Kärntner Wohnbauförderungsgesetzes 2017 ist die Sicherung einer zeitgemäßen und leistbaren Wohnversorgung der Kärntner Bevölkerung. Der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Nachhaltigkeit sowie raumordnungsrechtlichen Aspekten wird dabei besonderes Augenmerk geschenkt. Im Sinne dieser Intention sollen Förderanreize zur deutlichen Hebung des Wohnkomforts in Bestandsobjekten gemeinnütziger Wohnbauträger und Gemeinden geschaffen werden.
Maßnahmen wie die Anpassung von Grundrissen an geänderte Lebensformen und Wohn­stile, die Schaffung von Grün- und Freiräumen oder ein Anbringen von Balkonen sollen zu einer Erhöhung der Wohn- bzw. Aufenthaltsqualität in Wohnanlagen beitragen.

1. Wer wird gefördert?
Gefördert werden Sanierungsmaßnahmen gemeinnütziger Bauver­einigungen und von Gemeinden bei in ihrem (Mit-)Eigentum stehen­den

check mehrgeschoßigen Wohnhäusern

check Wohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau

check Wohnheimen

check sonstigen Gebäuden

check Reihenhäusern und Eigenheimen mit jeweils höchstens 2 Wohnungen

2. Was wird gefördert?
I. Erhaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen

Wesentliche Voraussetzung: Die Sanierungsmaßnahmen stehen bei gleichzeitiger energetischer Sanierung des Bestandes (sofern nicht bereits energetisch saniert) in einer wirtschaftlich vertretbaren Relation zum Aufwand und gehen über die gewöhnliche Instandhaltung hinaus.

Gefördert werden insbesondere:

check die Errichtung oder die Ausgestaltung von der gemeinsamen Benützung der Bewohner dienenden, einer zeitgemäßen Wohnkultur entsprechenden Anlagen in normaler Ausstat- tung, wie zentrale Waschkü- chen, Gemeinschaftsräume und Grün- und Freiraumgestaltung (z. B. Anbringen von Balkonen)

check Infrastruktureinrichtungen für alternative Mobilitätsformen

check die Errichtung oder Umgestaltung von Wasser- und Stromleitungen sowie Sanitäranlagen

check Maßnahmen zur Erhöhung des Schallschutzes

check die Vereinigung von Wohnungen oder von sonstigen Räumen zu Wohnungen

check Passive Maßnahmen zur Vermeidung sommerlicher Überwärmung

check Maßnahmen zur Digitalisierung

check die Teilung von Wohnungen

check die Änderung der Grundrissgestaltung

check Sanierungsmaßnahmen am Dachstuhl, nur in Verbindung mit der Errichtung eines Kaltdaches

Nicht gerfördert werden reine Verschönerungsmaßnahmen.

II. Maßnahmen zur Erhöhung des Wärmeschutzes einzelner Bauteile
Gefördert werden Einzelbauteilmaßnahmen zur Erhöhung des Wärmeschutzes, wie Dämmung der Außenwand, obersten und untersten Geschoß­­decke

HINWEIS: Fenster als Einzelbauteilmaß- nahme werden nur gefördert, wenn der Bestand bereits energetisch saniert wurde und folgende Wärmedurchgangs- koeffizienten eingehalten werden:
Dämmung Außenwand = 0,40 W/m²K
Dämmung oberste Geschoßdecke = 0,25 W/m²K
Dämmung unterste Geschoßdecke = 0,40 W/m²K

III. Energieeffiziente ökologische Haustechnikanlagen

check Neuerrichtung und Erweiterung von Solaranlagen zur Warmwasserbereitung

check Heizungsanlagentausch auf erneuerbare Energie, z. B. Anschluss an Fernwärme, Pelletskessel, Scheitholzkessel, Hackgutkessel

check Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

check Erstmalige Errichtung von Photovoltaikanlagen

check Erstmaliger Einbau von Solarstromspeicher

check Wärmepumpenheizung keyboard_arrow_right

keyboard_arrow_right IV. Umfassende energetische Sanierung
Umfassende energetische Sanierungsmaßnahmen sind zeitlich zusammenhängende Renovierungsarbeiten an der Gebäudehülle und/oder den haustechnischen Anlagen eines Gebäudes.

HINWEIS: Förderungen für die umfassen- de energetische Sanierung werden nur gewährt, wenn keine Heizsysteme auf fossiler Basis (Kohle, Öl, Gas, Alles- brenner (Altanlagen)) verwen- det werden, und bei Elektro- oder Infrarotheizungen der im Energieausweis ausgewiesene CO2SK-Wert nicht größer als 30 kg/m² ist oder diese im Rahmen der Sanierungsmaß- nahmen ausgetauscht werden.

Es sind entweder

check drei thermische Maßnahmen oder

check zwei thermische Maßnahmen in Kombination mit der Erneuerung des Heizsystems aus dem folgenden Katalog vorzunehmen:
Fenster, Dach (Dachdämmung) oder oberste Geschoßdecke, Fassadenfläche, Kellerdecke, energetisch relevantes Haustechniksystem.

Als relevantes Haustechniksystem gelten: Solaranlage zur Warmwasserbereitung, Solaranlagen zur Heizungseinbindung, Photovoltaikanlage, Anschluss Fernwärme, Holzvergaserheizung mit Pufferspeicher, Hackschnitzelheizung, Pelletsheizung, Heizungsanlage mit Biomasse, Wärmepumpenheizung, Kontrollierte Wohnraumlüftung.

3. Was ist zu beachten?
Für die Gewährung eines Zu- schusses für Sanierungsmaßnah- men nach dieser Richtlinie ist ein mittelfristiges Gesamtkonzept bzw. -strategiekonzept (zumindest für die nächsten fünf Jahre), versehen mit einem Finanzierungsplan samt Wirtschaftlichkeitsberechnung (unter Darlegung der Mieten­entwicklung), aus dem der (energetische) Status des Gebäudes und die geplanten Maßnahmen hervorgehen, samt Zeitplan der Umsetzung vor- zulegen.

4. Wie lauten die Förderungsvoraussetzungen?
Wesentliche Voraussetzungen sind unter anderem:

check Zum Zeitpunkt der Antragstellung muss das Gebäude (Gebäudeteile) mindestens 20 Jahre alt sein, außer es handelt sich um •  Maßnahmen zur Nutzung alternativer erneuerbarer Energien
•  (5 Jahre Bauvollendung), oder
den Anschluss an Fernwärme.

check Nachweis über die kostenlose Vor-Ort-Energieberatung

check Hauptwohnsitzliche Nutzung der geförderte(n) Wohnung(en) nach Durchführung der Sanierungsmaßnahme(n) (außer bei Wohnheimen).

check Durchführung der Sanierungsmaßnahmen durch befugte Unternehmer.

check Die Kosten der Sanierungsmaßnahme (außer bei thermischen Solaranlagen und PV-Anlagen) haben insgesamt nachweislich mindestens € 2.000 exkl. USt zu betragen.

check Einhaltung der Vergabevorschriften der Wohnbauförderung.

check Vorlage eines Energieausweises (Plan- und Fertigstellungsenergieausweis) bei der umfassenden energetischen Sanierung digital im Wege der ZEUS- Datenbank.

5. Wie und wie hoch wird gefördert?
Die Sanierungsförderung erfolgt durch Gewährung eines nicht rückzahlbaren Zuschusses auf die Dauer von 10 Jahren.

Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at

>

Mehr Wohnqualität durch Sanierung

Ein Beispiel dafür, wie Sanierungen zu einer verbesserten Lebensqualität in der eigenen Wohnung beitragen können, ist die Großinstandsetzung bei Wohnhäusern in Grafenstein. Hier wurden nachträglich Balkone zu den einzelnen Wohnungen angebaut. Dabei wurde ein spezielles Systemkonzept von Schlosserelementen mit integrierten Fallrohren und blickdichten Glaselementen als vorgesetzte, großzügige Balkonflächen ausgeführt.

Mehr Wohnqualität durch Sanierung
Mehr Wohnqualität durch Sanierung
Fotos: lwbk

Ob man sich in seiner Wohnung behaglich und wohl fühlt, darüber entscheiden oft Kleinigkeiten. Sanierungsmaßnahmen sind eine Möglichkeit, den Wohnstandard auch in Bestandsbauten maßgeblich zu erhöhen. Die technische Abteilung ist dafür verantwortlich, nach und nach solche Maßnahmen vorzunehmen. Das geplante Instandsetzungsvolumen für das Jahr 2021 beläuft sich für die drei gemeinnützigen Gesellschaften vom Landeswohnbau Kärnten (LWBK) – Neue Heimat, Kärntner Heimstätte und GWG Villach – insgesamt auf rund 21 Millionen Euro und umfasst mehr als 47 Objekte des Gesamtbestandes.

Zu den Maßnahmen zählen thermische Generalsanierungen oder Teilsanierungen, bei denen es unter anderem um die Erneuerung des Vollwärmeschutzes geht. Ebenso zählen der Austausch von nicht mehr zeitgemäßen Fenster- und Balkontürelementen samt Anbringung eines Sonnenschutzes oder die thermische Isolierung von Kellerdecken und Dachböden dazu. Durch solche Isolierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle wird eine wesentliche Verbesserung der gebäudespezifischen Energiekennzahlen erwirkt. Das Ergebnis: Ein geringerer und kostenreduzierender Heizwärmebedarf führt zu einer Verbesserung der Ökobilanz und steigert den Wohnkomfort in den Wohnungen. Je nach bestehender Heizungsart wird versucht, so weit wie möglich von fossilen Brennstoffen auf Pellets-Zentralheizungen bzw. auf regionale Fernwärme umzurüsten.

Bei einer Generalsanierung werden außerdem veraltete Elektroinstallationen erneuert bzw. den neuesten Standards entsprechend nachgerüstet. Dazu zählen zum Beispiel Satellitenantennen-Gemeinschaftsanlagen, Bewegungsmelder im Außenbereich oder zentrale Schließanlagen.


Grafenstein: In der Anfang der 90er Jahre errichteten Wohnanlage Clemens-Holzmeister-Straße 33, 35, 37 und Klopeiner Straße 10 wurden vier Häuser mit insgesamt 42 Wohneinheiten durch neue Balkone aufgewertet. Die Fertigstellung der Balkone erfolgte im Sommer 2020, die Gesamtinvestitionskosten beliefen sich auf rund € 440.000
Mehr Wohnqualität durch Sanierung
Mehr Wohnqualität durch Sanierung

Im Rahmen eines vorgegebenen Ausschreibungsverfahrens, bei dem das Bestbietergebot einzuhalten ist, werden konzessionierte Fachbetriebe, zumeist einheimische Unternehmen, mit den Sanierungsarbeiten beauftragt. Die Finanzierung erfolgt mit Hilfe von Fördermitteln und Zuschüssen des Landes Kärnten, durch Hausrücklagen und zum Teil durch Eigenmittel der Gesellschaften der LWBK.
Der Erhalt der Gebäudesub- stanz, die Berücksichtigung bautechnischer Normen und Auflagen sowie die Anwendung neuester Technologien haben für die LWBK absolute Priorität und sind im Zusammenspiel Garanten für qualitativ hochwertiges Wohnen.
In manchen Fällen werden bautechnische Einzelmaßnahmen gesetzt, wie etwa bei der Sanierung von Flachdächern, bei der Erneuerung von Wohnungstüren, bei Malerarbeiten in den Stiegenhäusern nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen oder bei der Errichtung von absperrbaren Müllinseln. Parallel dazu werden laufende Reparaturen und Erhaltungsarbeiten wie beispielsweise die Erneuerung von Kinderspielplätzen über die Hausverwalterinnen und Hausverwalter in den Wohnanlagen vor Ort abgewickelt.
Ebenso qualitätssteigernd auf das Gesamtgefüge von Wohnhausanlagen wirkt sich die Nachrüstung oder gänzliche Erneuerung von Garagenboxen aus. Im Winter letzten Jahres wurden in Klagenfurt am Wörthersee, in der Feschnigstraße, Ferdinand-Seeland-Straße, Opalgasse und Predilstraße, in Summe 32 Garagenstellplätze geschaffen. Die Parkflächen wurden um 30 Zentimeter verbreitert und zeitgemäß den neueren, in der Regel breiteren Automodellen angepasst. Durch den modularen Aufbau der Garagenboxen gestaltet sich die laufende Instandhaltung einfacher als bei veralteten, eingehausten Autoabstellplätzen. Im Fall von Mängeln oder Beschädigungen ist es möglich, einzelne Bauteilelemente, ähnlich einem Baukastensystem, einfach und rasch gegen intakte auszutauschen. Die Garagenboxen sind nahezu wartungsfrei, gut belüftet und selbstverständlich versperrbar und beleuchtet. Jede der neuen Garagen entspricht den modernen Brandschutz- und Sicherheitskriterien und bietet den Nutzerinnen und Nutzern auch im innerstädtischen Bereich die Möglichkeit, den eigenen PKW gesichert einzustellen.

>


Im Kern der Sache

Stadt- und Ortszentren wieder zu beleben, kann nur gelingen, wenn diese auch bewohnt sind. Hier setzt die Kärntner Wohnbauförderung an, indem sie die Schaffung von leistbarem Wohnraum in bestehenden Objekten finanziell unterstützt.

Im Kern der Sache

Sehen Immobilien in zentralen Lagen längere Zeit leer, hat das Auswirkungen auf das Umfeld und die Entwicklung von Orts- und Stadtkernen. Sanieren statt Leerstand lautet daher der Leitsatz, mit dem die Wohnbauförderung die Schaffung von leistbarem Wohnraum forciert. Ziel ist es, die Potenziale von bestehenden Objekten zu nutzen und diese einer wirtschaftlich sinnvollen Wohnnutzung zuzuführen. Das stärkt Orts- und Stadtkerne.Für die Nutzung zu Wohnzwecken bieten sich nicht (mehr) bewohnbare Wohnhäuser oder leerstehende sanierungsfähige Gebäude bzw. Geschäfts- oder ehemals gewerblich genutzte Flächen an. Neben zusätzlichem Wohnraum, etwa durch Dachausbauten, bietet die Nutzung bestehender Flächen auch den Vorteil, dass das Objekt in seinem Wert steigt. Das gilt insbesondere, wenn das Gebäude gleichzeitig energetisch optimal saniert wird. Dank der vielen Möglichkeiten, die sich beim Aus- und Umbau eröffnen, können neue Wohnmodelle und barrierefreie Wohnungen entstehen. Das Beispiel auf Seite 35 zeigt, dass Förderungen für energetische Sanierungsmaßnahmen und Ausbaumaßnahmen kombinierbar sind. Für einen optimalen Förderungsmix wird eine Beratung in der Wohnbauförderung empfohlen.

1. Was wird gefördert?
Gefördert werden:

a. die Errichtung von Wohnungen bzw. Schaffung von Wohnraum durch Zu-, Um- oder Einbau im direkten baulichen Verbund mit einem (nicht mehr) bewohnbaren Altbestand oder in sonstigen Gebäuden, insbesondere in Siedlungsschwerpunkten

check für den eigenen Wohnbedarf bzw. für nahestehende Personen oder

check für Zwecke der Vermietung des sanierten Wohnraums bzw. der Wohnungen.

Die förderbaren Kosten umfassen die (anteilig) der geförderten Wohnungen zuordenbaren Gesamtbaukosten, das sind

• Planungskosten (z. B. Architekt, Bauleitung und Baukoordinator, Bauverwaltungskosten),
• Baukosten (z. B. Baumeisterarbeiten einschließlich Abbrucharbeiten),
• Baunebenkosten (z. B. An- schlussgebühren für Kanal, Fern- wärme, Wasser, Strom) und
• Kosten der Haustechnik.

b. der Erwerb von Bestandsobjekten (z. B. Eigenheim mit höchstens 2 Wohnungen), die in Siedlungsschwerpunkten liegen und der Mindestanforderung an die Energiekennzahlen entsprechen, durch - begünstigte Personen für den eigenen Wohnbedarf und hinsichtlich einer zweiten Wohnung auch des Wohnbedarfs einer dem Förderungswerber nahestehenden begünstigten Person.

Eine Förderung ist nur zulässig, wenn:

check kein Kauf im Nahebereich des Förderungswerbers vorliegt

check der Erwerb der Liegenschaft bzw. des Förderobjektes zu einem angemessenen Kaufpreis (ortsüblicher Preis) erfolgt

check der Kaufvertrag maximal 1 Jahr vor Antragstellung rechtswirksam abgeschlossen wurde

check das Bestandsobjekt zum Zeitpunkt der Antragstellung den Energiekennzahlen gemäß der OIB-Richtlinie 6, Ausgabe April 2019, entspricht oder binnen einem Jahr ab Beantragung des Förderungskredites eine energetische Sanierung des Bestandsobjektes auf diesen Energiestandard erfolgt.

2. Allgemeine Förderungsvoraussetzungen, u. a.

check Das Gebäude (Gebäudeteile) muss zum Zeitpunkt der Antragstellung älter als 20 Jahre sein.

check Hauptwohnsitzliche Nutzung der geförderten Wohnungen nach Durchführung der Sanierungsmaßnahme(n)

check Die Nutzfläche der durch Zu-, Um- oder Einbau oder durch Erwerb geförderten Wohnung(en) darf 200 m² nicht übersteigen. keyboard_arrow_right

keyboard_arrow_right

check Die Durchführung der Sanierungsmaßnahmen hat durch befugte Unternehmer und in einer wirtschaftlich und technisch kostenoptimalen Ausführung zu erfolgen.

check Die Kosten der Sanierungsmaßnahmen haben insgesamt nachweislich mindestens € 2.000 exklusive Umsatzsteuer (USt.) zu betragen.

check Die Finanzierung des Bauvorhabens muss gesichert sein.

check Im Falle der Vermietung des sanierten Wohnraumes darf auf die Laufzeit der Förderung die Richtwertmiete nicht überschritten werden

3. Wie wird gefördert?
Die Förderung erfolgt durch die Gewährung eines Förderungskredites mit einer Laufzeit von 20 Jahren, Verzinsung 0,5  % jährlich, mit einer Zinsen und Tilgung umfassenden jährlichen Annuität von 5,10  %, die in monatlichen Teil- beträgen tilgungsplankonform zu entrichten ist.

3.1. Erwerb von Bestandsobjekten
Die förderbare Nutzfläche beträgt bei einer Haushaltsgröße

bis 5 Personen - 130 m²
mehr als 5 Personen - 150 m²

Die Förderungshöhe beträgt

a. bei Gewährung eines Förderungskredites € 400/ m² tatsächlicher Nutzfläche, höchstens € 400/m² förderbarer Nutzfläche in Abhängigkeit der Haushaltsgröße bzw. max. 50 % des Kaufpreises lt. Kaufvertrag (Grund und Gebäude) z. B. Jungfamilie mit 1 Kind: Bei einer Haushaltsgröße von 3 Personen sind 130 m² förderbar, der Förderungskredit beträgt höchstens € 52.500.

b. Beim Erwerb von Bestandsobjekten in Orts- und Stadtkernen besteht die Wahlmöglichkeit zwischen einem Förderungskredit wie unter lit. a angeführt oder einem Direktzuschuss in Höhe von € 15.000 je WE.

3.2. Schaffung von Wohnraum durch Zu-, Um- und Einbau in Bestandsobjekten

Der Förderungskredit beträgt für den Eigenbedarf bzw. Wohnbedarf nahestehender Personen €  400/m² tatsächlicher Nutzfläche, höchstens € 400/m² förderbarer Nutzfläche.
Gefördert wird der Differenzbetrag von der bestehenden Wohnnutzfläche zur erneuerbaren Wohnnutzfläche in Abhängigkeit der Haushaltsgröße, z. B. in einem 3-Personen-Haushalt

Fläche Altbestand 70 m²
Fläche Zubau Neu 100 m²
Berechnung Förderhöhe:
130 m²–70 m² = 60 m² x € 400 = € 24.000

check für Zwecke der Vermietung €  400/m² tatsächlicher Nutzfläche, höchstens € 400/m² förderbarer Nutzfläche. Die durchschnittliche Wohnnutzfläche aller neuen bzw. sanierten Wohnungen darf 75 m² nicht übersteigen

3.2. Projektentwicklung
Sowohl beim Erwerb von Bestandsobjekten als auch bei der Schaffung von Wohnraum durch Um-, Zu- und Einbauten werden Projektentwicklungsleistungen (Analysieren der Grundlagen, Ortsbesichtigung, Bestandsaufnahme, Machbarkeitsstudie etc.) mit einem Einmalzuschuss bis höchstens € 1.200 gefördert.


Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at



Bestandsobjekte neu gedacht
Fotos: JOSEF KRCIL/AdobeStock, HANOHIKI/AdobeStock
Berechnung der Förderung

von Bau- und thermisch-energetischer Sanierungsmaßnahmen für den Einbau einer Wohnung in ein leerstehenden Geschäftshauses:

Objekt: Geschäftshaus
Wohnnutzfläche: 140 m²
Anzahl der Personen: 3
Förderbare Nutzfläche (für Baumaßnahmen): 130 m²
Sanierungsmaßnahmen: umfassende Sanierung (Wärmedämmung an den Außenmauern mit nachwachsenden Dämmstoffen (Hanf), Heizungstausch und Isolierung der Kellerdecke)

Sanierungskosten
€ 45.000
Baumaßnahmen: Umbauarbeiten (Grundrissänderung, Einbau Bad/WC etc.)
Baukosten:
€ 96.000

Förderung der Sanierungsmaßnahmen Förderung durch Einmalzuschüsse kostenlose Energieberatung (im Wert von € 200)

Bestands- und Planungsenergieausweis
€ 300
Sanierungscoach
€ 800
Umfassende Sanierung
€ 15.000
Bonus nachwachsender Dämmstoff VWS
€ 5.000
Umfassende Sanierung Einmalzuschuss
€ 21.100
Förderungskredit Umbau 130 m² x € 400
€ 52.000
>

 Angebote des Wohnens ans Leben anpassen

Angebote des Wohnens im Bestand
Foto: Christian Brandstätter
Wohnbauprojekt „Neues Wohnen an der Glan“ in Klagenfurt von Architektin Eva Rubin

Besser auf Erfahrung bauen
format_quote

Wohnen muss leistbar sein und gleichzeitig individuelle Lebens­formen ermöglichen.

Arch. DI Barbara Frediani-gasser, Vizepräsidentin der Kammer der ZiviltechnikerInnen für Steiermark und Kärnten
format_quote

Wohnen ist der mit Abstand größte Kostenfaktor des täglichen Lebens geworden. Eine zentrale, gesellschaftliche Herausforderung ist es daher, Wohnen – als eines der Grundrechte der Gesellschaft – leistbar zu machen. Wichtig ist dabei, die Angebote des Wohnens an das Leben anzupassen. Der Zuzug in Ballungsräume und der damit einhergehende steigende Bedarf an Wohnraum stellen eine immer größere Herausforderung dar. Nachverdichtung bei immer knapper werdendem Flächenangebot erfordert ausreichend Freiraumqualitäten und Grünraumkonzepte müssen entsprechende Antworten auf den Klimawandel oder die zunehmende Überhitzung liefern. Um aktuellen und zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden, muss Wohnen in vielen Bereichen neu gedacht werden. Die räumliche Vernetzung von Wohnen und Arbeiten, öffentliche Freiräume oder auch soziale Infrastruktur wie Einrichtungen für Erholung, Sport und Kultur, Flexibilität und temporäre Nutzungskonzepte müssen bei der Planung für zeitgemäßes Wohnen in den Mittelpunkt rücken. Die Akteur*innen unterschiedlicher Kompetenzfelder, wie der Freiraum- oder Landschaftsplanung, der Raumordnung, der Architektur oder des Klimaschutzes, müssen bei der Wohnraumplanung eng vernetzt kooperieren und gemeinsame Ziele verfolgen. Vor allen Dingen müssen aber die Menschen, die den Wohnraum letztendlich nutzen, dazu eingeladen werden, diesen mitzugestalten. Dies gelingt vor allem, wenn die Bewohner*innen frühzeitig eingebunden werden. keyboard_arrow_right

keyboard_arrow_right Mithilfe der Wohnbauförderung können Projekte im Bereich des sozialen und geförderten Wohnbaus realisiert werden, denen städtebauliche Wettbewerbe für neue Quartiere und Architekturwettbewerbe für zeitgemäßes Wohnen und Baukultur vorausgehen. So auch das Pilotprojekt „Neues Wohnen an der Glan“ von Architektin Eva Rubin: Ein gelungenes Beispiel für leistbare Wohnmodelle, das individuelle Lebensformen und ihren Wandel berücksichtigt. Die Möglichkeiten neuer Wohnkonzepte, wie Wohngemein- schaften, Co-Working-Spaces oder gemeinschaftlich genutzte Räume, werden viel zu selten ausgeschöpft. Bei der Wohnraumgestaltung sind natürlich auch Sanieren oder Bauen im Bestand wichtige Themen. Gebäude werden adaptiert, teils thermisch-energetisch, teils barrierefrei, oder Beschattungen sind notwendig. Die aktuelle Wohnbauförderung bietet auch bei Beratungsleistungen finanzielle Unterstützung. Die individuellen Bedürfnisse der Nutzer*innen lassen sich mit der sorgsamen und unabhängigen Expertise von Ziviltechniker*innen meist leichter umsetzen als gedacht. Um die besten Lösungen zu entwickeln, ist es für Planer*innen wichtig, frühzeitige Erwartungen, Wünsche oder Vorstellungen der Bauherr*innen zu kennen.

Planen und Bauen im Bestand

Weitere Informationen zu Leistungen von Ziviltechniker*innen: www.ztkammer.at

Angebote des Wohnens im Bestand
Foto: Jürgen Wirnsberger

>

Ortszentren mit neuem Leben erfüllen

Um das Wohnen in alten Siedlungs- und Ortskernen wieder lebenswert zu gestalten, bietet die Kärntner Wohnbauförderung attraktive Förderanreize und umfangreiche Beratungsmöglichkeiten.

Ortszentren mit neuem Leben erfüllen
Foto: ZOLTAN/AdobeStock

Die Revitalisierung von Be- standsobjekten stellt eine äußerst effektive Maßnahme zur Belebung alter Stadt- und Ortskerne dar. Die Kärntner Wohn- bauförderung bietet attraktive Förderanreize für Maßnahmen, die zu einer Schaffung von Wohnräumen durch Um- bzw. Nachnutzung von Bestandsobjekten führen, sowie Unterstützung bei einer Veränderung der Wohnsituation. Damit sollen Siedlungs- und Ortskerne sowie Stadtteile im Sinne der Nachhaltigkeit neu belebt werden. Um zeitgemäßes Wohnen im Zeichen von Wohnqualität und Energieeffizienz zu ermöglichen, werden ferner thermisch-energetische Sanierungsmaßnahmen gefördert. Grundlage ist das Gesetz über den Wohn- und Siedlungsfonds für das Land Kärnten.
Für Eigentümer bzw. Projektträger besteht zudem die Möglichkeit, einen Beratungsscheck zur Beiziehung von Fachexperten über die jeweilige Standortgemeinde zu beantragen.

1. Wer wird gefördert?
Gefördert werden natürliche Personen und juristische Personen, die

check (Mit-)Eigentümer des Gebäudes

check bestellte Verwalter

check Projektträger sind.

2. Förderbare Maßnahmen Quartiersentwicklung und Quartiersmanagement

Wesentliche Zielsetzung ist die Schaffung von leistbarem Wohnraum bei gleichzeitig hoher Wohn- und Lebensqualität für die Bewohner. Neben der Architektur, ökonomischen und ökologischen Faktoren ist dabei die soziale Nachhaltigkeit ein bedeutender Aspekt. Bei der Planung ist auf unterschiedliche Wohnformen mit vielfältigen Grundrissen, auf eine soziale Infrastruktur mit Begegnungszonen, Gemeinschaftsräume, Freiraumgestaltung, Urban Gardening etc. Bedacht zu nehmen.
Eine soziale Durchmischung, partizipative Mitbestimmungskonzepte und Ähnliches sollen gemeinschaftliches Wohnen ermöglichen. Damit sich nachhaltige soziale Strukturen in einem Wohnquartier entwickeln können, bedarf es einer professionellen Begleitung durch einen Quartiersmanager als soziales Bindeglied zwischen den Bewohnern.

Förderbar sind:
a. Personal- und Sachkosten in direktem Zusammenhang mit sozialraumorientierten Maßnahmen zur Förderung der sozialen Nachhaltigkeit, in bestehenden mindestens 50 Wohnungen umfassenden Wohnquartieren bzw. neu zu entwickelnden Stadtteil- bzw. Wohnquartieren gemeinnütziger Bauvereinigungen oder Gemeinden, wie z. B.
• Einrichtung einer Koordinations- bzw. Anlaufstelle/Informationsdrehscheibe („Kümmerer“), u. a. zur

check bedarfsgerechten Beratung der Bewohner zu unterschiedlichen Fragestellungen und Themen

check Ermittlung von Angeboten, Ressourcen, Themen, Bedarf im Wohnquartier zur Förderung des Miteinanders durch gemeinschaftliche nachbarschaftliche Aktivitäten, Veranstaltungen

b. Beratungsleistungen zur Durchführung bewusstseinsbildender Maßnahmen im Zusammenhang mit Reconstructing-Projekten gemeinnütziger Bauvereinigungen oder Gemeinden, insbesondere Durchführung von Informationsveranstaltungen

c. Reconstructing – Entwicklung bestehender Wohnquartiere

Dabei sind insbesondere die Erhaltung wertvoller Bausubstanz, die Prüfung möglicher Nachverdichtung bei gleichzeitiger Erhaltung und Verbesserung der Freiraumqualitäten und die Berücksichtigung von bedarfsoffener Nutzungsmischung (Wohnen, Arbeiten, Kleingewerbe, …) für eine positive Quartierentwicklung zu beachten.
In einem integrierten Prozess auf Basis des Leitfadens mit dem Titel „Quartier & Wir – Nachhaltige Weiterentwicklung von Bestandsquartieren“ oder einer alternativen Prozessbegleitung sollen künftig die bisher nebeneinander wirkenden Prozesse und Akteure in einem umfassend integrierenden Prozess zusammengeführt werden, um bestmögliche nachhaltige Weiterentwicklung von Bestandsquartieren im Rahmen von Reconstructing-Projekten für alle Prozessbeteiligten zu sichern.

Förderbar sind:
• Beratungsleistungen und Begleitmaßnahmen befugter externer Unternehmen oder Dienstleister – der so genannten „Potential-Lotsen“ (Architekt, Fachhochschule etc.) – im Rahmen von Reconstructing- Projekten bzw. Erneuerung von Bestandsobjekten/Quartieren auf Basis bzw. in Anlehnung an den Leitfaden „Quartier & Wir“.

d. Aktivierung von Leerstand in Bestandsobjekten zur Schaffung von Wohnräumen durch Nachnutzung von Bestandsobjekten

Zur Aktivierung von leerstehenden bzw. nur noch zum Teil be- wohnten und damit wirtschaftlich nicht zweckmäßig genutzten Bestandsobjekten zur Schaffung von Wohnraum durch Umnutzung, Errichtung von Ein- bzw. Zubauten und Umbau von Objekten in Siedlungsschwerpunkten besteht die Möglichkeit, in der jeweiligen Standortgemeinde einen Beratungstisch zur Durchführung einer Erstberatung der Eigentümer bzw. Projektträger mit Fachexperten aus dem Kreis der Architekten, Steuerberater, Rechtsanwälte und Wohnbauförderung zur Auslotung möglicher Verwendungspotenziale der Objekte und zur Information über steuerliche, rechtliche und förderungsrelevante Themenstellungen einzurichten. keyboard_arrow_right

keyboard_arrow_right Förderbar sind:
• Beratungsleistungen befugter externer Unternehmer (z. B. Architekten bzw. Ziviltechniker, Wirtschaftstreuhänder, Rechts- anwälte) zur gezielten Information der Eigentümer bzw. Projektträger im Rahmen eines von der jeweiligen Standortgemeinde einzurichtenden Beratungstisches, der die Teilnahme von mindestens drei Interessenten von zu sanierenden Objekten zu umfassen hat, wovon nur in begründeten Ausnahmefällen abgewichen werden kann.
• Beratung bei thermisch-energetischen Sanierungsmaßnahmen

Im mehrgeschoßigen Wohnbau (Wohnhaus mit mindestens drei Wohnungen) soll im Zuge von Kommunikationsprozessen Mie- tern bzw. Eigentümern auf Basis des Sanierungskonzeptes die Vorteilhaftigkeit thermisch-energetisch sanierter Gebäudesubstanz vermittelt werden, um Entscheidungsfindungsprozesse zur Erzielung der für die Durchführung von Sanierungsmaßnahmen erforderlichen Mehrheiten zu unterstützen bzw. zu verkürzen und einen Anreiz zur Durchführung von Sanierungsmaßnahmen zu schaffen.

Förderbar sind:
• Beratungsleistungen befugter externer Unternehmer (Architekten, Soziologen, etc.) – die nicht schon Auftragnehmer für die Erstellung des Sanierungskonzeptes bzw. der Planung der Sanierungsmaßnahme sind/waren – zur gezielten Information der Mieter bzw. Eigentümer im Rahmen von Mieter- bzw. Eigentümerversammlungen über die zu erwartenden Auswirkungen der Sanierungsmaßnahmen*

3. Wie und wie hoch wird gefördert? Quartiersentwicklung und Quartiersmanagement

  • Maßnahmen der sozialraumori- entierten Quartiersentwicklung durch Gewährung eines nicht rückzahlbaren Zuschusses im Ausmaß von max. 100 % der förderbaren Personal- und Sachkosten, max. € 70.000/Jahr, auf eine Projektdauer von max. 2 Jahren.
  • Beratungsleistungen externer Fachexperten im Zusammenhang mit Reconstructing-Projekten durch Gewährung eines nicht rückzahlbaren Zuschusses im Ausmaß von max. 100 % der förderbaren Kosten, max. für 20 Beratertage je Projekt bzw. Baustufe zu einem Tagessatz von max. € 1.200, exkl. USt., einschließlich Nebenkosten, wie z. B. Reisekosten, Diäten, Barauslagen.

Reconstructing – Entwicklung bestehender Quartiere
Die Förderung erfolgt für Beratungsleistungen und Begleitmaßnahmen externer Berater an den gemeinnützigen Wohnbauträger oder die Gemeinde in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses für max. 350 Stunden je Projekt zu einem Stundensatz von max. € 100 exkl. USt, exkl. Nebenkosten, wie Fahrtkosten, Diäten, Barauslagen für einen Beratungstisch, von jedem teilnehmenden Interessenten (Eigentümer/Projektträger) ist ein Selbstbehalt in Höhe von € 50 zu leisten.

Aktivierung von Leerstand in Bestandsobjekten zur Schaffung von Wohnräumen durch Nachnutzung von Bestandsobjekten
Die Förderung erfolgt durch Ge- währung eines nicht rückzahlbaren Zuschusses im Ausmaß von max. 90 % der förderbaren Kosten von max. € 3.000, exkl. Ust., einschließlich Nebenkosten, wie Fahrtkosten, Diäten, Barauslagen, für einen Beratungstisch, von jedem teilnehmenden Interessenten (Eigentümer/Projektträger) ist ein Kostenbeitrag in Höhe von € 50 zu leisten.

check Begleitende Beratung bei thermisch-energetischen Sanierungsmaßnahmen

Die Förderung erfolgt durch Gewährung eines nicht rückzahlbaren Zuschusses im Ausmaß von von max. € 3.000, exkl. Ust., der förderbaren Beratungskosten, einschließlich Nebenkosten für einen Beratungstisch. Von jedem Teilnehmer ist ein Kostenbeitrag von € 50 zu leisten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wohnbau.ktn.gv.at

Anzeige
Anzeige
Anzeige