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Marie Kreutzer

Mit dem ersten Langfilm zur Berlinale

Es ist ihr erster Kinofilm und der hat es gleich auf die Berlinale geschafft. Marie Kreutzer (33) ist spätestens ab Samstag keine Unbekannte mehr.

© APA
 

Kommunenkind ist sie keines. Dafür ist Marie Kreutzer mit ihren 33 Jahren wohl zu jung. Einen Kommunenfilm hat sie trotzdem gemacht. Für "Die Vaterlosen" hat sie nicht nur das Drehbuch geschrieben, sondern auch Regie geführt. Es ist das Kinodebüt der Steirerin, die heute in Wien lebt, der Schritt, wie sie sagt, zur "vollwertigen Regisseurin".

Und morgen ist sie "unsere Frau in Berlin." Denn dann feiert ihr Film gleich im gigantischen Friedrichstadtpalast die Welturaufführung im Panorama-Programm der Berlinale unter zahlreichem Erscheinen der Schauspieler. Apropos. Diese Riege ist eine heimisch prominente: Andreas Kiendl, Marion Mitterhammer, Andrea Wenzl, Philipp Hochmair oder Pia Hierzegger. "Noch bin ich nicht nervös, das wird noch werden", sagt sie am Telefon. Das könnte damit zusammenhängen, dass sie derzeit sehr viele Interviews gibt.

Abgrundtief menschlich

Eine Newcomerin ist die Filmakademie-Absolventin Kreutzer nicht. Schon ihre erste Regiearbeit, der Kurzfilm "Cappy Leit", gewann den Jugendfilm-Wettbewerb der Diagonale von 2001. Es folgten andere Preise und diverse Einladungen zu Filmfestivals.

Ihr Kommunenfilm erzählt, wie man es von Kreutzer kennt, vom Menschlichen, von Mechanismen, Verbindungen, von Hierarchien. Sie taucht ab in Abgründe, in anziehende und abstoßende. So auch bei "Die Vaterlosen." Gedreht in einem kleinen, abgelegenen Tal bei Thörl, widmet sie sich, seit eine Doku darüber ihr Interesse geweckt hat, den Kommunenkindern der nächsten Generation. Und hier dockt ihre Geschichte dann doch irgendwie an jene ihres neuen Films an. Kreutzer ist die Tochter der Grünen-Politikerin Ingrid Lechner-Sonnek, sie besuchte eine Alternativschule in Graz, sie lebt nach ökologischen Werten. "Es sind auch viele persönliche Erinnerungen eingeflossen", erzählt sie.

Seine Österreich-Premiere feiert der Film übrigens bei der Diagonale (22. bis 27. März) in Graz.

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