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"Eat Art - Art Eat"

Weiz: Die Kleinstadt mit Weltkünstlern

Künstler, die mit Essen spielen und dazu ein singender "Tatort"-Kommissar: Die Stadt Weiz hat im heurigen Herbst neben einheimischen Künstlern internationale Gäste am Programm.

© KK
 

Am Donnerstag, 19 Uhr, geht es am Weizer Südtirolerplatz weiter mit der "Kunst im öffentlichen Raum". Titel der heurigen Aktion ist "Eat Art - Art Eat". Der Weizer Kulturmanager Georg Köhler bringt damit einen Vertreter der "Eat Art" - Daniel Spoerri - mit regionalen Kunstschaffenden zusammen. Er verknüpft die Finissage zur bis 21. September laufenden Spoerri-Ausstellung im Kunsthaus mit der einmaligen Aktion im öffentlichen Raum.

Teilnehmende Künstler sind Susanna Bodlos Brunnader, Hubert Brandstätter, Karl Dobida, Franz Hausleitner, Georg Köhler, die Kunstgruppe AKU, Performancegruppe Richard Ludersdorfer & Elfriede Scharf, Johann Maden, Franz Pumm, Franz Sattler, Axel Staudinger, Schmuckdesign Rosenberger, die Gruppe Dobida/Woath und Walter Kratner. Sie alle haben sich mit dem Thema "Essen und Kunst" auseinandergesetzt. Walter Kratner etwa wird mit seinem "Dritte-Welt-Menü" Munition und Projektile servieren.

Auch Spoerri wird in Weiz sein. Er äußerte den Wunsch, dass gekocht werde. Für 50 angemeldete Gäste werden daher - wieder nach Spoerris Wunsch - Innereien verkocht: Suppe mit Stierhoden, Niernderl oder gebackenes Hirn. Die Gäste, die nicht angemeldet sind (ist ausgebucht), müssen (oder dürfen) mit einer "ganz normalen Gulaschsuppe", wie Kulturreferent Oswin Donnerer sagt, vorlieb nehmen.

Drei Schwerpunkte

Diese Aktion bildet den Auftakt zu einem dichten Kulturprogramm, das die Stadt Weiz im heurigen Herbst bietet. "Wir setzen neben zahlreichen anderen Veranstaltungen auf drei Schwerpunkte: klassische Musik, Kabarett und Literatur", erzählt Johann König, Leiter des Weizer Kulturbüros.

Dabei sind aber nicht nur Künstler aus dem Ausland zu Gast. "Es ist uns ganz gut gelungen, eine Kombination zwischen regionalen Kulturschaffenden sowie nationalen und internationalen Größen zusammenzustellen", freut sich König. Etwa treten die Weizer Pianisten Beatrice Stelzmüller mit dem Russischen Philharmonischen Kammerorchester "Klassika" auf oder Philipp Scheucher mit dem Wiener Concertverein. "Und so mancher Künstler hat Verbindungen nach Weiz, von dem nur wenige wissen", verweist König auf das Konzert von "Tatort"-Kommissar Axel Prahl, dessen Bruder Udo in Weiz lebt.

Aber auch die Literatur genießt einen hohen Stellenwert - zur großen Freude von Oswin Donnerer. "Es gibt zwar zahlreiche interessante Veranstaltungen, aber auf die Lesung von Bernd Jeschek freue ich mich besonders", sagt Donnerer. Denn Jeschek wird am 13. Dezember aus den Werken der in Weiz geborenen Schriftstellerin Marianne Fritz lesen.

"Zum Glück geht es der Stadt Weiz alles andere als schlecht", sagt Donnerer, weswegen ein derart hochwertiges Programmangeboten werden kann. "Zusätzlich arbeiten wir mit vielen Partnern zusammen", streicht König hervor. Beide sind stolz auf die Kultur in Weiz: "Was Kultur betrifft, sind wir in Weiz seit Langem keine Provinz mehr, sondern eine kleinurbane Metropole", meint Donnerer.

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