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Projekt ''Styria Ethics''„Kurz nachdenken, bevor man sich empört“

Falsche Nachrichten – und die Empörungsmaschinerie brummt: Ein ORF-Journalist und ein Medienethiker diskutierten am Donnerstagabend in Graz über Fake News.

Georg Schildhammer mit Simon Hadler und Moderatorin Doris Helmberger-Fleckl ("Furche"). © (c) JOHANNES REPELNIG
 

Es sagt einiges aus, dass der Ausdruck „Fake News“ einer der Anglizismen ist, die nicht mehr ins Deutsche übersetzt werden müssen, weil sie offenbar Allgemeingut geworden sind. Dafür hat nicht zuletzt Donald Trump gesorgt, der seit seinem Aufstieg auf die politische Bühne der Falschnachricht eine neue Prominenz zukommen ließ. Auf den US-Präsidenten reduzieren lässt sich das Phänomen freilich nicht. Über die moralphilosophische Bedeutung der Lüge und ihre Ausprägungen in Form von Fake News diskutierten gestern Abend im Rahmen von „Styria Ethics“ (einer Kooperation zwischen Styria und der FH Joanneum) der ORF-Kulturjournalist Simon Hadler und Medienethiker und Philosoph Georg Schildhammer.

Vor Dutzenden Studierenden versuchte Hadler, die Dynamik des Phänomens zu erklären: „Fake News hängen sich an gesellschaftliche Erklärmuster und verstärken diese.“ Vorhandene Vorurteile werden dabei bewusst auf die Spitze getrieben, über die Grenzen der Wahrheit hinweg. Dadurch entstehe ein Krieg der extremen Ansichten und die Empörungsmaschinerie brummt, was insbesondere dem Boulevard und Populisten nutze.

Was also dagegen tun? Der ORF-Online-Journalist rät zur Gelassenheit („Kurz verschnaufen und nachdenken, bevor man sich empört“) und fordert von der Politik einen medienkundlichen Unterricht, der schon in der ersten Klassen Volksschule einsetzen soll, sowie eine „Medienförderung, die ihren Namen verdient“.

Philosoph Schildhammer empfiehlt wiederum eine grundsätzliche Skepsis als Möglichkeit, sich gegen mediale Unwahrheiten zu wappnen: „Wir sollten uns auf keine Autoritäten verlassen, ohne sie zu hinterfragen.“ In der Verantwortung sieht Schildhammer damit nicht nur jene, die Informationen in die Welt setzen, sondern auch die Nutzer: „Hinterfragen Sie die Informationen!“ ORF-Redakteur Hadler mahnt in diesem Zusammenhang aber zur Vorsicht: Die Verantwortung dürfe nicht auf die Leser abgeschoben werden. Allerdings seien im Umgang mit der Dynamik wirkmächtiger Falschnachrichten „alle gesellschaftlichen Player gefragt“.

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Danke für Ihr Verständnis.

SoundofThunder
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😉

Von Fake News habe ich schon was gehört.Da gibt es stichhaltige Gerüchte darüber.

SDWH
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Manipulation

wenn ich die Zeitung lese oder die Nachrichten sehe fällt mir auf, dass bei den Gewaltverbrechen kaum noch echte Österreicher verwickelt sind. Meist sind die Täter Asylanten oder Österreicher mit Migrationshintergrund. Weiters habe ich die Erfahrung gemacht, dass eben diese genannten Personen viel gewaltbereiter sind und auch die Hemmschwelle weit niedriger ist als bei Österreichern. Ich weis nicht was der Beitrag da soll, aber jeder der die Augen offen hält weis das das ein Blödsinn ist. Ich oder die Mehrheit der Österreicher haben nichts gegen echte verfolgte Menschen die bei uns Frieden suchen, jedoch solche die Gewalt mitbringen und nur auf unser Sozialsystem aus sind, haben leider bei uns nichts verloren. Man kann nicht nur aus einen Topf Geld raus nehmen und verschenken - irgend wer muss diesen auch füllen. So funktioniert das System nicht. In den Gefängnissen sitzen über 80% Verbrecher die nicht österreichische Staatsbürger sind. Und das sind keine FAKENEWS - das sind Tatsachen!!

Kürassier
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@SDWH

Solche Leute wie Sie sind der Grund, warum Falschmeldungen auf fruchtbaren Boden fallen. Faktum ist: Der Ausländeranteil unter den Insassen österreichischer Strafanstalten liegt bei 54 Prozent. Hoch genug. Aber Ihre 80 Prozent sich eben genau das, worum es hier geht: Fake News.

SDWH
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??

Ich weis nicht woher sie die Daten haben, ich habe diese von der Statistik Austria - berücksichtig auch der Migrationshintergrund.

Kürassier
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@SDWH

Das nächste frei erfundene Lügenmärchen von Ihnen. Die Statistik Austria führt keine solchen Daten. Meine Zahlen stammen vom Justizministerium (parlamentarische Anfragebeantwortung).

heinz31
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@Kürassier

und wenn Sie die Einsitzenden, die Österreicher mit Migrationshintergrund sind, wird 80 % auch richtig sein!
Wir verschenken viel zu schnell die Staatsbürgerschaft!
Man braucht nur lange genug die geforderten Jahre aussitzen.

GordonKelz
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MANIPULATION...

...der Leser ,von der Presse ,sollte auch ein Thema sein !
Gordon Kelz

smithers
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genau das ist der punkt

man erinnert sich noch an 2015, als eine zeitung laufend bilder von flüchtlingskindern und familien brachte, die realität aber leider deutlich anders aussah.