steirischer herbst „Chaim Hermann Steinschneider“: Viel Hokuspokus, kaum Aussage

Yael Bartanas Performance über Hellseher Hanussen verspricht mehr, als es halten kann.

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Susanne Sachsse als Hanussen
Susanne Sachsse als Hanussen © CLARA WILDBERGER
 

Seine Lebensgeschichte ist unfassbar und wurde mehrmals verfilmt: Der jüdische Wiener  Hermann Steinschneider schlug sich erst als Reporter und Zirkusakrobat durch, ehe er, unter dem Namen Erik Jan Hanussen, in der Zwischenkriegszeit als angeblicher Hellseher große Karriere machte. 1933 wurde er von der SA ermordet – ob wegen seiner Herkunft oder weil ihm SA-Granden hohe Geldsummen schuldeten, ist bis heute ungeklärt.

Kommentare (1)
zweigerl
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Wähleridentifizierung?

Wurde gedreht, um die Besucher des steirischen herbsts, der von einer postsowjetischen Ausstellungsmacherin kuratiert wird, als Grazer KPÖ-Wähler zu identifizieren? Tatsächlich sind diese überdrehten Polit-Spektakels im Namen einer längst veralteten Avantgarde ein völlig überflüssiger internationaler Kunsttransfer ins nun ohnehin bereits von Kommunisten regierte Graz.