64. AusgabeJon Batiste führt Grammy-Liste mit elf Nominierungen an

US-Musiker Jon Batiste geht mit elf Nominierungen als Favorit in die Grammy-Verleihung im Jänner. Der aus Vorarlberg stammende Dirigent Manfred Honeck mischt erneut im Klassik-Bereich mit.

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© APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA
 

Der heuer mit dem Oscar für seine Musik zum Zeichentrickfilm "Soul" ausgezeichnete Jon Batiste (35) kann unter anderem für sein Album "We are" und das Video zu seinem Song "Freedom" auf einen der begehrtesten Musikpreise der Welt hoffen. Batistes Musik lässt sich keinem bestimmten Genre zuschreiben und enthält Einflüsse von R&B, Jazz und auch Klassik.

Hinter ihm folgten Sänger Justin Bieber ("Peaches"), Rapperin Doja Cat ("Kiss Me More") und Singer-Songwriterin H.E.R. ("Fight For You") mit jeweils acht Nominierungen. Die Popsängerinnen Billie Eilish und Olivia Rodrigo können sich in sieben der insgesamt 86 Grammy-Kategorien Hoffnungen machen. Für die "Aufnahme des Jahres" wurde zudem die schwedische Band Abba mit ihrem Comeback "I Still Have Faith In You" nominiert.

Die 64. Verleihung der Grammys wird am 31. Jänner kommenden Jahres in Los Angeles sein. Über die Preisträger entscheiden über 20 000 Mitglieder der Recording Academy. Zuletzt hatte der Preis mit Vorwürfen zu mangelnder Diversität und Transparenz zu kämpfen gehabt. Der kanadische Sänger The Weeknd hatte sogar angekündigt, die Grammys künftig zu boykottieren.

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Manfred Honeck, seit 2008 Chef des Pittsburgh Symphony Orchestra, ist zum sechsten Mal bei den Grammys nomniert und gewann einmal © APA

Die Auszeichnungen, seit 1959 von der Recording Academy in den USA vergeben, gelten hauptsächlich der U-Musik. Aber unter den 86 Kategorien finden sich auch welche für E-Musik. Und dort wiederum findet sich ein in den USA tätiger Österreicher quasi als Abonnent: Dirigent Manfred Honeck (63), der 2018 bereits zwei Trophäen ergattern konnte - für seine CD mit Dmitri Schostakowitschs Symphonie Nr. 5 und Samuel Barbers Adagio for Strings ((Fresh!/Fenn Music), die als „Best Orchestral Performance“ und „Best Engineered Album, Classical“ ausgezeichnet wurde. Diesmal darf sich Honeck über seine sechste Nominierung freuen. Der in Wien aufgewachsene gebürtige Vorarlberger ist in der Kategorie "Best Orchestral Performance" nominiert, für seine Aufnahme von Ludwig van Beethovens 9. Symphonie (ebenfalls Fresh!/Fenn Music) mit dem Mendelssohn Choir Of Pittsburgh und dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dessen Musikdirektor er seit 2008 ist.

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