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Flaming LipsCoronakonzerte in Plastikblase

Die Rock-Exzentriker Flaming Lips haben in ihrer Heimatstadt Oklahoma City das erste coronakonforme Plastikblasen-Konzert gegeben. Das bislang letzte bizarre Statement der verrücktesten Band der Welt.

Bild von der Probe im Oktober © Screenshot Youtube
 

Die Idee zum dem Konzert ist nicht aus dem Nichts gekommen. Sänger und Flaming-Lips-Mastermind Wayne Coyne hat schon vor Jahren begonnen, während seiner Konzerte in einem riesigen, transparenten Plastikball durchs Publikum zu hüpfen. Angestachelt von Corona hat man daraus jetzt ein Live-Konzert konzipiert, bei dem alle Anwesenden in solche Blasen verpackt wurden: Die Besucher maximal zu dritt, die Musiker jeder auch in einer. Einen Testlauf hatte es bereits im Herbst gegeben (siehe Video).

Das Event war penibel vorbereitet: Die Plastikbälle waren mit Lautsprechern versehen, die Eingeschlossenen wurden mit kleinen Ventilatoren und Handtüchern ausgestattet, um der Hitze und beschlagenem Plastik Herr zu werden. Das Konzert dürfte dann typisch Flaming Lips gewesen sein:  Von Fans mitgeschnittene Handyvideos zeigen einen psychdelischen Farbrausch, der für die Band seit Jahrzehnten charakteristisch ist. Wayne Coyne hielt lustige Partyballons ("Fuck you Corona") hoch, ein pinker Aufblas-Roboter war auch mit dabei.

Das ganze Projekt ist bei weitem nicht das Irrste, was die amerikanische Kultband in den letzten Jahrzehnten gemacht hat, der charismatische Wayne Coyne ist nicht nur in Musikerkreisen für sein erratisches und exzentrisches Verhalten geradezu gefürchtet, und mit seiner Band hat er eine ganze Reihe von bizarren Projekten verwirklicht.

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Ein Bild von 2017: Die Flaming Lips brachten die Plastikblasen schon vor Corona zum Einsatz Foto © mago/ZUMA Press (Daniel DeSlover)
Die Band hat schon in den Neunzigern Alben herausgebracht, für die man insgesamt vier CD-Player synchron in Betrieb nehmen muss, sie presste für Special Editions das Blut beteiligter Musiker in Vinyl ein, und 2011 gab man ein auf 13 Stück limitiertes Album heraus, das - angeblich - in einem echten menschlichen Schädel eingebaut ist. Kostenpunkt: 5000 Dollar. Dazu gab es auch Releases mit essbarem Material wie einem Album, das sich in einem täuschend echt aussehenden Schoko-Herz verbarg.

 

 

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