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AusblickVon Elton John bis Pink: Das verspricht der Popmonat Juli

Elton John und Sting schauen nächste Woche in Graz vorbei. Die MetaStadt-Konzerte in Wien werden mit The 1975, Greta van Fleet und Scooter eingeläutet und Bon Jovi und Pink zieht es in die Fußballstadien.

Elton John gastiert nächste Woche in Graz
Elton John gastiert nächste Woche in Graz © (c) AP (Kevin Coffee)
 

Ein Altstar auf Abschiedstournee, eine neue Konzertlocation mit vielversprechenden Rock-Jungspunden sowie jede Menge Action unter freiem Himmel: Im Juli zieht es Musiker wie Fans auch heuer wieder in die diversen Open-Air-Locations. Das hat nicht nur mit einem vielfältigen Festivalangebot landauf, landab zu tun, sondern auch mit einigen großen Namen.

Gleich am 3. Juli kommt Sir Elton John noch einmal in die Alpenrepublik: Nach seinen beiden Gastspielen in der Wiener Stadthalle Anfang Mai hat der britische Popstar nun das Grazer Messegelände auserkoren, um sein letztes Konzert auf österreichischem Boden zu geben. So vital und mitreißend er sich vor wenigen Wochen gezeigt hat, hofft man natürlich, dass er seine Abschiedstournee vielleicht doch nicht ganz wörtlich nimmt. Die steirische Landeshauptstadt ist auch sonst gut frequentiert in den kommenden Wochen, wird doch Gordon Sumner aka Sting am Freigelände der Messe zum Bass greifen (4. Juli) oder das "Rock in Graz"-Festival mit Bands wie Limp Bizkit oder Guano Apes aufwarten (16. Juli).

Auch die Fußballstadien werden im Sommer gerne zu Musiktempeln umfunktioniert. Die US-Band Bon Jovi macht sich daher sowohl das Ernst-Happel-Stadion in Wien (17. Juli) als auch das Wörthersee-Stadion in Klagenfurt (19. Juli) zu eigen, um Hits wie "It's My Life", "Livin' On A Prayer" oder "Have A Nice Day" zum Besten zu geben. Am 24. Juli ist auch Rockröhre Pink im Happel-Stadion zu erleben: Die für ihre energetischen Liveshows bekannte US-Amerikanerin hat auf ihrem aktuellen Album "Hurts 2B Human" zuletzt allerdings eher ruhigere Töne angeschlagen.

Sicher nicht leise wird am Salzburgring das Electric Love Festival über die Bühne gehen: Von 4. bis 6. Juli versammelt sich wieder die EDM-Gemeinde, um Szenestars wie Afrojack, Diplo, Marshmello oder Sven Väth zu huldigen. An den drei Tagen (und dem bereits für Mittwoch angesetzten Aufwärm-Programm) werden sich wohl wieder tausende Tanzfreudige zum gemeinsamen Feiern einstellen. Eine Spur kleiner, dafür aber stilistisch auch diverser legt es das Popfest Wien (25.-28. Juli) an: Am und um den Karlsplatz haben die Kuratorinnen Mira Lu Kovacs und Yasmin Hafedh alias Yasmo Acts wie Ebow, Wurst, Avec, Inner Tongue oder My Ugly Clementine für die zehnte Ausgabe programmiert.

Noch ein Jahr dauert es bis zum nächsten Jubiläum beim Jazz Fest Wien. Die Veranstalter haben sich aber auch für Nummer 29 nicht lumpen lassen und locken allen voran in der Staatsoper mit Publikumslieblingen. Den Auftakt dort macht Brasiliens Ex-Kulturminister Gilberto Gil (5. Juli), auf ihn folgen Kapazunder wie Pianist und Rapper Chilly Gonzales (6. Juli), Stimmakkrobat Bobby McFerrin (8. Juli) oder der stets sympathische Jazzpopper Jamie Cullum (9. Juli). In kleinerem Rahmen ist Jose James zu erleben (8. Juli im Porgy & Bess), dafür ist der US-Amerikaner aktuell mit einem Tribute-Programm für Bill Withers unterwegs und macht damit (wie sonst auch meist) eine äußerst gute Figur. Ernsthafte Konkurrenz gibt es allerdings in der Arena: Dort spielt zeitgleich der gefeierte Saxofonist Kamasi Washington auf. Erst im Vorjahr hat er sein üppiges Dreifachalbum "Heaven and Earth" vorgelegt.

Und wem diese Tage noch nicht stressig genug sind, für den gibt es auch die MetaStadt-Open-Airs: Das ehemalige Fabriksgelände in Wien-Stadlau wird nämlich künftig auch konzerttechnisch im großen Stile genutzt. Zur Einweihung haben sich die Briten The 1975 mit ihrem kühlen Indie-Pop angesagt, unterstützt werden sie von den irischen Kollegen Two Door Cinema Club (8. Juli). Eine der derzeit heißesten Musikaktien schaut tags darauf vorbei: Greta van Fleet werden einerseits als die Retter des Rocks gefeiert, andererseits als bloße Led-Zeppelin-Imitatoren verunglimpft. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte, wobei man den drei Kizska-Brüdern und Danny Wagner zugutehalten muss, dass sie wirklich feine Rocksongs schreiben. Neu geht aber definitiv anders.

Das gilt auch für Scooter - und bei wenigen anderen Bands ist es dem Publikum aber wohl so egal, wenn einfach nur die Hits gespielt werden und auch allfällige neue Stücke nicht weiter aus dem prägnanten, stampfenden Electro-Sound herausstechen. H.P. Baxxter und Co beschließen das MetaStadt-Angebot am 11. Juli. Kontrastprogramm dazu gesucht? Dann sollte man am 13. Juli seinen Blick vielleicht nach Linz richten, wo Bilderbuch zu einem Heimspiel ansetzen. Die oberösterreichische Erfolgsband wird an der Donaulände nicht nur ein "Frisbeee" fliegen lassen.

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