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Neuerscheinung"Fettes Brot" veröffentlichen neue CD mit "fetten" Inhalten

Hamburger Trio orientierte sich für neues Album am "inhaltlichen Faden" Liebe und landete "über Umwege auch bei ganz anderen Themen". Im Oktober tritt die Band im Wiener Gasometer auf.

Die Hamburger Band "Fettes Brot"
Die Hamburger Band "Fettes Brot" © KK
 

Das Album "Lovestory" haben Fettes Brot im 27. Jahr des Bestehens vorgelegt, und der Titel legt auch die Thematik der Songs fest. Mit Erst-Single "Du driftest nach rechts" wird tanzbarer Pop politischen Inhalts "zu einem brandaktuellen Thema" geboten, wie König Boris im Gespräch mit der APA erläutert. Aufgenommen wurden die insgesamt elf Songs des rappenden Hamburger Trios in einer Schule.

Das Thema Liebe stand dabei nicht von Anfang an fest, verrät Björn Beton, "aber nachdem die ersten Demos fertig waren, waren es zufälligerweise Liebeslieder, die am besten ankamen". Also wählte man den "inhaltlichen Faden" Liebe, empfand diese Reduktion als inspirierend und landete "über Umwege auch bei ganz anderen Themen. Unter anderem auch bei politischen Auseinandersetzungen innerhalb einer Zweierbeziehung, die vielleicht sogar zur Trennung führen können", und damit etwa bei obig genannter Single des am Freitag erscheinenden Albums. Mit ihr habe man einen ganz guten Weg gefunden, das Thema zu besprechen, ohne "den Zeigefinger dem anderen zu weit ins Auge zu stecken. Ich glaube, viele Leute kennen es, dass sie mittlerweile jemanden am Tisch sitzen haben, der auch nach rechts driftet und anfängt, Schwachsinn zu erzählen", ist sich König Boris sicher.

Verschiedene Arten der Liebe

Weitere Formen der Liebe gibt es unter anderem in "Opa + Opa", wo Homosexualität der gewählte Aspekt ist, oder auch die Liebe zu einem Depressiven, die im rasanten Eurodance-Track "Klapse" anvisiert wurde, wie auch die Selbstliebe beim Starter "Ich liebe mich" nicht fehlen darf. Auch wenn das "Vehikel" Liebeslied der Aufhänger jedes Songs war, es öffneten sich oft Hintertüren hin zu anderen Themen. Gefunden wurden diese dabei in einer alten Dorfschule, wo ein Klassenraum kurzerhand als Studio dienen durfte. Musikalisch sei das Leitmotiv vor allem die Spielfreude gewesen, so Björn Beton. "Das hat auch was mit Liebe zu tun."

Zwei neue Lieben hat das Trio in Form der Medien Radio und Buch für sich entdeckt, erstere vor fünf Jahren. "Wir haben für den NDR eine Imagekampagne gemacht, wo wir den Leuten 'Nordisch by Nature' entgegenträllerten", schildert Beton die Genese des Wunsches der Band nach einer eigenen Radiosendung. Heraus kam die Show "Was wollen wissen?". "Unsere Ausgangsposition war, so wenig wie möglich vorzubereiten, sondern möglichst einfach nur mit guter Laune ins Studio zu kommen, Lieblingsmusik mitbringen und eine Stunde Spaß haben."

Ich glaube, viele Leute kennen es, dass sie mittlerweile jemanden am Tisch sitzen haben, der auch nach rechts driftet und anfängt, Schwachsinn zu erzählen.

König Boris

Irrsinn und Abstrusitäten

Der Spaß gestaltet sich bei der Show dermaßen, dass Hörer per Telefon komische Fragen stellen dürfen und auf diese noch komischere Antworten erhalten. Mit "Irrsinn und Abstrusitäten" fasst es König Boris zusammen, denn "es ist ja so, dass wir in einer Zeit leben, wo alle eine Meinung zu allem haben und die jeder auch hinaus in die Welt plärrt" - und das wolle man ein wenig ad absurdum führen.

Nachlesen können dies Interessierte im vor kurzem erschienenen sogenannten Lachhilfe-Buch, ebenfalls mit "Was wollen wissen?" betitelt. Für König Boris fußt diese neue Tätigkeit, die nun seit bereits fünf Staffeln halbjährlich durchgeführt wird, auf dem "gewachsenen Selbstbewusstsein, auch noch andere Dinge machen zu können, die in unserem Talentbereich liegen". Mit dem Buch ging man auch auf Lesereise, wobei hier aber weniger das Lesen, sondern "der Austausch mit dem Publikum im Mittelpunkt" stand, so König Boris. Fettes Brot samt Begleitband gibt es dann in knapp einem halben Jahr, am 25. Oktober, im Wiener Gasometer.

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