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Charles Aznavour Chansonnier Charles Aznavour ist tot

Einer der letzten großen Chansonniers starb im Alter von 94 Jahren. Mit seinen Lieder und seinen Filmen begeisterte Charles Aznavour ein Millionenpublikum.

Weltstar

Mit Hits wie "Du lässt dich geh'n" und "La Boheme" wurde er zu einem Weltstar des französischen Chansons. Im Alter von 94 Jahren ist der Sänger, Liedtexter und
Schauspieler Charles Aznavour nun gestorben.

Lange Karriere

Geboren wurde Aznavour am 22. Mai 1924 in Paris im Quartier Latin. Schon als Neunjähriger sang er im Restaurant seiner armenischen Eltern, die vor den Gräueltaten in ihrer Heimat geflohen waren.

Vielseitiger Künstler

In seiner mehr als 70-jährigen Karriere hat Aznavour über 1.300 Chansons komponiert, mehr als 180 Millionen Platten weltweit verkauft und in mehr als 60 Filmen mitgewirkt.

Die Anfänge

Hier gehen Charles Aznavour (rechts) und Eddie Constantine vor Edith Piaf in die Knie.  Die berühmte Chansonniere war entscheidend für seine Karriere. 1946 wurde sie auf ihn aufmerksam und nahm ihn mit auf Tournee durch Frankreich und in die USA.

APA

Weltstar

Aznavour, hier mit Komiker Jerry Lewis im Bild, füllte die Konzertsäle bald nicht nur in Frankreich - sondern auch bei uns, in  England, Russland und Amerika.

Europas einziger Soulsänger

Als "französischer Frank Sinatra" wurde er gefeiert, manche sahen in ihm sogar den "einzigen europäischen Soulsänger". Das war nicht immer so. Lange stand er bei den Kritikern schlecht im Kurs. Er habe keine Stimme, sei klein und hässlich, urteilten sie. Als "Zwerg mit Krächzstimme" wurde der 1,61 Meter große Künstler bezeichnet. Er stimmte alle um.

Randgruppen

Liebe, Transvestiten und Randgruppen: Die Texte waren für
Aznavour immer wichtiger als der Gesang. In seinen Liedern sang er auch von Kriegskindern und von Armenien, für das er sich immer wieder einsetzte. In Armenien wurde er fast schon wie ein Heiliger verehrt.

Unermüdlich

Nicht einmal sein hohes Alter hielt ihn auf. Er war noch dieses Jahr auf Tour. Und noch im September nahm er in Versailles an einem Dinner mit Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron und dem japanischen Kronprinzen Naruhito teil.

Durchbruch

Seinen Durchbruch zum Schauspieler schaffte Aznavour im Jahr 1960 mit "Schießen Sie auf den Pianisten" von Francois Truffaut. Mit der Oscar-prämierten Verfilmung "Die Blechtrommel" von Volker Schlöndorff machte er sich auch im deutschsprachigen Raum als Schauspieler einen Namen.

Ausgezeichnet

Der Sänger erhielt 1997 mit dem Ehren-Cesar einen der wichtigsten Filmpreise Frankreichs und wurde im Jahr 2017 mit einem Stern am "Walk of Fame" gewürdigt.

Unermüdlich

Wo immer er konnte, setzte sich Aznavour für die Sache Armeniens ein. Hier ist er 2009 mit dem armenischen Präsidenten Serzh Sarkisian zu sehen.

Menschenfreund

Charles Aznavour 2010 bei einer Pressekonferenz zugunsten eines Hilfsprojekts in Haiti. Menschen in Not zu helfen war ihm ein lebenslängliches Anliegen.

Botschafter

Das Engagement für sein Herkunftsland Armenien und sein Kampf um die internationale Anerkennung des Völkermords brachten ihm politische Ehren und Ämter ein. Von der
Weltkulturorganisation UNESCO wurde er zum Sonderbotschafter für Armenien ernannt, Im Jahr 2009 wurde er armenischer Botschafter in der Schweiz, wo er auch lebte.

Rücktritt

Aznavour mit Eddie Constantine. 2006 war er in seiner letzten Rolle zu sehen: The Colonel. 2008 gab er seinen Rücktritt von der Schauspielerei bekannt.

Bis ins hohe Alter

Aznavour stand bis ins hohe Alter auf der Bühne. In Österreich war er zuletzt am 9. Dezember 2017 in der Wiener Stadthalle zu hören. In einem Interview hatte er sich einmal gewünscht, zu seinem 100-jährigen Geburtstag als ältester Sänger auf der Bühne zu stehen.

Lebenslang jugendlich

Arbeit war sein Leben und hielt ihn jung. "Wer sich
langweilt, altert schneller", so seine Überzeugung.

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