Es flossen Tränen bei den Verlierern und Unmengen an Alkohol bei den Gewinnern (und allen anderen auch). Liebesgeschichten, Eskalationen und erbitterter Kampf um den Sieg – Forsthaus Rampensau ist zu Ende und die Gewinner stehen fest.

Aber zurück zum Anfang: Dramatische Szenen gab es beim Finalspiel als die beiden letzten Paare – Tinderking Luis und sein Kumpel Lev sowie Sängerin Adriana und Bauer Philipp – den Hang hinunterrutschen und mit dem Gesäß Ballons zum Platzen bringen mussten. Denn der verknackste Fuß der Schlagersängerin verhalf Lev und Luis zum Sieg und dem Titel der "Rampensäue 2022".

Wie kam es eigentlich dazu, dass ihr bei "Forsthaus Rampensau" mitgemacht habt?

LEV: Luis wurde gefragt und hat mir kurzerhand geschrieben, ob ich mir das vorstellen könnte. Das letzte Mal hatten wir Monate davor Kontakt und dann kommt einfach so eine wilde Anfrage und ich hab mir da gedacht: "Auf jeden Fall!"

LUIS: Ich hab ihn echt aus dem Nichts gefragt und er hat "Ja" gesagt.

Wie es zu der Teilnahme kam
Wie es zu der Teilnahme kam
© kk

Und wie war es im dann dort?

LEV: Es war eine total wilde und skurrile Erfahrung, eine ganz andere Welt einfach. Es ist schon leiwand, was wir da aufgeführt haben.

LUIS: Wir waren halt verwundert, dass es die anderen sehr ernst und persönlich genommen haben. Die haben so schnell geweint. Aber im Endeffekt ist das ja alles nur ein Spiel, da verliert man auch. Das gehört dazu.

Aber ihr habt gewonnen. Was wollt ihr mit dem Preisgeld machen?

LEV: Ich habe meinen Eltern ein kleines Geschenk gemacht und den Rest angelegt, so dass man etwas Gescheides daraus machen kann. Also nein, nicht alles verprasst und gesagt "Ja, das war einen lustige Nacht".

LUIS: Ich hab mir ein Moped gegönnt, damit ich ein bisschen cruisen kann und den Rest spare ich auch.

Sehr kluge Entscheidungen. Das passt irgendwie gar nicht zu dem Bild, das man von euch bekommen hat.

LUIS: Wir haben aber wirklich ein ganz normales Leben. Ich schaue ja auch, dass ich ein geregeltes Leben mit ganz normaler Arbeit habe und mache sie auch gern. Luis vor der Kamera und Luis mit seinem Job sind zwei vollkommen verschiedene Paar Schuhe.

LEV: Ich organisiere zum Beispiel klassische Musikkonzerte und arbeite mit zeitgenössischen Komponisten und Musikern zusammen und zusätzlich arbeite ich als Sachberater in einer Gesellschaft.

Wie war es dann eigentlich für euch, als ihr nach diesen zwölf Tagen Forsthaus wieder einen geregelten Alltag hattet?

LEV: Wir mussten danach auf wirklich erstmal wieder runterkommen. Es war eine wirklich arge Erfahrung. Eine Woche war ich komplett neben der Spur. Habe Sachen gehört und gedacht, überall sind Kameras.

LUIS: Da hat er mich auch einmal komplett verzweifelt angerufen. Da merkst du dann schon, dass so eine Kamera einen auch mitnimmt. Und mir ging es auch nicht so gut, aber eher körperlich aufgrund des Alkoholkonsums. Da habe ich schon einmal eine Auszeit gebraucht und viel geschlafen. Manchmal bin ich dann auch in Gesprächen mit Freunden voll weggedriftet und hab ins Narrenkasterl geschaut. 

LEV: Mittlerweile geht es aber uns beiden wieder gut.

LUIS: Ja, total. Wir haben dann aber auch zum Schluss gesagt, dass wir uns jetzt mal eine Zeit nicht melden, weil wir ja die ganze Zeit über beieinander waren.

Habt ihr es euch dann überhaupt im Fernsehen angeschaut?

LEV: Nicht aus falschem Stolz heraus, sondern weil ich gewusst habe, was wir alles gemacht haben und wissen wollte, wie das zusammengeschnitten wurde. Wir kommen so rüber, wie wir dort halt auch waren. Voll betrunken und lustig. Mehr war es halt auch nicht. 

LUIS: Es war interessant zu sehen, wer über wen was redet. Das hat einen natürlich voll gereizt. Und es war schon echt lustig, das nochmal anzuschauen. Für uns war das Ganze halt einfach ein Spaß.

Und jetzt kommt auch noch ein Spaß-Song.

Das war eigentlich eine Schnapsidee am Finaltag, weil wir schon vollkommen verblödet waren und immer eine Melodie gemeinsam im  Kopf gehabt haben. Wir waren ja nur noch ein Hirn – zwei Idioten, ein Hirn sozusagen. Und so haben wir die ganze Zeit ein Lied geträllert, das aus dem Nichts entstanden ist. "I love Trash-TV" heißt es.