Mit Serien wie "Freaks & Greeks" prägte US-Regisseur Paul Feig die TV-Landschaft der 90er-Jahre mit, wechselte mit Komödien wie "Brautalarm" (2011) und "Spy" (2015) ins Kino. Nun wagte er sich auf neues Terrain: die Adaption des Fantasy-Romans "The School for Good and Evil".

Leider erweist sich das glattgebügelte Genre-Experiment als Schuss in den Ofen. Vordergründig geht es um zwei beste Freundinnen, die in einer Schule für Gute und Böse ihren Platz in der Märchenwelt finden sollen - und dort nicht die erwarteten Rollen zugeteilt bekommen. "The School for Good and Evil" erweist sich jedoch als kläglicher Versuch, das Erfolgsrezept von Fantasyreihen á la "Harry Potter" und "Die Tribute von Panem" zu kopieren.

Das Vorhaben, eine einladende Märchenwelt zu erschaffen, misslingt. Da hilft selbst das prächtige Kostümdesign nur bedingt. Auch die talentierte Besetzung rund um Charlize Theron, Lawrence Fishburne oder Michelle Yeoh rettet die zweieinhalb Stunden kaum aus seiner Misere. Ein zum Gähnen langweiliges Fantasy-Epos.

** Auf Netflix