Heute Abend sind zwar die Kicker am Start (dritte Runde der Champions-League-Qualifikation), aber wer sonst dienstags im Sommer Lust auf "Soko Donau" hat, wird die Lösung des Falls schon kennen. Denn der ORF zeigt bis 6. September bloß Wiederholungen der Krimireihe. Und spricht daher nicht von "Sommerpause" – wie auch bei "Silvia kocht", "Was gibt es Neues?" oder dem Vorabend-Quiz "Q1 Ein Hinweis ist falsch", wo alte bzw. Best-of-Ausgaben ins Programm gehoben werden. Vom "Tatort" gibt es noch bis Ende des Monats schon gezeigte Fälle; am 4. September beendet ein Einsatz von Ulrike Folkerts den Wiederholungsreigen.

Die längste Sommerpause – nämlich zehn Sonntage lang – wird bei "Im Zentrum" eingelegt; die letzte der Diskussionssendung wurde am 26. Juni ausgestrahlt, die nächste folgt am 11. September. Der Sendeplatz wird mit Dokus (wie kommenden Sonntag über Elvis) oder mit teils alten, teils neuen Folgen der Bezirksreihe "Mein …" bzw. dem Nachfolgeformat "Weites Land" gefüllt.

Die "Pressestunde" und das Parlamentsmagazin "Hohes Haus" pausieren achtmal (Rückkehr am 11. September), der "Report" (zurück am 6. September) und auch der "Bürgeranwalt" (zurück am 3. September) sieben Wochen. Auf dem "Report"-Sendeplatz laufen zumindest Neuproduktionen, nämlich der beliebten Reihe "Herrschaftszeiten! – Johann-Philipps Schlossbesuche", die ORF-2-Channelmanager Alexander Hofer letzten Sommer lanciert hat.
Statt der "Millionenshow", die am 12. September in die nächste Saison geht, gibt es mit den "Liebesg’schichten & Heiratssachen" sogar ein noch quotenträchtigeres Programm. Statt "Thema" mit Christoph Feuerstein sind seit gestern bis inklusive 5. September die "Sommergespräche" zu sehen.

Schlossbesuche: Johann-Philipp Spiegelfeld ("Herrschaftszeiten!") macht Quote, hier mit Marie-Elisabeth Seyrl (Sendung am 23. August)
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Frische Satire ist indes Mangelware: Stermann & Grissemann melden sich mit "Willkommen Österreich" erst am 13. September zurück. Stefanie Gross-Horowitz bietet als Channelmanagerin von ORF 1 in der Dienstagnacht stattdessen Wiederholungen vom "Sommerkabarett" und von "Ochs im Glas" an. Während der Pause des Satirikers Peter Klien ("Gute Nacht Österreich") werden Folgen von "Kottan ermittelt" anno 1977/1978 aus dem Archiv geholt. Fans des Nachmittagstalks mit Barbara Karlich müssen bis 5. September auf neue Themen (auch wenn diese oft alt klingen) und neue Gäste warten; derzeit laufen Wiederholungen.

Pausenlos bestreiten "Eco", das "Weltjournal" (u. a. mit neuen Städteporträts wie "Mein Teheran") und "Am Schauplatz" den Sommer – mit neuen Reportagen. Diesen Donnerstag, 11. August, ist etwa "Der verbaute See" im Blickpunkt von "Am Schauplatz".
Fazit: ORF-Generaldirektor Roland Weißmann wird den ersten Sommer seiner Amtszeit als oberster Boss wohl evaluieren müssen.

Am Schauplatz
"Am Schauplatz" widmet sich am 11. August dem "verbauten See": eine Reportage über Millionenprojekte an den schönsten Seen des Salzkammerguts
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