Mediengruppe"Österreich" meldet 43 Personen beim AMS-Frühwarnsystem an

43 Personen beim AMS-Frühwarnsystem gemeldet. Ausschlaggebend seien "notwendige innerbetriebliche Umstrukturierungsmaßnahmen" sowie Auftragsrückgänge.

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MEDIENGRUPPE OeSTERREICH STARTET AM 1. SEPTEMBER INTERNET-FERNSEHEN
Wolfgang Fellner 2016, als die Mediengruppe Österreich mit dem Internet-Fernsehsender oe24.TV startete © APA/JOHANNES BRUCKENBERGER
 

Die Mediengruppe "Österreich" GmbH sowie zwei ihrer Tochtergesellschaften haben 43 Personen beim Frühwarnsystem des AMS Wien zur Kündigung gemeldet. Ausschlaggebend seien "notwendige innerbetriebliche Umstrukturierungsmaßnahmen" sowie Auftragsrückgänge, wie aus der APA vorliegenden Dokumenten hervorgeht. Wolfgang Zekert, einer der Geschäftsführer der Mediengruppe "Österreich", bestätigte der APA die "gesetzlich vorgeschriebene Vorsichtsmeldung".

Die angeführten Umstrukturierungsmaßnahmen drehen sich etwa um die Einführung einer Vier-Tages-Woche oder Weiterführung der Kurzarbeit. Ab 10. Jänner führe man mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dazu Gespräche. "Erst nach Abschluss der Gespräche wird feststehen, wie viele der Kündigungen tatsächlich nötig sind", so Zekert. Angesichts eines unsicheren kommenden Jahres sei es besser, vorsichtig zu sein. "Wir wollen uns für die nächste Zeit gesund aufstellen", sagte der "Österreich"-Geschäftsführer.

Der größte Brocken entfällt mit bis zu 18 zu kündigenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Media Content and Cityservice GmbH. Sie steht zu 100 Prozent im Eigentum der Mediengruppe "Österreich" GmbH und beschäftigte zuletzt 84 Angestellte. Die oe24 GmbH, die etwa das Onlinenachrichtenportal oe24.at betreibt, warnt das AMS, sich im schlimmsten Fall von elf der insgesamt 57 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu trennen. Die Mediengruppe "Österreich" GmbH selbst, welche die Tageszeitung "Österreich" und andere Printmedien herausgibt, meldete 14 der insgesamt 74 Angestellten dem AMS. Treten die Kündigungen tatsächlich ein, sind sie von Ende Jänner bis Ende Februar vorgesehen.

 

Kommentare (7)
jg4186
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für die Betroffenen tut es mir leid

Niemand sollte Sorge haben um seinen Arbeitsplatz, für die Betroffenen tut es mir leid, keine Frage.
Aber das hat halt wie so vieles mit Angebot und Nachfrage zu tun. Und die Nachfrage nach Fellner's Medien schwindet offensichtlich - Gott sei Dank sage ich da. Offensichtlich reicht auch die großzügige staatliche Presseförderung nicht mehr - und politische Inserate kommen vermutlich nicht mehr so großzügig - auch gut für uns Steuerzahler.

wischi_waschi
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Fellner

Für mich untragbar !

Deloni
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wieso

kann eine Mediengruppe Kurzarbeit in Anspruch nehmen?

Talking Head
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Wieso nicht?

Ist auch nur ein Unternehmen wie jedes andere.

In dem Fall tut es mir für die Betroffenen leid, für den Feller ganz und gar nicht ... Wie sagte einst schon Karl Kraus über einen erpresserischen Zeitungszaren seiner Zeit? "Hinaus aus Wien mit dem Schuft!"

Hintschi
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Mit Rücktritt der Protagonisten der Türkisen ÖVP

Ist halt auch die Geschäftsgrundlage von Fellner und der Österreich-Mediengruppe weggefallen. Eigentlich ist das wie ein Geständnis in der Inseratenaffäre zu werten: türkise ÖVP weg - Mediengruppe Österreich in wirtschaftlichen Turbulenzen. Das Wort „Auftragsrückgang“ ist ja wohl eindeutig zweideutig…. Es gilt natürlich für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung.

Talking Head
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Den Feller halten

schon seit vielen, vielen Jahren nur noch die Banken am Leben, und alle wissen, dass sie das Geld nie wieder sehen werden. Wieso er dennoch immer neue Kreditlinien bekommen hat, darüber kann man nur spekulieren - aber es fällt nicht schwer, auf eine Begründung zu kommen ...

mobile49
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möglicher weise

zu viel "insiderwissen" von feller ?
da ist es dann schwer , nein zu sagen , man weiß ja nicht , was man vom zaun bricht
ironie off