MedientagebuchVon der fernen Zukunft und der nahen Steinzeit

Warum uns Überschriften manchmal Angst machen und manchmal erheitern.

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© Kanizaj
 

Wir lieben in Zeiten von Corona und Herbstnebel, mit Blick auf die Waage oder auf unseren Kontostand Schlagzeilen wie diese: „Der Erde droht eine Sauerstoff-Apokalypse“. Immerhin: Der Untertitel zu dieser Story in einer befreundeten Zeitung, die nie alles durch die rosa Brille sieht, lässt einen dann doch ein wenig aufatmen: „Simulationen lassen darauf schließen, dass durch die langsam heißer werdende Sonne der Welt in einer Milliarde Jahren die Atemluft ausgeht“. Also, morgen gefürchtet, ist früh genug!

Irgendwie passt da eine Überschrift aus der Neuen Zürcher Zeitung dazu, die da behauptet: „Der Mensch: die dümmste Erfindung seit den Dinosaurieren“. Und noch ohne die Geschichte dahinter zu kennen, möchte man frisch aus dem Bauch heraus fredfeuersteinisch rufen: „Yabadabadoo! Genau!“.

Ebenfalls aus der Steinzeit zu kommen, aber jedenfalls von Männern scheint jene Studie aus Singapur, die letztens (auch auf unserer Homepage) zitiert wurde: „Hausarbeit ist genauso gesund wie Sport“. Jetzt sagen Sie das als Frau doch einmal Ihrem Mann, der grad sein Ränzlein schnürt für den Fußballverein oder das Fitnesscenter, wenn’s wieder erlaubt ist. Ich wette, das geht nicht gesund aus...

Schönen Tag noch, schöne Hausarbeit – und atmen und g’sund bleiben!

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Pragmatikus
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Lesenswert?

Von der

vertanen Zukunft und der nahenden Steinzeit wäre wohl treffender