LeitartikelWer bei der Impflotterie wirklich gewinnt

Der Österreichische Rundfunk ruft die Bevölkerung zur Impflotterie auf und muss sich dafür prügeln lassen. Warum eigentlich?

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Ein Fertigteilhaus, ein Elektroauto, eine Kücheneinrichtung. Smart-TVs natürlich. Insgesamt rund 1000 Sachpreise spielt der ORF in einer Impflotterie aus, an der in Österreich wohnhafte Menschen teilnehmen können, die über 18 Jahre alt sind und sich zwischen 1. Oktober und 20. Dezember den Erst-, Zweit- oder Drittstich holen. Die Aktion „Wer impft, gewinnt“, die am Montag ihren Auftakt nahm, soll die Durchimpfungsquote – durch gutes Zureden und verschärfte Kontaktregeln zuletzt auch erst auf knapp 66 Prozent gestiegen – weiter anschieben. Sämtliche Preise werden von heimischen Unternehmen gespendet und nicht aus Gebührengeld finanziert, wie ORF-Chef Alexander Wrabetz unterstreicht.

Kommentare (4)
Ragnar Lodbrok
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Wer wirklich gewinnt? Die Ungeimpften!

Denn jeder der sich impfen lässt ist einer weniger, der (höchstwahrscheinlich) nicht auf der Intensivstation landet. Damit ist mehr Platz für unsere Querdenker!

ilselampl
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Sie fragen warum sich der ORF prügeln lassen muss?

- Weil man mit der Gesundheit nicht spielt ?
- Weil man damit der Gesellschaft das selbständige Denken abnimmt ?
- Weil Lotteriespiel nichts mit Glück zutun hat ? Eher mit Unglück...
- Weil es die Menschen, das Ködern mit untauglichen Mitteln, satt haben?
- Weil man die Menschen medial oft genug angelogen bzw. verwirrt hat ?
- Weil man nicht ständig, damit ja nicht der Eindruck entsteht ein
Regierungsmedium zu sein ( das Wording kann ja nur von den
unsäglichen Oppos stammen) , sogenannte Experten einlädt, die dann
wieder das Gegenteil erzählen ?
- Weil man die Medien nicht aus ihrer Verantwortung entlassen soll.........

Das ständige Suchen nach " wie kann man die Menschen, ohne dass sie es merken, von etwas überzeugen, das sie nicht brauchen" geht halt auch nicht mehr.

zweigerl
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Stärkt "unsere" Werte!

Das Bild von den Österreichern ist verheerend, falls ein beträchtlicher Teil nicht seiner Solidarpflicht nachkommt, sondern mit Konsumartikeln geködert werden muss, um eine der Gemeinschaft verpflichtete Entscheidung zu treffen. Hurra, unsere Gesellschaft ist nur mehr eine Kongregation von besitzgierigen Konsumenten. Das erleichtert dann auch die "Wertekurse" für Migranten. Schon bisher ist man bei diesen Kursen heftig einkaufen gegangen, um den noch sprachohnmächtigen Burschen die wahren Werte unserer Gesellschaft nahezubringen.

mobile49
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jeder verantwortungsvolle bürger

gewinnt dadurch - ob er dann auch noch einen preis erhascht ist sekundär .
meine person hat allein durch die 3 stiche schon so viel gewonnen , dass es mit geld nicht beziffert werden kann .