Heute in ORF 1Hanno Settele als Chauffeur und Zuhörer der Bürger

Hanno Settele chauffiert heute um 20.15 Uhr in ORF 1 bei der „Wahlfahrt 21“ keine Politiker, sondern Menschen von der Straße.

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Dok 1
"Wahlfahrt 21": Hanno Settele fragt Diana Knezevic nach ihrer Stimmung zur politischen Lage © ORF
 

Hanno Settele gibt wieder den wissbegierigen Chauffeur. Zuletzt kam er in dieser Funktion im Vorfeld der Bundespräsidentenwahl 2016 auf den Bildschirm, im Schnitt waren knapp 500.000 Zuschauer dabei. Im schwarzen Mercedes (Baujahr 1978) chauffierte er die Kandidaten für das höchste Amt im Staat auf ihren Wahlkampftouren durchs Land.
Der Mercedes musste für die Spezialausgabe in der Garage bleiben, die „Staatskarosse“ konnte nicht repariert werden. Settele stieg in einen weißen Tesla X um. Diesmal nahmen Bürger auf dem Beifahrersitz Platz – für eine „garantiert nicht manipulierte Meinungsumfrage“, wie es in der ORF-Pressemeldung augenzwinkernd heißt.

Lisa Totzauer, Channelmanagerin von ORF 1, verspricht: „Settele hört ganz genau hin, wie es den Österreicherinnen und Österreichern geht und was sie vom Zustand der Republik halten. Ohne Casting. Wer mitfahren will und die 2,5G-Regel erfüllt, darf einsteigen.“
Die Dreharbeiten fanden schon vor der Verkündung des Lockdowns in den ersten zehn Tagen im November statt. Settele bereiste sechs Bundesländer – es fehlen Vorarlberg, Burgenland und Kärnten. „Es gab keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber auf die Vielfalt des Landes“, erläutert Settele auf Anfrage.

Worüber war der 57-jährige Journalist aber auf seiner Reise erstaunt? „Über die starke Irritation und Frustration. Die große Mehrheit berichtete von einem Vertrauensverlust in die Politik im Allgemeinen und an involvierten Politikern im Besonderen“, erzählt Settele und betont: „Noch einmal die Klarstellung: Ausnahmslos alle Fahrgäste waren Zufallsgäste. Niemand wurde ausgesucht oder speziell eingeladen. Nicht ein einziger Fahrgast gab dem innenpolitischen Klima auf einer Skala von eins bis fünf ein ,Sehr gut‘. Niemand!“
Resümierend erklärt Settele: „Die Stimmung unserer Fahrgäste war generell stark durchwachsen. Und das ist eine höfliche Zusammenfassung des Erlebten in sechs Städten.“

Gibt es am Schluss der „Wahlfahrt“ aber eine Art „Ergebnis“? „Die Sendung ist das Ergebnis. Sie spiegelt auf die Sekunde genau das wider, was wir gedreht haben. Wir haben peinlich genau und präzise darauf geachtet, dass das Stimmungsbild, das sich in der Gesamtschau aller Interviews ergeben hat, in der Sendung ungefiltert abgebildet wird. Wenn Sie die Sendung sehen und dann erkennen, wie massiv die Kritik teilweise ist, wird auch deutlich, warum ich das schon im Vorfeld so stark betone“, verrät er.

Zum Inhalt dieser „Wahlfahrt“ (um 20.15 Uhr in ORF 1) möchte der Vorarlberger eines noch loswerden: „Als wir Anfang November drehten, war die Verhängung einer Impfpflicht auf Regierungsebene noch völlig verpönt, ausgeschlossen. Manchmal geht es eben schnell. Wir glauben dennoch, dass die Sendung ihre Berechtigung hat. Zumal der Umgang mit der Coronakrise zentraler Gegenstand der Gespräche mit unseren Gästen ist.“

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Danke für Ihr Verständnis.

richeseb
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Sofort stoppen

So ein schlechtes Beispiel und schlechtes Format!

sonja65
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Vorbild??

Erstaunlich, dass in der heutigen Zeit eine Serie produziert wird, bei der der Lenker sicher abgelenkt ist.
Aber bei der Mediengeilheit von Herrn Settele spielt das anscheinend keine Rolle.

reschal
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Hey sonja - Mediengeilheit?

Das ist sein Beruf.
Was sind Sie denn von Beruf?

OE39
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Wahnsinn

so einen "Journalisten" und seine belanglosen Berichte finanzieren wir mit unseren Zwangsgebühren. Der ist überhaupt nicht informativ, eher pseudo-lustig und kann andere Menschen bloß lächerlich machen in seiner Sendung. Man sieht förmlich, wie "angewidert" und herablassend er dem "normalen Bürger" begegnet.