TV-TagebuchEin "Tatort" zwischen Traum und Wirklichkeit

Der "Tatort" kommt aus München und handelt, wie schon der Titel "Dreams" verrät, von Träumen. Und von den Härten der Orchesterwelt.

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Batic und Leitmayr und zertrümmerte Instrumente © ARD
 

Tatort "Dreams", 7. November, ORF und ARD

Ist es jetzt schon so weit mit unserer Leistungsgesellschaft gekommen? Sogar im Schlaf sollen wir uns optimieren. Luzides Träumen heißt das, wenn man gelernt hat, Träume bewusst zu steuern: Musiker können ihre Virtuosität ergründen, Sportler ihr räumliches Bewusstsein maximieren. Klingt wie Utopie, ist aber durchaus bereits von Wissenschaftlern erforscht.

Und hat nun Eingang in den „Tatort“ gefunden: Der spielt am 7. Novmeber in der Orchesterwelt, und da ist der Druck immens groß. „Orchestermusiker sind demselben Stresslevel ausgesetzt wie Formel-1-Piloten“, lernen die Münchner Kommissare Batic und Leitmayr. Das Duo stolpert über den „merkwürdigsten Fall seit . . . wie lange halte ich es mit dir aus? 30 Jahre!“ Denn eine Geigerin gesteht den Mord an einer Konkurrentin – aber vielleicht hat sie die Tat auch nur geträumt. Unter dem mörderischen Druck eines Probespiels um eine begehrte Orchesterstelle kann man sich schon einmal zwischen Realität und Traum verlieren.

Eigentlich, erklärt in diesem spannenden „Tatort“ die Leiterin einer Studie, soll mithilfe von luziden Träumen Druck herausgenommen werden. In dem Fall aber wird daraus ein gefährlicher Druckkochtopf. Das Münchner Rundfunkorchester liefert den großartigen Sound dazu und verpasst diesem "Tatort" eine ganz besondere Note.

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