Neue SerieSteamingdienst RTL+ startet mit Schirach-Justizdrama

Der Streamingdienst TVnow wird ab heute zu RTL+ und startet mit Hochglanzproduktionen. Zu Beginn wird das Justizdrama "Ferdinand von Schirach – Glauben" verfügbar sein. Bis Jahresende sollen weitere Eigenproduktionen folgen, darunter die Verfilmung der Affäre um die Hitler-Tagebücher ("Faking Hitler") mit Lars Eidinger und die Neuverfilmung von "Sisi".

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Kriminalhauptkommissarin Laubach (Désirée Nosbusch) © RTL+
 

Gestartet wird RTL+ mit dem Mehrteiler "Ferdinand von Schirach - Glauben": 25 Angeklagte, 300 Verhandlungstage und ein Justizskandal, der in die Geschichte der Rechtsprechung eingegangen ist. Nach den Drehbüchern des Bestsellerautors wurde eine fiktive Geschichte inszeniert, die von den "Wormser Prozessen" inspiriert ist, in denen von 1994 bis 1997 am Landgericht Mainz über den vermeintlich größten Missbrauchsfall der Geschichte der BRD verhandelt wurde. Entstanden ist ein aktuelles Justizdrama über Empörung in den Sozialen Medien, kollektive Wut und darüber, wie der Hunger nach Rache die Opfer übersieht.

Als Kommissarin Laubach mittendrin: Desirée Nosbusch, nach „Bad Banks“ und der „Irland-Krimi“-Reihe eine weitere Top-Rolle für die 56-jährige Luxemburgerin. Nosbusch wird auch in "Sisi" als Schwiegermutter Sophie zu sehen sein.
In weiteren Rollen im Justizdrama sind Sebastian Urzendowsky, Katharina Marie Schubert, Julika Jenkins und Michael Pink zu sehen. Nach dem Straming-Angebot auf RTL+ soll es 2022 eine Free-TV-Premiere der sieben Folgen auf Vox geben.

Mehr zum Inhalt: Ein Kinderarzt in der Kleinstadt Ottern diagnostiziert bei einem Mädchen körperliche Spuren einer Vergewaltigung und bringt damit einen Missbrauchsprozess von ungekanntem Ausmaß ins Rollen. Der junge Staatsanwalt Cordelis  erhebt umgehend Anklage gegen 26 Bewohner und Bewohnerinnen der Kleinstadt, denen vorgeworfen wird, einen Kinderpornografie-Ring betrieben zu haben. Der Fall erregt landesweite Aufmerksamkeit, in den Sozialen Medien wird schnell die Forderung nach der "Todesstrafe für Kinderschänder" laut.
Die Anklage stützt sich auf über 300 Interviews, die eine engagierte Sozialpädagogin mit mutmaßlich betroffenen Kindern führte. Die Ermittlungen durch die Polizei unter der Leitung von Hauptkommissarin Laubach bleiben ergebnislos. Der Kampf gegen Vorverurteilungen, Fehldiagnosen, suggestive Befragungsmethoden und die Mühlen der Justiz selbst beginnt!

Szene aus "Ferdinand von Schirach - Glauben" Foto © RTL+

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