Johannes Bruckenberger im InterviewOberstes Gebot der APA: "Richtigkeit vor Schnelligkeit"

Die Austria Presse Agentur ist 75. APA-Chefredakteur Johannes Bruckenberger über journalistische Unabhängigkeit in Zeiten von Fake News, politische Interventionen und fehlenden Diskurs.

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Johannes Bruckenberger ist seit 2019 Chefredakteur der APA © APA
 

Die APA feiert heute mit einer Gala ihr 75. Jubiläum. Ist das Modell Nachrichtenagentur noch zeitgemäß?
JOHANNES BRUCKENBERGER: Das Besondere an der APA ist, dass sie eine unabhängige Nachrichtenagentur ist, davon gibt es weltweit nur noch 20. Der überwiegende Teil steht unter dem Einfluss von Staaten. Unser kooperatives Modell ist ein kraftvolles: Wir sind im Eigentum von Zeitungen, später kam der ORF dazu. Gerade für kleine Mediensysteme wie unseres ist es ein taugliches Konzept, um u.a. größeren Unternehmern, die im Silicon Valley angesiedelt sind, dagegenzuhalten.
Anders gefragt: Braucht es Nachrichtenagenturen mehr denn je?
Im Zeitalter der Desinformation sind Qualitätsmedien wichtiger denn je. Wir können unseren Beitrag leisten, indem wir richtige, glaub- und vertrauenswürdige Information liefern. Das ist die DNA unserer journalistischen Arbeit und unser Geschäftsmodell. „True and unbiased news“ war das hehre Ziel unserer Gründungsväter. Weniger pathetisch ausgedrückt bedeutet es die tägliche Suche nach der bestmöglichen Wahrheit. Das journalistische Konzept ist nach wie vor gefragt.

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