TV-TagebuchPost Mortem: Blutleer, aber noch ganz schön im Saft

"Post Mortem" auf Netflix: Eine Vampirserie für alle, die von Vampirserien die Schnauze voll haben.

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Beim Bestattungsunternehmen Hallangen gibt es immer etwas zu tun
Beim Bestattungsunternehmen Hallangen gibt es immer etwas zu tun, Vampir kann man keinen gebrauchen © Netflix
 

Es ist irgendwie verständlich, wenn man sich vor dem Wort „Vampirserie“ fürchtet. Zu viele Feschaks mit überspitzen Eckzähnen haben das Genre blutleer gespielt. Außer, die Serie spielt in einem kleinen Kaff in Norwegen. Dort auf einem Feld wird Live, die Tochter des örtlichen Bestatters, tot auf einem Feld gefunden. Vater und Bruder rücken an. Neben dem Leichensack im Gepäck, das Mantra der Bestatter: „Ein guter Bestatter muss sich verhalten wie ein Schwan: Kontrolliert und elegant an der Oberfläche, während die Beine unter Wasser arbeiten.“

Doch die Trauer ist umsonst, auch wenn es sich keiner so wirklich erklären kann, wie der zuständige Arzt zugeben muss: „Es ist schwierig zu erklären, wie das passieren konnte. Routinefehler oder medizinisches Wunder, auf jeden Fall ist sie nicht tot.“ Live erwacht also mit einem Ruck, als man ihr das Skalpell bei der Obduktion in die Brust rammt. Nur einer ist über die Auferstehung von Live wenig erfreut – ihr Vater. Denn er weiß genau, was hier vor sich geht: Live ist ein Vampir. Bis es Live dämmert, wird noch ein bisschen Zeit vergehen und die ist gefüllt mit gut gesetztem Witz, dahin mäandernder Melancholie und punktuellen Grauslichkeiten. Besonders empfehlenswert für all jene, die von Vampirromantik die Schnauze voll haben.

"Post Mortem" auf Netflix

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