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Serien-KritikBinge-Watching-Alarm bei der Fortsetzung von "Biohackers"

Der deutsche Netflix-Erfolg kehrt mit einer zweiten Staffel zurück. Mia (Luna Wedler) steht darin unter Zeitdruck und wird von Erinnerungslücken, Zeitmangel und beunruhigenden Visionen geplagt.

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Luna Wedler als talentierte Mia Akerlund. © Netflix/Marco Nagel
 

Die erste Staffel von Biohackers war zu Recht erfolgreich, was vor allem auch an der sehr spannenden Dynamik zwischen Luna Wedler als Mia Akerlund und Jessica Schwarz als Professorin Tanja Lorenz lag. Wir erinnern uns: Eine Wissenschaftlerin, die in einer Befruchtungsklinik Experimente mit Embryonen gemacht hat und eine Studentin, die ihr das Handwerk gelegt hat. Am Ende werden beide entführt. Hier setzt die zweite Staffel ein. Und gleich vorweg: Das Eis ist dünn und darunter lauert der Spoileralarm, deshalb wir hier nicht allzu viel verraten.

Vielleicht sollten wir mal so beginnen: Irgendwann in der Serie sagt Mia den zentralen Satz: "Ich weiß nicht, wem ich noch vertrauen kann." Mia steht im Labor und wird von einem Flashback übermannt, offenbar hat sie die Monate davor zu viel gefeiert, möglicherweise auch, weil sie Lorenz das Handwerk gelegt hat. Aber: Die Flashbacks werden intensiver und eine Nachricht, die sie offenbar an sich selbst geschrieben hat, zeigt, dass hier etwas ganz und gar nicht passt. Wer also steckt dahinter – um das zu klären, wird sie wohl oder übel wieder mit Tanja Lorenz zusammenarbeiten müssen. Doch sind die ihre WG-Freunde auch wirkliche Freunde und wem kann Mia noch vertrauen? Das Ensemble von Biohackers 2 ist beinahe ident mit dem der ersten Staffel, neu mit dabei ist Thomas Kretschmann.

Allen voran ist es mehr denn je Luna Wedler, die sich hier als neuer deutscher Shootingstar empfiehlt. Sie verkörpert Mia, der aufgrund ihres gesundheitlichen Zustandes die Zeit davonläuft, glaubwürdig die Getriebene auf der Suche nach der Wahrheit. Der Spannungsaufbau hält sich durch alle sechs Folgen bis zum Grande Finale – und doch bleiben am Ende noch Fragen offen, die locker für eine dritte Staffel reichen. Das Biohacking-Thema hält sich, im Gegensatz zum ersten Teil, stark in Grenzen, Staffel 2 setzt vor allem auf den Thriller-Effekt, der sich durch die Aufarbeitung der Entführung ergibt. Und ist es in erster Linie auch die Frage: Wer spielt hier richtig und wer spielt hier falsch, wer verfolgt hier welche Interessen?

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