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Ohne BezahlschrankePuls 4-Chef sieht in "Zappn" die Zukunft des Streamings

Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Zahl der aktiven Zappn-Nutzer um 25 Prozent gesteigert werden. Puls-4-Gründer Markus Breitenecker baut Zappn, die 2017 gestartete Streaming-App der Sendergruppe, als „Austria Player“ weiter aus.

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ProSiebenSat.1Puls4-Geschäftsführer Markus Breitenecker © Puls4
 

"Wir können nicht im Alleingang agieren, um gut gegenüber den Giganten aus Silicon Valley zu bestehen, Kooperation statt Konkurrenz“, sagt Markus Breitenecker, Geschäftsführer der ProSiebenSat.1-Puls4-Gruppe. Als Austria-Allianz wird die Streaming-App Zappn daher weiter ausgebaut, um sich ohne Bezahlschranke als „lokaler Champion“ zu behaupten, während der ORF-Player weiterhin auf seine gesetzlichen Rahmenbedingungen wartet.
Das erste Quartal 2021 verlief für Zappn mit mittlerweile 20 Sendern im Portfolio (darunter auch ServusTV) ohnehin schon sehr erfreulich. Mit 105 Millionen Minuten Viewtime im Mai und einer Verweildauer von 1,11 Stunden pro User und Tag konnte der Vorsprung auf dem kostenlosen Streamingmarkt weiter ausgebaut werden. Daher wird der Fokus noch stärker auf innovative Digitalangebote ausgerichtet. So wird Zappn etwa neue interaktive Features wie Votings zu Inhalten starten.

„Zappn First“ lautet die Devise: Vorab-Premieren neuer Folgen beliebter Privat-TV-Formate wie „Lebensmittelpolizei“, "Mein Gemeindebau" oder „Amore unter Palmen“ können 48 Stunden vor der Free-TV-Ausstrahlung gestreamt werden. Erstmals wurden zuletzt etwa die fünf Eventausgaben des Kuppelformats „Bauer sucht Frau“ von ATV vor ihrer TV-Ausstrahlung auf Zappn gezeigt, was der Plattform mehr als 200.000 Aufrufe bescherte.
Mit „Austria-Originals“ will man ohnehin immer mehr auf österreichische Inhalte setzen (Dokusoaps mit dem Eintauchen in heimische Biotope, Shows, Info), was eine strategische Unterscheidung zur RTL-Gruppe sei. Außerdem bieten wir eine „einfache und sichere Alternative zu den amerikanischen Login-Diensten“, sagt Breitenecker.

Ein Re-Design von Zappn ist in Planung. Eingearbeitet werden sollen auch interaktive Elemente wie etwa Voting-Tools Foto © ZAPPN

Mit der "NetID Austria" ist es Usern bereits jetzt möglich, sich mit einem einzigen Passwort in alle teilnehmenden Medienplattformen einzuloggen. Das DSVGO-konforme Tool mit dezentraler Datenspeicherung sei für die Medien kostenlos einsetzbar und soll auch zu mehr Registrierungen führen. Bereits an Bord der "Austria Allianz" sind neben der ProSiebenSat.1-Gruppe u. a. der "Kurier", der ORF oder ServusTV.

Kommentare (1)
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melahide
1
1
Lesenswert?

Ich

hab mir angewöhnt, für gewisse Dinge lieber zu bezahlen als mir die ständige Werbung geben zu müssen. Auf gewisse andere Dinge (Youtube bzw. Privatsender wie ATV, RTL usw.) verzichte ich gerne. Ob es echt die Zukunft ist, etwas zu streamen und dort ständig mit Werbung konfrontiert zu sein...