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Streaming-Erfolg von AmazonEin Lacherfolg, gerade weil Lachen verboten ist

„Der Wahnsinn geht weiter“, postete Gastgeber Bully Herbig: Amazon soll bereits eine zweite Staffel von „LOL“ produziert haben.

Er ist Gastgeber, Moderator und Schiedsrichter: Komiker Michael Bully Herbig in seinem Regieraum © AMAZON PRIME
 

Als ProSieben Anfang des Jahres ein neues Showformat mit zwei Ausgaben von „Pokerface – Nicht lachen“ startete, fiel diese Idee bei den Zuschauern komplett durch. Das lag einerseits an der nicht gerade wirklich komödiantischen Besetzung (von DSDS-Kandidat Joey Heindle bis zu Fußball-Legende Lothar Matthäus), andererseits am Vorführen von Videoclips der Marke „Pleiten, Pech und Pannen“, bei denen die Promis ernst bleiben mussten.
Von der Idee her ist „LOL: Last One Laughing“ nicht allzu weit entfernt, trifft aber für Amazon Prime derzeit weltweit ins Schwarze. Die deutsche Version unter der Regie von Michael Bully Herbig übertraf offenbar weit die Erwartungen des Streamingdienstes, sodass laut Brancheninsidern die zweite Staffel sogar bereits produziert wurde und eine dritte beschlossene Sache ist.

Ein paar Comedians der ersten Staffel – wie etwa Anke Engelke – machen bei der Fortsetzung mit, neu hinzukommen u. a. Martina Hill, Klaas Heufer-Umlauf und Bastian Pastewka. Die zehn Teilnehmer dürfen weder lachen noch kichern noch schmunzeln, sonst drückt Moderator Bully, der hinter einer Armada von Überwachungskameras sitzt, ohne Gnade auf den Buzzer. Wer von den Zehn übrig bleibt, darf 50.000 Euro für einen guten Zweck spenden.

Die eigenen Gagen sollen übrigens zwischen einen hohen fünfstelligen Betrag und knapp 100.000 Euro pro Promi liegen – und das für einen Drehtag. „LOL“ (sechs Folgen pro Staffel) ist eben ein Format, das sich schnell drehen lässt. Das Konzept „Wer lacht, fliegt raus!“ stammt aus Japan, wo schon die neunte Saison des Originals („Hitoshi Matsumoto Presents Documental“) zu sehen ist. Der namensgebende Komiker Hitoshi (Filme wie „Der große Japaner“) hat das Reality-Format entwickelt. Im Frühsommer folgte eine australische Variante, seither ist „LOL“ etwa in Italien („Chi ride è fuori“) und Mexiko ein Erfolg. Und auch bei uns auf Amazon abrufbar.


Zum Ausbau deutschsprachiger Formate erklärt Georgia Brown als Direktorin für europäische Amazon-Originals: „Wir verschreiben uns der Produktion einer größtmöglichen Vielfalt qualitativ hochwertiger deutscher Formate über alle Genres hinweg.“ Laut Philip Pratt, Leiter für deutsche Originals bei Amazon Studios, bricht „LOL“ derzeit jedenfalls Streaming-Rekorde bei Prime Video. Bully Herbig überrascht der Zuspruch nicht: „Die Leute sind dankbar, wenn sie etwas kriegen, worüber sie sich einfach nur amüsieren dürfen!“
Anke Engelke macht auch bei der Fortsetzung von „LOL: Last One Laughing“ mit Foto © AMAZON PRIME

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