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Mitgefühl in KölnWie hat Ihnen der "Tatort" im Obdachlosenmilieu gefallen?

Drei Frauen stehen im Fokus dieses aufwühlenden Falls aus Köln. Was ist Ihre Meinung zum Sozialdrama mit Ballauf und Schenk? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen!

Tatort
Hartes Sozialdrama in Köln: der "Tatort: Wie alle anderen auch" © ORF
 

Sie sind ganz unten angelangt: Altenpflegerin Katja schläft trotz Job wegen ihrer Schulden im Auto, die Ex-Bankangestellte Moni lebt nach einer psychischen Krise auf der Straße und Ella ist aus der einen Hölle ihres gewalttätigen Mannes in die Gosse geflohen. Und landet bald beim nächsten Schläger. Drei Frauen stehen im Fokus des neuen Kölner „Tatorts“ mit dem Titel "Wie alle anderen auch". Sie sehnen sich zwischen verdreckten Toiletten, warmen Kaffeehausstuben und Nothilfeadressen nach Schutz, Zuwendung und ein bisschen Normalität. Stattdessen erleben sie Tag für Tag und Nacht für Nacht die volle Tristesse der Straße: Demütigung, Revierkämpfe und Vergewaltigung. Und eine wird ermordet. Angezündet, nachts. Alles schon passiert. Im echten Leben und abseits der Bildschirme.

Das Obdachlosenmilieu, die Abwärtsspirale und die Verliererinnen und Verlierer des Systems sind eine im „Tatort“ und insgesamt im TV-Krimi beliebte Szenerie. Erst recht bei den Kölner Routiniers Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär), die selbst in den deprimierendsten Momenten Mitgefühl ausstrahlen und es zu philosophischen Dialogen am Würstlstand bringen.

In diesem aufwühlenden Sozialdrama (Buch: Jürgen Werner, Regie: Nina Wolfrum) stecken zwar einige pathetische, Soap-Opera-taugliche Szenen, dennoch geht einem vieles an dem Fall an die Nieren, wie etwa diese bittere Erkenntnis: „Am Ende gewinnt immer die Straße.“

Kommentare (12)
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Patriot
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Auch bei uns gibt es eine Menge solcher bedauernswerter Menschen!

Und der Kanzler nimmt sich 210 Mio. Euro aus der Steuerkassa, um sich damit Beweihräucherung zu kaufen!
Möge sich jede/r Gedanken dazu machen!

Hausverstand100
1
1
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Ach

Aber wenn wir die selbe Summe für kultur-inkompatible Weitreisende ausgeben würden, käme von ihnen und gleichgesinnten kein Aufschrei über unsere eigenen Armen.....

heyko
6
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Wann machen wir Schluss ......

........ mit dem Gejammere und tun endlich was gegen die Vernichtung von Milliarden durch Gestalten, die ihre Verbrechen an der Gesellschaft als Politik bezeichnen.

shaba88
3
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Kommentar

Ein toller Tatort mit tollen Schauspielern, die Kommissare sind komplett untergegangen und wirkten wie Staffage

onyx
3
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Aufwühlend

Den Tatort empfand ich aufwühlend. Ich glaube den Stress und Druck, den Obdachlose bisweilen ertragen müssen sind für gutbürgerliche Menschen bzw. Politiker oft nicht einmal erahnbar. Ich fand es auch gut den Fokus auf Frauen zu legen.

TanteAlix
3
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Traurig

es hat mich wieder mal zum Nachdenken angeregt. Vor allem da ich diesen Winter gesehen habe, wie dieselbe Person ihre Nächte auf einer Bushaltestellenbank verbracht hat, an der ich immer vorbei gehe. Ich habe dann einmal eine dicke Schafwolldecke in einem Koffer mitgenommen und wollte sie dort lassen, leider war die Person da nicht mehr anzutreffen.
Dieser Tatort hat aufgezeigt, wie schnell es - unverschuldet - gehen kann. Traurig, einfach traurig.

iq66
1
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deprimierend

weil der Film zeigt, wie die Gesellschaft mit Randgruppen umgeht. Und das wird momentan nicht besser

Landbomeranze
16
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Schlimm, die leben wie in den schlimmen Flüchtlingslagern

und das mitten in der Gesellschaft aber haben im Gegensatz zu Flüchtlingen aber kaum jemand, den das interessiert. Eine Schande!

ikennminetguataus
8
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So recht Sie damit haben mögen ...

... so leicht kann Ihnen dieser Hinweis als Ausländerfeindlichkeit angekreidet werden. Leider misst unsere Gesellschaft mittlerweile mit (mindestens) zweierlei Maß.

HansWurst
17
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Natürlich ist das sehr schlimm.

Aber wieso spielen sie hier Obdachlose gegen Flüchtlinge aus?
Es gibt Institutionen (Caritas, Vinzibus,...), welche sich täglich um diese Mitmenschen kümmern.
Wann haben sie zuletzt für Obdachlose gespendet?

Uezze
1
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Auch ich kenne Köln,

Gott sei dank nicht aus Sicht des gezeigten Milieus. Kenne aber auch sehr viele andere Großstädte. Leider läßt sich das Problem des sozialen Ungleichgewichts bzw. der Not der betroffenen ohne Abstriche auf alle Metropolen übertragen.

kukuro05
3
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ich kenne Köln

die Tatort-Szenen sind echt.
Gute Antwort auf die Frage was mit den zigMilliarden für den Sozialbereich passiert: "werden wahrscheinlich für Berater ausgegeben.2
Überall die gleiche skandalöse Misere.