Krimi-DebütChristina Scherrer: Sie ist die Neue am Austro-"Tatort"

Schon 2017 hatte sie einen Auftritt als Kriminalassistentin am Wiener "Tatort": Nun kehrt die Oberösterreicherin Christina Scherrer zur Krimireihe zurück: als Meret Schande. Dazu: einige legendäre Sidekicks.

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Christina Scherrer löst Thomas Stipsits im Austro-"Tatort" ab © Florian Waitzbauer
 

Die Namenswitzchen auf Twitter waren vorprogrammiert: Schimpf und Schande. Es kam anders. Kabarettist Thomas Stipsits kam dem Wiener „Tatort“ als tollpatschiger, oft ausgeschimpfter Assistent Fredo Schimpf nach 13 Einsätzen abhanden. Heute Abend feiert seine Nachfolgerin Christina Scherrer als Kriminalassistentin Meret Schande in „Die Amme“ (nur in ORF 2) ein Comeback im Austro-„Tatort“. 2017 war die gebürtige Oberösterreicherin schon einmal an der Seite von Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer, der heute in seinem 50. Fall als Moritz Eisner auf Mörderjagd geht, zu sehen.

„Ich habe mich sehr gefreut über diesen Anruf, der unverhofft kam“, sagt die Schauspielerin und Sängerin, die schon als Kind gern alle Leute unterhalten hat. „Der ,Tatort‘ ist eine supertolle Chance.“ Mit der Krimireihe sozialisiert worden sei sie im Schauspielstudium an der Kunstuniversität Graz, genauer gesagt in ihrer WG mit deutschen KollegInnen, für die der „Tatort“ Pflicht war.

Steirerinnen und Steirer könnten Scherrer noch von ihrer Titelrolle im Musical „Schneewittchen“ unter Robert Persché im Orpheum kennen.
„Ich habe versucht, diesen jungen, arbeitsamen, sehr motivierten Charakter anzulegen, der unbedingt gute Arbeit leisten will“, skizziert die 33-Jährige ihre Rolle. „Meret Schande ist nicht perfekt, sie muss noch in den Job hineinwachsen.“ All das habe sie versucht, in ihrer Funktion als „Zuarbeiterin“ einzubringen. Ein neuer Fall mit ihr ist bereits im Kasten, ein weiterer wird im Herbst gedreht.

Tatort
"Die Amme" unter der Regie von Christopher Schier Foto © ORF

Sagen Sie nicht AssistentInnen zu Ihnen!

Die sogenannten Sidekicks haben eine lange Tradition im Fernsehkrimi: als PathologInnen, PsychiaterInnen, ProfilerInnen, WirtInnen oder TaxifahrerInnen. In ihren oft kurzen Auftritten veredeln sie die Teams der ErmittlerInnen.

ARD
Berühmt im "Tatort" nach nur einer Folge: Fabian Hinrichs als Gisbert Engelhardt © ARD

Manche Figuren bleiben farblos, andere entwickeln Farbe und Charakter und wenige spielen sich sogar in die Fernseh-Oberliga. Wie Fabian Hinrichs, der es mit nur einem Einsatz 2012 als übereifriger Assistent Gisbert Engelhardt in München zu derart großer Berühmtheit schaffte, dass er seit 2015 sogar selbst als Kommissar Felix Voss im Frankenland ermittelt. Auch Schauspielerin Lisa Bitter ist in der Rolle als Figur Johanna Stern von der nervig-nerdigen Nebenfigur zur Kommisarin an der Seite von Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) in Ludwigshafen aufgestiegen.

Christine Urspruch als Silke Haller in Münster Foto © ARD

Und: Der gesamte Münster-"Tatort" ist eine AssistentInnen-Parade: Christine Urspruch hat als Rechtsmedizinerin Silke Haller am „Tatort“ Münster die Herren Thiel und Boerne sowie die Fälle fest im Griff – auch wenn diese sie dafür „Alberich“ rufen. Thiels Vater (Claus D. Clausnitzer) fährt nicht nur Taxi und konsumiert gerne illegale Substanzen, sondern steuerte auch schon den einen oder anderen wichtigen Hinweis bei und die kettenrauchende Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann) und ihre Stimme jagen nicht nur Verdächtigen mitunter Angst ein. Von wegen Anhängsel also.

 

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