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Medien-TagebuchEin Bodyguard als 007-Anwärter

Für die großartige britische Miniserie "Bodyguard" kann man schon einmal zu Geschnetzeltem greifen. Oder das Risiko eingehen, von Tirol aus nach Deutschland überzulaufen.

Richard Madden und Keeley Hawes in "Bodyguard" © BBC/Netflix
 

Ich bin das Gegenteil eines Serienjunkies. Bei Tisch nehme ich schließlich auch lieber auf einmal ein ordentliches Porterhouse-Steak als über die Wochen verteilt ein Zürcher Geschnetzeltes.

Aber manchmal kommt man doch auf anderen Geschmack. Zuletzt passiert bei „Babylon Berlin“, auch wenn ich – um im Jargon zu bleiben – alle vollen drei Gänge dann doch nicht genossen habe.

Letztens erwischte es mich wieder: „Bodyguard“. Zuerst dachte ich mir: Welche Kreativbolzen hat sich denn diesen Titel ausgedacht? Keiner küsst so saftig wie Whitney Houston und Kevin Costner!

Aber um Küsse geht’s in der britischen Miniserie gar nicht ... ja, gut, schon ein bisschen. Aber vor allem um politisch motivierte Attentate, islamistische Zellen, rüde Korruption, eine gebrochene Familie. Das ist harter Stoff, kantig gedreht und großartig gespielt. Vor allem von Richard Madden, der zum Personenschutz für die Innenministerin (Keeley Hawes) eingeteilt wird. Die Rolle hat den 34-jährigen Schotten sogar in den nicht unangenehmen Verdacht gebracht, der neue James Bond zu werden.

Am Montag um 22.15 Uhr läuft im ZDF leider schon der letzte Teil des Quotenkaisers der BBC von 2018. Aber es gibt ja noch Netflix. Oder die ZDFmediathek: Für diese müsste man allerdings die Grenze nach Deutschland passieren. Vielleicht von Tirol aus? Dann aber nur mit Bodyguard!

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