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TV-TagebuchMagazin 1: Eine Sendung mit einem Namen, aber ohne Eigenschaften

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Was hat ein Schiffsfriedhof mit Roboterdelfinen, einer Streichelpause für Spitalsmitarbeiter und den Depressionen im Herbst gemeinsam? Das alles hat das Magazin 1, das von Montag bis Freitag im Vorabend von ORF läuft, jüngst zum Thema gemacht. Offenbar wird hier alles, was in sonst keinem Nachrichtenformat Platz findet, gemeldet. Nichts gegen die Buntheit eines solchen Formats, in dem „Vermischtes“ stattfindet, aber beim Magazin 1 ist nicht mehr erkennbar, was oder wen man damit erreichen will: Es will locker sein, aber nicht zu sehr Boulevard, es will bunt sein, aber nicht zu seicht. Unterhaltsam, aber irgendwie auch relevant. Kein Wunder, dass das Resultat sehr verkrampft wirkt. Richtiggehend ärgerlich ist dagegen der infantile Tonfall, der ab und zu angeschlagen wird. So als wären jüngere Zuseher (die wohl vornehmlich erreicht werden sollen) auch die Begriffsstutzigen.

Kein Wunder, dass sich die Seher nicht wirklich auskennen, was sie davon halten sollen. Unter 100.000 Interessierte und um die 5 Prozent Marktanteil weist der Teletest dem Format aus. Diese mittlerweile nur mehr auf zehn Minuten aufgeteilten Nachrichtenhäppchen finden wenig Freunde. Bei der ZiB 20 hatte man ein besseres Händchen, aber die hat man dem Corona-Programmschema geopfert.

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