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ORFBeim TV-Programm sollen 30 Millionen Euro eingespart werden

Eigenproduktionen gefährdet: Das Sparpaket des ORF hat auch Auswirkungen auf den fiktionalen Inhalt der Senderflotte.

Schnell ermittelt
Ursula Strauss als Angelika Schnell: Die Krimreihe geht 2021 zu Ende © ORF
 

Das von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz angekündigte Sparpaket (insgesamt 75 Millionen Euro) wird heute das Plenum des obersten Aufsichtsorgans beschäftigen, aber auch vom Publikum gespürt werden. Denn 30 Millionen Euro weniger soll es beim Fernsehproduktionsbudget 2021 geben. Was sich in weniger fiktionalen Filmen und Serien aus Österreich, weniger Unterhaltungsformaten und eigenen Dokumentationen niederschlagen wird. Was eine Gefahr für die Entwicklung neuer Erfolge ist: "Wenn ich zurückdenke: Die Krimireihe ,Schnell ermittelt', die ursprünglich ,Besser blond' hieß, hatte einen Vorlauf von fünf, sechs Jahren. Als Produzent bzw. als Film- und Fernsehschaffender braucht es einen langen Atem", sagte etwa Oliver Auspitz (seine MR-Film produziert u. a. auch "Vorstadtweiber") 2019 in einem Interview. Beide erwähnten Quotenhits sind übrigens nicht betroffen: Die letzte Staffel von "Schnell ermittelt" wird noch diesen Sommer finalisiert, die fünfte Saison der "Vorstadtweiber" ist schon abgedreht. Für neue Stoffe fehlt jedoch das Geld. Und bedeutet: weniger österreichische Identität im Programm.

Kommentare (13)

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koeflach
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Jo mei

Da sehe ich nur mehr eine Möglichkeit. Fernsehbild ist finster, und die Gbühren erhöht.

landbader
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Filmschaffende

sollten doch froh sein, in heutigen Zeiten nicht mehr nur vom ORF abhängig zu sein. Wenn der Inhalt gut ist, bieten Netflix, Amazon, etc ein weltweites Publikum.
Zum Beispiel war die in Berlin gedrehte Miniserie "Unorthodox" ein Netflix Top hit auf der ganzen Welt.
Subventionen vom österreichischen Steuerzahler sind der Qualität des kreativen Schaffens abträglich.

kkornhoff
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Orf

Nach dem wir die Gebühren anscheinend für die Wiederholungen von der xten Wiederhholung zahlen, vielleicht gibt's irgendwo noch Stummfilme mit Charly Caplin und Stan & Ollie ...

mosaik53
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Für was zahlen wir soviel GIS Gebühr?

Es sind ja eh fast nur Wiederholungen zu sehen. Gefühlt hundertmal z. B. die Rosenheimcops... immer das Gleiche!
Jeden Sonntag Nachmittag ein Uraltpilcher. Nervige Werbung den ganzen Tag zwischen jeder Sendung. Gestern Abend während Traumschiff (Wiederholung) der rote Luftballon mit Werbung für die Spirasendung... sooo nervig!!
Leider kann man sich vom ORF nicht abmelden, auch wenn man nicht schaut.

petergrast
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mosaik53 - Muß ihrer Meinung voll zustimmen !

Sie haben mit jedem Wort die Misere des ORF getroffen ! Es ist eine bodenlose Frechheit, was der ORF für die hohen GIS-Gebühren den Zusehern bietet ! Daneben ergibt sich die Frage, wieso für die Kultursendungen nicht der dafür vorgesehene Sender ORF III benutzt wird, sondern damit (zusätzlich zu den immer mehr werdenden Werbungen) die Programmlöcher im ORF 1 und ORF 2 gestopft werden ??

Lodengrün
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Die Einschaltquoten

sind das Maß der Dinge. Und die sind bei den von Ihnen genannten Sendungen hoch. Nun kommt man halt dem Seherwunsch nach. Beschweren Sie sich bei Ihren Mitmenschen. Literarische Zirkel oder Opern, Dinge, die Sie sehen möchten, gibt es da halt nicht.

Balrog206
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Für

8 min jedes Bundesland heute !!!! 9 Standorte zb

shaba88
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kommentar

Auf den größten Teil der Eigenproduktionen kann ich gerne verzichten, vor allen die sog. Kabaretts, grauslich. Wenn ich an das Programm der letzten Monate denke... schrecklich, uralt aber wirklich uraltserien und Filme, die wenigen guten Sachen versteckt um Mitternacht, es scheint, als ob der orf gar keine zuseher mehr haben will, wenn man sich die Marktanteile ansieht. Vom unsäglichen, sinnlosen Stiftungsrat spreche ich gar nicht, wie die Muppets Show. Was die mit dem Geld machen, frage ich mich auch, persönliche Befindlichkeiten befriedigen?

beneathome
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Schade?

Also mir gehen die Eigenproduktionen des ORF wirklich nich ab.
Interessant ist, dass die Eigenproduktionen so viel mehr Geld kosten als Gemeinschafts- oder Fremdproduktionen. Vielleicht verdienen die lieben Akteure beim ORF ein bisserl mehr als woanders.
Viel unterscheidet den ORF auch nicht mehr von den anderen Werbesendern, die zwischendurch auch manchmal ein bisschen Film zwischenschalten. Und die Nachrichten sind nur mehr ein Teil der Kultursendung. Wegen dieser Entwicklung habe ich mir auch schon lange keinen neuen Fernseher gekauft. Google sei Dank.

sunny1981
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ORF

Was macht der ORF mit dem ganzen Geld?
Ein Fall für den Rechnungshof.

gehtso
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Guter Tipp,

Rechnungshofberichte lesen, der ORF gibt zuviel Geld für zuviel Personal aus, da muss man zwangsläufig beim Programm sparen.

sunny1981
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Das ist nicht die Lösung.

Programm sparen heißt weniger Beschäftigte und noch schlechteres Programm.

hakre
2
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?

wieviele Mitarbeiter hat der ORF? wieviele sollen gekündigt werden? sehr einfach gesagt: Zuviel Geld für Zuviel Personal=