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Blind ermitteltAndreas Guenther: Abschied von den "ewigen Sozial-Kisten"

Neue Folgen der Krimireihe „Blind ermittelt“ mit Andreas Guenther. Der gebürtige Steirer und Wahl-Berliner über seine Wurzeln, schöne Frauen und Erfolg.

Blind ermittelt - Blutsbande
Philipp Hochmair mit Andreas Guenther. © ORF
 

Nach dem vorläufigen Abschied der „Vorstadtweiber“ gibt es zur entsprechenden Montags-Sendezeit in ORF nun Krimikost. Der blinde ehemalige Chefinspektor Alexander Haller (Philipp Hochmair) ermittelt in zwei weiteren Folgen von „Blind ermittelt“ (Montag, ORF 1, 20.15 Uhr). Nikolai Falk, sein Berliner Freund und Helfer, ist natürlich wieder mit dabei. Gespielt wird er vom 46-jährigen Steirer Andreas Guenther.

Wann stand fest, dass es Fortsetzungen geben würde?
Andreas Guenther: Speziell nach der Ausstrahlung in Deutschland. Die ARD erzielte mit dem ersten Film 21,6 Prozent Marktanteil. Ein Megaerfolg. Da haben die Herrschaften von der ARD ordentlich die Korken knallen lassen.

Was mag der Grund dieses Erfolges gewesen sein?
Andreas Guenther: Das Besondere ist wohl, dass wir in unseren Geschichten den Zuschauer „mitnehmen“. Da sitzen nicht ein paar Kommissare im Büro und erzählen einander, dass sie das und jenes erfahren haben, sondern das TV-Publikum erlebt mit uns, wie wir zu den Leuten gehen und sie befragen. Das nenne ich Erlebnis-Fernsehen. Wir stehen sozusagen für junges, frisches Fernsehen, bewegen uns weg von den ewigen Sozial-Kisten.

Ich flippe immer aus, wenn ich durch die Wiener Straßen gehe. Wo, bitte, gibt es sonst so viele „Raketen“?

Andreas Guenther

Auch das Duo Hochmair & Guenther ist gewiss gut angekommen?
Andreas Guenther: Ja, denn die Kombination dieser beiden Figuren funktioniert perfekt.

Was gibt es in den Folgen zwei und drei bei Ihrer Figur Neues?
Andreas Guenther: Nikolai Falk nimmt langsam Konturen an, und das entspricht ganz meinen Vorstellungen. Denn ich wünsche mir, dass er ein tieferes Geheimnis bekommt. Es muss ja zum Beispiel einen gewichtigen Grund haben, dass er aus Berlin raus musste.

Was könnte das für ein Geheimnis sein?
Andreas Guenther: Aus dem ersten Teil wissen wir, dass er sich in der Unterwelt, mit Nutten und auch in der Welt der Reichen recht gut auskennt. Ich habe mir von Anfang an Gedanken über seine Vergangenheit gemacht, mir zum Beispiel vorgestellt, dass er Fahrer bei einem Pharma-Unternehmen gewesen sein könnte. Das Eindringen in ein tieferes Geheimnis, denke ich, würde der Figur gut tun, sie allmählich aus dem eindimensionalen Dasein als witziger Sonnyboy rausheben.

Sie leben ja seit Langem in Deutschland. Können Sie noch Steirisch?
Andreas Guenther: Nicht mehr allzu viel, aber ein bisschen doch noch. Leider schimpft mich unser Produzent Thomas Hroch immer, wenn ich anfange, Österreichisch zu reden. Dabei bin ich ja einer, habe noch immer einen österreichischen Pass.

Seit elf Jahren sind Sie ja auch im „Polizeiruf 110“ aus Rostock, als Ermittler Anton Pöschel ein Fix-Bestandteil. Geht das weiter?
Andreas Guenther: Ja, das ist eine wunderbare Rolle für mich. Der Pöschel ist mir ebenso ans Herz gewachsen wie der Niko in „Blind ermittelt“. Es gibt nur einen großen Unterschied: Als Niko darf ich in Wien drehen, und ich habe mich wahnsinnig in diese Stadt verliebt, komme jedes Mal leidenschaftlich gern her. Ist ja auch wirklich was Anderes als Rostock. Und es gibt hier wahnsinnig hübsche Frauen. Ich flippe immer aus, wenn ich durch die Wiener Straßen gehe. Wo, bitte, gibt es sonst so viele „Raketen“?

Blind ermittelt - Blutsbande
Foto © ORF

In die Steiermark zieht es Sie nicht mehr so sehr?
Andreas Guenther: Doch, ich stamme ja aus Haselsdorf, und dort leben Tante, Onkel und Cousinen. In kaum zehn Kilometer Entfernung ist ja auch Arnold Schwarzenegger aufgewachsen.

Derzeit sind Sie noch Wahl-Berliner?
Andreas Guenther: Sie sagen es: noch. Aber im nächsten Jahr bin ich vielleicht schon Wiener. Die Wohnungssuche hat bereits begonnen.

Weil ja auch schon dir Dreharbeiten zu den Teilen vier und fünf von „Blind ermittelt“ warten?
Andreas Guenther: Nicht nur das. Ich glaube, der Hochmair und ich werden hier noch in zehn Jahren miteinander ermitteln.

 

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